Hegels "System der Sittlichkeit"

Inhaltsverzeichnis

1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Vorwort;10
3;I. Konzeption des Manuskripts . Entstehungsbedingungen, Rezeptionsgeschichte, Terminologie und Methodik;12
3.1;1. Einleitung;12
3.2;2. Forschungsbericht und Interpretationsgeschichte;45
3.3;3. Rekonstruktion der Methode und des logischterminologischen Gefüges des Manuskripts anhand der Schriften des Kritischen Journals sowie weiterer gedruckter Quellen;85
3.4;4. "Wahre Sittlichkeit" - Programmatische Ankündigungen des Systems der Sittlichkeit in Hegels publizierten Schriften;123
4;II. Interpretation des Manuskripts - Darstellung, Kommentar, Einzelanalysen;145
4.1;Vorbemerkung zum Aufbau des Manuskripts: Das Verhältnis der drei Teile;145
4.2;5. Der erste Teil des Manuskripts: Die natürliche Sittlichkeit;152
4.3;6. Der zweite Teil des Manuskripts: "Das Negative, oder die Freyheit, oder das Verbrechen";199
4.4;7. Der dritte Teil des Manuskripts: Die absolute Sittlichkeit;225
5;Literaturverzeichnis;269
6;Personenverzeichnis;278

Hegels "System der Sittlichkeit"

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Hegels "System der Sittlichkeit"

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.12.2006

Verlag

De Gruyter

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

24,6/17,5/2,1 cm

Beschreibung

Rezension

"Von vorneherein beeindruckt Schmidts klare Sprache, die nur an wenigen Stellen die metaphysische Diktion Hegels nachempfindet, und der vorbildliche Aufbau der Studie." Gustav Mechlenburg in: literaturkritik.de, Nr. 8, August 2007 "[Schmidt] hat eine grundsolide, gut lesbare Studie zu dem jungen Hegel vorgelegt, deren Verdienst darin gesehen werden darf, dass er die Bedeutung des 'Systems der Sittlichkeit' als der ersten Fassung von Hegels Geistphilosophie in den differenzierten Debattenlagen um die Gestalt einer ersten Philosophie um 1800 herausgearbeitet hat." Christian Danz in: Theologische Literaturzeitung, 133. Jg., Heft 3, März 2008

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.12.2006

Verlag

De Gruyter

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

24,6/17,5/2,1 cm

Gewicht

701 g

Auflage

1

Reihe

Hegel-Forschungen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-05-004296-1

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2. Forschungsbericht und Interpretationsgeschichte (S.44)

Wenn Troeltsch vor etwa 100 Jahren glaubte feststellen zu durfen, uber Kant sei nun eigentlich alles Wesentliche gesagt, so wollte er wohl ausdrucken, das die Kantischen Texte durch exzellente Interpretationen bereits erschlossen waren.1 Wenn jene Werke also der Tendenz nach uberinterpretiert waren, so mus man vom Hegelschen System der Sittlichkeit hingegen sagen, das es zu den unterinterpretierten Texten gehort. Das uberrascht um so mehr, als auch die Zahl der Publikationen uber Hegel in die Hohe geschossen ist und von einem einzelnen Forscher eigentlich nicht mehr uberblickt werden kann. Wenn Adolphi noch 1989 schrieb, das System der Sittlichkeit gelte in der Forschung nicht viel, so hat sich an diesem Umstand bis heute wenig geandert.2 Man darf es dann bereits als Fortschritt betrachten, das Schnadelbach es im Jahre 2000 in den Kanon der interpretationswurdigen Schriften Hegels zur praktischen Philosophie aufgenommen hat.3 Hatte Adolphi, als er in seiner Studie auf das System der Sittlichkeit zu sprechen kam, wegen der (wahrscheinlich zu Recht) unterstellten Unkenntnis des Manuskripts eine Art tabellarisches Inhaltsverzeichnis desselben gegeben, so bietet Schnadelbach zwar eine ziemlich umfangreiche Gesamtdarstellung, wertet es jedoch gleichzeitig zu einem eigentlich blos historisch interessanten Zeugnis ab: .Die Kenntnis des Systems der Sittlichkeit ist vor allem wichtig, um etwas von den ideengeschichtlichen Ursachen wie den inhaltlichen und methodologischen Grunden zu verstehen, die erklaren, wie Hegels praktische Philosophie die Gestalt annahm, die sie in ihrer endgultigen Entwicklung aufweist..5 Damit nahert sich Schnadelbachs Einschatzung auf erstaunliche Weise derjenigen Rosenkranz. an, dem wir uberhaupt die erste Erwahnung jenes Manuskripts und ebenso die Titelgebung desselben verdanken. Auch Rosenkranz war nicht an dem Eigenwert des Systems der Sittlichkeit interessiert, erwahnte es aber aus einer Art geistiger Pietat und aus der Beobachtung heraus, das auf dem Weg zur endgultigen Gestalt des Hegelschen Systems verschiedene Zwischenstufen zu durchschreiten waren.

Es versteht sich von selbst, das im folgenden Forschungsbericht nicht auf alle Texte eingegangen werden kann, die uberhaupt jemals das System der Sittlichkeit erwahnten. Ich beschranke mich daher auf exemplarische, wesentliche Deutungen, wobei die fruhen Thematisierungen angesichts ihrer Sparlichkeit und teilweisen Unzuganglichkeit etwas ausfuhrlicher behandelt werden.

2.1. Forschungsliteratur bis zur ersten vollstandigen Edition des Manuskripts
Die Blickrichtung auf das reife System und der Wunsch, eine homogene Entwicklung desselben prasentieren zu konnen, bestimmten Rosenkranz. Referat des Systems der Sittlichkeit in seiner Hegelbiographie.6 Naturlich darf man in einer Biographie keine vollstandige Schilderung eines aufgefundenen Manuskripts erwarten, schon gar nicht die hochst diffizile Herleitung der Themen. Dennoch ist offensichtlich, das Rosenkranz die verschiedenen Teile extrem unterschiedlich gewichtete und sich in seiner Berichterstattung beinahe ganz auf den dritten Teil konzentrierte. So gab er uberwiegend solche Passagen wieder, die kaum als sonderlich aufregend empfunden werden konnten, da es sich grosenteils um antikisierende Losungsvorschlage handelte. Die Philosophie der Sittlichkeit war zwar nicht im Prinzip, wohl aber in der Entwicklung des Besonderen als sehr Platonisirend von ihrer spateren Gestalt auserordentlich verschieden. Die zum spateren Hegel weniger passenden ersten beiden Teile des Manuskripts wurden hingegen viel zuruckhaltender, sparsamer mitgeteilt. Rosenkranz. vorrangiges Interesse galt Hegels Systemgedanken, und so betrachtete er samtliche Fragmente, z. T. sogar die der Frankfurter Zeit, als Vorformen des reiferen und fertigen Systems.
  • Hegels "System der Sittlichkeit"
  • 1;Inhaltsverzeichnis;6
    2;Vorwort;10
    3;I. Konzeption des Manuskripts . Entstehungsbedingungen, Rezeptionsgeschichte, Terminologie und Methodik;12
    3.1;1. Einleitung;12
    3.2;2. Forschungsbericht und Interpretationsgeschichte;45
    3.3;3. Rekonstruktion der Methode und des logischterminologischen Gefüges des Manuskripts anhand der Schriften des Kritischen Journals sowie weiterer gedruckter Quellen;85
    3.4;4. "Wahre Sittlichkeit" - Programmatische Ankündigungen des Systems der Sittlichkeit in Hegels publizierten Schriften;123
    4;II. Interpretation des Manuskripts - Darstellung, Kommentar, Einzelanalysen;145
    4.1;Vorbemerkung zum Aufbau des Manuskripts: Das Verhältnis der drei Teile;145
    4.2;5. Der erste Teil des Manuskripts: Die natürliche Sittlichkeit;152
    4.3;6. Der zweite Teil des Manuskripts: "Das Negative, oder die Freyheit, oder das Verbrechen";199
    4.4;7. Der dritte Teil des Manuskripts: Die absolute Sittlichkeit;225
    5;Literaturverzeichnis;269
    6;Personenverzeichnis;278