Anna Karenina

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Beschreibung

Russland, Ende des 19. Jahrhunderts. Anna Karenina ist jung, schön, warmherzig und klug, ehrlich und hingebungsvoll. Nach langjähriger, aber unglücklicher Ehe verliebt sich Anna Karenina in den Offizier Wronski. Obwohl ihr Gatte Karenin die Scheidung verweigert, verlässt sie ihn und den gemeinsamen Sohn und kämpft um die Liebe zu Wronski. Verstrickt in ihre unglückliche Liebe, gesellschaftlich geächtet und selbst von ihrem Geliebten unverstanden, sieht Anna Karenina keinen Ausweg mehr und nimmt sich das Leben.(Laufzeit: 3h 45)

"Die Bearbeitung durch Palma verdient sich Bestnoten, da es tatsächlich gelungen ist, diesem Klassiker der Weltliteratur trotz Komprimierung seine Seele zu lassen."

Lew Nikolajewitsch Tolstoj, 1828-1910, ist einer der bedeutendsten Romanciers der Weltliteratur. Mit den großen, epischen Gesellschaftsromanen Anna Karenina und Krieg und Frieden gehört sein Werk neben Dostojewskijs zu den bekanntesten des Realismus der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Neben weiteren Romanen gehören zu Tolstojs OEvre zahlreiche Erzählungen, Essays, Kritiken und autobiografische Schriften..
Als Hörspiel- und Feature-Sprecher wurde Schauspieler Bodo Primus bekannt. Im Radio tritt er u. a. neben Peer Augustinski in der Hörspielserie Der letzte Detektiv von M. Koser auf. Für die Lesung von »Der Nazi & der Friseur« erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis..
Walter Andreas Schwarz, geboren 1913, begann seine Laufbahn als Schauspieler in Wien, wo er Germanistik, Französisch, Englisch und Musikwissenschaften studierte. Bereits mit neun Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne. Später spielte er in Wien, Berlin, Hamburg Frankfurt am Main, Bonn und Mannheim. Internationales Ansehen erwarb der vielseitige Schwarz als künstlerischer Sprecher bei Hörspielproduktionen – u. a. in Leo Tolstojs "Anna Karenina" und Heinrich Manns "Der Untertan" –, aber auch als Musiker. So gewann er mit seinem Chanson "Im Wartesaal zum großen Glück" 1956 den Ersten Deutschen Chanson-Preis. Er war außerdem als Übersetzer und Bearbeiter von Theaterstücken tätig. Walter Andreas Schwarz starb am 1992 im Alter von 78 Jahren in Heidelberg..
Ludwig Cremer wurde am 4. Juli 1909 in Duisburg geboren. Nach einer Hörfunkausbildung bei BBC in London war er als Hörspielleiter beim NWDR in Hamburg tätig. Für den WDR inszenierte er große Hörstücke, wie "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert, "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch und Heinrich Manns "Der Untertan" aus dem Jahr 1971, der mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet wurde. In den 60er und 70er Jahren war Ludwig Cremer einer der meistbeschäftigten Fernsehregisseure, der u. a. mit "Die chinesische Mauer" von Max Frisch die dramaturgische Geschichte des Fernsehens geprägt hat. 1982 starb er nach langer Krankheit im Alter von 73 Jahren.

Produktdetails

Sprecher Bodo Primus, Walter Andreas Schwarz
Spieldauer 268 Minuten
Fassung gekürzt
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Family Sharing Ja i
Erscheinungsdatum 08.10.2009
Verlag Der Hörverlag
Hörtyp Hörspiel
Sprache Deutsch
EAN 9783844506617

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4.7/5.0

21 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

4/5

Überzeugendes Hörspiel

Sallys Books aus Fürth am 09.03.2017

Bewertet: Hörbuch-Download

Dies ist mein erstes Hörspiel, das ich gehört habe und ich fand diese Art von Hörbuch sehr angenehm, die verschiedenen Personen hatten verschiedene Sprecher, weshalb man alle gut auseinander halten konnte und so den Überblick behalten konnte. Das Cover des Hörbuches gefällt mir sehr gut. Es passt zu diesem Klassiker und weißt ihn auch als einen solchen aus. Die eher dunkleren Farben passen gut zu dieser traurigen Geschichte. Ich denke zur Geschichte an sich brauche ich garnicht mehr allzu viel zu sagen, da der Klappentext das große und ganze schon vorweg nimmt. Das Hörspiel ist im Bezug auf das Buch (ca 1000 Seiten, je nach Übersetzung) stark gekürzt. Ich denke, da Tolstoj im Buch so umschweifend alles erzählt wäre das in einem Hörspiel auch nicht möglich gewesen das alles mit einzubinden. Ich fand die Stimmen der Sprecher allesamt sehr ansprechend, der Erzähler stach ein wenig heraus, mit seiner ruhigen und angenehmen Stimme, die mir sehr gut gefallen hat. Auch die weibliche Sprecherin konnte überzeugen. Alles in allem musste man sich trotzdem etwas mehr auf das Hörspiel konzentrieren, da die Russischen Namen doch meist sehr gleich klingen, das fand ich im Hörspiel aber viel einfacher als im Buch. Für mich war es ein gelungenes Hörspiel, das die Geschichte der Anna Karenina gut wiedergegeben hat. Der Autor: Lew Nikolajewitsch Tolstoj, 1828-1910, ist einer der bedeutendsten Romanciers der Weltliteratur. Mit den großen, epischen Gesellschaftsromanen Anna Karenina und Krieg und Frieden gehört sein Werk neben Dostojewskijs zu den bekanntesten des Realismus der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Neben weiteren Romanen gehören zu Tolstojs OEvre zahlreiche Erzählungen, Essays, Kritiken und autobiografische Schriften. Die Sprecher: Bodo Primus Nach seiner Schauspielausbildung an der Folkwangschule Essen spielte Bodo Primus an verschiedenen deutschen Theatern, so z.B. in Münster, Essen, Köln und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit 1962 arbeitet er freiberuflich für Rundfunk und Fernsehen - v.a. an Hörspielen, Rezitationen, Features und TV-Dokumentationen. Für die Produktion "Briefwechsel" liest er die Briefe von Paul Celan an seine Frau Gisèle Celan-Lestrange. Walter Andreas Schwarz Walter Andreas Schwarz, geboren 1913, begann seine Laufbahn als Schauspieler in Wien, wo er Germanistik, Französisch, Englisch und Musikwissenschaften studierte. Bereits mit neun Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne. Später spielte er in Wien, Berlin, Hamburg Frankfurt am Main, Bonn und Mannheim. Internationales Ansehen erwarb der vielseitige Schwarz als künstlerischer Sprecher bei Hörspielproduktionen – u. a. in Leo Tolstojs "Anna Karenina" und Heinrich Manns "Der Untertan" –, aber auch als Musiker. So gewann er mit seinem Chanson "Im Wartesaal zum großen Glück" 1956 den Ersten Deutschen Chanson-Preis. Er war außerdem als Übersetzer und Bearbeiter von Theaterstücken tätig. Walter Andreas Schwarz starb am 1992 im Alter von 78 Jahren in Heidelberg. Ludwig Cremer (Regisseur) Ludwig Cremer wurde am 4. Juli 1909 in Duisburg geboren. Nach einer Hörfunkausbildung bei BBC in London war er als Hörspielleiter beim NWDR in Hamburg tätig. Für den WDR inszenierte er große Hörstücke, wie "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert, "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch und Heinrich Manns "Der Untertan" aus dem Jahr 1971, der mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet wurde. In den 60er und 70er Jahren war Ludwig Cremer einer der meistbeschäftigten Fernsehregisseure, der u. a. mit "Die chinesische Mauer" von Max Frisch die dramaturgische Geschichte des Fernsehens geprägt hat. 1982 starb er nach langer Krankheit im Alter von 73 Jahren. Fazit: Ein interessantes Hörspiel, das die Geschichte sehr gut wiedergegeben hat.

4/5

Überzeugendes Hörspiel

Sallys Books aus Fürth am 09.03.2017
Bewertet: Hörbuch-Download

Dies ist mein erstes Hörspiel, das ich gehört habe und ich fand diese Art von Hörbuch sehr angenehm, die verschiedenen Personen hatten verschiedene Sprecher, weshalb man alle gut auseinander halten konnte und so den Überblick behalten konnte. Das Cover des Hörbuches gefällt mir sehr gut. Es passt zu diesem Klassiker und weißt ihn auch als einen solchen aus. Die eher dunkleren Farben passen gut zu dieser traurigen Geschichte. Ich denke zur Geschichte an sich brauche ich garnicht mehr allzu viel zu sagen, da der Klappentext das große und ganze schon vorweg nimmt. Das Hörspiel ist im Bezug auf das Buch (ca 1000 Seiten, je nach Übersetzung) stark gekürzt. Ich denke, da Tolstoj im Buch so umschweifend alles erzählt wäre das in einem Hörspiel auch nicht möglich gewesen das alles mit einzubinden. Ich fand die Stimmen der Sprecher allesamt sehr ansprechend, der Erzähler stach ein wenig heraus, mit seiner ruhigen und angenehmen Stimme, die mir sehr gut gefallen hat. Auch die weibliche Sprecherin konnte überzeugen. Alles in allem musste man sich trotzdem etwas mehr auf das Hörspiel konzentrieren, da die Russischen Namen doch meist sehr gleich klingen, das fand ich im Hörspiel aber viel einfacher als im Buch. Für mich war es ein gelungenes Hörspiel, das die Geschichte der Anna Karenina gut wiedergegeben hat. Der Autor: Lew Nikolajewitsch Tolstoj, 1828-1910, ist einer der bedeutendsten Romanciers der Weltliteratur. Mit den großen, epischen Gesellschaftsromanen Anna Karenina und Krieg und Frieden gehört sein Werk neben Dostojewskijs zu den bekanntesten des Realismus der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Neben weiteren Romanen gehören zu Tolstojs OEvre zahlreiche Erzählungen, Essays, Kritiken und autobiografische Schriften. Die Sprecher: Bodo Primus Nach seiner Schauspielausbildung an der Folkwangschule Essen spielte Bodo Primus an verschiedenen deutschen Theatern, so z.B. in Münster, Essen, Köln und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit 1962 arbeitet er freiberuflich für Rundfunk und Fernsehen - v.a. an Hörspielen, Rezitationen, Features und TV-Dokumentationen. Für die Produktion "Briefwechsel" liest er die Briefe von Paul Celan an seine Frau Gisèle Celan-Lestrange. Walter Andreas Schwarz Walter Andreas Schwarz, geboren 1913, begann seine Laufbahn als Schauspieler in Wien, wo er Germanistik, Französisch, Englisch und Musikwissenschaften studierte. Bereits mit neun Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne. Später spielte er in Wien, Berlin, Hamburg Frankfurt am Main, Bonn und Mannheim. Internationales Ansehen erwarb der vielseitige Schwarz als künstlerischer Sprecher bei Hörspielproduktionen – u. a. in Leo Tolstojs "Anna Karenina" und Heinrich Manns "Der Untertan" –, aber auch als Musiker. So gewann er mit seinem Chanson "Im Wartesaal zum großen Glück" 1956 den Ersten Deutschen Chanson-Preis. Er war außerdem als Übersetzer und Bearbeiter von Theaterstücken tätig. Walter Andreas Schwarz starb am 1992 im Alter von 78 Jahren in Heidelberg. Ludwig Cremer (Regisseur) Ludwig Cremer wurde am 4. Juli 1909 in Duisburg geboren. Nach einer Hörfunkausbildung bei BBC in London war er als Hörspielleiter beim NWDR in Hamburg tätig. Für den WDR inszenierte er große Hörstücke, wie "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert, "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch und Heinrich Manns "Der Untertan" aus dem Jahr 1971, der mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet wurde. In den 60er und 70er Jahren war Ludwig Cremer einer der meistbeschäftigten Fernsehregisseure, der u. a. mit "Die chinesische Mauer" von Max Frisch die dramaturgische Geschichte des Fernsehens geprägt hat. 1982 starb er nach langer Krankheit im Alter von 73 Jahren. Fazit: Ein interessantes Hörspiel, das die Geschichte sehr gut wiedergegeben hat.

5/5

überraschend überwältigend

Eine Kundin/ein Kunde am 16.03.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ungefähr 4 Wochen habe ich gebraucht um den Klassiker, welcher 1878 in Moskau zum ersten Mal veröffentlicht wurde, zu lesen. Für die knapp 1.000 Seiten ist das ziemlich gut. Solch ein hastiges Verschlingen kann verschiedenes aussagen. Möglicherweise bin ich eine schnelle Leserin, die noch dazu durch das viele Homeofffice gleichermaßen viel Zeit hatte. Vielleicht habe ich mir nunmal vorgenommen regelmäßig daran zu sitzen und das Lesen in meine tägliche Routine aufgenommen: möglichst 50 Seiten pro Tag. Das alles stimmt - allerdings hat Leo Tolstoi es mir mit Anna Karenina leicht gemacht. Das bedeutet nicht, es ist für dich leicht. Wer sonst kaum liest wird das schwer in der Hand liegende Buch nicht bis zum Ende schaffen. Wer wirklich bereit ist sich auf die Welt mit ihren fehlerhaften und sehnsuchtsvoll irrenden Personen einzulassen, wird im Gegenzug für seine Zeit neue Perspektiven, Gefühle und Gedanken erhalten. Der schönste Grund für ein flottes Beenden irgendeines Buches: Die Literatur ließt sich flüssig und ist schlichtweg so aufregend, faszinierend und bewegend, dass es einem garnicht erst möglich ist, sie zur Seite zu legen. Wenn man das schlussendlich tut, nachdem die letzte Seite plötzlich ihr Ende fand, schwirren einem die Charaktere noch eine Weile im Kopf herum. Der Wunsch eines jeden, der schreibt. Ob dieser letzte Grund bei Anna Karenina zutrifft, wurde und wird weiterhin sicherlich wild von zahlreichen Lesern und Kennern diskutiert. Für mich war das Lesen von Tolstois Werk ein bereichernder Kampf. Ein Kampf, aus welchem seine Geschichte als Sieger hervor geht, die Leserin mit Respekt. Die Geschichte tut dies, weil ich nach einmal lesen den Eindruck habe, sie ist eine von denen, die verlangen wiederholt gelesen zu werden, möchte man sie komplett erfassen. Ein Kampf deshalb, weil ich mich für manche der politischen, landwirtschaftlichen oder religiösen Diskussionen nicht begeistern konnte. Da der ganze Rest es allerdings überraschend standhaft meisterte, habe ich mich durchgebissen. Wie ein hungriger Wurm. Aufgrund der zahlreichen Einschübe, welche unseren Fokus leicht vom Leben der einen Figur zur Nächsten leiten, spürt man die Länge des Buches und dabei die gekonnte Dehnung der Spannung. Wenn ich also nach einigen Kapiteln erneut zur Protagonistin gelange, freue ich mich umso deutlicher darüber. Der stetige Perspektivenwechsel hat zur Folge, dass die Leser ihre Aufmerksamkeit nicht ausschließlich den gängigen ein bis zwei Protagonisten schenken. Tatsächlich lenkt sie der Autor, die restlichen Figuren gleichermaßen zu akzeptieren und zu lieben. Sobald sich die wichtigsten Personen einer Geschichte herauskristallisiert haben, neige ich, wie wohl die allermeisten Leser, dazu die andern etwas außer acht zu lassen und konzentriere mich hauptsächlich auf das, was ihnen widerfährt. Denn sie umgibt erfahrungsgemäß das spannendste Geschehen, welches mein entferntes Gegenüber mir erzählt. Leo Tolstoi beweist, er ist cleverer als diese Erzähler. Weil ich nach 10 Seiten noch und scheinbar weiterhin eine Figur begleite, beginne ich mich nun auf sie einzulassen. Obwohl doch Anna Karenina die eigentliche Protagonistin ist. Dem sich auszahlenden Überschreiten dieses Punktes folgt das Genießen der neun Perspektive, die überraschender Weise doch nicht unbedeutend und kurzweilig ist. Diese Vielzahl an Personen erhöht die Chance durchaus stark mit einer der Figuren zu sympathisieren und sich häufiger selbst zu erkennen. Ich war völlig abgelenkt, mit den Sorgen und Freuden des Leben der Andern, als plötzlich auf Seite 78 Anna Karenina auftauchte. Sie war zu diesem Zeitpunkt schon charakterisiert, allein durch die Stelle, welche sie im Netz der Gesellschaft einnimmt und in den Familien, die der Leser bereits gut kennt. Die Orts- und Personenwechsel betten denn Leser ein, in das Meer aus Geschichten der Einzelnen. Die Handlung des Buches plätschert nur dahin, wie ein ruhiger, schöner und klarer Bach den langen Weg ins Tal hinunter. Weil ich bereits meine Erwartungen und vorherigen Leseangewohnheiten auf dem Weg abgelegt habe, überlasse ich mich seinem sanften Sog. Der Vorteil an der Länge des Buches liegt unter anderm darin, dass ein Leser viel Zeit in dieser Welt hat. Er kann sich an die Sprache gewöhnen, an die Sitten. Er kann sich ausgiebig seine eigenen Gedanken über alles machen, da es sich lohnt. Es ist eine erholsame Pause Anna Karenina zu lesen. Ein Geschenk der Ruhe und Stabilität im lärmenden Chaos. Das Buch verhindert unseren Untergang im hastigen Wechsel von einem Projekt zum Nächsten, zu dem wir neigen. Ich hatte es mir anstrengender vorgestellt. Aber das Buch altert gut. Seine Themen werden für mich, in Tolstois Sprachtalent verpackt, unerwartet interessant. Beispielsweise bliebt mir insbesondere ein Pferderennen im Kopf, welches vom Protagonisten mit einer immensen Anspannung erlebt wird, die ich, über diese Tatsache verwundert, durchaus mitfühlte. Es scheint, bei der hohen Zahl an Menschen und Ereignissen, an Wörtern und Seiten, schwer, aufzuzeigen was an diesem Werk so wertvoll ist. Mich hat zunächst das Wechselspiel der Sprachen begeistert. Hauptsächlich erfolgen die Unterhaltungen der Figuren im Russischen, häufig gehen sie dabei teilweise ins Französische über. Vereinzelt wird ein kurzer englischer Satz gesprochen. Bei den französischen Satzzeilen hatte ich den Eindruck, die Figuren haben ein ausgeprägtes Gefühl für Sprachen. Sie scheuen sich nicht, wenn ihnen ein Ausdruck im Französischen passender erscheint, den andern zu ersetzten und somit zugunsten des präziseren Ausdrucks einen gemischten Satz zu bilden. Da ich diese Neigung selbst besitze, hatte mich Tolstoi allein dadurch von seinem Können überzeugt. Schlussendlich zu erwähnen ist zudem die Art, wie der Autor die Beziehungen seiner Figuren baut. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein romantisches Buch gelesen zu haben, welches gleichzeitig so deutlich unromantisch ist. Diese Kombination mag nach einem Fehlgriff klingen, wobei sie in Wirklichkeit am nächsten an die Realität reicht. Die Beziehungen in diesem Roman sind mangelhaft, aber dadurch echt. Sind die fehlerhaften Figuren glücklich miteinander, ist dies wertvoller als die Geschichten in denen es Figuren leicht gemacht wird sich zu finden oder zu versöhnen. Diese Menschen scheinen verdächtig real. Sie entlieben sich. . Sie sprudeln vor Liebe und finden nur für einen Moment alles in der Welt schön. Sie schreiben mit Inbrunst über Jahre ein Buch, das sich dann nicht verkauft und an den Andern vorübergeht. Gerade deshalb, habe ich Anna Karenina unglaublich genossen, trotz seiner Längen und wegen seiner Sprache.

5/5

überraschend überwältigend

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Ungefähr 4 Wochen habe ich gebraucht um den Klassiker, welcher 1878 in Moskau zum ersten Mal veröffentlicht wurde, zu lesen. Für die knapp 1.000 Seiten ist das ziemlich gut. Solch ein hastiges Verschlingen kann verschiedenes aussagen. Möglicherweise bin ich eine schnelle Leserin, die noch dazu durch das viele Homeofffice gleichermaßen viel Zeit hatte. Vielleicht habe ich mir nunmal vorgenommen regelmäßig daran zu sitzen und das Lesen in meine tägliche Routine aufgenommen: möglichst 50 Seiten pro Tag. Das alles stimmt - allerdings hat Leo Tolstoi es mir mit Anna Karenina leicht gemacht. Das bedeutet nicht, es ist für dich leicht. Wer sonst kaum liest wird das schwer in der Hand liegende Buch nicht bis zum Ende schaffen. Wer wirklich bereit ist sich auf die Welt mit ihren fehlerhaften und sehnsuchtsvoll irrenden Personen einzulassen, wird im Gegenzug für seine Zeit neue Perspektiven, Gefühle und Gedanken erhalten. Der schönste Grund für ein flottes Beenden irgendeines Buches: Die Literatur ließt sich flüssig und ist schlichtweg so aufregend, faszinierend und bewegend, dass es einem garnicht erst möglich ist, sie zur Seite zu legen. Wenn man das schlussendlich tut, nachdem die letzte Seite plötzlich ihr Ende fand, schwirren einem die Charaktere noch eine Weile im Kopf herum. Der Wunsch eines jeden, der schreibt. Ob dieser letzte Grund bei Anna Karenina zutrifft, wurde und wird weiterhin sicherlich wild von zahlreichen Lesern und Kennern diskutiert. Für mich war das Lesen von Tolstois Werk ein bereichernder Kampf. Ein Kampf, aus welchem seine Geschichte als Sieger hervor geht, die Leserin mit Respekt. Die Geschichte tut dies, weil ich nach einmal lesen den Eindruck habe, sie ist eine von denen, die verlangen wiederholt gelesen zu werden, möchte man sie komplett erfassen. Ein Kampf deshalb, weil ich mich für manche der politischen, landwirtschaftlichen oder religiösen Diskussionen nicht begeistern konnte. Da der ganze Rest es allerdings überraschend standhaft meisterte, habe ich mich durchgebissen. Wie ein hungriger Wurm. Aufgrund der zahlreichen Einschübe, welche unseren Fokus leicht vom Leben der einen Figur zur Nächsten leiten, spürt man die Länge des Buches und dabei die gekonnte Dehnung der Spannung. Wenn ich also nach einigen Kapiteln erneut zur Protagonistin gelange, freue ich mich umso deutlicher darüber. Der stetige Perspektivenwechsel hat zur Folge, dass die Leser ihre Aufmerksamkeit nicht ausschließlich den gängigen ein bis zwei Protagonisten schenken. Tatsächlich lenkt sie der Autor, die restlichen Figuren gleichermaßen zu akzeptieren und zu lieben. Sobald sich die wichtigsten Personen einer Geschichte herauskristallisiert haben, neige ich, wie wohl die allermeisten Leser, dazu die andern etwas außer acht zu lassen und konzentriere mich hauptsächlich auf das, was ihnen widerfährt. Denn sie umgibt erfahrungsgemäß das spannendste Geschehen, welches mein entferntes Gegenüber mir erzählt. Leo Tolstoi beweist, er ist cleverer als diese Erzähler. Weil ich nach 10 Seiten noch und scheinbar weiterhin eine Figur begleite, beginne ich mich nun auf sie einzulassen. Obwohl doch Anna Karenina die eigentliche Protagonistin ist. Dem sich auszahlenden Überschreiten dieses Punktes folgt das Genießen der neun Perspektive, die überraschender Weise doch nicht unbedeutend und kurzweilig ist. Diese Vielzahl an Personen erhöht die Chance durchaus stark mit einer der Figuren zu sympathisieren und sich häufiger selbst zu erkennen. Ich war völlig abgelenkt, mit den Sorgen und Freuden des Leben der Andern, als plötzlich auf Seite 78 Anna Karenina auftauchte. Sie war zu diesem Zeitpunkt schon charakterisiert, allein durch die Stelle, welche sie im Netz der Gesellschaft einnimmt und in den Familien, die der Leser bereits gut kennt. Die Orts- und Personenwechsel betten denn Leser ein, in das Meer aus Geschichten der Einzelnen. Die Handlung des Buches plätschert nur dahin, wie ein ruhiger, schöner und klarer Bach den langen Weg ins Tal hinunter. Weil ich bereits meine Erwartungen und vorherigen Leseangewohnheiten auf dem Weg abgelegt habe, überlasse ich mich seinem sanften Sog. Der Vorteil an der Länge des Buches liegt unter anderm darin, dass ein Leser viel Zeit in dieser Welt hat. Er kann sich an die Sprache gewöhnen, an die Sitten. Er kann sich ausgiebig seine eigenen Gedanken über alles machen, da es sich lohnt. Es ist eine erholsame Pause Anna Karenina zu lesen. Ein Geschenk der Ruhe und Stabilität im lärmenden Chaos. Das Buch verhindert unseren Untergang im hastigen Wechsel von einem Projekt zum Nächsten, zu dem wir neigen. Ich hatte es mir anstrengender vorgestellt. Aber das Buch altert gut. Seine Themen werden für mich, in Tolstois Sprachtalent verpackt, unerwartet interessant. Beispielsweise bliebt mir insbesondere ein Pferderennen im Kopf, welches vom Protagonisten mit einer immensen Anspannung erlebt wird, die ich, über diese Tatsache verwundert, durchaus mitfühlte. Es scheint, bei der hohen Zahl an Menschen und Ereignissen, an Wörtern und Seiten, schwer, aufzuzeigen was an diesem Werk so wertvoll ist. Mich hat zunächst das Wechselspiel der Sprachen begeistert. Hauptsächlich erfolgen die Unterhaltungen der Figuren im Russischen, häufig gehen sie dabei teilweise ins Französische über. Vereinzelt wird ein kurzer englischer Satz gesprochen. Bei den französischen Satzzeilen hatte ich den Eindruck, die Figuren haben ein ausgeprägtes Gefühl für Sprachen. Sie scheuen sich nicht, wenn ihnen ein Ausdruck im Französischen passender erscheint, den andern zu ersetzten und somit zugunsten des präziseren Ausdrucks einen gemischten Satz zu bilden. Da ich diese Neigung selbst besitze, hatte mich Tolstoi allein dadurch von seinem Können überzeugt. Schlussendlich zu erwähnen ist zudem die Art, wie der Autor die Beziehungen seiner Figuren baut. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein romantisches Buch gelesen zu haben, welches gleichzeitig so deutlich unromantisch ist. Diese Kombination mag nach einem Fehlgriff klingen, wobei sie in Wirklichkeit am nächsten an die Realität reicht. Die Beziehungen in diesem Roman sind mangelhaft, aber dadurch echt. Sind die fehlerhaften Figuren glücklich miteinander, ist dies wertvoller als die Geschichten in denen es Figuren leicht gemacht wird sich zu finden oder zu versöhnen. Diese Menschen scheinen verdächtig real. Sie entlieben sich. . Sie sprudeln vor Liebe und finden nur für einen Moment alles in der Welt schön. Sie schreiben mit Inbrunst über Jahre ein Buch, das sich dann nicht verkauft und an den Andern vorübergeht. Gerade deshalb, habe ich Anna Karenina unglaublich genossen, trotz seiner Längen und wegen seiner Sprache.

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"Anna Karenina" gehört zu den bekanntesten Frauengestalten und klassischen Romanen der Weltliteratur. Zu Recht. In der neuen Übersetzung von Rosemarie Tietze ist es ein wahres Lesefest, aus dem ich wirklich nicht mehr herauskommen wollte. Breit gefächert beschreibt Tolstoi die hohen moralischen Ansprüche der damaligen Gesellschaft, die doch ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kann. Fangen Sie einfach an und lassen Sie sich von der Sprache und der Handlung verführen - lesen Sie mal einen Klassiker!
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