London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht.
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Zwei mutige Frauen gehen in unterschiedlichen Zeiten ihren Weg. Spannend und fesselnd geschrieben.
Smberge
5/5
12.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Olympia 1936
Inhalt:
London 2011: Die junge Läuferin Jennifer trainiert für Olympia 2012 in ihrer Heimatstadt. Sie ist talentiert, hat jedoch regelmäßig mit Panikattacken während der Läufe zu kämpfen, die sie dazu zwingen, die Wettkämpfe abzubrechen. Ein neuer Trainer, Gregory rät ihr, ihre Großmutter aufzusuchen, die 1936 als Bogenschützin selbst an den Olympischen Spielen in Berlin teilgenommen hat. Bei dem Besuch bei ihrer Großmutter Alberta erzählt diese ihrer Enkelin ihre Erlebnisse, vor und während der damaligen Spiele.
Meine Meinung:
Dieses Buch erzählt eine fesselnden Geschichte einer jungen Frau, die 1932 durch eine Reise zu den Olympischen Spielen in Los Angeles von einer absoluten Begeisterung für den olympischen Gedanken infiziert wurde und in den folgenden Jahren an ihrer Teilnahme an den Spielen in Berlin arbeitet. Sehr interessant sind hierbei nicht nur ihr persönlicher Kampf um Qualifikationen etc. sondern auch die politischen Umstände, die sie zu einer Werbeikone des Nazi-Regimes macht. Viele kritische Aspekte der damaligen Spiele werden beleuchtet, die von Judenverfolgung und Rassismus überschattet wurden. Aber die Geschichte endet nicht mit den Spielen sondern beleuchtet auch die weiteren Schicksale der Protagonisten im 2. Weltkrieg.
Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und es macht Spaß, ihnen durch die Geschichte zu folgen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Besonders spannend ist es mit der jungen Alberta an den Spielen teilzunehmen. Erschreckend ist es, wie stark diese Spiele von den Nazi zur Aussendarstellung benutzt wurden und einzelne Menschen von dem Regime benutzt wurden, was Alberta auch am eigenen Leib erleben mußte.
Positiv möchte ich hier noch das Glossar erwähnen, in dem man nachlesen kann, was von der Geschichte Fakten sind und wo die Fiktion einsetzt. Das finde ich bei einem historischen Buch immer besonders interessant.
Ein lesenswertes Buch für jeden, der mehr über die Ereignisse rund um die Ereignisse der Spielen in Berlin 1936 erfahren möchte und dabei noch eine interessante Lebensgeschichte lesen möchte, die von Dramatik und Liebe gekennzeichnet is
Bewertung
aus Köln
5/5
24.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Generationenroman über große Träume mit berührenden Schicksalen, der zudem durch die historischen Fakten, die anschauliche Schilderung der Verknüpfung von Sport und Politik sowie der Entwicklung der Paralympics, interessant und lehrreich ist
Jennifer ist eine Langstreckenläuferin, deren Traum es ist, 2012 an den olympischen Spielen in London teilzunehmen. Sie hat das Talent und die körperlichen Voraussetzungen dafür, aber mental schafft sie es nicht, die zehntausend Meter durchzuhalten, bricht regelmäßig bei Wettbewerben in Tränen aus.
Bei ihren Trainingseinheiten lernt sie den ehemaligen Läufer Gregory O'Reilly kennen, der sie trainieren möchte. Er hat sie als Urenkelin von Alberta Bernhardt erkannt, die 1936 als Bogenschützin an den olympischen Spielen in Berlin teilgenommen und Gold gewonnen hat. Er und auch Jennifers Familie raten ihr, mit ihrer Urgroßmutter zu sprechen, um sich geistig zu stärken und auf die Olympiade im eigenen Land vorzubereiten. Durch die Gespräche mit der fast 100-Jährigen erfährt Jennifer nicht nur, unter welchen Umständen Alberta die olympischen Spiele 1932 in Los Angeles und 1936 in Berlin erlebte, sondern auch etwas über ihre deutschen Wurzeln, die ihr bisher nicht bekannt waren und was ihr darüber hinaus von ihrer Familie verschwiegen wurde und der Grund für ihr seelisches Ungleichgewicht sein könnte.
"Als der Himmel uns gehörte" ist ein epischer Roman, der in der Gegenwart in den Jahren 2011/2012 handelt und in der Vergangenheit die Ereignisse der Jahre 1931 bis 1945 schildert. Dabei wird neben den Sportveranstaltungen und politischen Ereignissen eine tragische Familiengeschichte erzählt.
Insbesondere die Sportereignisse sind so schillernd und lebendig dargestellt, als wäre man als Leser selbst dabei. Die Leidenschaft, der Ehrgeiz und das Herzblut der Sportler sind spürbar.
Die Hintergründe der Familie, die Beziehungen der Protagonisten untereinander und die Auswirkungen der Machtergreifung Adolf Hitlers sind in der Vergangenheit spannend und bewegend erzählt, aber auch das Schicksal der verloren wirkenden Jennifer berührt und weckt das Interesse für den weiteren Verlauf der Handlung in der Gegenwart, auch wenn diese nicht so viel Raum einnimmt wie die Vergangenheit.
"Als der Himmel uns gehörte" ist eine gelungene Mischung aus Fiktion und historischen Fakten. Personen der damaligen Zeit - Sportler, Sportfunktionäre und Politiker - werden perfekt mit der fiktionalen Geschichte der Familie Bernhardt verbunden. Der Widerspruch von Nationalismus und Abwertung bestimmter Menschengruppen einerseits und dem Anspruch friedlicher Spiele andererseits ist beklemmend. Durch die verschiedenen Perspektivwechsel kann man sich darüber hinaus sehr gut in die facettenreich dargestellten Charaktere hineinversetzen. Die Begeisterung für den Sport ist fortlaufend spürbar und stellt die Liebesgeschichten in den Schatten, was aber nicht kritisch gemeint sein soll.
Es ist ein Generationenroman über große Träume mit berührenden Schicksalen, der zudem durch die historischen Fakten, die anschauliche Schilderung der Verknüpfung von Sport und Politik sowie der Entwicklung der Paralympics, interessant und lehrreich ist. Begeisternd ist zu lesen, wie die Protagonisten, für die die Anstrengung für den Sport im Vordergrund stand, während des Zweiten Weltkriegs den grausamen Umständen geschuldet, zu Helden werden.
Das Glossar und ein Personenverzeichnis am Ende des Buches runden den Roman perfekt ab, so dass auch keine Fragen zu den realen Ereignissen offen bleiben.
Bewertung
5/5
16.03.2016
Buch (Taschenbuch)
2 starke Frauen und ihr Traum...
2 starke Frauen und ihr Traum von Olympia. es sind die Großmutter und ihre Enkelin mit den Problemen ihrer jeweiligen Zeit, dem 3. Reich bzw. der Gegenwart.
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5/5
12.07.2017
Buch (Taschenbuch)
Die Sportlerin Alberta muss sich...
Die Sportlerin Alberta muss sich 1936 im Jahr der olympischen Spielen zwischen 2 Männern entscheiden. Historisch interessant und eine sympathische Hauptdarstellerin! Toll!
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5/5
16.03.2016
Buch (Taschenbuch)
Ein schöner Roman, um zwei starke...
Ein schöner Roman, um zwei starke Frauen,Durchsetzungskraft, Mut, Liebe, Ehrgeiz, vor der Kulisse von Olympia 1936. Für diesen Schmöker muss man kein Sportfan sein. Nicht verpassen
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5/5
14.05.2015
eBook (ePUB 3)
Ein wirklich großartiges Buch!
Mag das Thema auf den ersten Blick auf die eine oder andere Leserin abschreckend wirken - wen interessiert schon die olympische Geschichte... -, so sei an dieser Stelle eindringlich geraten, der Story die Chance zu geben, die sie verdient. Es handelt sich um einen wirklich bemerkenswerten Roman, der nicht nur außerordentlich schön geschrieben ist (eindringlich und voller Leben, das Charlotte Roth ihren Figuren einhaucht), sondern zeigt auch deutlich, dass Sport (nicht nur Fußball!!) Politik mit anderen Mitteln ist. Die Geschichte des Dritten Reiches einmal mehr geschrieben, aus einer vollkommen neuen und daher unwahrscheinlich interessanten Perspektive. Eine unbedingte Leseempfehlung.
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5/5
27.03.2015
eBook (ePUB 3)
Zwei mutige Frauen gehen ihren Weg
Charlotte Roth ist mit ihrem zweiten Roman wieder die Verknüpfung realer Geschichte mit einer tollen Familiengeschichte mit allen Höhen und Tiefen gelungen.
Man merkt, dass sie London während der Olympiade live erlebt hat und dadurch auch zu dieser Geschichte inspiriert wurde. Zwischen 1936 und 2011 liegen sportlich und gesellschaftlich Welten und doch sind die Jahre verknüpft durch die Geschichte von Jennifers Familie. Jennifer reist zu ihrer Großmutter, die ihr ihre eigene Olympia-Geschichte erzählt. Sie erkennt, dass es nicht nur auf sportliche Superleistungen ankommt sondern vor allem auch auf Vertrauen, die Familie und den eigenen Weg zu gehen. Der Roman liest sich flüssig und neben den geschichtlich interessanten Informationen gibt es eine Geschichte zum Abtauchen zu lesen. Alberta und Jennifer zwei mutige Frauen, die in ihrer Zeit für ihre Ziele eingetreten sind. Beleuchtet wird auch eine nicht ganz einfache Zeit in Deutschland, in der es darum ging standhaft zu bleiben.
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5/5
08.02.2015
Buch (Taschenbuch)
Lebe deinen Traum, aber registriere auch die Realität
Wie schon in ihrem ersten Roman spinnt Charlotte Roth einen zeitlich weiten Kreis um die wahrhafte Geschichte, diesmal angesiedelt in den 30er/ 40er Jahren Berlins. Alberta lebt ihren Traum, muss jedoch schnell einsehen, dass die Realität viele unangenehme Zwischenfälle für sie und ihre Familie bereithält. Wo genau steckt die Wahrheit und wie weit kann man sie biegen, um sich nicht selbst zu verraten? Die junge Frau sucht ihren Weg, sich treu zu bleiben - und kämpft sich durch die Wirrnisse Nazi-Deutschlands. Mir persönlich hat die unbeugsame Kraft des "das Gute im Menschen sehend" bei Alberta gefallen und sie hat mich für sich gefangen genommen: ich habe mitgefiebert, ihr die Daumen gedrückt und mit ihr gelitten. Und ganz nebenbei zeigt Charlotte Roth das Leben eines Teils der deutschen intellektuellen Mittelklasse in Zeiten Adolf Hitlers auf, das eher selten beleuchtet wird. Diese Autorin kann einfach richtig gut erzählen!
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