Produktbild: Sterben
Band 1

Sterben Roman

14

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.03.2013

Abbildungen

SW-Abb.

Verlag

btb

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

18,3/11,6/3,1 cm

Gewicht

392 g

Farbe

Kaffee / Cool Grey

Originaltitel

Min Kamp 1

Übersetzt von

Paul Berf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-74519-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.03.2013

Abbildungen

SW-Abb.

Verlag

btb

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

18,3/11,6/3,1 cm

Gewicht

392 g

Farbe

Kaffee / Cool Grey

Originaltitel

Min Kamp 1

Übersetzt von

Paul Berf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-74519-7

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Lisa Weigel

    aus Leipzig

    5/5

    18.10.2014

    Buch (Taschenbuch)

    "Ich will nur eine Geschichte erzählen: Die Geschichte meines Lebens."

    Karl Ove Knausgard hat sich ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen: Das eigene Leben romanhaft zu beschreiben. Das Resultat sind sechs Romane mit ca. 3500 Seiten. Knausgard verwischt die Grenze zwischen Fiktion und Autobiographischem. Kann das gelingen? Hier schon. Mit einem Ende fängt alles an: Im ersten Band „Sterben“ widmet sich der norwegische Autor dem Verhältnis zu seinem Vater. Es war ein schwieriges: der Vater unberechenbar und alkoholkrank. Die unerträgliche Atmosphäre, die unter dem Patriarchen im Haus entstand, wird spürbar für uns als Leser. Der Tod des Vaters bricht jäh ein in das erwachsene Leben des Autors. Erinnerungen und alte Wunden brechen auf, als er versucht, die katastrophalen Verhältnisse, die der Vater hinterließ, zu ordnen. Immer wieder werden in den Roman essayistische Passagen eingeschoben mit Betrachtungen zum Menschsein, dem Leben oder dem Tod, die uns kurz inne halten lassen. Das Buch ist ein imposantes, unerbittliches Psychogramm des eigenen Lebens, eine radikale Analyse; Knausgard schont weder sich noch sein Umfeld. Die sechs Romane Knausgards sind eine literarische Sensation (in Norwegen standen alle Bücher monatelang in den Bestsellerlisten) und wohl auch für den Leser ein Mammutprojekt. Trotzdem will man versinken in Knausgards zügelloser Gedankenflut.

  • Bewertung

    5/5

    04.01.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Für das Herz ist das Leben einfach,- es schlägt so lange es kann ...

    Ab wann beginnt es ? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, ab dem die Zeit schneller zu vergehen beginnt ? Ab wann haben wir den Überblick über die Welt und ihre Systeme und unseren Abstand dazu ? Diesen Abstand nennt Karl Ove Knausgard schlicht und einfach Wissen, oft erschreckend, brutal und voller Einsamkeit ! Schonungslos, ja erschütternd geht er mit Wahrheiten um, kein Wunder bei diesem Verhältnis zum Vater , von dessen Stimmung das ganze Wohlbefinden der Familie abhing und was ihn und seinen Bruder für das ganze Leben geprägt hat...ich bin sehr gespannt auf den baldigen zweiten Teil, sechs Bände sind es insgesamt - ein echtes Monument !

  • Bewertung

    5/5

    27.04.2023

    eBook (ePUB)

    Faszinierend

    Sprachlich dicht erzählt, auch wenn eigentlich nicht viel passiert. Genaue Beschreibungen von Beobachtungen, die mich völlig "inezoge" haben. Manchmal las ich und irgendwie waren zwei Stunden vorbei. Erinnert mich an Marcel Proust oder Thomas Mann.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    5/5

    27.02.2022

    eBook (ePUB)

    Tolle Beschreibungen, tolle Sprache

    Der Autor blickt zurück auf verschiedene Lebensabschnitte und Ereignisse seiner Jugend und auf die Phase des Todes seines (dominanten und im Wesentlichen verhassten) Vaters. Der Sprachstil ist ziemlich unprätentiös, passt aber perfekt zum Thema. Der Autor liebt in seinen Beschreibungen die Details. Er blickt auf Einzelheiten, macht Episoden zum Thema, die man ebenso gut übergehen könnte. Aber diese Nähe zum Ereignis vermittelt ein Realitätsgefühl, das sich sehr spannend auf den Leser auswirkt. (Achtung, ich kann mir vorstellen, dass andere Leser diesen Schreibstil eher langweilig und viel zu Detail-versessen empfinden.) Mich persönlich hat die gesamte Atmosphäre, die durch die Lektüre entsteht, fasziniert. Ein wirklich gutes Buch! Nebenbei: (1) Die Norweger scheinen wirklich viel zu trinken. (2) Ist „Sterben“ wirklich der angemessene Titel? Es geht, unter anderem, um den Tod des Vaters.

  • Bewertung

    aus Ittigen

    5/5

    22.10.2014

    eBook (ePUB)

    Die Kraft der Sprache übt einen gewaltigen Sog auf den Leser aus

    Karl Olav Knausgård weint und er und wir als Leser begreifen eigentlich nicht warum. Sein Vater ist gestorben, aber zu diesem hatte er sein ganzes Leben lang ein sehr schwieriges Verhältnis, das ihn und seinen Bruder grundlegend geprägt hat. Panische Angst erfasst ihn, als ihm plötzlich der Gedanke kommt, sein Vater könnte noch leben und plötzlich zur Türe eintreten. Er geht noch ein zweites Mal ins Beerdigungsinstitut, um sich zu vergewissern, dass sein Vater wirklich tot ist. Ein Teil des Lebens, die Jugend von Karl Olav Knausgård, wird in diesem ersten Band einer mehrbändig angelegten Biographie „Min Kamp“ (insgesamt 6 Bände) aufgerollt. Zentrales Thema ist das Verhältnis zum Vater. Dieser Mann hat einen derartigen Schatten auf das Leben der beiden Söhne geworfen, dass die beiden ihn unsäglich zu hassen lernten. Als der Vater stirbt und Karl Olav sich mit seinem Bruder daran macht, den Nachlass zu ordnen, bietet sich beiden ein Bild des Grauens. Schön und subtil wird das Verhältnis der beiden Brüder zueinander geschildert, das einerseits sehr eng, aber gleichsam distanziert ist. Er möchte ihn einmal umarmen, aber er kann nicht. Was fasziniert so an einer Lebenserinnerung eines Menschen, den man nicht kennt? Das Buch wirkt einen eigentlichen Sog aus. Man wird in ganz alltägliche, keineswegs aussergewöhnliche Szenen so richtig hineingesogen. Nie hätte ich gedacht, dass so detailgenaue Beschreibungen derart faszinieren können. Diese Sprache hat Kraft ohne kräftig aufzutreten, ohne stilistische oder dramaturgische Effekte. Erzählt wird in ruhigem Fluss von Unspektakulärem, leichtfüssig und genau. Die sprachliche Kraft kommt von der radikale Ehrlichkeit und schonungslose Offenheit, vom unverfälschten Realismus, von der direkten Art des Erzählens, die weder narzisstisch ist, noch den Leser einem Seelenstriptease aussetzt. Was den Leser so anzieht und ihn hineintauchen lässt, ist der hohe Wiedererkennungswert. Paradoxerweise ist die schonungslose persönliche Art des Schreibens, die den Roman zu allgemeingültigen Aussagen führt. Wir kennen solche Situationen, weil wir sie auch schon in ähnlicher Weise erlebt haben, vielleicht ohne uns dies in dieser Radikalität zugestanden zu haben. Dieses Buch ist ein Leseerlebnis ersten Ranges. Ich freue mich auf die Lektüre der weiteren Bände.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sina Hufnagel

    Sina Hufnagel

    Thalia Baden-Baden – Wagener Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.02.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Ein wahres Leseerlebnis

    "Für das Herz ist das Leben einfach. Es schlägt, so lange es kann." So beginnt Knausgard seinen 1.Teil auf 6 Teile angelegte Autobiographie. Er beschreibt die Prozesse des Sterbens im Körper und stellt die Frage, warum der Tod tabuisiert wird. Warum lässt man die Toten nicht einfach liegen, sondern entzieht sie sofort den Augen der Lebenden. Es geht doch keine Gefahr von ihnen aus. Nochmal können sie ja nicht sterben. Aber es geht nicht nur um den Tod, viel mehr um seine Kindheit unter dem alkoholkranken und übermächtigen Vater, der ihm und seinem Bruder nur Gehorsam und keine Liebe gibt. Geduckt und voller Angst vor dem Vater, flüchten sie jedes Mal zur liebevollen Mutter. Als Knausgard 30 Jahre alt ist, stirbt der Vater, zu Tode getrunken im Haus der Großmutter. Mittlerweile selber Ehemann und Vater, wirft seine Kindheit immer noch einen großen Schatten über ihn. Er muss sich sogar am offenen Sarg überzeugen, dass sein Vater auch wirklich tot ist. Erst nach tagelanger Trauerarbeit, gelingt es ihm, Abstand zu bekommen. Knausgard erzählt über das Menschsein und lässt den Leser schonungslos offen sein Leben betrachten. Er sucht keine Entschuldigungen und Erklärungen. Ein wahres Leseerlebnis.
  • Zum Bewerterprofil von Maren Oberwelland

    Maren Oberwelland

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Lebensprojekt

    Was für ein Buch, was für ein Projekt, was für ein Schreibstil der eigentlich gar keiner ist. Knausgård schönt nicht, er drapiert die Ereignisse nicht, er verpackt sie nicht in modellierte Sätze und Worte. Er schreibt über das Leben wie es nunmal ist. Sich selbst reflektiert er dabei durchaus und lässt auch daran den Leser unmittelbar und ungefiltert teilhaben. In diesem ersten Teil der "Min Kamp"-Reihe schreibt Knausgård über seinen Vater, wie er unter ihm gelitten hat, dessen Tod er sich wünscht, den er dann aber erst wirklich begreift als er seine Leiche sieht und den er trotzdem beweint. Oder ist es das Leben in seiner Trostlosigkeit das er beweint? Der nächste Band steht schon in meinem Regal, ich habe Feuer gefangen!

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