Eine magische Spieluhr, deren Klang zum Tanz in den Flammen des Feuers verführt. Ein umkämpfter Schneemann, der seinen Widersacher einen Kopf kürzer macht. Ein gruseliger Kirchenchor, der eine ganze Nacht das gleiche Lied singt, mit ganz unerwarteten Folgen. Ein Spielzeug-Trommler, der besser nicht aufgezogen wird, zeigt plötzlich seine Zähne. Chris Priestley, der Meister der Schauergeschichten, zeigt in sieben Erzählungen anschaulich, dass das Fest der Liebe ungeahnt tragische Folgen haben kann.
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Winterliche Festtagsstimmung für den kleinen Grusel
NiWa am 29.12.2024
Bewertungsnummer: 2374255
Bewertet: Hörbuch-Download
Weihnachtliche Erzählungen nach gruseliger Art bietet diese Kurzgeschichtensammlung, die in unheimlicher Manier auf die besinnliche Zeit des Jahres einstimmt.
Auf Chris Priestley bin ich durch seine Schauergeschichten um Onkel Montague gestoßen. Als ich die „Schauergeschichten zur Weihnachtszeit“ entdeckte, habe ich auf atmosphärisches Gruseln im Advent gehofft.
Bekommen habe ich märchenhafte, leicht schaurige, Unterhaltung. Ich denke, der Autor wendet sich speziell an eine jüngere Leserschaft. Er kombiniert festliche Stimmung mit unheimlichen Ereignissen.
Insgesamt umfasst die Sammlung sieben Kurzgeschichten, die nicht nur den Geist der Weihnacht, sondern auch das Gefühl von Gänsehaut heraufbeschwören sollen. Allerdings blieb mir Priestley zu sehr bei kindgerechtem Grusel, obwohl die Geschichten durchaus nett zu hören sind.
Die Erzählungen sind allesamt eigenständig. Verbunden sind sie, weil alle zur Weihnachtszeit spielen und aufgrund düsterer Wendungen im Gedächtnis bleiben. Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendlichen, die neugierig oder unvorsichtig sind, und dadurch in unheimliche Situationen geraten. Es gibt einen argen Streit zwischen Cousins, die einen Schneemann zum unfreiwilligen Akteur machen, eine magische Spieluhr mit schaurigen Konsequenzen oder einen Kirchenchor, der ein unheilvolles Lied singt. Jede Geschichte verfolgt eine eigene Art des Grusel, wobei mir die Erzählung um die singenden Jugendlichen am besten gefallen hat.
Man merkt, dass Priestley auf die klassischen Motive des Genres zurückgreift, wie eben verfluchte Objekte oder unheimliche Begegnungen, die von Weihnachten und der kalten Jahreszeit geprägt sind.
Der Fokus liegt dabei immer auf den jungen Hauptfiguren, wobei der Schrecken eher harmlos bleibt. Dadurch hat mich die Schauerstimmung nicht wirklich erreicht, weil die Sammlung doch eher an ein jüngeres Publikum gerichtet und für dieses sicherlich gut geeignet ist.
Für erwachsene Leser fehlt es jedoch an sprachlicher Raffinesse und Tiefe der Erzählungen, wodurch die Geschichten auf mich weniger fesselnd, dennoch unterhaltsam, wirken. Es dominieren definitiv einfache Wendungen, die weniger auf echte Spannung abzielen. Wer sich auf diese Leichtigkeit und Einfachheit der Erzählungen einstellt, wird sicherlich Gefallen daran finden.
Meiner Meinung nach ist „Schauergeschichten zur Weihnachtszeit“ eindeutig für jüngere Leser:innen konzipiert. Die Erzählungen sind kurzweilig, leicht verständlich und vermitteln einen Hauch von Grusel in Kombination mit winterlicher Festtagsstimmung.
Leser und Leserinnen, die kindgerechte Schauergeschichten mögen oder eine leicht schaurige Weihnachtslektüre für die ganze Familie suchen, könnten darin das richtige (Hör-) Buch finden. Wer, wie ich, eher hartgesottenere und spannende Horrorgeschichten bevorzugt, wird wahrscheinlich nicht vollkommen überzeugt, aber bestimmt weihnachtlich unterhalten werden.
Meinung aus der Buchhandlung
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Chris Priestley ist ein Meister im Erschaffen unheimlicher Atmosphäre. Seinen schaurigen Weihnachtsgeschichten habe ich mit angehaltenem Atem gelauscht, mich herrlich gegruselt und trotzdem die festliche Stimmung genossen. Spooky Hörgenuss der Extraklasse!
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