Produktbild: Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften

Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften

1

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.03.2014

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

7725 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Costruire il Nemico

Sprache

Deutsch

EAN

9783446245877

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

17.03.2014

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

7725 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Costruire il Nemico

Sprache

Deutsch

EAN

9783446245877

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    24.01.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eco's Buch ist extrem geistreich und spannend - lesen!

    Umberto Eco, von vielen als einer der grössten Intellektuellen unserer Zeit angesehen, gibt dem Leser mit diesem Buch spannende Essay’s über uns Menschen, über Mythen und über wissenschaftliche Themen. Ausserordentlich spannend finde ich die Abhandlung, die dem Buch ihren Namen gibt: »Die Fabrikation des Feindes«. Das Essay beginnt damit, dass Eco davon berichtet, wie ihn mal ein Taxifahrer gefragt habe, ›wer denn ihre (den Italienern) Feinde‹ seien. Auf unverständliche Nachfrage, habe der Taxifahrer konkretisiert: »Mit welchen Völkern sie seit Jahrhunderten im Krieg lägen, wegen territorialer Ansprüche, ethnischer Aversionen, ständiger Grenzkonflikte und so weiter.« (S. 8) Auf Eco’s Antwort: sie hätten keine Erzfeinde, reagierte der Pakistani mit Unverständnis. »Er war nicht zufrieden. Wie kann es sein, dass ein Volk keine Feinde hat?« (S. 8) Er erklärt, wieso Politiker und Machthaber eigentlich immer die »Fabrikation des Feindes« anstrebten, wenn keine ›natürlichen Feinde‹ vorhanden seien. Wieso? Ein äusserer Feind, eine äussere Bedrohung stärkt den Zusammenhalt der eigenen Gruppe und sie lässt sich dann erst noch einfacher lenken. »Mussolini hatte sich den Konsens des Volkes sichern können, indem er es aufrief, Rache für den verstümmelten Sieg zu nehmen, für die in Dogali und bei Adua erlittenen Demütigungen, für die ungerechten Sanktionen, die uns die jüdischen ›Demoplutokratien‹ auferlegt hatten. Bedenken wir nur, was mit den Vereinigten Staaten geschehen ist, als das Reich des Bösen verschwunden war und der große sowjetische Feind sich aufgelöst hatte. Sie riskierten den Verlust ihrer Identität, bis ihnen Bin Laden, zum Dank für die Wohltaten, die er für seine Hilfe gegen die Sowjetunion empfangen hatte, mitleidig die Hand reichte und Bush die Gelegenheit bot, sich neue Feinde zu schaffen, um das nationale Identitätsgefühl zu stärken und seine Macht zu festigen.« (S. 9) Einen Feind zu haben, meint Eco, sei nicht nur wichtig, um die eigene Identität zu definieren, sondern auch, um sich ein Hindernis aufzubauen, an dem man das eigene Wertesystem demonstrieren und durch dessen Bekämpfung man den eigenen Wert beweisen kann. »Deshalb muss man, wenn man keinen Feind hat, sich einen fabrizieren.« (S. 9) Im weiteren bringt Eco Beispiele aus der Geschichte, wie Feindbilder generiert wurden und auch heute noch in vielen Hirnen herumspuken. Von Zigeunern über Juden bis hin zu ›geborenen Verbrechern‹ oder ›stinkenden Huren‹ ist alles dabei, was niederste Instinkte freisetzt. Egal ob die ›Frau‹ als ganzes, als niederes Wesen, oder als Projektionsfläche auf die ›Hexe‹ reduziert - die Muster sind immer gleich: Der Feind ist ›niederträchtig, hässlich, böse, gierig, werte-vernichtend, teuflisch, barbarisch‹, usw. Wir bräuchten, so Eco, nicht bis zu den Delirien von Orwells 1984 zu gehen, um uns als Wesen zu erkennen, die einen Feind benötigten. »Wir sehen ja, was die Angst vor den neuen Migrationsströmen vermag. Indem man einer ganzen Ethnie die Wesenszüge einiger ihrer in marginalisierter Lage lebenden Angehörigen zuschreibt, fabriziert man heute (…) das Bild (…) des Feindes, eines idealen Sündenbocks für eine Gesellschaft, die sich, mitgerissen von einem auch ethnischen Transformationsprozess, nicht mehr wiederzuerkennen vermag.« (S. 31) Sehr spannendes, erhellendes und nachdenklich machendes Buch.

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften