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Oliver Twist

Roman

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Beschreibung

Der große englische Klassiker in einer neuen EditionDer Waisenknabe Oliver Twist wächst im Armenhaus einer Kleinstadt unter dem harten Regiment des selbstgefälligen Mr. Bumble auf. Er flieht schließlich - ohne einen Penny in der Tasche - nach London und kommt dort vom Regen in die Traufe: Er gerät in die Fänge des Hehlers Fagin, der eine Bande jugendlicher Taschendiebe anführt. Dickens' berühmtester Roman liegt hier in der großartigen Übersetzung von Gustav Meyrink vor. Die Ausgabe enthält die 24 Illustrationen der englischen Erstausgabe von George Cruikshank. 

Details

Verkaufsrang

6983

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2007

Illustrator

George Cruikshank

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

6983

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2007

Illustrator

George Cruikshank

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,1 cm

Gewicht

393 g

Auflage

7. Auflage

Übersetzer

Gustav Meyrink

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-13616-7

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Ein Klassiker zum Lachen, Weinen und Mitfiebern in der typischen spitzfindigen und sozialkritischen Art Charles Dickens.

Pink Anemone aus Wien am 11.12.2017

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Oliver Twist war schon zu Lebzeiten einer der populärsten Romane von Charles Dickens. Dieser wurde von 1837 bis 1839 in 24 Folgen als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift „Bentley’s Miscellany“ herausgebracht. Bereits 1838 erschien die erste Buchausgabe und diese wurde bereits damals in viele Sprachen übersetzt. Noch bis kurz vor Charles Dickens Tod 1870, hielt dieser Lesungen zu diesem Roman abVon dieser Popularität hat dieser Roman bis heute nichts eingebüßt. Es werden immer weitere Neuerscheinungen publiziert, es gibt unzählige Bühnenstücke und auch den Weg zum Film hat dieser Roman gefunden und ich bin mir sicher, daß diese Faszination noch lange anhalten wird. Ich persönlich bin allgemein von Charles Dickens, von seinen Romanen und Kurzgeschichten fasziniert und es vergeht kein Weihnachten, an dem ich keinen Charles Dickens-Roman lese. Daher ist es für mich schwer eine Rezension zu verfassen, die dem Schriftsteller und in diesem Falle auch dem kleinen Oliver Twist, gerecht wird. Ich entschuldige mich schon im Voraus, falls ich diese Aufgabe nicht erfüllen sollte. Und nun begeben wir uns in die Welt des kleinen Oliver Twist. Fast jeder kennt die Geschichte rund um Oliver Twist, welcher in bitterer Armut zuerst im Waisenhaus und anschließend im Arbeitshaus aufwuchs und dabei Zeit seines jungen Lebens von kaltherzigen Aufsehern schikaniert und misshandelt wurde. Selbst als er in die Lehre eines Bestatters kommt, nimmt sein Leid kein Ende. Schließlich flüchtet der kleine Oliver nach London. In den düsteren Slums der Großstadt fällt der Junge dem gerissenen, wie auch skrupellosen Fagin in die Hände. Dieser ist so etwas wie der Don einer kleinen Diebesbande, mit allen Wassern gewaschen und ein wahrer Puppenspieler, wenn es darum geht andere dahingehend zu manipulieren damit sie das tun was er will. Dieser hat schon ein nahezu seltsame ausgeprägtes Interesse aus Oliver einen Verbrecher zu machen. Dieses Interesse scheint mit der Herkunft des Jungen zu tun zu haben. Woher stammt Oliver wirklich und wer waren seine Eltern?…(persönliche Inhaltsangabe) ✽✽✽✽✽✽✽✽✽✽ Man mag es kaum glauben, aber Charles Dickens hat viel Autobiographisches in diese Geschichte fließen lassen. Er selbst wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und sein Vater saß im Marshalsea-Schuldgefängnis ein, nahm die Familie mit und Charles wurde gezwungen in einer Fabrik zu arbeiten. Dies ist auch der Grund der äußerst realistischen und präzisen Schilderungen der Verhältnisse in Armenhäusern, der unmenschlichen und kaltherzigen Behandlung von Armen und Schwachen, sowie des kriminellen Milieus. Als unpolitischer Moralist war es Dickens daher ein Anliegen diese Verhältnisse in seinen Romanen offen zu legen. Dies ist seine Art auf das vom Parlament beschlossene Armengesetz, in der materielle Zuwendungen an Bedürftige abgeschafft wurden, zu reagieren. Auf seine satirische und humoristische Art werden hier die ausführenden Organe, sowie die höhere Gesellschaft an den Pranger gestellt. Dies auf so skurrile und sarkastische Art und Weise, sodass man als Leser des Öfteren ein Schmunzeln auf den Lippen hat. Charles Dickens besaß wirklich einen sehr schwarzen und bösen Humor. Doch auch die packende Erzählweise und der Handlungsverlauf machen diesen Roman zu etwas besonderem. Dickens schafft es am Ende eines jeden Kapitels einen Cliffhanger einzubauen und die Handlung selbst entwickelt sich im Verlauf immer mehr zu einem spannenden Thriller. Hier macht Dickens auch nicht Halt einen brutalen Mord sehr bildhaft zu beschreiben, was ich bisher so überhaupt nicht von ihm kannte. Aber auch herzzerreißende und zu Tränen rührende Szenen sind inbegriffen, sowie melodramatische Szenen. Die Charaktere mögen zwar etwas überzeichnet und befremdlich sentimental wirken – die Guten sind unerträglich tugendhaft, die Bösen abgrundtief böse – aber auch dies trägt dazu bei, sich in die Zeit Charles Dickens versetzen zu lassen. Doch trotz durchaus stellenweise spannender Szenen, die an einen Thriller erinnern, besticht der Roman eher weniger durch den Plot, als durch die Thematisierung der damaligen Verhältnisse und Zustände der ärmlichen Bevölkerung und der Behandlung dieser durch die Gesellschaft. Dies erkennt man vor allem gegen Ende des Romans an der scheinbar wirren Zusammenführung der Handlungsstränge und der darauffolgenden Auflösung, mit der ich nicht ganz so glücklich bin. Die Übersetzung dieser Aufgabe durch Gustaf Meyrink (1868-1932 / Österreichischer Schriftsteller [„Der Golem“] und Übersetzer). ist meiner Meinung nach die beste der bisher von mir gelesenen. Und das, obwohl dieser sehr viel mehr Sozialkolorit einbringt als es Charles Dickens getan hat. Meyrink bringt verschiedene Dialekte ein wie z.B. die typische Gossen- und Gaunersprache, welche sehr starke Züge des österreichischen Dialekts aufweist, sowie den typischen „jiddischen“ Slang. Dies ließ mich zusätzlich zu Charles Dickens‘ Sarkasmus mehrmals schmunzeln. Diese Ausgabe enthält auch 24 Illustrationen der Erstausgabe von dem damals sehr bekannten Karikaturisten George Cruikshank (1792-1878). Die dtv-Ausgabe beinhaltet auch ein äußerst interessantes Nachwort bezüglich der Entstehungsgeschichte dieses Romans, sowie eine biographische Zeittafel von Charles Dickens. Ein ausschlaggebender Grund für mich mir immer öfter einen Klassiker aus diesem Verlag zu zulegen. Fazit: Ein wunderschöner Dickens-Klassiker, der einem lachen, weinen und mitfiebern lässt und so viel mehr enthält als nur die Geschichte eines armen Waisenjungen. Es ist sozialkritischer Realismus mit humoristischen Zügen, der einem zum Nachdenken anregt. Daher eine absolute Leseempfehlung für alle Klassik-Liebhaber und solche die es werden wollen.

Ein Klassiker zum Lachen, Weinen und Mitfiebern in der typischen spitzfindigen und sozialkritischen Art Charles Dickens.

Pink Anemone aus Wien am 11.12.2017
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Oliver Twist war schon zu Lebzeiten einer der populärsten Romane von Charles Dickens. Dieser wurde von 1837 bis 1839 in 24 Folgen als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift „Bentley’s Miscellany“ herausgebracht. Bereits 1838 erschien die erste Buchausgabe und diese wurde bereits damals in viele Sprachen übersetzt. Noch bis kurz vor Charles Dickens Tod 1870, hielt dieser Lesungen zu diesem Roman abVon dieser Popularität hat dieser Roman bis heute nichts eingebüßt. Es werden immer weitere Neuerscheinungen publiziert, es gibt unzählige Bühnenstücke und auch den Weg zum Film hat dieser Roman gefunden und ich bin mir sicher, daß diese Faszination noch lange anhalten wird. Ich persönlich bin allgemein von Charles Dickens, von seinen Romanen und Kurzgeschichten fasziniert und es vergeht kein Weihnachten, an dem ich keinen Charles Dickens-Roman lese. Daher ist es für mich schwer eine Rezension zu verfassen, die dem Schriftsteller und in diesem Falle auch dem kleinen Oliver Twist, gerecht wird. Ich entschuldige mich schon im Voraus, falls ich diese Aufgabe nicht erfüllen sollte. Und nun begeben wir uns in die Welt des kleinen Oliver Twist. Fast jeder kennt die Geschichte rund um Oliver Twist, welcher in bitterer Armut zuerst im Waisenhaus und anschließend im Arbeitshaus aufwuchs und dabei Zeit seines jungen Lebens von kaltherzigen Aufsehern schikaniert und misshandelt wurde. Selbst als er in die Lehre eines Bestatters kommt, nimmt sein Leid kein Ende. Schließlich flüchtet der kleine Oliver nach London. In den düsteren Slums der Großstadt fällt der Junge dem gerissenen, wie auch skrupellosen Fagin in die Hände. Dieser ist so etwas wie der Don einer kleinen Diebesbande, mit allen Wassern gewaschen und ein wahrer Puppenspieler, wenn es darum geht andere dahingehend zu manipulieren damit sie das tun was er will. Dieser hat schon ein nahezu seltsame ausgeprägtes Interesse aus Oliver einen Verbrecher zu machen. Dieses Interesse scheint mit der Herkunft des Jungen zu tun zu haben. Woher stammt Oliver wirklich und wer waren seine Eltern?…(persönliche Inhaltsangabe) ✽✽✽✽✽✽✽✽✽✽ Man mag es kaum glauben, aber Charles Dickens hat viel Autobiographisches in diese Geschichte fließen lassen. Er selbst wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und sein Vater saß im Marshalsea-Schuldgefängnis ein, nahm die Familie mit und Charles wurde gezwungen in einer Fabrik zu arbeiten. Dies ist auch der Grund der äußerst realistischen und präzisen Schilderungen der Verhältnisse in Armenhäusern, der unmenschlichen und kaltherzigen Behandlung von Armen und Schwachen, sowie des kriminellen Milieus. Als unpolitischer Moralist war es Dickens daher ein Anliegen diese Verhältnisse in seinen Romanen offen zu legen. Dies ist seine Art auf das vom Parlament beschlossene Armengesetz, in der materielle Zuwendungen an Bedürftige abgeschafft wurden, zu reagieren. Auf seine satirische und humoristische Art werden hier die ausführenden Organe, sowie die höhere Gesellschaft an den Pranger gestellt. Dies auf so skurrile und sarkastische Art und Weise, sodass man als Leser des Öfteren ein Schmunzeln auf den Lippen hat. Charles Dickens besaß wirklich einen sehr schwarzen und bösen Humor. Doch auch die packende Erzählweise und der Handlungsverlauf machen diesen Roman zu etwas besonderem. Dickens schafft es am Ende eines jeden Kapitels einen Cliffhanger einzubauen und die Handlung selbst entwickelt sich im Verlauf immer mehr zu einem spannenden Thriller. Hier macht Dickens auch nicht Halt einen brutalen Mord sehr bildhaft zu beschreiben, was ich bisher so überhaupt nicht von ihm kannte. Aber auch herzzerreißende und zu Tränen rührende Szenen sind inbegriffen, sowie melodramatische Szenen. Die Charaktere mögen zwar etwas überzeichnet und befremdlich sentimental wirken – die Guten sind unerträglich tugendhaft, die Bösen abgrundtief böse – aber auch dies trägt dazu bei, sich in die Zeit Charles Dickens versetzen zu lassen. Doch trotz durchaus stellenweise spannender Szenen, die an einen Thriller erinnern, besticht der Roman eher weniger durch den Plot, als durch die Thematisierung der damaligen Verhältnisse und Zustände der ärmlichen Bevölkerung und der Behandlung dieser durch die Gesellschaft. Dies erkennt man vor allem gegen Ende des Romans an der scheinbar wirren Zusammenführung der Handlungsstränge und der darauffolgenden Auflösung, mit der ich nicht ganz so glücklich bin. Die Übersetzung dieser Aufgabe durch Gustaf Meyrink (1868-1932 / Österreichischer Schriftsteller [„Der Golem“] und Übersetzer). ist meiner Meinung nach die beste der bisher von mir gelesenen. Und das, obwohl dieser sehr viel mehr Sozialkolorit einbringt als es Charles Dickens getan hat. Meyrink bringt verschiedene Dialekte ein wie z.B. die typische Gossen- und Gaunersprache, welche sehr starke Züge des österreichischen Dialekts aufweist, sowie den typischen „jiddischen“ Slang. Dies ließ mich zusätzlich zu Charles Dickens‘ Sarkasmus mehrmals schmunzeln. Diese Ausgabe enthält auch 24 Illustrationen der Erstausgabe von dem damals sehr bekannten Karikaturisten George Cruikshank (1792-1878). Die dtv-Ausgabe beinhaltet auch ein äußerst interessantes Nachwort bezüglich der Entstehungsgeschichte dieses Romans, sowie eine biographische Zeittafel von Charles Dickens. Ein ausschlaggebender Grund für mich mir immer öfter einen Klassiker aus diesem Verlag zu zulegen. Fazit: Ein wunderschöner Dickens-Klassiker, der einem lachen, weinen und mitfiebern lässt und so viel mehr enthält als nur die Geschichte eines armen Waisenjungen. Es ist sozialkritischer Realismus mit humoristischen Zügen, der einem zum Nachdenken anregt. Daher eine absolute Leseempfehlung für alle Klassik-Liebhaber und solche die es werden wollen.

Leichte Lektüre und toll illustriert, jedoch inhaltlich nicht mein Fall

books and phobia aus Halle am 06.12.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Oliver Twist dürfte den meisten ein Begriff sein. Dies traf auch auf mich zu, auch wenn es sich hier nur um den Titel des Buches handelte. Als ich nun diese Ausgabe des Buches entdeckte, erwachte in mir der Wunsch, dieses Werk nun auch endlich einmal zu lesen. Da dieser Band, dann auch noch sehr authentische und eindrucksvolle Illustrationen erhielt, weckte meine Neugier noch dazu. Mit viel Vorfreude und auch ein paar Erwartungen startete also mein Abenteuer in die Welt von Oliver Twist und war recht schnell überrascht, wie gemächlich die Handlung voranschritt. Man muss dazu sagen, dass ich bisher wirklich keinen Bezug zu Oliver Twist hatte. Egal ob Film oder ein anderes Medium, ich konnte über 30 Jahre der Geschichte des Waisenjungen entkommen. Und nun war es so weit und ich wahr ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. Doch was hatte ich erwartet? Ehrlich gesagt ein wenig mehr Spannung. Zwar wurde hier die Geschichte eines armen Jungen mit großem Herz und reiner Seele erzählt, der im viktorianischen Zeitalter aufwuchs, aber ich konnte bis zum Ende nicht die Faszination aufbauen, welche ich, nachträglich, in Rezensionen erlesen konnte. Zwar sprach das Buch wirklich viele wichtige Themen an, mit welchen wir auch heutzutage noch zu kämpfen haben, aber für mich war es jetzt nicht so, als hätte ich dies nicht schon einmal irgendwo gelesen. Dazu kam, dass viele der Charaktere, nachdem Lesen sofort wieder verblassten. Sie hinterließen bei mir keinen bleibenden Eindruck, da sie z.B. so handelten, wie es in der Zeit anscheinend üblich war. Dass dies damals viele schockierte kann ich mir sehr gut vorstellen, aber mit dem Wissen der aktuellen Zeit fast schon normal wirkte. Trotzdem kämpfte ich mich durch das Buch, denn die pure Neugier trieb mich einfach voran. Zudem empfand ich die Übersetzung samt Überarbeitung sehr gelungen, da man wirklich sehr fließend durch die Abschnitte kam. Hier möchte ich auch erwähnen, dass ich Dickens´ Unterteilung in die einzelnen Kapitel sehr gut fand, zumal die kleinen Andeutungen eben doch immer wieder mein Interesse weckten. Dies traf auch auf die Illustrationen von Lev Kaplan zu, welche dem Geschehen, mit den vielen in Sepia-Tönen gehaltenen Zeichnungen, enorme Tiefe gaben. Auch wenn mich die Handlung nicht so packte, wie ich es gerne gehabt hätte, war es spannend zu sehen, wie sich der Illustrator die Charaktere des Buches und das viktorianische London vorstellte. Fazit: Hätte ich mir gewünscht, dass mir dieses Buch gefällt? Natürlich, denn wenn ein Buch nach so vielen Jahren noch gerne gelesen wird, wird dies den ein oder anderen Grund haben. Doch bei mir wollte der Funke einfach nicht überspringen. Zwar schätzte ich den leichten Lesefluss, den Kapitelaufbau und nicht zuletzt auch die Illustrationen von Lev Kaplan, aber Olivers sozialkritische Geschichte fand in mir leider keinen Fan.

Leichte Lektüre und toll illustriert, jedoch inhaltlich nicht mein Fall

books and phobia aus Halle am 06.12.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Oliver Twist dürfte den meisten ein Begriff sein. Dies traf auch auf mich zu, auch wenn es sich hier nur um den Titel des Buches handelte. Als ich nun diese Ausgabe des Buches entdeckte, erwachte in mir der Wunsch, dieses Werk nun auch endlich einmal zu lesen. Da dieser Band, dann auch noch sehr authentische und eindrucksvolle Illustrationen erhielt, weckte meine Neugier noch dazu. Mit viel Vorfreude und auch ein paar Erwartungen startete also mein Abenteuer in die Welt von Oliver Twist und war recht schnell überrascht, wie gemächlich die Handlung voranschritt. Man muss dazu sagen, dass ich bisher wirklich keinen Bezug zu Oliver Twist hatte. Egal ob Film oder ein anderes Medium, ich konnte über 30 Jahre der Geschichte des Waisenjungen entkommen. Und nun war es so weit und ich wahr ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. Doch was hatte ich erwartet? Ehrlich gesagt ein wenig mehr Spannung. Zwar wurde hier die Geschichte eines armen Jungen mit großem Herz und reiner Seele erzählt, der im viktorianischen Zeitalter aufwuchs, aber ich konnte bis zum Ende nicht die Faszination aufbauen, welche ich, nachträglich, in Rezensionen erlesen konnte. Zwar sprach das Buch wirklich viele wichtige Themen an, mit welchen wir auch heutzutage noch zu kämpfen haben, aber für mich war es jetzt nicht so, als hätte ich dies nicht schon einmal irgendwo gelesen. Dazu kam, dass viele der Charaktere, nachdem Lesen sofort wieder verblassten. Sie hinterließen bei mir keinen bleibenden Eindruck, da sie z.B. so handelten, wie es in der Zeit anscheinend üblich war. Dass dies damals viele schockierte kann ich mir sehr gut vorstellen, aber mit dem Wissen der aktuellen Zeit fast schon normal wirkte. Trotzdem kämpfte ich mich durch das Buch, denn die pure Neugier trieb mich einfach voran. Zudem empfand ich die Übersetzung samt Überarbeitung sehr gelungen, da man wirklich sehr fließend durch die Abschnitte kam. Hier möchte ich auch erwähnen, dass ich Dickens´ Unterteilung in die einzelnen Kapitel sehr gut fand, zumal die kleinen Andeutungen eben doch immer wieder mein Interesse weckten. Dies traf auch auf die Illustrationen von Lev Kaplan zu, welche dem Geschehen, mit den vielen in Sepia-Tönen gehaltenen Zeichnungen, enorme Tiefe gaben. Auch wenn mich die Handlung nicht so packte, wie ich es gerne gehabt hätte, war es spannend zu sehen, wie sich der Illustrator die Charaktere des Buches und das viktorianische London vorstellte. Fazit: Hätte ich mir gewünscht, dass mir dieses Buch gefällt? Natürlich, denn wenn ein Buch nach so vielen Jahren noch gerne gelesen wird, wird dies den ein oder anderen Grund haben. Doch bei mir wollte der Funke einfach nicht überspringen. Zwar schätzte ich den leichten Lesefluss, den Kapitelaufbau und nicht zuletzt auch die Illustrationen von Lev Kaplan, aber Olivers sozialkritische Geschichte fand in mir leider keinen Fan.

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Thalia Limburg

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5/5

Einer dieser Klassiker... aber was für einer!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Bemühungen eines mittellosen Findelkindes, ein gutes Leben zu führen: Charles Dickens‘ berühmter Roman ist auch heute noch uneingeschränkt aktuell. Vom Waisenhaus ist es für Oliver kein langer Weg in die Fänge eines Hehlers, der Kinder zum Stehlen anstiftet und sie dafür verköstigt. Ohne eine Möglichkeit zur Flucht muss er wider Willen das Diebeshandwerk erlernen und an Einbrüchen teilnehmen – bis es eines Tages bei einem misslungenen Einbruchsversuch zur Katastrophe kommt… Immer wieder eine klare Leseempfehlung und einer dieser Romane, die man ein Mal im Leben gelesen haben muss!
5/5

Einer dieser Klassiker... aber was für einer!

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Die Bemühungen eines mittellosen Findelkindes, ein gutes Leben zu führen: Charles Dickens‘ berühmter Roman ist auch heute noch uneingeschränkt aktuell. Vom Waisenhaus ist es für Oliver kein langer Weg in die Fänge eines Hehlers, der Kinder zum Stehlen anstiftet und sie dafür verköstigt. Ohne eine Möglichkeit zur Flucht muss er wider Willen das Diebeshandwerk erlernen und an Einbrüchen teilnehmen – bis es eines Tages bei einem misslungenen Einbruchsversuch zur Katastrophe kommt… Immer wieder eine klare Leseempfehlung und einer dieser Romane, die man ein Mal im Leben gelesen haben muss!

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Oliver Twist ist mit die bekannteste Figur von Charles Dickens. Ich liebe diese Geschichte und den meisterlichen Erzählstil mit seinen verschachtelten Sätzen. Sie bietet einen hervorragenden Einstieg in Dickens' Bücherwelten.
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Oliver Twist ist mit die bekannteste Figur von Charles Dickens. Ich liebe diese Geschichte und den meisterlichen Erzählstil mit seinen verschachtelten Sätzen. Sie bietet einen hervorragenden Einstieg in Dickens' Bücherwelten.

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