Mann mit der Ledertasche

Roman

KIWI Band 847

Charles Bukowski

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Beschreibung

Der Klassiker der Untergrundliteratur, 1971 erschienen, hat nichts von seiner rauen Wirkung eingebüßt!

»Das gesamte Personal der Post muss in seiner völligen Hingabe an das Interesse der Öffentlichkeit immer standhaft und rechtschaffen bleiben. Vom Personal der Post wird erwartet, dass es nach den höchsten sittlichen Grundsätzen handelt, die Gesetze der Vereinigten Staaten achtet und sich im Übrigen an die Vorschriften und Richtlinien der Postverwaltung hält.«

Der Briefträger Henry Chinaski alias Charles Bukowski bleibt unsittlich: Er legt sich mit seinem Vorgesetzten an, säuft, wettet und versucht erfolglos, eine dauerhafte sexuelle Beziehung aufzubauen. Schließlich quittiert er den Dienst, um einen Roman zu schreiben.

»Bukowski wäre [...] schon 100 Jahre alt. Ein weiterer guter Grund für eine Re-Lektüre seines Erstlings, in dem er sein ganzes Können zeigt: Dialoge, Wortwitz, Sarkasmus und Ironie.«

Produktdetails

Verkaufsrang 6281
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 19.08.2004
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Seitenzahl 208
Maße (L) 19/12,3/1,7 cm
Gewicht 162 g
Auflage 17. Auflage
Originaltitel Post Office
Übersetzer Hans Hermann
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-03430-1

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Manche Ehemänner sind verrückt. Sie lieben ihre Frauen.

S. Glossmann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Henry Chinaski versucht zufrieden zu werden, doch das Leben hat andere Ideen. Er arbeitet in einem unbefriedigendem Umfeld bei der Post, bei dem er gnadenlos unterfordert ist, wechselt die Lieben seines Lebens, obwohl er sich doch eigentlich nur nach Intimität sehnt und beschließt schlussendlich als er merkt, was die Zeit mit Menschen macht, nochmal von vorn anzufangen. Bukowski ist eben Bukowski. Hier wird gesoffen, gevögelt und vor allem kein Blatt vor dem Mund genommen. Schonungslos und fast herrlich ehrlich sind die Szenen, in denen Chinaski alias Bukowski eigene sinnfrei anmutenden Diskussionen seines Umfelds anprangert oder die Bitterkeit des Lebens in wenigen Zeilen zu Papier bringt. Ein Buch, das definitiv das Leben schreibt.

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Hilden

Alkohol, Sex und ein beschissener Job. Bukowskis autobiographischer Roman hat auch knapp 50 Jahre nach seinem Erscheinen Nichts an seiner Wirkung verloren. Ein Klassiker der amerikanischen Untergrund-Literatur, roh und ungeschönt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Das Leben kann schon manchmal gottverdammt hart sein
von einer Kundin/einem Kunden am 23.11.2020

Ein urkomischer und tieftrauriger Roman über Bukowskis Alltag als Briefträger. Schonungslos und ehrlich, zum schreien komisch und bitter wie das Leben selbst.

Aus dem Leben eines amerikanischen Postangestellten
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 14.01.2017

In seinem Debütroman 'Der Mann mit der Ledertasche' schildert Charles Bukowski sein Leben als Briefträger, Eilbote und Angestellter der US-Post. Wie ein Fabrikarbeiter der postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft arbeitet er dort insgesamt etwa 15 Jahre mit einer etwas längeren Unterbrechung von ein paar Jahren. Vertraglich... In seinem Debütroman 'Der Mann mit der Ledertasche' schildert Charles Bukowski sein Leben als Briefträger, Eilbote und Angestellter der US-Post. Wie ein Fabrikarbeiter der postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft arbeitet er dort insgesamt etwa 15 Jahre mit einer etwas längeren Unterbrechung von ein paar Jahren. Vertraglich genau vorgegebene Strukturen, abgestimmte Abläufe und durchgeplante Zeitpläne, strengste Beobachtung durchs Aufsichtspersonal, ohne sich auch nur irgendeinen gröberen Fehler leisten zu können und teils skurrile und unausstehliche Kollegen prägen den Arbeitsalltag des Hauptprotagonisten. Des Weiteren sind gefährliche und weniger gefährliche Auslieferungsgebiete, dortige Konfrontationen mit unzufriedenen, bizarren und unverschämten Postempfängern und aus zeitlichen Gründen regelmäßige Mittagessensentzüge keinesfalls die Ausnahme. Der restliche Alltag des Hauptcharakters, abseits der anstrengenden und ausgiebigen Arbeit bei der Post, dreht sich um kurze Schlafenszeiten, draus resultierender Müdigkeit, feierabendlichen Alkoholkonsum, dem darauffolgenden Kater am Tag danach, Sex, Frauen, dessen Unfähigkeit zu einer dieser eine solide Beziehung aufzubauen, Pferderennbahnbesuche, dortige Wetten und sonstige nebensächliche Vorgänge und Tätigkeiten. Der 200-seitige Roman mit stark autobiographischen Zügen ist durchgängig aus der Perspektive des Ich-Erzählers Henry Chinaski – das ‚Alter Ego‘ Bukowski’s – geschrieben. Der Erzählmodus des inneren Monologs wird häufig durch direkte Reden Chinaskis mit auftretenden Protagonisten wie Vorgesetzten, Frauen, Postsendungsempfängern, Kollegen oder sonstigen unterbrochen. Die Erzähl- und Schreibweise Bukowskis ist sehr strukturiert und hat von Anfang bis Ende des Buches einen roten Faden. Dies lässt den Roman unheimlich gern, einfach, schnell und locker lesen. Durch Chinaskis proletarisches, dreistes Auftreten, provokanten, selbstironischen Gedanken und (trotz Trunkenheit) nüchternen Umgang mit Verlusten oder einschneidenden Erlebnissen muss man als Leser an vielen Stellen entweder lachen, grinsend den Kopf schütteln oder kurz verblüfft innehalten. Bukowskis Buch 'Der Mann mit der Ledertasche' ist vergleichbar mit einem luxuriösen fünf Gänge-Menü wobei dieses aus nur zwei Zutaten besteht – (1) persönlich erlebter Lebensabschnitt (2) geschildert mit einem treffend, pointierten Schreibstil. Diese zwei wesentlichen Elemente machen das Buch zu einem fulminanten Gesamtkunstwerk. Wer hätte gedacht, dass der Angestelltenjob bei der Post so kurzweilig, amüsant und atmosphärisch beschrieben werden kann? Wer Lust hat mehr solcher Literatur zu lesen, dem seien so gut wie alle weiteren Werke Bukowskis, 'God hates Us all' von Hank Moody und eventuell auch noch 'Die perfekte Masche' von Neil Strauss empfohlen.

Der Mann mit der Ledertasche
von P. Ritter aus Aschaffenburg am 23.04.2011

Sie lieben Alkohol, Frauen und hassen ihren Job? Dann haben Sie das richtige Buch gefunden! Okay, zugegeben ich liebe meinen Beruf: trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Bukowski zeigt dem Leser eine irre Welt, bestehend aus Alkoholexzessen, Verzweiflung, Tod und Frust. Es ist eine Welt vor der man die Augen verschließe... Sie lieben Alkohol, Frauen und hassen ihren Job? Dann haben Sie das richtige Buch gefunden! Okay, zugegeben ich liebe meinen Beruf: trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Bukowski zeigt dem Leser eine irre Welt, bestehend aus Alkoholexzessen, Verzweiflung, Tod und Frust. Es ist eine Welt vor der man die Augen verschließen möchte, doch es ist als würde Bukowski einem zwei Streichhölzer zwischen die Augenlider schieben. Man kann einfach nicht wegsehen und nicht mehr aufhören zu lesen. Der Mann mit der Ledertasche ist Bukowskis eingängigstes Buch und ein guter Einstieg in seine Werke. Ich habe es in knapp vier Stunden gelesen und jedes Wort aufgesogen.


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