Produktbild: Das Herz ist ein einsamer Jäger
Band 24224

Das Herz ist ein einsamer Jäger »Ich bin ein Wissender. Ich bin ein Fremdling im eigenen Land.« — Roman

Aus der Reihe detebe
4

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26617

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.12.2012

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

18,1/11,3/3 cm

Gewicht

386 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

9

Originaltitel

The Heart Is a Lonely Hunter

Übersetzt von

Susanna Brenner-Rademacher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24224-9

Beschreibung

Rezension

»Jeder sollte Carson McCullers lesen.«
»McCullers’ Romane sind so einfühlsam wie gnadenlos.«
»Wie alle genialen Dichter überzeugt sie uns davon, daß wir im Leben etwas übersehen haben, was ganz offenkundig vorhanden ist. Sie hat das unerschrocken ›goldene Auge‹.«

Produktdetails

Verkaufsrang

26617

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.12.2012

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

18,1/11,3/3 cm

Gewicht

386 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

9

Originaltitel

The Heart Is a Lonely Hunter

Übersetzt von

Susanna Brenner-Rademacher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24224-9

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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Hammer

Bewertung aus Groß-Umstadt am 19.04.2023

Bewertungsnummer: 1925150

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das ist Weltliteratur. Aber es braucht etwas Zeit, um beim Lesen ins Geschehen, die Zeit, die Menschen vorzudringen. Aber es lohnt sich. Die Hauptfigur ist pure Liebe und es gibt in der Literatur wenig Vergleichbares. Manche Sätze, Abschnitte haben lange bei mir nachgewirkt. Sehr poetisch. Aber ich frage mich, ob dieses Buch heute noch verstanden wird. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Versuch zu machen.

Hammer

Bewertung aus Groß-Umstadt am 19.04.2023
Bewertungsnummer: 1925150
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das ist Weltliteratur. Aber es braucht etwas Zeit, um beim Lesen ins Geschehen, die Zeit, die Menschen vorzudringen. Aber es lohnt sich. Die Hauptfigur ist pure Liebe und es gibt in der Literatur wenig Vergleichbares. Manche Sätze, Abschnitte haben lange bei mir nachgewirkt. Sehr poetisch. Aber ich frage mich, ob dieses Buch heute noch verstanden wird. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Versuch zu machen.

Mit literarischem Widerhall…

Bories vom Berg aus München am 09.10.2015

Bewertungsnummer: 2708427

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit literarischem Widerhall Im überschaubar kleinen Werk der früh verstorbenen US-amerikanischen Schriftstellerin Carson McCullers markiert gleich ihr 1940 erschienener Debütroman «Das Herz ist ein einsamer Jäger» den Durchbruch zum Erfolg. Sie gehört zu den typischen Südstaaten-Autoren, deren Schauplätze von flirrender Hitze und armseligen Hütten geprägt sind, dem jeweiligen Sujet damit ein charakteristisches, stets präsentes Bewusstsein von Ort und Zeit unterlegend. Eine unverkennbar autobiografische Prägung findet sich ebenfalls in diesem frühen Roman, mit Themen wie einseitige Liebe, seelische Einsamkeit, Krankheit, körperliche Behinderung, und auch die Musik wird hier als sinnstiftend gezeigt, wie die Autorin selbst will eine ihrer Figuren Pianistin werden, scheitert aber an den äußeren Umständen. Schwermut allenthalben, kein heiterer Lesestoff also, aber eine zu Herzen gehende Darstellung der Absurdität menschlichen Daseins und der Bemühungen des Einzelnen, der beklemmenden Realität entgegenzuwirken. Mit einem raffinierten Kunstgriff stellt die Autorin den taubstummen Mr. Singer ins Zentrum ihres Figurenensembles, die solcherart personifizierte Sprachlosigkeit manifestiert überdeutlich das Thema der mangelhaften menschlichen Kommunikation in ihrer Geschichte. Singer wohnt geradezu symbiotisch mit einem taubstummen Griechen zusammen, der aber verhaltensauffällig wird und dessen Vetter ihn dann aus Angst vor finanziellen Schäden, für die er aufkommen müsste, ins Irrenhaus bringt. Um den nun einsamen Singer scharen sich mit der Zeit Menschen, die ihn, der alles von den Lippen ablesen kann, als geduldigen und klugen Zuhörer schätzen, er bekommt den Status eines Weisen, um den sich diverse Mythen ranken. Zu seinen Freunden zählt der Wirt Brannon, in dessen Café New York er täglich seine Mahlzeiten einnimmt und der nach dem Tode seiner Frau in eine seelische Leere fällt, in der sich sein Leben in schablonenhaften Abläufen nur noch in seinem Lokal abspielt. Ganz im Innersten ist bei ihm anfangs noch eine vage Sehnsucht, die Mick gilt, einem jungen Mädchen in der Pubertät, deren Einbindung in familiäre Pflichten ihrer grenzenlosen Liebe zu Musik gegenübersteht und letztendlich alle diesbezüglichen Träume scheitern lässt. Mit dem Marxisten Blount verkehrt ein versoffener Idealist in dem Café, der ebenso vergeblich gegen die schreiende Ungerechtigkeit im rigiden kapitalistischen System der USA anpredigt wie der farbige Arzt Copeland gegen die skandalöse Rassendiskriminierung. Sie alle finden sich mit ihren Problemen einzig von Singer verstanden, worin angesichts dessen Behinderung als Taubstummer ein Paradoxon zu bestehen scheint, aber nur wer geduldig zuhört, kaum mal antwortet, auch nie widerspricht, ist ein wohlgelittener, angenehmer Gesprächspartner. Als Singer Suizid begeht, nachdem er vom Tode seines griechischen Freundes erfährt, endet der Roman im dritten, epilogartigen Teil unter dem Datum 23. September 1939 wunderbar stimmig mit einem Ausblick auf das weitere Schicksal der vier übriggebliebenen Protagonisten. Mit seiner existentialistischen Ausrichtung stellt dieser Roman eine mehr als harsche Kritik an der US-amerikanischen Gesellschaft in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts dar, geradezu ein Fanal gesellschaftlicher Ungerechtigkeit. Leider aber nicht auch gegen den Waffenwahn, wie mir auffiel, denn ungerührt wird ein Vorfall geschildert, bei dem ein kleiner Junge mit einer scharfen Waffe spielend ein Nachbarmädchen beinahe totschießt, es fehlten nur Millimeter, - im Roman ein Dummejungenstreich wie bei uns das Einschießen einer Fensterscheibe mit dem Fußball, «business as usual» sozusagen! Abgesehen davon ist dieser elegische Roman ein Fest für einfühlsame Leser, die am Ende tief betroffen vom Einblick in die innere Welt der Figuren das Buch zuklappen. Mit reichlich Stoff zum Nachdenken versehen allerdings, und genau dieser Widerhall macht ja Literatur so einmalig unter den Künsten!

Mit literarischem Widerhall…

Bories vom Berg aus München am 09.10.2015
Bewertungsnummer: 2708427
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit literarischem Widerhall Im überschaubar kleinen Werk der früh verstorbenen US-amerikanischen Schriftstellerin Carson McCullers markiert gleich ihr 1940 erschienener Debütroman «Das Herz ist ein einsamer Jäger» den Durchbruch zum Erfolg. Sie gehört zu den typischen Südstaaten-Autoren, deren Schauplätze von flirrender Hitze und armseligen Hütten geprägt sind, dem jeweiligen Sujet damit ein charakteristisches, stets präsentes Bewusstsein von Ort und Zeit unterlegend. Eine unverkennbar autobiografische Prägung findet sich ebenfalls in diesem frühen Roman, mit Themen wie einseitige Liebe, seelische Einsamkeit, Krankheit, körperliche Behinderung, und auch die Musik wird hier als sinnstiftend gezeigt, wie die Autorin selbst will eine ihrer Figuren Pianistin werden, scheitert aber an den äußeren Umständen. Schwermut allenthalben, kein heiterer Lesestoff also, aber eine zu Herzen gehende Darstellung der Absurdität menschlichen Daseins und der Bemühungen des Einzelnen, der beklemmenden Realität entgegenzuwirken. Mit einem raffinierten Kunstgriff stellt die Autorin den taubstummen Mr. Singer ins Zentrum ihres Figurenensembles, die solcherart personifizierte Sprachlosigkeit manifestiert überdeutlich das Thema der mangelhaften menschlichen Kommunikation in ihrer Geschichte. Singer wohnt geradezu symbiotisch mit einem taubstummen Griechen zusammen, der aber verhaltensauffällig wird und dessen Vetter ihn dann aus Angst vor finanziellen Schäden, für die er aufkommen müsste, ins Irrenhaus bringt. Um den nun einsamen Singer scharen sich mit der Zeit Menschen, die ihn, der alles von den Lippen ablesen kann, als geduldigen und klugen Zuhörer schätzen, er bekommt den Status eines Weisen, um den sich diverse Mythen ranken. Zu seinen Freunden zählt der Wirt Brannon, in dessen Café New York er täglich seine Mahlzeiten einnimmt und der nach dem Tode seiner Frau in eine seelische Leere fällt, in der sich sein Leben in schablonenhaften Abläufen nur noch in seinem Lokal abspielt. Ganz im Innersten ist bei ihm anfangs noch eine vage Sehnsucht, die Mick gilt, einem jungen Mädchen in der Pubertät, deren Einbindung in familiäre Pflichten ihrer grenzenlosen Liebe zu Musik gegenübersteht und letztendlich alle diesbezüglichen Träume scheitern lässt. Mit dem Marxisten Blount verkehrt ein versoffener Idealist in dem Café, der ebenso vergeblich gegen die schreiende Ungerechtigkeit im rigiden kapitalistischen System der USA anpredigt wie der farbige Arzt Copeland gegen die skandalöse Rassendiskriminierung. Sie alle finden sich mit ihren Problemen einzig von Singer verstanden, worin angesichts dessen Behinderung als Taubstummer ein Paradoxon zu bestehen scheint, aber nur wer geduldig zuhört, kaum mal antwortet, auch nie widerspricht, ist ein wohlgelittener, angenehmer Gesprächspartner. Als Singer Suizid begeht, nachdem er vom Tode seines griechischen Freundes erfährt, endet der Roman im dritten, epilogartigen Teil unter dem Datum 23. September 1939 wunderbar stimmig mit einem Ausblick auf das weitere Schicksal der vier übriggebliebenen Protagonisten. Mit seiner existentialistischen Ausrichtung stellt dieser Roman eine mehr als harsche Kritik an der US-amerikanischen Gesellschaft in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts dar, geradezu ein Fanal gesellschaftlicher Ungerechtigkeit. Leider aber nicht auch gegen den Waffenwahn, wie mir auffiel, denn ungerührt wird ein Vorfall geschildert, bei dem ein kleiner Junge mit einer scharfen Waffe spielend ein Nachbarmädchen beinahe totschießt, es fehlten nur Millimeter, - im Roman ein Dummejungenstreich wie bei uns das Einschießen einer Fensterscheibe mit dem Fußball, «business as usual» sozusagen! Abgesehen davon ist dieser elegische Roman ein Fest für einfühlsame Leser, die am Ende tief betroffen vom Einblick in die innere Welt der Figuren das Buch zuklappen. Mit reichlich Stoff zum Nachdenken versehen allerdings, und genau dieser Widerhall macht ja Literatur so einmalig unter den Künsten!

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Das Herz ist ein einsamer Jäger

von Carson McCullers

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Marcel Diel

Thalia Zentrale

Zum Portrait

5/5

Mitreißende Geschichte um gesellschaftliche...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mitreißende Geschichte um gesellschaftliche Randfiguren im Amerika der Enddreißigerjahre, ihre Lebensträume und Wünsche – und ihr Scheitern. Großartig erzählt!
  • Marcel Diel
  • Buchhändler/-in

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5/5

Mitreißende Geschichte um gesellschaftliche...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mitreißende Geschichte um gesellschaftliche Randfiguren im Amerika der Enddreißigerjahre, ihre Lebensträume und Wünsche – und ihr Scheitern. Großartig erzählt!

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Franziska Lauszus

Thalia Göttingen – Kauf Park

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5/5

Ein Klassiker der amerik. Literatur,...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Klassiker der amerik. Literatur, der mehr Aufmerksamkeit verdient. Auf unsentimentale Weise, aber dennoch poetisch und mit psychologischen Tiefgang, erzählt die Autorin von Einsamkeit, Rassendiskriminierung und sozialen Missständen.
  • Franziska Lauszus
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein Klassiker der amerik. Literatur,...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Klassiker der amerik. Literatur, der mehr Aufmerksamkeit verdient. Auf unsentimentale Weise, aber dennoch poetisch und mit psychologischen Tiefgang, erzählt die Autorin von Einsamkeit, Rassendiskriminierung und sozialen Missständen.

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