• Produktbild: Die Idee der Phänomenologie
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Band 2

Die Idee der Phänomenologie Fünf Vorlesungen

1

89,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.07.1973

Herausgeber

Walter Biemel

Verlag

Springer Netherland

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

24,1/16/1,2 cm

Gewicht

286 g

Auflage

Nachdruck der 2. erg. Auflage

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-90-247-5139-6

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.07.1973

Herausgeber

Walter Biemel

Verlag

Springer Netherland

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

24,1/16/1,2 cm

Gewicht

286 g

Auflage

Nachdruck der 2. erg. Auflage

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-90-247-5139-6

Herstelleradresse

Springer-Verlag KG
Sachsenplatz 4-6
1201 Wien
AT

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    aus Wien

    1/5

    17.08.2021

    eBook (PDF)

    Am Tolino nicht lesbar

    Dieses Buch ist im PDF Format und deshalb am Tolino nicht lesbar, entweder ist die Schrift zu klein und wenn man als TEXT anzeigt, dann ist es zu breit und man muss es quer lesen. Da muss man dann ständig scrollen danach wird der Text aufgefrischt und man kann sich mit all dem technischen Kleinkram nicht auf das Lesen des Buches konzentrieren. Dies ist bei einem anspruchsvollen philosophischen Text sehr störend. Ich kann das buch so nicht lesen und bin darüber einigermassen verärgert...

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jérôme Wiedenhaupt

    Jérôme Wiedenhaupt

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Vom Erscheinen der Welt - Edmund Husserls bleibende Herausforderung der Philosophie.

    Warum philosophieren? Vielleicht, weil philosophisches Denken uns daran erinnert, dass nicht alles sofort bewertet, erklärt oder verwertet werden muss. Es entsteht eine seltene Ruhe darin, die Dinge wieder gründlich zu betrachten und sich selbst im Denken nicht zu verlieren, sondern wiederzufinden. Schon nach wenigen Seiten entsteht der eigentümliche Eindruck, als würde Husserl den Leser unmerklich aus den vertrauten Bahnen des Denkens herauslösen. Man glaubt zunächst, eine philosophische Vorlesung zur Erkenntnistheorie in Händen zu halten, und bemerkt erst allmählich, dass hier etwas weit Grundsätzlicheres geschieht: Die Wirklichkeit selbst gerät ins Schwanken, genauer gesagt die Art, wie sie sich dem Bewusstsein darbietet. Husserl führt seine Leser an einen Punkt, an dem das Denken beginnt, sich selbst beim Denken zuzusehen. Gerade darin liegt die eigentliche Spannung dieses schmalen Werkes. Es ist kein abgeschlossenes Lehrbuch der Phänomenologie, sondern die dramatische Szene ihrer Geburt. Im Zentrum steht die Frage nach der Möglichkeit absolut gesicherter Erkenntnis. Husserl setzt dabei dort an, wo die neuzeitliche Philosophie seit Descartes immer wieder ansetzt: beim Zweifel. Doch anders als der cartesianische Zweifel dient Husserls methodische Bewegung nicht dazu, ein neues Fundament metaphysischer Gewissheit zu errichten. Ihn interessiert vielmehr die Weise, wie etwas überhaupt zum Bewusstsein kommt. Nicht die Existenz der Welt steht zunächst zur Debatte, sondern ihre Erscheinung. Das ist die eigentliche philosophische Revolution dieser Schrift. Die Aufmerksamkeit verschiebt sich von den Dingen auf die Akte des Erscheinens selbst. In diesem Umschlag liegt die ganze Sprengkraft der Phänomenologie. Husserl formuliert es mit einer Konsequenz, die bis heute verblüfft: „Die Philosophie aber liegt in einer völlig neuen Dimension. Sie bedarf völlig neuer Ausgangspunkte und einer völlig neuen Methode, die sie von jeder ,natürlichen‘ Wissenschaft prinzipiell unterscheidet.“ Dieser Satz ist nicht bloß programmatisch; er ist eine Kampfansage an das positivistische Selbstverständnis seiner Zeit. Die Naturwissenschaften operieren innerhalb der Welt, sie setzen die Wirklichkeit als gegeben voraus. Die Philosophie hingegen soll nach Husserl gerade jene Voraussetzungen sichtbar machen, die allem Wissen stillschweigend zugrunde liegen. Damit wird die Phänomenologie zur Wissenschaft der Erscheinungsweisen, zur Analyse des Bewusstseins in seiner intentionalen Struktur. Gerade der Begriff der Intentionalität bildet den gedanklichen Leitfaden des gesamten Werkes. Bewusstsein ist für Husserl niemals bloß ein leerer Innenraum psychischer Vorgänge. Es ist stets Bewusstsein von etwas. Jeder Wahrnehmungsakt, jede Erinnerung, jede Erwartung ist auf einen Gegenstand gerichtet. Diese Einsicht mag zunächst schlicht wirken, doch ihre Konsequenzen sind enorm. Denn damit wird das Verhältnis von Subjekt und Objekt neu bestimmt. Die Dinge erscheinen nicht mehr als bloße Außenwelt gegenüber einem abgeschlossenen Ich, sondern als Korrelate intentionaler Akte. Welt ist immer Welt-für-ein-Bewusstsein. Hier beginnt jene eigentümliche Faltung des Denkens, die Husserls Philosophie so einzigartig macht: Das Denken richtet sich nicht länger unmittelbar auf die Dinge, sondern reflektiert die Bedingungen ihres Erscheinens. Reflexion wird selbst zum Gegenstand der Reflexion. Die berühmte phänomenologische Reduktion, die Epoché, ist in diesem Zusammenhang keine abstrakte Methode akademischer Selbstbespiegelung, sondern ein radikaler Versuch, die Verstrickung in die natürliche Einstellung zu unterbrechen. Der Mensch lebt gewöhnlich in der Selbstverständlichkeit der Welt. Er nimmt wahr, urteilt, handelt, ohne die Bedingungen dieser Akte eigens zu bedenken. Husserl fordert nun eine Einklammerung dieser naiven Gewissheiten. Nicht um die Welt zu leugnen, sondern um sichtbar zu machen, wie sie sich konstituiert. Dieser Schritt ist philosophisch von ungeheurer Tragweite. Denn zum ersten Mal wird das Bewusstsein nicht psychologisch beschrieben, sondern transzendental analysiert. Die Phänomenologie fragt nicht danach, was empirisch geschieht, sondern wie Sinn überhaupt entsteht. Darin liegt auch die reflexionslogische Neuheit des Werkes. Husserl entdeckt eine Ebene des Denkens, auf der Reflexion nicht mehr bloß nachträgliche Betrachtung ist, sondern ursprüngliche Freilegung von Sinnzusammenhängen. Das Bewusstsein wird nicht als Objekt unter Objekten behandelt, sondern als jener Ort, an dem Weltbedeutung überhaupt erst hervorgebracht wird. Diese Wendung hat die Philosophie nachhaltig verändert. Ohne Husserl wären weder Heideggers Fundamentalontologie noch Sartres Existenzialismus, weder Merleau-Pontys Leibphänomenologie noch Derridas Dekonstruktion denkbar. Selbst dort, wo spätere Denker sich von Husserl absetzen, bleiben sie doch in seinem Horizont. Besonders eindrucksvoll ist, wie Husserl in dieser Schrift die Grenze zwischen Erkenntnistheorie und Ontologie durchlässig werden lässt. Die Frage nach dem Sein der Dinge verwandelt sich in die Frage nach ihrem Gegebensein. Das Phänomenologische wird dezidiert betrachtet: Nicht mehr das verborgene Wesen hinter den Erscheinungen interessiert, sondern die Erscheinung selbst in ihrer Reinheit. Damit kehrt Husserl eine jahrhundertelange philosophische Tradition um. Seit Platon galt das Erscheinende vielfach als defizitär gegenüber einem eigentlichen Sein. Husserl hingegen entdeckt gerade in der Erscheinung die ursprüngliche Wahrheit. Das Phänomen ist nicht Schleier, sondern Zugang. Die Größe dieses Gedankens erschließt sich allerdings nur dem geduldigen Leser. Husserl verlangt Konzentration. Seine Sprache ist präzise, manchmal spröde, gelegentlich von jener eigentümlichen Trockenheit deutscher Universitätsphilosophie durchzogen, die jede rhetorische Verführung scheut. Und doch entfaltet gerade diese Nüchternheit einen eigentümlichen Sog. Denn hinter den langen Satzperioden arbeitet ein Denken von fast musikalischer Konsequenz. Begriffe werden nicht behauptet, sondern schrittweise freigelegt, wie Motive in einer Fuge. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine seltene Form geistiger Intensität. Es wäre jedoch falsch, Husserl lediglich als kalten Analytiker zu lesen. Unter der methodischen Strenge seiner Argumentation liegt eine beinahe existenzielle Leidenschaft: die Sehnsucht nach einer Philosophie, die sich ihrer eigenen Voraussetzungen vollkommen bewusst wird. In einer Zeit zunehmender wissenschaftlicher Spezialisierung versucht Husserl, den ursprünglichen Sinn philosophischer Besinnung zurückzugewinnen. Seine Phänomenologie ist letztlich der Versuch, das Denken wieder auf den Ursprung seiner Erfahrung zurückzuführen. Gerade deshalb wirkt „Die Idee der Phänomenologie“ heute erstaunlich modern. In einer Gegenwart, die von Datenströmen, medialen Überformungen und algorithmischen Wirklichkeiten geprägt ist, erscheint Husserls insistierende Frage nach der Weise des Erscheinens aktueller denn je. Wie konstituiert sich Wirklichkeit? Unter welchen Bedingungen wird etwas überhaupt erfahrbar? Was bedeutet Evidenz in einer Welt permanenter Vermittlung? Husserls Schrift gibt darauf keine einfachen Antworten, aber sie schärft den Blick für die Tiefe dieser Fragen. „Die Idee der Phänomenologie“ ist kein Buch für hastige Konsumenten philosophischer Schlagworte. Es ist ein Text, der Geduld fordert und dafür mit einer seltenen Klarheit belohnt. Husserl öffnet einen Denkraum, in dem das Selbstverständliche seine Selbstverständlichkeit verliert und gerade dadurch neu sichtbar wird. Die Philosophie gewinnt hier eine neue Würde: nicht als Weltanschauung, sondern als radikale Besinnung auf die Bedingungen von Erfahrung und Sinn. Vielleicht liegt darin das eigentliche Vermächtnis dieser Schrift. Husserl zeigt, dass Denken nicht bloß Abbilden ist, sondern ein Vollzug, in dem Welt erst zur Erscheinung gelangt. Die Phänomenologie wird damit zur Schule der Aufmerksamkeit.

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  • Gedankengang Der Vorlesungen.- I. Vorlesung.- Natürliche Denkhaltung und Wissenschaft1).- Philosophische (reflexive) Denkhaltung.- Die Widersprüche der Erkenntnisreflexion in natürlicher Einstellung.- Die doppelte Aufgabe der wahren Erkenntniskritik.- Die wahre Erkenntniskritik als Phänomenologie der Erkenntnis.- Die neue Dimension der Philosophie; ihre eigene Methode gegenüber der Wissenschaft.- II. Vorlesung.- Der Anfang der Erkenntniskritik: das In-Frage-stellen jeglichen Wissens.- Gewinnung des absolut gewissen Bodens im Anschlu? an Descartes’ Zweifelsbetrachtung.- Die Sphäre der absoluten Gegebenheiten.- Wiederholung und Ergänzung; Widerlegung des Argumentes gegen die Möglichkeit einer Erkenntniskritik.- Das Rätsel der natürlichen Erkenntnis: die Transzendenz.- Scheidung zweier Begriffe von Immanenz und Transzendenz.- Das erste Problem der Erkenntniskritik: die Möglichkeit transzendenter Erkenntnis.- Das Prinzip der erkenntnistheoretischen Reduktion.- III. Vorlesung.- Das Vollziehen der erkenntnistheoretischen Reduktion: Ausschaltung alles Transzendenten.- Thema der Forschung: die reinen Phänomene.- Die Frage der „objektiven Giltigkeit“ der absoluten Phanomene.- Unmöglichkeit der Beschrankung auf singuläre Gegebenheiten; die phanomenologische Erkenntnis als Wesens-erkenntnis.- Die zwei Bedeutungen des Begriffes „Apriori“.- IV. Vorlesung.- Erweiterung der Forschungssphare durch die Intentionalität.- Die Selbstgegebenheit des Allgemeinen; die philosophische Methode der Wesensanalyse.- Kritik der Gefühlstheorie der Evidenz; Evidenz als Selbstgegebenheit.- Keine Beschränkung auf die Sphare der reellen Immanenz; Thema alle Selbstgegebenheit.- V. Vorlesung.- Die Konstitution des Zeitbewußtseins.- Wesenserfassung als evidente Gegebenheit der Essenz; Konstitution der singulären Essenz und des Allgemein-heitsbewußtseins.- Die kategorialen Gegebenheiten.- Das symbolisch Gedachte als solches.- Das Forschungsgebiet in seinem weitesten Umfang: die Konstitution der verschiedenen Modi der Gegenständlichkeit in der Erkenntnis; das Problem der Korrelation von Erkenntnis und Erkenntnisgegenstandlichkeit.- Beilagen:.- Beilage I.- Beilage ll.- Beilage III.- Textkritischer Anhang:.- Zur Textgestaltung.- Textkritische Anmerkungen.- Nachweisder Originalseiten.- Namenregister.