Produktbild: Vielen Dank für das Leben

Vielen Dank für das Leben Roman

9

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.10.2014

Verlag

dtv

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

11,9/19/2,3 cm

Gewicht

334 g

Farbe

Wollweiß / Kaffee

Auflage

8. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14341-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.10.2014

Verlag

dtv

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

11,9/19/2,3 cm

Gewicht

334 g

Farbe

Wollweiß / Kaffee

Auflage

8. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14341-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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Ein Plädoyer für die Andersartigkeit - so schonunglos, trostlos und mitten in die Fresse

Bewertung am 05.06.2020

Bewertungsnummer: 451379

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sibylle Berg, keiner schlägt dich in der Art, so zynisch, so abgeklärt und doch so mitfühlend, so zerbrechlich zu schreiben. Dieses Buch ist ein wahres Manifest auf dieses oft so unfaire und manchmal auch beschissene Leben. Als krasser Gegensatz dazu steht Protagonist Toto: unschuldig, gutgläubig, hoffnungsvoll, dankbar. Aber das Leben schlägt hier gnadenlos und kaltschnäuzig auf Toto ein. Es ist zeitweise schwer, das Schicksal des zu dicken, zu groß geratenen Waisenkindes ohne eindeutiges Geschlecht zu ertragen. Immer wenn du denkst: Jetzt erfährt Totos Leben endlich die lang ersehnte und verdiente Wendung, kommt es schlimmer als du es dir hättest ausmalen können. "Warum aber so ein trostloses Buch lesen?" werde ich oft gefragt, wenn ich es in der Buchhandlung empfehle. Nun, das worüber Berg schreibt, ist keine Utopie - es ist allgegenwärtig in den Häusern und Straßen unserer Städte. Nur der tiefschwarze Humor ist es, der dieses Grau(en) des Lebens so erträglich macht. "Vielen Dank für das Leben" ist deshalb so irre (!) gut, weil es genau den subtilen Witz hat, den es braucht, um zu überleben! Lassen Sie jedoch die Finger davon, wenn Sie lesen möchten, dass am Ende alles schon irgendwie gut wird.

Ein Plädoyer für die Andersartigkeit - so schonunglos, trostlos und mitten in die Fresse

Bewertung am 05.06.2020
Bewertungsnummer: 451379
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sibylle Berg, keiner schlägt dich in der Art, so zynisch, so abgeklärt und doch so mitfühlend, so zerbrechlich zu schreiben. Dieses Buch ist ein wahres Manifest auf dieses oft so unfaire und manchmal auch beschissene Leben. Als krasser Gegensatz dazu steht Protagonist Toto: unschuldig, gutgläubig, hoffnungsvoll, dankbar. Aber das Leben schlägt hier gnadenlos und kaltschnäuzig auf Toto ein. Es ist zeitweise schwer, das Schicksal des zu dicken, zu groß geratenen Waisenkindes ohne eindeutiges Geschlecht zu ertragen. Immer wenn du denkst: Jetzt erfährt Totos Leben endlich die lang ersehnte und verdiente Wendung, kommt es schlimmer als du es dir hättest ausmalen können. "Warum aber so ein trostloses Buch lesen?" werde ich oft gefragt, wenn ich es in der Buchhandlung empfehle. Nun, das worüber Berg schreibt, ist keine Utopie - es ist allgegenwärtig in den Häusern und Straßen unserer Städte. Nur der tiefschwarze Humor ist es, der dieses Grau(en) des Lebens so erträglich macht. "Vielen Dank für das Leben" ist deshalb so irre (!) gut, weil es genau den subtilen Witz hat, den es braucht, um zu überleben! Lassen Sie jedoch die Finger davon, wenn Sie lesen möchten, dass am Ende alles schon irgendwie gut wird.

Ein trostloses Buch

Bewertung am 06.11.2015

Bewertungsnummer: 896628

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Solche Bücher muss man mögen. Sicherlich ist es auch anspruchsvoll. Mir persönlich hat es aber nicht gefallen. Nirgendwo ist Liebe oder Freundlichkeit von den Menschen zu erwarten. Die Hauptfigur schafft es nicht das Leben in die Hand zu nehmen, sondern wird von Zufall zu Zufall geworfen. Ob das jetzt wirklich als "gute" Wesenseigenschaft zu bezeichnen ist, bleibt fraglich. Wer nur erträgt, ist nicht unweigerlich gut. Und so reiht sich Kapitel für Kapitel aneinander. Von fast allen Menschen wird nur das Schlechte hervorgeholt, von Süchten über Schwächen und Gewalt. Ich blieb mit der Frage zurück, was das Buch eigentlich will.

Ein trostloses Buch

Bewertung am 06.11.2015
Bewertungsnummer: 896628
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Solche Bücher muss man mögen. Sicherlich ist es auch anspruchsvoll. Mir persönlich hat es aber nicht gefallen. Nirgendwo ist Liebe oder Freundlichkeit von den Menschen zu erwarten. Die Hauptfigur schafft es nicht das Leben in die Hand zu nehmen, sondern wird von Zufall zu Zufall geworfen. Ob das jetzt wirklich als "gute" Wesenseigenschaft zu bezeichnen ist, bleibt fraglich. Wer nur erträgt, ist nicht unweigerlich gut. Und so reiht sich Kapitel für Kapitel aneinander. Von fast allen Menschen wird nur das Schlechte hervorgeholt, von Süchten über Schwächen und Gewalt. Ich blieb mit der Frage zurück, was das Buch eigentlich will.

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Vielen Dank für das Leben

von Sibylle Berg

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M. Dupré

Thalia Trier – Trier-Galerie

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5/5

Voltaires "Candide" reloaded

Bewertet: Hörbuch (CD)

Auf Seite 392 von Sibylle Bergs neuem Roman "Vielen Dank für das Leben" (oder wahlweise auf CD Nummer 5) findet sich folgende Textstelle: "Toto war glücklich. Sie konnte nicht wissen, wie es gewesen wäre, hätte sie von einem geliebt werden können, aber es war müßig, darum zu trauern. Sie konnte auch nicht wissen, wie es gewesen wäre, in einer anderen Zeit gelebt zu haben, als ein ander...er Mensch, oder ein Tier. Man kann alle Möglichkeiten betrauern, die man nie gehabt hat, oder sich daran freuen, dass man kurz aufgetaucht ist aus der Großen Dunkelheit der Unendlichkeit, die sonst immer herrscht, vor der Geburt und nach dem Tod, ein kurzer Moment Licht, das ist doch viel, und Milliarden, Trilliarden Eizellen war nicht einmal das vergönnt. Meist saß Toto auf dem Bett, wiegte sich hin und her und lächelte. So ein Geschenk, dieses Leben, und wie interessant, dass gerade während ihres Aufenthaltes auf Erden so viel passiert war." Und was während Totos Aufenthalt auf der Erde so alles passiert ist, ist Gegenstand dieses wunderbaren Romans von Sibylle Berg. Geboren im finstersten Sozialismus der DDR, aufgewachsen in einem lieblosen Waisenhaus, schlägt sich Toto, ein großgewachsener, gutmütiger Hermaphrodit, durch ein Leben, das geprägt ist von Elend, Armut und kurzen trügerischen Andeutungen von Freundschaft oder Liebe. Wie ein neuzeitlicher Candide bekommt Toto ständig eins drauf, wird von anderen Menschen ausgenutzt, geschlagen und verspottet, doch Toto macht immer weiter, stoisch das Schicksal hinnehmend, das ihm/ihr von anderen Menschen aufgedrückt wird. Ein großer Roman über die Albernheit der menschlichen Existenz, über verpasste Gelegenheiten und über die Frage, wann ein Leben gut ist: Wenn es für einen selbst okay war? Oder zählt nur, was die anderen über einen denken und wie sie einen bewerten?
  • M. Dupré
  • Buchhändler/-in

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Voltaires "Candide" reloaded

Bewertet: Hörbuch (CD)

Auf Seite 392 von Sibylle Bergs neuem Roman "Vielen Dank für das Leben" (oder wahlweise auf CD Nummer 5) findet sich folgende Textstelle: "Toto war glücklich. Sie konnte nicht wissen, wie es gewesen wäre, hätte sie von einem geliebt werden können, aber es war müßig, darum zu trauern. Sie konnte auch nicht wissen, wie es gewesen wäre, in einer anderen Zeit gelebt zu haben, als ein ander...er Mensch, oder ein Tier. Man kann alle Möglichkeiten betrauern, die man nie gehabt hat, oder sich daran freuen, dass man kurz aufgetaucht ist aus der Großen Dunkelheit der Unendlichkeit, die sonst immer herrscht, vor der Geburt und nach dem Tod, ein kurzer Moment Licht, das ist doch viel, und Milliarden, Trilliarden Eizellen war nicht einmal das vergönnt. Meist saß Toto auf dem Bett, wiegte sich hin und her und lächelte. So ein Geschenk, dieses Leben, und wie interessant, dass gerade während ihres Aufenthaltes auf Erden so viel passiert war." Und was während Totos Aufenthalt auf der Erde so alles passiert ist, ist Gegenstand dieses wunderbaren Romans von Sibylle Berg. Geboren im finstersten Sozialismus der DDR, aufgewachsen in einem lieblosen Waisenhaus, schlägt sich Toto, ein großgewachsener, gutmütiger Hermaphrodit, durch ein Leben, das geprägt ist von Elend, Armut und kurzen trügerischen Andeutungen von Freundschaft oder Liebe. Wie ein neuzeitlicher Candide bekommt Toto ständig eins drauf, wird von anderen Menschen ausgenutzt, geschlagen und verspottet, doch Toto macht immer weiter, stoisch das Schicksal hinnehmend, das ihm/ihr von anderen Menschen aufgedrückt wird. Ein großer Roman über die Albernheit der menschlichen Existenz, über verpasste Gelegenheiten und über die Frage, wann ein Leben gut ist: Wenn es für einen selbst okay war? Oder zählt nur, was die anderen über einen denken und wie sie einen bewerten?

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Silke Walther

Thalia Radebeul

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5/5

Sinnsuche

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sybille Berg gehört für mich zu den kritischsten Stimmen moderner deutscher Literatur.Ihr neuer Gesellschaftsroman beginnt im Sommer 1966. Triste,graue DDR, ein im Suff gezeugtes Kind kommt auf die Welt. Nach dem Tod der Mutter landet es im Waisenhaus. Durch Zufall kommt der junge Toto in den Westen der Republik. Hier entdeckt er seine Gabe: das Singen... Trotz aller Widrigkeiten schlägt sich Toto mühevoll durchs Leben(der Leser will ihn beschützen und leidet mit den Orten und Gegebenheiten des Protagonisten). Als Toto Kasimir aus dem Waisenhaus nach vielen Jahren begegnet, erwacht ein Hoffnungsschimmer...
  • Silke Walther
  • Buchhändler/-in

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Sinnsuche

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sybille Berg gehört für mich zu den kritischsten Stimmen moderner deutscher Literatur.Ihr neuer Gesellschaftsroman beginnt im Sommer 1966. Triste,graue DDR, ein im Suff gezeugtes Kind kommt auf die Welt. Nach dem Tod der Mutter landet es im Waisenhaus. Durch Zufall kommt der junge Toto in den Westen der Republik. Hier entdeckt er seine Gabe: das Singen... Trotz aller Widrigkeiten schlägt sich Toto mühevoll durchs Leben(der Leser will ihn beschützen und leidet mit den Orten und Gegebenheiten des Protagonisten). Als Toto Kasimir aus dem Waisenhaus nach vielen Jahren begegnet, erwacht ein Hoffnungsschimmer...

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Vielen Dank für das Leben

von Sibylle Berg

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