Geschichten aus dem Wiener Wald

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Beschreibung


Als »ein Volksstück und die Parodie dazu« bezeichnete Alfred Polgar Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald. Mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, wurde Horváths Volksstück 1931 an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin unter der Regie von Heinz Hilpert uraufgeführt, »das bitterste, das bitterböseste Stück neuer Literatur«, wie Kurt Pinthus schrieb. In der New York Times war zu lesen: »Mit diesem Stück hat sich Horváth einen Platz in der Reihe der besten zentraleuropäischen Dramatiker gesichert und wird nicht mehr übersehen werden können.«

Die rechtsradikale Presse nannte Geschichten aus dem Wiener Wald eine »beispiellose Unverschämtheit«, »eine dramatische Verunglimpfung des alten Österreich-Ungarn«, ein »Machwerk«, ein »Unflat ersten Ranges«. Ödön von Horváth sagte in einem Interview: »Man wirft mir vor, ich sei zu derb, zu ekelhaft, zu unheimlich, zu zynisch und was es dergleichen noch an soliden, gediegenen Eigenschaften gibt - und man übersieht dabei, daß ich doch kein anderes Bestreben habe, als die Welt so zu schildern, wie sie halt leider ist...«

Details

  • Verkaufsrang

    48159

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    18.08.2008

  • Verlag Suhrkamp
  • Seitenzahl

    112

Beschreibung

Details

  • Verkaufsrang

    48159

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    18.08.2008

  • Verlag Suhrkamp
  • Seitenzahl

    112

  • Maße (L/B/H)

    17,7/10,9/1,2 cm

  • Gewicht

    106 g

  • Auflage

    5. Auflage

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-518-46020-7

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Seifenoper in Reinkultur

Daniela Ammann aus Wien am 04.02.2013

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine kleine Straße in der Josefstadt, drei Geschäfte und deren Besitzer verstrickt in eine Vielzahl von Dreiecksbeziehungen. Aber beginnen wir am Anfang: Alfred besucht mit seinem Freund dem Hierlinger Ferdinand und seiner Geliebten Valerie seine Mutter und Großmutter in der Wachau. Es stellt sich früh heraus, dass Alfred ein Zocker und Frauenheld ist. Valerie besitzt die Trafik in eben jener Straße in der Josefstadt. Gleich daneben befindet sich die "Puppenklinik" des Zauberkönigs und seiner Tochter Marianne, ein typisches Wiener Mädl, die mit dem Fleischhauer Oskar von der Fleischhauerei nebenan verlobt ist. Ein ehemaliger Rittmeister ist in der Straße wohl bekannt und ist wohl der Einzige, der das Chaos in den verschiedenen Beziehungen durchschaut, denn es kommt in der Familie des Zauberkönigs zum Skandal, als seine Tochter Marianne mit dem Spieler Alfred durchbrennt und noch dazu ein Kind von ihm bekommt. Der Zauberkönig verstoßt seine Tochter, Valerie und der Rittmeister versuchen zu vermitteln, scheitern aber. Schließlich eskaliert es auch zwischen Marianne und Alfred. Er verlässt sie und bringt das Kind zu seiner Mutter in die Wachau. Marianne verdingt sich als Varieté-Tänzerin. Diese Tätigkeit wird vom Rittmeister offenbart, als alle zusammen nach einem Heurigerabend in das Nacht-Lokal gehen. Marianne wird an diesem Abend vor ihrer Familie bloßgestellt und schlussendlich beim Diebstahl erwischt, so dass sie ins Zuchthaus kommt. Nach ihrer Entlassung kehrt sie in die Josefstadt zurück, wo es Valerie gelingt eine Versöhnung zwischen ihr und ihrem Vater zu erreichen. Horváth schafft mit seinem Volksstück ein wahres Feuerwerk an Emotionen. Mit viel Ironie und Witz stellt er die einzelnen Beziehungen dar. Die Herausforderung: Schritt zu halten bei den vielen Beziehungen. Aber ein wahres Must-to-read wenn es um österreichische Literatur geht.

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von Ödön von Horváth

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