Butcher's Crossing

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  1. Butcher´s Crossing
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John Williams

1. Butcher's Crossing

Butcher's Crossing

Lesung mit Johann von Bülow (7 CDs)

Hörbuch (CD)

24,99 €

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Beschreibung

Kansas, 1870: Der Student Will Andrews kehrt Harvard den Rücken, um im Wilden Westen sein Glück zu finden. Er landet in Butcher’s Crossing, einem Ort mitten im Nirgendwo. Dort wimmelt es von rastlosen Männern, Huren und zwielichtigen Gestalten. Auf der Suche nach Geld und Abenteuern schließt sich Andrews einer Gruppe von Büffeljägern an. Nach einer strapaziösen Reise gelangen sie ans Ziel und geraten, besessen vom Töten der Büffel, in einen Blutrausch. Bald holt der Winter sie ein. Erst im Frühjahr, halb wahnsinnig durch Hunger und Kälte, können sie heimkehren. Doch was sie erwartet, ist eine Welt, die sich genauso endgültig verändert hat wie sie selbst.

Lesung mit Johann von Bülow
7 CDs | Laufzeit 538 min

Kai Lohnert, Literatur-Experte von Thalia:
"Stoner" fand ich wirklich klasse. Hab' das Buch auch ein paarmal verschenkt - und so ging es wohl vielen Lesern mit der Wiederentdeckung des Romans des 1994 verstorbenen Autors. Nun also eine weitere Wiederentdeckung: "Butcher's Crossing". Wo in "Stoner" der Farmersohn William Stoner die Literatur für sich entdeckt und ihr sein Leben widmet, vom Land in die Stadt geht, zieht es Will Andrews in "Buchter's Crossing" hinaus in den Wilden Westen. Ja, 1873 war er noch wild, aber der Niedergang deutet sich schon überall an. Will, Harvard-Absolvent und Emerson-Anhänger, will zurück zur Natur, einfach leben und landet im Nirgendwo. Dort lernt er einen verkrachten Abenteurer kennen, Miller, der immer noch von einer riesigen Büffelherde spricht, die er Jahre zuvor in einem versteckten Tal in den Bergen entdeckt hatte. Es scheint ein paradiesischer Ort zu sein, und der junge Will investiert in Miller und einen Treck, um er selbst zu werden, sich zu finden. Diese Selbstfindung wird allerdings ein knallharter Trip - und als die Männer das Paradies wirklich finden, tun sie alles, um es zu zerstören. Realistisch, packend, dicht - eine Parabel auch darauf, dass der Mensch das wildeste Tier von allen ist. Großartig!

JOHN WILLIAMS, geboren 1922 in Clarksville, Texas, war Literaturprofessor an der Universität Denver. Neben Gedichtbänden veröffentlichte er drei Romane: 1960 erschien 'Butcher’s Crossing', 1965 'Stoner'. Für seinen historischen Roman 'Augustus' erhielt er 1972 den National Book Award. Williams starb 1994 und zählt heute, nach seiner Wiederentdeckung, zu den literarischen Ikonen der amerikanischen Moderne.

JOHANN VON BÜLOW, geboren 1972 in München, ist ein bekannter deutscher Film- und Theaterschauspieler. Auf sein Filmdebüt 1995 an der Seite von Franka Potente in 'Nach Fünf im Urwald' folgten zahlreiche Filmrollen, darunter in 'Kokowääh', 'Der Geschmack von Apfelkernen' und 'Labyrinth des Schweigens'. Von Bülow ist zudem regelmäßig im Fernsehen zu sehen, u.a. in den Serien 'Tatort' und 'Mord mit Aussicht'.

Details

Medium

CD

Sprecher

Johann Bülow

Spieldauer

8 Stunden und 58 Minuten

Erscheinungsdatum

01.03.2015

Verlag

Der Audio Verlag

Beschreibung

Details

Medium

CD

Sprecher

Johann Bülow

Spieldauer

8 Stunden und 58 Minuten

Erscheinungsdatum

01.03.2015

Verlag

Der Audio Verlag

Anzahl

7

Hörtyp

Lesung

Übersetzer

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

9783862314911

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Gewaltiger Roman

Bewertung aus Dietikon am 19.01.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Geschichte in gewaltiger, atmosphärischer Sprache. Ein Buch das man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert.

Gewaltiger Roman

Bewertung aus Dietikon am 19.01.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Geschichte in gewaltiger, atmosphärischer Sprache. Ein Buch das man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert.

Bewertung am 23.07.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Nach Stoner wieder ein großes Leseerlebnis. 1870 bricht Will Andrews gen Westen auf. Er lässt die Aussicht auf eine glänzende Karriere hinter sich, um die "ursprüngliche Natur" zu finden. In Butchers Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, schließt er sich Männern an, die auf Büffeljagd gehen. Es beginnt eine spannende abenteuerliche Geschichte, in der wir paradiesischer Schönheit, menschlichem Wollen, Gier und Scheitern begegnen. Für mich ein Meisterwerk.

Bewertung am 23.07.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Nach Stoner wieder ein großes Leseerlebnis. 1870 bricht Will Andrews gen Westen auf. Er lässt die Aussicht auf eine glänzende Karriere hinter sich, um die "ursprüngliche Natur" zu finden. In Butchers Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, schließt er sich Männern an, die auf Büffeljagd gehen. Es beginnt eine spannende abenteuerliche Geschichte, in der wir paradiesischer Schönheit, menschlichem Wollen, Gier und Scheitern begegnen. Für mich ein Meisterwerk.

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Über Clint Eastwood und das Scheitern

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einem kleinen Nest irgendwo im Nirgendwo der Prärie versucht ein junger Student aus gutem Hause seine Erfüllung zu finden. Hierfür heuert er bei einem Trupp Büffeljäger an, deren engstirniger Anführer die Gruppe nach anfänglichen Erfolgen ins Verderben leitet. Die Stimmung des Buches scheint so wortarm wie ein Clint Eastwood Western, es wird nichts beschönigt oder glorifiziert. Es ist schmutzig, ärmlich und von einem stetigen Pessimismus geprägt. Von der Aufbruchsstimmung der frühen Siedler scheint nichts mehr übrig geblieben zu sein. Wer wilde Schießereien, Kneipenschlägereien und blutrünstige Ureinwohner erwartet ist hier fehl am Platz. Butchers Crossing ist eine Parabel über die Getriebenheit eines Menschen, über die Sehnsucht auszubrechen aber auch über das Scheitern. Der "wilde Westen" ist Geschichte und ebenso scheinen es der Drang nach Freiheit und Selbstverwirklichung zu sein. Man meint, beim Lesen stets Charles Bronsons Mundharmonikaspiel aus "Spiel mit das Lied vom Tod" zu hören, ahnt der Leser doch, das die Geschichte kein gutes Ende nimmt. Ein herausragender Spätwestern, für den man kein Fan von Winnetou sein muss!
5/5

Über Clint Eastwood und das Scheitern

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einem kleinen Nest irgendwo im Nirgendwo der Prärie versucht ein junger Student aus gutem Hause seine Erfüllung zu finden. Hierfür heuert er bei einem Trupp Büffeljäger an, deren engstirniger Anführer die Gruppe nach anfänglichen Erfolgen ins Verderben leitet. Die Stimmung des Buches scheint so wortarm wie ein Clint Eastwood Western, es wird nichts beschönigt oder glorifiziert. Es ist schmutzig, ärmlich und von einem stetigen Pessimismus geprägt. Von der Aufbruchsstimmung der frühen Siedler scheint nichts mehr übrig geblieben zu sein. Wer wilde Schießereien, Kneipenschlägereien und blutrünstige Ureinwohner erwartet ist hier fehl am Platz. Butchers Crossing ist eine Parabel über die Getriebenheit eines Menschen, über die Sehnsucht auszubrechen aber auch über das Scheitern. Der "wilde Westen" ist Geschichte und ebenso scheinen es der Drang nach Freiheit und Selbstverwirklichung zu sein. Man meint, beim Lesen stets Charles Bronsons Mundharmonikaspiel aus "Spiel mit das Lied vom Tod" zu hören, ahnt der Leser doch, das die Geschichte kein gutes Ende nimmt. Ein herausragender Spätwestern, für den man kein Fan von Winnetou sein muss!

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Der Wilde Westen als Metapher - großartig erzählt

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Will Andrews, Student in Harvard und begeisterter Anhänger von Emersons Naturphilosophie begibt sich 1870 auf einen Selbstfindungstrip in den Wilden Westen – und als Leser ahnt man schnell, das dies eigentlich nur schief gehen kann. Von diesem Scheitern schreibt John Williams auf brillante und großartige Weise, so eindringlich und berührend, das der Leser sich diesem Sog nicht entziehen kann. Wie gesagt, wir befinden uns im sogenannten Wilden Westen, und zwar in Kansas und es ist die Zeit der großen Büffeljagden. Will Andrews trifft in Butcher´s Crossing ein, einem verlassenen kleinen Nest, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Er hat ein bisschen Geld gespart, das er gerne investieren möchte, um das „wahre“ Leben kennenzulernen und wendet sich nun an Mr.McDonald, einen Büffelfellhändler, der ihm als Verbindungsmann genannt wurde. Dieser vermittelt ihn eher widerwillig, weil er schon eine dunkle Vorahnung hat, an den Büffeljäger Miller, der schnell Feuer und Flamme dafür ist, eine Expedition von Andrews finanziert, zu starten. Bald schon hat Miller alles Notwendige besorgt, einen Karren mit Ochsen, Proviant, Munition, einen Häuter namens Fred Schneider und auch sein alter stark dem Alkohol zugeneigter Freund Charley Hoge ist mit von der Partie. Währenddessen knüpft Andrews zarte Bande zu der Prostituierten Francine, die ihn in ihr Herz geschlossen hat und ihn auch nicht wirklich ziehen lassen will. Aber dann geht es doch los, in ein einsames Tal weit weg in den Bergen, in dem Miller einst eine riesige Büffelherde entdeckt hatte. Nur das dies schon zehn Jahre her ist...wird es dort immer noch Büffel geben und werden die Büffeljäger den Widrigkeiten wie Durst, Hunger und schlechtem Wetter trotzen können? John Williams hat ein leises und schlichtes Buch geschrieben, das fast beiläufig dem Menschen in seinem tiefsten Inneren nahekommt. Der Wilde Westen als Metapher, als Bild für das Leben in all seiner erbarmungslosen Wahrhaftigkeit. Nach seinem Überraschungserfolg mit „Stoner“ hat Williams endgültig bewiesen, dass er zu den Großen der Literatur zählt.
5/5

Der Wilde Westen als Metapher - großartig erzählt

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Will Andrews, Student in Harvard und begeisterter Anhänger von Emersons Naturphilosophie begibt sich 1870 auf einen Selbstfindungstrip in den Wilden Westen – und als Leser ahnt man schnell, das dies eigentlich nur schief gehen kann. Von diesem Scheitern schreibt John Williams auf brillante und großartige Weise, so eindringlich und berührend, das der Leser sich diesem Sog nicht entziehen kann. Wie gesagt, wir befinden uns im sogenannten Wilden Westen, und zwar in Kansas und es ist die Zeit der großen Büffeljagden. Will Andrews trifft in Butcher´s Crossing ein, einem verlassenen kleinen Nest, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Er hat ein bisschen Geld gespart, das er gerne investieren möchte, um das „wahre“ Leben kennenzulernen und wendet sich nun an Mr.McDonald, einen Büffelfellhändler, der ihm als Verbindungsmann genannt wurde. Dieser vermittelt ihn eher widerwillig, weil er schon eine dunkle Vorahnung hat, an den Büffeljäger Miller, der schnell Feuer und Flamme dafür ist, eine Expedition von Andrews finanziert, zu starten. Bald schon hat Miller alles Notwendige besorgt, einen Karren mit Ochsen, Proviant, Munition, einen Häuter namens Fred Schneider und auch sein alter stark dem Alkohol zugeneigter Freund Charley Hoge ist mit von der Partie. Währenddessen knüpft Andrews zarte Bande zu der Prostituierten Francine, die ihn in ihr Herz geschlossen hat und ihn auch nicht wirklich ziehen lassen will. Aber dann geht es doch los, in ein einsames Tal weit weg in den Bergen, in dem Miller einst eine riesige Büffelherde entdeckt hatte. Nur das dies schon zehn Jahre her ist...wird es dort immer noch Büffel geben und werden die Büffeljäger den Widrigkeiten wie Durst, Hunger und schlechtem Wetter trotzen können? John Williams hat ein leises und schlichtes Buch geschrieben, das fast beiläufig dem Menschen in seinem tiefsten Inneren nahekommt. Der Wilde Westen als Metapher, als Bild für das Leben in all seiner erbarmungslosen Wahrhaftigkeit. Nach seinem Überraschungserfolg mit „Stoner“ hat Williams endgültig bewiesen, dass er zu den Großen der Literatur zählt.

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