Der fremde Freund. Drachenblut

Novelle

Christoph Hein

(4)
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Beschreibung

»Ich bin unverletzlich geworden. Ich habe in Drachenblut gebadet, und kein Lindenblatt ließ mich irgendwo schutzlos. Aus dieser Haut komme ich nicht mehr heraus.« Das ist das Fazit der Ich-Erzählerin, Ärztin an einem Ostberliner Krankenhaus, kinderlos, geschieden. Von einem scheinbar ganz normalen Frauenleben berichtet sie, und doch werden hinter der kühlen, spröden Fassade die Ängste, das Mißtrauen und die Frustrationen sichtbar, die sie gnadenlos von der Welt, von sich selbst, der eigenen Kindheit und von Henry trennen, ihrem Freund, der im selben Hochhaus wohnt und der ihr bis zum Ende fremd bleibt. Schonungslos und suggestiv erzählt Hein von Einsamkeit und Beziehungslosigkeit in der DDR Anfang der achtziger Jahre. Mit der Novelle Der fremde Freund, die 1982 erschien und im Westen ein Jahr später unter dem Titel Drachenblut herauskam, erlebte Christoph Hein seinen literarischen Durchbruch.

Produktdetails

Verkaufsrang 82570
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Erscheinungsdatum 11.03.2013
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Seitenzahl 174 (Printausgabe)
Dateigröße 1149 KB
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783518738955

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Kundenbewertungen

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Gutes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 20.11.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Habe es für meine Tochter für den Schulunterricht gekauft. Ich selbst habe das Buch noch nicht gelesen, kann daher nichts über den Inhalt sagen. Für den Unterricht an der Fachoberschule war es genau die richtige Ausgabe. Wurde schnell und sicher verpackt geliefert. TOP!!

die Idee ist ok
von einer Kundin/einem Kunden aus Pirna am 10.03.2018

Nach excellenten Start verflacht es in linearer Darstellung, das Ende könnte wirklich spannender sein. das reicht erst mal, ich bin doch nicht in der Prüfung wie einige Besprechungen.

Erschütterndes Leben
von Nicky aus Einbeck am 21.01.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Diese Novelle, die in der DDR entstand und dann in der Bundesrepublik ein Erfolg wurde, führt dem Leser ein Leben vor Augen, das niemand führen möchte. Die Ärztin Claudia hat nach eigenem Bekunden "in Drachenblut gebadet", wodurch sie sich scheinbar stark fühlt. Das dem aber offensichtlich nicht so ist, dringt durch jeden Satz d... Diese Novelle, die in der DDR entstand und dann in der Bundesrepublik ein Erfolg wurde, führt dem Leser ein Leben vor Augen, das niemand führen möchte. Die Ärztin Claudia hat nach eigenem Bekunden "in Drachenblut gebadet", wodurch sie sich scheinbar stark fühlt. Das dem aber offensichtlich nicht so ist, dringt durch jeden Satz dieser Geschichte, die unter die Haut geht. Die Hülle, die sie sich zugelegt hat, kapselt sie ab von Menschen und jeglichem emotionalem Leben, Die Novelle ist klassich durchstrukturiert, wohl dosiert mit Symbolik, sprachlich stark. Dem Leser verlangt sie dabei inhaltlich vieles - ständig möchte man die Protagonistin schütteln, um sie in ihre Realität zu holen, die sie nicht (mehr) wahrnimmt. Ein schonungsloses Buch!

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