Die schwarze Spinne
Reclams Universal-Bibliothek Band 6489

Die schwarze Spinne

Erzählung. Textausgabe mit Anmerkungen/Worterklärungen

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Beschreibung

'Die schwarze Spinne' (erschienen 1842) ist die berühmteste Novelle Jeremias Gotthelfs und ein Meisterwerk der Erzählliteratur des Biedermeier. In der kunstvoll aufgebauten Novelle mit ihrer komplexen Erzählstruktur wird eine Geschichte um Gottlosigkeit und Aberglauben erzählt. In zwei legendenartigen Rückblicken berichtet ein Großvater vom tödlichen Wüten einer teuflischen Spinne und der Rettung durch christlich-heldenmütige Gesinnung. Versinnlicht wird die didaktische Absicht des Autors durch die genrehafte Schilderung der Dorfwelt und eine Sprachkraft, die die groteske Handlung in ihrer ganzen Phantastik entfaltet.

Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen von Wolfgang Mieder. Jeremias Gotthelf (4.10.1797 Murten – 22.10.1854 Lützelflüh) ist das Pseudonym des schweizerischen Schriftstellers Albert Bitzius. Gotthelfs thematischer Schwerpunkt ist die Darstellung des bäuerlichen Lebens im 19. Jahrhundert. Seine Novelle »Die schwarze Spinne«, die alte Sagen zu einer gleichnishaften Erzählung über christlich-humanistische Vorstellungen von Gut und Böse verbindet, gilt als Meisterwerk des deutschen Biedermeier.

Details

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    01.01.1986

  • Verlag Reclam, Philipp
  • Seitenzahl

    133

Beschreibung

Details

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    01.01.1986

  • Verlag Reclam, Philipp
  • Seitenzahl

    133

  • Maße (L/B/H)

    14,7/9,3/1 cm

  • Gewicht

    73 g

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-15-006489-4

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3/5

Nicht für Jeden geeignet

Blutorange am 16.06.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf ist nicht für jedermann geeignet. Es stammt aus dem Jahre 1842 und ist auch in diesem Stil geschrieben. Es hat Redewendungen die man nur noch aus dem Altdeutschen kennt und dies merkt man besonders auf den ersten 30 Seiten. Zudem muss man auch sehen, dass sich die ganze Geschichte viel mit Glauben und Aberglauben der damaligen Zeit befasst. Das Buch ist in etwa mit einer Sage zu vergleichen. Hätte ich dieses Buch damals in der Schule nicht lesen müssen, dann hätte ich es auch nie gelesen. Doch ich muss sagen gegen Ende hin liest es sich doch recht flüssig und es wird sehr spannend und es gibt reiflich Stoff über den man sich danach noch den Kopf zerbrechen kann. Alles in allem jedoch ein sehr gutes Buch

3/5

Nicht für Jeden geeignet

Blutorange am 16.06.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf ist nicht für jedermann geeignet. Es stammt aus dem Jahre 1842 und ist auch in diesem Stil geschrieben. Es hat Redewendungen die man nur noch aus dem Altdeutschen kennt und dies merkt man besonders auf den ersten 30 Seiten. Zudem muss man auch sehen, dass sich die ganze Geschichte viel mit Glauben und Aberglauben der damaligen Zeit befasst. Das Buch ist in etwa mit einer Sage zu vergleichen. Hätte ich dieses Buch damals in der Schule nicht lesen müssen, dann hätte ich es auch nie gelesen. Doch ich muss sagen gegen Ende hin liest es sich doch recht flüssig und es wird sehr spannend und es gibt reiflich Stoff über den man sich danach noch den Kopf zerbrechen kann. Alles in allem jedoch ein sehr gutes Buch

5/5

Lesenswert!

Eine Kundin/ein Kunde am 16.06.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Aus Anlass einer Taufe wird rückblickend die Geschichte der schwarzen Spinne erzählt, wie es zu Ihrem Auftauchen kam und wie sie Angst und Schrecken verbreitet hat... Auf jeden Fall fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Gotthelf begnügt sich nicht einfach mit Schauermärchen, sondern stellt die Frömmigkeit der Dorfbewohner, ihren Aberglauben, aber auch ihren Wankelmut anschaulich dar. Christine, die weibliche Hauptperson, wird von Gotthelf negativ beschrieben. Sie ist alles andere als eine bescheidene und sanftmütige Frau und passt weder ins damalige Weltbild noch in das kleinbürgerliche Dorf, in dem sie wohnt. Man muss berücksichtigen, dass Gotthelf in einer anderen Zeit gelebt hat und seine Ansichten nicht unter heutigen Gesichtspunkten beurteilt werden können. Dennoch bleibt es nicht aus, dass der Leser unserer Zeit zumindest anfangs so etwas wie Sympathie für Christine empfindet. Sie ist tüchtig, weiß sich immer zu helfen und lässt sich nicht bevormunden. In einem von Männern regierten Umfeld hat sie es deshalb schwer und ist entsprechend unbeliebt. Ihre Fähigkeiten werden nicht anerkannt und Ratschläge, die sie erteilt nicht geschätzt. Christine schießt übers Ziel hinaus, als sie sich mit stärkeren Mächten anlegt. Die ist eindeutig ein Akt der Selbstüberschätzung, doch kommt auch hier ihr Wesenszug zum Vorschein, sich nicht unterkriegen zu lassen und auf ihren Einfallsreichtum zu bauen. Erst wird das anstehende Problem gelöst, dann wendet man sich dem nächsten zu und macht sich dazu beizeiten Gedanken. Dass das in diesem Fall nicht funktioniert, ist dem Leser von Anfang an klar und so nehmen Christines Probleme ihren Lauf. Aus der selbstsicheren Frau wird eine verzweifelte Gestalt, die in ihrer Not zunehmend Boshaftigkeit und Skrupellosigkeit beherrschen... Alles in allem absolut empfehlenswert!

5/5

Lesenswert!

Eine Kundin/ein Kunde am 16.06.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Aus Anlass einer Taufe wird rückblickend die Geschichte der schwarzen Spinne erzählt, wie es zu Ihrem Auftauchen kam und wie sie Angst und Schrecken verbreitet hat... Auf jeden Fall fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Gotthelf begnügt sich nicht einfach mit Schauermärchen, sondern stellt die Frömmigkeit der Dorfbewohner, ihren Aberglauben, aber auch ihren Wankelmut anschaulich dar. Christine, die weibliche Hauptperson, wird von Gotthelf negativ beschrieben. Sie ist alles andere als eine bescheidene und sanftmütige Frau und passt weder ins damalige Weltbild noch in das kleinbürgerliche Dorf, in dem sie wohnt. Man muss berücksichtigen, dass Gotthelf in einer anderen Zeit gelebt hat und seine Ansichten nicht unter heutigen Gesichtspunkten beurteilt werden können. Dennoch bleibt es nicht aus, dass der Leser unserer Zeit zumindest anfangs so etwas wie Sympathie für Christine empfindet. Sie ist tüchtig, weiß sich immer zu helfen und lässt sich nicht bevormunden. In einem von Männern regierten Umfeld hat sie es deshalb schwer und ist entsprechend unbeliebt. Ihre Fähigkeiten werden nicht anerkannt und Ratschläge, die sie erteilt nicht geschätzt. Christine schießt übers Ziel hinaus, als sie sich mit stärkeren Mächten anlegt. Die ist eindeutig ein Akt der Selbstüberschätzung, doch kommt auch hier ihr Wesenszug zum Vorschein, sich nicht unterkriegen zu lassen und auf ihren Einfallsreichtum zu bauen. Erst wird das anstehende Problem gelöst, dann wendet man sich dem nächsten zu und macht sich dazu beizeiten Gedanken. Dass das in diesem Fall nicht funktioniert, ist dem Leser von Anfang an klar und so nehmen Christines Probleme ihren Lauf. Aus der selbstsicheren Frau wird eine verzweifelte Gestalt, die in ihrer Not zunehmend Boshaftigkeit und Skrupellosigkeit beherrschen... Alles in allem absolut empfehlenswert!

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