Zitat
"Alle drei Novellen spielen in den 1950er und 1960er Jahren in Ostafrika: Das waren die letzten Jahre eines kolonialherrlichen Lebensstils weißer Farmer und Großwildjäger im Hochland am Victoria-See und in ihren Safari-Luxushotels am Kilimandscharo oder am Indischen Ozean - eines Lebensstils, den Martha Gellhorn mit scharfem Detailblick und einem feinen Ohr für die Tonfälle und sozialen Nuancierungen der weißen Siedler untereinander plastisch darstellt. Sie kann glaubhaft schildern, wie in den Golf- und Tennis-Clubs, in den Hotel-Bars der Weißen und bei den Tee-Gesellschaften der Siedler-Frauen geredet wurde - neugierig, klatschsüchtig und hämisch."
Sigrid Löffler, Deutschlandradio Kultur "Obwohl ihre Prosa von der Kritik gelobt wurde, und sogar der notorische Vergleich mit Hemingway - zu Recht - zu ihren Gunsten ausfiel, war Martha Gellhorn selten zufrieden."
Gabriele Killert, Deutschlandfunk "Drei Novellen hat Martha Gellhorn, die 1998 verstorbene Königin des sanften Sarkasmus, in diesem Band gesammelt. Klug und kritisch beobachtet sie darin die Atmosphäre auf dem Schwarzen Kontinent zwischen Kolonialherrschaft und Unabhängigkeit. Miriam Mandelkow hat diesen Band hervorragend übersetzt, wie bereits die vorangegangenen Bücher der Weltreisenden, Kriegsreporterin und Frauenrechtlerin Gellhorn."
Silja Ukena, Brigitte "Eine luzide reißfeste Prosa entsteht aus Dialogen und inneren Monologen, Kette und Schuss, in der die Figuren zappeln oder zappeln lassen. Ganz selten gelingt dem einen oder der anderen, was der Menschheit im Ganzen nicht gelingen will: aus Schaden etwas klüger, durch Niederlagen geschwächt, einen Hauch menschlicher zu werden. Wer sich von der Malice dieser Geschichten bezaubern lassen will: Drei Novellenbände sind im Dörlemann Verlag in der exquisiten Übersetzung von Miriam Mandelkow bisher erschienen."
Gabriele Killert, Die Zeit "In den Novellen des Bandes Das Wetter in Afrika setzt Martha Gellhorn der Schönheit des Kontinents ein Denkmal, ohne die dunklen Spuren der Kolonialherrschaft zu verleugnen."
Vogue "Paare hiess, schlicht und knapp, der Erzählband, mit dem der Dörlemann-Verlag seine Hommage an Martha Gellhorn eröffnete. Mit Das Wetter in Afrika - im Original 1978 unter dem Titel The Weather in Africa erschienen - liegt nun ein weiteres Buch der amerikanischen Journalistin und Schriftstellerin vor, deren hundertster Geburtstag am 8. November zu feiern wäre.
Paare - das ist auch das Leitmotiv in den mittlerweile drei Erzählsammlungen, die Miriam Mandelkow im Rahmen dieses editorischen Projekts elegant und feinhörig übertragen hat. Doch obwohl im jüngsten Buch die Beziehung zwischen Mann und Frau wiederum eine tragende Rolle spielt, sind die Texte hier noch durch eine weitere Paarkonstellation verbunden. Zwei Kinder - eins dunkel, eins hell - sind die Pole, zwischen denen die Schriftstellerin in jeder der drei kurzen Novellen ein anderes Spannungsfeld aussteckt."
Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung