Ein Hörspieljuwel nach dem mehrfach verfilmten WeltbestsellerIm luxuriösen Grand Hotel in Berlin Ende der 20er Jahre treffen eine Handvoll Menschen aufeinander, deren Leben sich auf schicksalhafte Weise verknüpfen und für immer verändern wird.Das Hörspieljuwel aus dem Jahr 1958 fängt die atemberaubende Atmosphäre des Luxushotels und seiner Gäste feinsinnig und zugleich humorvoll ein. Mit den Stimmen von Brigitte Horney, Paul Dahlke, Gisela Zoch-Westphal u. v. a.(Laufzeit: 1h 22)
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
13.06.2026
eBook (ePUB 3)
immer wieder schön...
... diesen Roman zu lesen.
Das dritte Mal mit Begeisterung gelesen, den Film dazu habe ich schon zweimal geguckt.
Auch wenn das Buch schon alt ist, irgendwie trotzdem noch aktuell und ganz sicher ein Klassiker!
PMelittaM
aus Köln
5/5
19.12.2023
eBook (ePUB 3)
Unterhaltsam und berührend
Berlin 1920er Jahre: Im Grand Hôtel treffen ganz verschiedene Gäste aufeinander: Preysing, ein Generaldirektor, der wegen einer Fusion nach Berlin kommt, Baron von Gaigern, Gentleman und Gangster, Otto Kienlein, sterbenskranker Buchhalter, die Grusinskaja, eine alternde Balletttänzerin und Doktor Otternschlag, kriegsversehrt.
Vicki Baum wirft in ihrem „Kolportage“Roman einen Blick auf eine Handvoll Gäste eines gehobenen Hotels und begleitet diese über mehrere Tage. Dabei findet im Gegensatz zu Otternschlags Ausspruch gegen Ende des Romans „Immer das Gleiche. Nichts geschieht“ (Pos.4461) eine ganze Menge statt, Liebe, Trauer, Tragik, Lebenslust - es ist alles vorhanden, der Roman wird so auch für die Lesenden zu einem Auf und Ab von Emotionen, wenn auch vielleicht nicht immer die der Protagonist:innen. Ich selbst habe vor allem mit Kienlein mitgefühlt, von Gaigern hat mich amüsiert, und die Grusinskaja eher genervt. Doch alle bieten sie auch ihre Überraschungen.
Neben den Charakteren wird auch das Berlin jener Zeit lebendig, denn wir verlassen mit manchen Charakteren zusammen das Hotel. Besonders der Baron ist sehr umtriebig. Insgesamt hat die Autorin die Atmosphäre im und außerhalb des Hotels perfekt eingefangen.
Besonders gut hat mir auch der Erzählstil der Autorin gefallen, er ist sehr anschaulich und atmosphärisch, und hat mich öfter zum Schmunzeln gebracht, ein Beispiel: „Vom Neubau her hopste die Musik aus dem Tea-Room in Synkopen an den Wandspiegeln entlang (Pos.34). Ihre Charaktere hat sie zudem wunderbar charakterisiert, man kann sich jede:n einzelne:n sehr gut vorstellen, das Kopfkino springt mit dem ersten Satz an. Auf gewisse Weise wirkt der Roman zeitlos. Tatsächlich ist dies der erste Roman, den ich von Vicki Baum gelesen habe, aber ich habe große Lust bekommen, mehr von ihr zu lesen.
Vicki Baums Roman hat mir sehr gefallen und mich gut unterhalten, lebendige Charaktere, viele Emotionen, Humor, Tragik, Liebe, Atmosphäre, es ist alles da und gelungen verknüpft. Unbedingte Leseempfehlung!
sada65
5/5
30.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Das Cover passt perfekt zum…
Das Cover passt perfekt zum Titel des Buches und zur Geschichte. Die Autorin Vicki Baum erzählt fesselnde die Geschichte verschiedener Menschen, die sich in 1920 zufällig in einem Berliner Grand Hotel treffen. Eine alternde Ballerina verbringt eine Liebesnacht mit einem etwas zwielichtigen jungen Baron. Für einen Firmenchef geht es um das Geschäft seines Lebens und einer seiner Mitarbeiter möchte todkrank vom Hotel aus das Leben genießen lernen. All diese Menschen suchen nach einem Neuanfang, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise und mit einem unvorhergesehenen Ende. Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen. Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft werden einfühlsam und spannend charakterisiert. Obwohl das Buch so alt ist und an seiner Frische nichts eingebüßt, ist es so modern, das die Sorgen und Nöte der Menschen jedoch durchaus vergleichbar bleiben. Die Autorin Vicky Baum scheute nicht vor einer sozialkritischen Betrachtung der Gesellschaft zurück. Der Roman ist tiefgründig mit hoher sozialer Kompetenz. Vicki Baum versteht es, die Stimmungen ihrer Protagonisten und die Berliner Atmosphäre der "wilden Zwanziger" authentisch zu vermitteln.
Manuelas_seeseiten
5/5
20.07.2022
eBook (ePUB 3)
Und die Drehtür dreht sich beständig weiter
Meine Meinung:
Vicki Baum hat das Buch im Jahre 1929 diese Geschichte über verschiedene Gäste im großen Berliner Grand Hotel.
Da ist der totkranke Hilfsbuchhalter, der endlich einmal was von seinem Leben haben möchte. Der Herr Generaldirektor, der verzweifelt versucht seine Fabrik zu retten. Der Baron, ein Lebemann der nie genug Geld zum Leben hat. Die junge Sekretärin, die versucht sich so gut wie möglich über Wasser zu halten, da nur gutes Aussehen zum Überleben nicht reicht. Und die alternde Balletttänzerin, die ihre besten Jahre schon hinter sich hat und nun der Einsamkeit des Erfolgs in die Augen schauen muss.
Jede dieser Personen versucht seine Fassade nach außen zu wahren und aufrechtzuhalten. "Dann schließen sich die Türen im Hotel, Doppeltüren fallen hinter jedem Menschen ins Schloss und lassen ihn allein mit sich und seinen Geheimnissen." (aus Kapitel 2)
Genau das macht für mich den Reiz und die nach wie vor Aktualität der Geschichte aus. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, ob arm oder reich, ob gesund oder krank, ob berühmt oder nicht. Wenn erstmal Ruhe einkehrt im Hotel, im Leben, ist jeder allein mit seinen Sorgen, Ängsten, Nöten aber auch mit seinen Geistern.
Dieses Buch könnte auch in unserer Gegenwart spielen und es müsste kein Charakter umgeschrieben werden. Denn "im Hotel hing diese Sorte unausgesprochenen Bekanntseins in der Luft; man streifte einander im Lift, man begegnete sich beim Speisen, auf der Toilette und in der Bar, man drehte sich voreinander und hintereinander her durch die Drehtür, immerfort schaufelte diese Drehtür Menschen in das Hotel hinein, aus dem Hotel heraus" (aus Kapitel 5) Genau so, wie es heute auch in den Hotels der Welt passiert.
Vicki Baum schreibt unglaublich poetisch und wenn man sich darauf einlässt, wird das Lesen zu einer wundervollen Zeitreise ins Deutschland vor 100 Jahren. Sie versteht es, die einzelnen Charaktere und auch das Grand Hotel so wunderbar zu beschreiben, dass ich mich direkt in die Hotelhalle versetzt fühlte und zusah wie, sich "die Drehtür dreht [...], schwingt, schwingt, schwingt..." (aus Kapitel 7)
Diese Drehtür, die uns die ganze Geschichte durch begleitet, steht für mich für das ewige Spiel des Lebens. Sie wird zum Sinnbild des ewigen Wechsels, des Auf und Ab und des Unabwägbaren. Oft muss man sich einfach überraschen lassen, was jetzt zur Drehtür des Lebens herein kommt.
Fazit:
Ich kann das Buch nur jedem ans Herzen legen! Denn "keiner verlässt die Drehtür, so, wie er hereinkam". (aus Kapitel 7)
Eine wirklich beeindruckende Geschichte!
Helga Pamminger
aus Wiener Neustadt
5/5
07.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Ganz großes Kino
Ein guter Zeitpunkt, dieses zu Recht berühmte Buch endlich zu lesen. Die Schicksale der unterschiedlichen Menschen, die in einem Grand Hotel in Berlin der 20er Jahre aufeinander treffen, sich begegnen und sich wieder voneinander entfernen, sind hervorragend geschildert. Ganz großes Kino. Schön, dass dieses Buch wieder neu aufgelegt wurde, ist es absolut wert.
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5/5
31.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Vor vielen Jahren schon mal gelesen...
Vor vielen Jahren schon mal gelesen hat die Geschichte um diesen illustren Personenkreis auch nach langer Zeit nichts von ihrer Faszination verloren.Tolle Skizzierung der unterschiedlichen Charaktere, die sich kurzfristig im Nobelhotel begegnen.
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5/5
08.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Menschen welche im Grandhotel...
Die Menschen welche im Grandhotel absteigen, stehen alle an einem Scheideweg
und ihr Zusammentreffen beschleunigt ihre Lebensschicksale.
Eine Milieustudie in den 20ern. Großartige Literatur, wunderbare Charakterzeichnungen.
Für mich ist Vicki Baum eine (späte) Entdeckung.
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4/5
03.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Vicki Baum verknüpft hier sehr...
Vicki Baum verknüpft hier sehr feinfühlig die unterschiedlichsten Schicksale miteinander und schafft es durch ihre detaillierte und authentische Charakterzeichnung, den Leser bis zum Schluss zu fesseln.
Der Besuch des Musicals Grandhotel machte mich neugierig auf die Romanvorlage, welche 1929 erschienen ist. In einem Berliner Nobelhotel verkehren die unterschiedlichsten Charaktere: so gibt sich eine alternde Ballettdiva, die ihres Lebens überdrüssig ist, ihren Launen hin und tyrannisiert damit ihre Umwelt, bis sie sich in den sympathischen, aber unlauteren Baron von Gaigern verliebt. Ein todkranker Buchhalter möchte in den letzten Wochen, die er noch zu Leben hat, ein bisschen von der nie gekannten Luft der oberen Zehntausend schnuppern. Und dann gibt es noch den Generaldirektor Preysing, der um den Erhalt seiner Firma bangen muss. Die Schicksale dieser Menschen verflechten sich für kurze Zeit ineinander. Ein lebenskluger Roman, der den Sinn und manchmal auch die scheinbare Sinnlosigkeit des Lebens offenbart. Keiner kommt wie er geht!
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