Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos. Als er nach der gemeinsamen Schulzeit nach Tokyo geht, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Er erhält einen Anruf: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-Jährige seiner neuen Freundin Sara und stellt sich, von ihr ermutigt, den Dämonen seiner Vergangenheit.
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Depressiv,... Ein Typ verliert seine ganzen Freunde, wird ausgegrenzt, weiß nicht warum.
Bewertung
aus Berlin
5/5
15.04.2016
Buch (Taschenbuch)
Sind Farben für die Freundschaft wichtig?
Nicht umsonst ist "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" ein SPIEGEL Bestseller, ist es doch wieder typisch für einen Murakami-Roman und somit für all die Murakami-Fans auf der Welt, zu denen ich mich seit Kurzem zähle, ein Kauf in der Buchhandlung.
In dieser Geschichte beschreibt Murakami die Freundschaft von Tsukura Tazaki und seinen vier Freunden in ihrer Heimatstadt Nagoya. Auch nach seinem Umzug nach Tokio treffen ich die fünf Freunde in allen Ferien und verbringen genauso viel Zeit wir früher. Doch eines Tages geht nicht mehr ans Telefon, keiner ruft zurück und die Freunde teilen Tazaki mit, dass sie keinen Kontakt mehr wünschen...
Ich habe das Buch verschlungen, beschreibt es doch auf sehr philosophische und poetische Weise ein Leben in Japan (sehr Murakami-typisch). Es zeigt verschiedene Aspekte der japanischen Kultur in ruhiger und entspannter Atmosphäre und das Einzige, worüber man sich ärgert, ist die Tatsache, dass das Buch irgendwann ausgelesen ist. Ich werde mir nach dieser Lektüre zumindest alle weiteren Murakami-Titel kaufen und einen Japan-Urlaub buchen!
Einen Extrapunkt gibt es für das schöne Cover, das mich persönlich sehr anspricht.
Odilie Pressberger
aus Regensburg (Donau EKZ)
5/5
08.07.2015
Buch (Taschenbuch)
Wie sehr kann es schmerzen, verlassen oder verstoßen zu werden?
Der Schüler Tsukuru Tazaki und seine 4 Freunde (2 Jungs, 2 Mädchen) erleben mit etwa 17 Jahren eine Zeit der "vollkommenen Harmonie und Freundschaft". Als junger Student wird Tazaki plötzlich von der Gruppe (kommentarlos und mit brutaler Konsequenz) verstoßen!! Die Trauer über den Verlust der Freunde bringt ihn während eines halben Jahres fast an den Rand des Todes. Wie und warum er sich 16 Jahre später auf die Suche nach diesen 4 Menschen macht, das lesen Sie am besten selbst. Welch' körperliche und seelische Verheerungen "Ausgestoßensein" anrichten kann, beschreibt Murakami in diesem Taschenbuch meisterhaft!
Bewertung
aus Wien
3/5
29.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Nicht mein Roman
Eine Erzählung über das "zu sich selbst finden". Um in der Gegenwart bestehen zu können, muss Tazaki mit seiner Vergangenheit ins Reine kommen.
Leider nicht mein Roman, kam mit dem langatmigen Erzählstil überhaupt nicht klar.
Bories vom Berg
aus München
3/5
02.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Perfektes Handwerk, keine…
Perfektes Handwerk, keine Kunst Die Fangemeinde von Haruki Murakami, zu der auch Teile des Feuilletons gehören, wird nicht müde, den japanischen Bestsellerautor seit Jahren als den heißesten Favoriten für den Nobelpreis zu rühmen. Sein Roman «Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki» wurde gleich am Erscheinungstage in Japan 100.000mal verkauft, und auch die exzellent übersetzte deutsche Ausgabe war 2014 auf Anhieb erfolgreich. Ist man in Stockholm derart inkompetent, eine solche literarische Lichtgestalt nicht zu erkennen, sie also Jahr für Jahr immer wieder schnöde zu ignorieren? Handelt es sich um «Literatur des kleinsten gemeinsamen Nenners», wie geschrieben wurde, oder ist Murakami «ein gegenwärtiger Meister der Weltliteratur», wie man an anderer Stelle lesen konnte? Tsukuru Tazaki, ein 36jähriger Ingenieur mit dem einst ungewöhnlichen Studienschwerpunkt Bahnhöfe, arbeitet in Tokio bei einer Eisenbahngesellschaft. Er lebt sehr zurückgezogen und leidet psychisch unter einem schlimmen Schock, den er vor sechzehn Jahren erlitten hat, als ihn seine fünfköpfige Jugendclique ohne Erklärung brüsk aus ihrer engen Gemeinschaft ausgestoßen und fortan absolut ignoriert hat. Die quälende Ungewissheit über die Gründe für seine Abweisung nahm ihm allen Lebensmut, monatelang trug er sich damals mit Suizidgedanken. Als er nun Sara kennen lernt und ihr von seinem Trauma erzählt, überzeugt ihn die zwei Jahre ältere Frau schließlich, sich endlich den Dämonen der Vergangenheit zu stellen, die Hintergründe für das Verhalten seiner damaligen Freunde zu klären. Und so macht sich Tsukuru zu seiner Pilgerreise auf. Er besucht zunächst in seiner Heimatstadt Nagoya die beiden Männer ihrer damaligen Clique, von denen er erfährt, was der Grund war für ihre brüske Abkehr. Über die beiden Mädchen hört er außerdem, dass eine in Finnland lebt und dass die andere vor sechs Jahren ermordet wurde, der Täter konnte aber nicht ermittelt werden. Spontan macht er sich auch auf die Reise nach Finnland. Hier noch mehr zu erzählen wäre unfair, denn der Roman lebt zu einem nicht geringen Teil von der Spannung, die der Autor in seinem klug konstruierten Plot aufbaut. Aber was ist denn nun der so genannte Murakami-Effekt? Zunächst fällt auf, dass auch in diesem Roman wieder einige autobiografische Bezüge vorliegen, die Musik ist leitmotivisch eingebaut in die Handlung, als Jazz einerseits, was bei dem ehemaligen Plattenverkäufer und Jazzbarbesitzer nicht weiter verwundert. Aber auch, bis in den Titel hineinwirkend, als Klaviermusik von Liszt, aus dessen Années de pèlerinage, den Pilgerjahren, das Stück «Le Mal du Pays», das Heimweh also, ein wiederkehrendes Motiv bildet. Auch der Verlust eines Menschen und die vergebliche Suche ist ein häufiges Thema bei Murakami, seine Protagonisten sind wie hier im Roman meist gebildete Männer Mitte Dreißig, denen dann die typischen «Murakami-Mädchen» gegenübergestellt sind, keine makellosen Schönheiten, die gleichwohl aber äußerst anziehend wirken. Was den Leser vor Allem aber faszinieren dürfte ist der seelische Abgrund, an dem sich der Plot entlang hangelt, die unbarmherzige Abkehr der Clique, die suizidale Phase des farblosen Helden, der unaufgeklärte Mord, natürlich auch die Fallstricke der Liebe. Und - last but not least - ist es die jugendliche Zuversicht, dass eben nicht alles «im Fluss der Zeit» verschwindet. All diese literarischen Zutaten sind hier gekonnt in eine angenehm lesbare Prosa umgesetzt, mit glaubwürdigen Figuren als Akteuren und einem stimmigen Ambiente als Bühne. Weniger überzeugend sind die philosophischen Ergüsse, mit denen der Autor die Welt zu erklären sucht. Und auch die reichlich eingebaute Symbolik, die bei den Farben ihren Höhepunkt erreicht, worauf ja schon der Buchtitel hinweist, wirkt übertrieben, geradezu gekünstelt - und irgendwie auch anbiedernd. Mir aber schwant, dass für einen Nobelpreis denn doch der dichterische Genius fehlt. Perfektes Handwerk, keine Kunst!
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5/5
02.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Roman der einen überrollt wie ein Laster.
Dieser Roman über Selbstfindung und Verarbeitung der Vergangenheit hat mich berührt und gefesselt wie selten, oder wenn überhaupt irgendein Buch, es je getan hat. Die Lebensmüdigkeit des Protagonisten hat sich wirklich wie eine schwere Decke über mich gelegt beim Lesen, aber so waren die heiteren Momente auch wirkliche Freuden momente voller Glück. Alle Emotionen haben sich einfach ... echt angefühlt. Die Handlung ist durchaus spannend und hat starke Wendungen die man nicht kommen sieht, aber Murakami lässt sich nicht unter Druck setzen und erzählt die Geschichte in seinem Tempo und das liebe ich. Highlight sind für mich dabei auch einfach diese... kleinen Momente die gar nicht bedeutsam sein müssen, aber so detailliert und echt sind, dass man sie einfach fühlt. Ein unglaubliches Leseerlebnis.
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5/5
09.02.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine atmosphärische Wucht!
Nach einer langen Pause griff ich endlich einmal wieder zu einem Roman Haruki Murakamis und wurde hinsichtlich des von mir erwarteten Leseglücks nicht enttäuscht. Der japanische Autor ist bekannt für seine ruhigen und dennoch aufwühlenden Romane über Selbstfindung, Liebe und Sexualität und seinen unverwechselbaren Hang zum Geheimnisvollen und Verborgenen. Keinem anderen Schriftsteller gelingt es auf so selbstverständliche Art und Weise, fantastische Elemente als ganz alltäglichen Moment unseres Lebens in die Geschichten seiner Protagonisten einzubauen.
In diesem Roman begegnen wir Tzukuru Tazaki, der in den Jahren seines jungen Erwachsenwerdens einem Selbstmord gefährlich nahe kommt. Verstoßen aus seinem engsten Freundeskreis aus Kindheitstagen verliert Tzukuru nicht nur jeglichen Halt im Leben, sondern auch den Glauben an zwischenmenschliche Beziehungen. Erst Jahre später wagt er es aufgrund der Begegnung mit Sara, einer zwei Jahre älteren Freundin, in die er sich verliebt, sich den Geschehnissen von damals zu stellen und den wahren Grund herauszufinden, weswegen ihn seine Freunde auf so brutale Weise aus ihrem Kreis verstoßen haben.
In einem überaus ruhigen und angenehmen Erzählton nimmt uns Murakami auf Tzukurus Reise in die Vergangenheit mit und lässt uns selbst die eigenen Beziehungen und Freundschaften auf den Prüfstand stellen. Ein besonderes Highlight dieses Romans stellt Tzukurus Reise nach Finnland und die damit verbundenen Beschreibungen der Landschaft und des finnischen Lebensgefühls dar. Damit hat mich Murakami extrem überrascht und mir wieder einmal gezeigt, dass er trotz des japanischen Erzählzaubers eben auch ein globaler Autor ist, der uns immer wieder aufs Neue zu verzaubern und zu erstaunen weiß.
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5/5
01.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Die Reise zu sich selbst
Tsukuru Tazaki hat vor zwanzig Jahren seine Freunde verloren und dieser Verlust schmerzt Ihn immer noch, wie eine schlecht verheilte Wunde. Besonders da er nie erfuhr, warum sich seine damaligen Freunde von ihm zurück zogen. Seitdem schließt er nur schwer Freundschaften und vermeidet engere Beziehungen zu Frauen.
Erst als er Sara trifft, kehrt wieder Farbe in sein Leben und es scheinen wieder tiefe Gefühle möglich zu werden. Doch zuerst muss er ergründen was damals geschah um ein neues Kapitel aufschlagen zu können.
Eine Reise in die Vergangenheit und letztendlich zu sich selbst beginnt...
Eine wunderschöne, ruhige Erzählung im unnachahmlichen Stil von Murakami erzählt.
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5/5
09.03.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Murakami gelingt es immer wieder...
Murakami gelingt es immer wieder einzigartige Geschichten zu schreiben. Jedes Buch ist eine Entdeckung und steckt voller Überraschungen! Probieren Sie es aus...
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5/5
08.02.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolut nicht farblos. Es geht...
Absolut nicht farblos. Es geht um Freundschaft, Trauma, Selbstfindung und eine lange Reise zur Wahrheit. Murakamis Sätze sind so wunderschön.
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