Butcher's Crossing

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Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.12.2016

Verlag

dtv

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19/12/2,2 cm

Beschreibung

Rezension

John Williams 'Butcher's Crossing' ist ein grandioser Abgesang auf den Wilden Westen. Christian Ruf Dresdner Neueste Nachrichten 20160613

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.12.2016

Verlag

dtv

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19/12/2,2 cm

Gewicht

308 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzer

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14518-3

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Einmal Amerika

Literaturlounge eu aus Gießen am 26.09.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Einmal im Monat lese ich ein Buch, welches ich sonst nie lesen würde, so wie diesmal „Butcher’s Crossing“ von John Williams. Manchmal möchte man auch mal etwas aus dem Literaturbereich lesen - ein Bereich, welcher irgendwie zu kurz kommt. Es war eine Reise in ein Land, das ich so vorher nicht greifen konnte, welches ich mir irgendwie nie vorstellen konnte. Western waren mir immer irgendwie zu plump. Die Büffeljagd ein unnötiges etwas, dem ich nie etwas abgewinnen konnte, da es für mich auch die Lebensgrundlage für die Indianer war und mir das Abschlachten wegen dem Fell unverständlich war und auch noch immer ist. Und irgendwie sind mir die kleinen Städtchen im Westen der USA auch immer zu weit weg. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dies kann nicht Ende des 19 Jahrhunderts sein. Der Western muss in einer viel früheren Zeit spielen. Es gibt also wesentlich bessere Startvoraussetzungen für ein Buch, da dies alles ist - nur nicht meins. Dies waren meine Gedanken, als ich das Buch in die Hand genommen habe. Will Andrews begibt sich also mehr oder weniger ans Ende der Welt - mitten in den Westen von Kansas in der Nähe der Grenze zu Colorado. Ich habe mich also mit Will Andrews nach Butcher’s Crossing bewegt, bin mit ihm die staubige Straße entlanggelaufen als er das erste Mal den Ort betrat. Und irgendwie hat der Ort es geschafft, mich dann auch mit aufzunehmen. Es ist nicht so, dass unwahrscheinlich viel passiert, aber man bekommt ein Gefühl für diesen Ort, auch wenn man ihn recht schnell wieder verlässt. Die Reise geht weiter ins Gebirge in die Nähe von Denver. Zumindest wird immer wieder gesagt, dass die nächste größere Stadt, von da wo Will, Schneider, Miller und Charley Hoge die Büffel jagen, Denver ist. Auf Grund der generell großen Distanzen und der damals dünnen Besiedelung ist „in der Nähe von“ schon sehr relativ zu sehen. Man fühlt sich so in die Personen ein, dass man selber meint, durch die Hitze der Reise nahe am Verdursten zu sein und spürt ihre verzweifelte Suche nach dem Tal. Man erlebt den Blutdurst nach Büffelblut teilweise so plastisch, dass man das Gefühl hat, dass das Blut an dem eigenen Körper klebt. Später erfährt man, wie es ist, wenn man nicht den richtigen Zeitpunkt für den Absprung schafft und mitten im Winter in den Rockies festsitzt. Es war eines der Bücher, wobei mir immer wieder heiß und kalt wird. Es sterben nicht nur die Büffel, sondern auch Menschen. Es wird nicht viel gesprochen, aber doch viel ausgesagt. Es ist auch ein Roman, der viele Fragen beantwortet ohne sie zu stellen. Ich habe mich sehr oft beim Nachdenken erwischt. Für mich ist es eine Perle der Literatur mit einer Vielschichtigkeit in den Personen, wie ich es selten erlebt habe. Für mich ist es ein Buch, welches ich vielleicht noch einmal in die Hand nehmen werde, da es sicherlich noch einen zweiten Blick wert ist. Man kann vielleicht noch etwas aus dem Buch ziehen, was ich jetzt möglicher Weise noch nicht gesehen hat. Es ist einfach schade, dass dieser Autor erst nach seinem Tod so richtig entdeckt wurde. Ich werde auf alle Fälle noch „Stoner“ und „Augustus“ lesen, die auch von John Williams sind. Mich hat der Roman auf noch viel viel mehr neugierig gemacht.

Einmal Amerika

Literaturlounge eu aus Gießen am 26.09.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Einmal im Monat lese ich ein Buch, welches ich sonst nie lesen würde, so wie diesmal „Butcher’s Crossing“ von John Williams. Manchmal möchte man auch mal etwas aus dem Literaturbereich lesen - ein Bereich, welcher irgendwie zu kurz kommt. Es war eine Reise in ein Land, das ich so vorher nicht greifen konnte, welches ich mir irgendwie nie vorstellen konnte. Western waren mir immer irgendwie zu plump. Die Büffeljagd ein unnötiges etwas, dem ich nie etwas abgewinnen konnte, da es für mich auch die Lebensgrundlage für die Indianer war und mir das Abschlachten wegen dem Fell unverständlich war und auch noch immer ist. Und irgendwie sind mir die kleinen Städtchen im Westen der USA auch immer zu weit weg. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dies kann nicht Ende des 19 Jahrhunderts sein. Der Western muss in einer viel früheren Zeit spielen. Es gibt also wesentlich bessere Startvoraussetzungen für ein Buch, da dies alles ist - nur nicht meins. Dies waren meine Gedanken, als ich das Buch in die Hand genommen habe. Will Andrews begibt sich also mehr oder weniger ans Ende der Welt - mitten in den Westen von Kansas in der Nähe der Grenze zu Colorado. Ich habe mich also mit Will Andrews nach Butcher’s Crossing bewegt, bin mit ihm die staubige Straße entlanggelaufen als er das erste Mal den Ort betrat. Und irgendwie hat der Ort es geschafft, mich dann auch mit aufzunehmen. Es ist nicht so, dass unwahrscheinlich viel passiert, aber man bekommt ein Gefühl für diesen Ort, auch wenn man ihn recht schnell wieder verlässt. Die Reise geht weiter ins Gebirge in die Nähe von Denver. Zumindest wird immer wieder gesagt, dass die nächste größere Stadt, von da wo Will, Schneider, Miller und Charley Hoge die Büffel jagen, Denver ist. Auf Grund der generell großen Distanzen und der damals dünnen Besiedelung ist „in der Nähe von“ schon sehr relativ zu sehen. Man fühlt sich so in die Personen ein, dass man selber meint, durch die Hitze der Reise nahe am Verdursten zu sein und spürt ihre verzweifelte Suche nach dem Tal. Man erlebt den Blutdurst nach Büffelblut teilweise so plastisch, dass man das Gefühl hat, dass das Blut an dem eigenen Körper klebt. Später erfährt man, wie es ist, wenn man nicht den richtigen Zeitpunkt für den Absprung schafft und mitten im Winter in den Rockies festsitzt. Es war eines der Bücher, wobei mir immer wieder heiß und kalt wird. Es sterben nicht nur die Büffel, sondern auch Menschen. Es wird nicht viel gesprochen, aber doch viel ausgesagt. Es ist auch ein Roman, der viele Fragen beantwortet ohne sie zu stellen. Ich habe mich sehr oft beim Nachdenken erwischt. Für mich ist es eine Perle der Literatur mit einer Vielschichtigkeit in den Personen, wie ich es selten erlebt habe. Für mich ist es ein Buch, welches ich vielleicht noch einmal in die Hand nehmen werde, da es sicherlich noch einen zweiten Blick wert ist. Man kann vielleicht noch etwas aus dem Buch ziehen, was ich jetzt möglicher Weise noch nicht gesehen hat. Es ist einfach schade, dass dieser Autor erst nach seinem Tod so richtig entdeckt wurde. Ich werde auf alle Fälle noch „Stoner“ und „Augustus“ lesen, die auch von John Williams sind. Mich hat der Roman auf noch viel viel mehr neugierig gemacht.

Gewaltiger Roman

Bewertung aus Dietikon am 19.01.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Geschichte in gewaltiger, atmosphärischer Sprache. Ein Buch das man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert.

Gewaltiger Roman

Bewertung aus Dietikon am 19.01.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Geschichte in gewaltiger, atmosphärischer Sprache. Ein Buch das man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert.

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5/5

Über Clint Eastwood und das Scheitern

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einem kleinen Nest irgendwo im Nirgendwo der Prärie versucht ein junger Student aus gutem Hause seine Erfüllung zu finden. Hierfür heuert er bei einem Trupp Büffeljäger an, deren engstirniger Anführer die Gruppe nach anfänglichen Erfolgen ins Verderben leitet. Die Stimmung des Buches scheint so wortarm wie ein Clint Eastwood Western, es wird nichts beschönigt oder glorifiziert. Es ist schmutzig, ärmlich und von einem stetigen Pessimismus geprägt. Von der Aufbruchsstimmung der frühen Siedler scheint nichts mehr übrig geblieben zu sein. Wer wilde Schießereien, Kneipenschlägereien und blutrünstige Ureinwohner erwartet ist hier fehl am Platz. Butchers Crossing ist eine Parabel über die Getriebenheit eines Menschen, über die Sehnsucht auszubrechen aber auch über das Scheitern. Der "wilde Westen" ist Geschichte und ebenso scheinen es der Drang nach Freiheit und Selbstverwirklichung zu sein. Man meint, beim Lesen stets Charles Bronsons Mundharmonikaspiel aus "Spiel mit das Lied vom Tod" zu hören, ahnt der Leser doch, das die Geschichte kein gutes Ende nimmt. Ein herausragender Spätwestern, für den man kein Fan von Winnetou sein muss!
5/5

Über Clint Eastwood und das Scheitern

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einem kleinen Nest irgendwo im Nirgendwo der Prärie versucht ein junger Student aus gutem Hause seine Erfüllung zu finden. Hierfür heuert er bei einem Trupp Büffeljäger an, deren engstirniger Anführer die Gruppe nach anfänglichen Erfolgen ins Verderben leitet. Die Stimmung des Buches scheint so wortarm wie ein Clint Eastwood Western, es wird nichts beschönigt oder glorifiziert. Es ist schmutzig, ärmlich und von einem stetigen Pessimismus geprägt. Von der Aufbruchsstimmung der frühen Siedler scheint nichts mehr übrig geblieben zu sein. Wer wilde Schießereien, Kneipenschlägereien und blutrünstige Ureinwohner erwartet ist hier fehl am Platz. Butchers Crossing ist eine Parabel über die Getriebenheit eines Menschen, über die Sehnsucht auszubrechen aber auch über das Scheitern. Der "wilde Westen" ist Geschichte und ebenso scheinen es der Drang nach Freiheit und Selbstverwirklichung zu sein. Man meint, beim Lesen stets Charles Bronsons Mundharmonikaspiel aus "Spiel mit das Lied vom Tod" zu hören, ahnt der Leser doch, das die Geschichte kein gutes Ende nimmt. Ein herausragender Spätwestern, für den man kein Fan von Winnetou sein muss!

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Der Wilde Westen als Metapher - großartig erzählt

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Will Andrews, Student in Harvard und begeisterter Anhänger von Emersons Naturphilosophie begibt sich 1870 auf einen Selbstfindungstrip in den Wilden Westen – und als Leser ahnt man schnell, das dies eigentlich nur schief gehen kann. Von diesem Scheitern schreibt John Williams auf brillante und großartige Weise, so eindringlich und berührend, das der Leser sich diesem Sog nicht entziehen kann. Wie gesagt, wir befinden uns im sogenannten Wilden Westen, und zwar in Kansas und es ist die Zeit der großen Büffeljagden. Will Andrews trifft in Butcher´s Crossing ein, einem verlassenen kleinen Nest, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Er hat ein bisschen Geld gespart, das er gerne investieren möchte, um das „wahre“ Leben kennenzulernen und wendet sich nun an Mr.McDonald, einen Büffelfellhändler, der ihm als Verbindungsmann genannt wurde. Dieser vermittelt ihn eher widerwillig, weil er schon eine dunkle Vorahnung hat, an den Büffeljäger Miller, der schnell Feuer und Flamme dafür ist, eine Expedition von Andrews finanziert, zu starten. Bald schon hat Miller alles Notwendige besorgt, einen Karren mit Ochsen, Proviant, Munition, einen Häuter namens Fred Schneider und auch sein alter stark dem Alkohol zugeneigter Freund Charley Hoge ist mit von der Partie. Währenddessen knüpft Andrews zarte Bande zu der Prostituierten Francine, die ihn in ihr Herz geschlossen hat und ihn auch nicht wirklich ziehen lassen will. Aber dann geht es doch los, in ein einsames Tal weit weg in den Bergen, in dem Miller einst eine riesige Büffelherde entdeckt hatte. Nur das dies schon zehn Jahre her ist...wird es dort immer noch Büffel geben und werden die Büffeljäger den Widrigkeiten wie Durst, Hunger und schlechtem Wetter trotzen können? John Williams hat ein leises und schlichtes Buch geschrieben, das fast beiläufig dem Menschen in seinem tiefsten Inneren nahekommt. Der Wilde Westen als Metapher, als Bild für das Leben in all seiner erbarmungslosen Wahrhaftigkeit. Nach seinem Überraschungserfolg mit „Stoner“ hat Williams endgültig bewiesen, dass er zu den Großen der Literatur zählt.
5/5

Der Wilde Westen als Metapher - großartig erzählt

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Will Andrews, Student in Harvard und begeisterter Anhänger von Emersons Naturphilosophie begibt sich 1870 auf einen Selbstfindungstrip in den Wilden Westen – und als Leser ahnt man schnell, das dies eigentlich nur schief gehen kann. Von diesem Scheitern schreibt John Williams auf brillante und großartige Weise, so eindringlich und berührend, das der Leser sich diesem Sog nicht entziehen kann. Wie gesagt, wir befinden uns im sogenannten Wilden Westen, und zwar in Kansas und es ist die Zeit der großen Büffeljagden. Will Andrews trifft in Butcher´s Crossing ein, einem verlassenen kleinen Nest, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Er hat ein bisschen Geld gespart, das er gerne investieren möchte, um das „wahre“ Leben kennenzulernen und wendet sich nun an Mr.McDonald, einen Büffelfellhändler, der ihm als Verbindungsmann genannt wurde. Dieser vermittelt ihn eher widerwillig, weil er schon eine dunkle Vorahnung hat, an den Büffeljäger Miller, der schnell Feuer und Flamme dafür ist, eine Expedition von Andrews finanziert, zu starten. Bald schon hat Miller alles Notwendige besorgt, einen Karren mit Ochsen, Proviant, Munition, einen Häuter namens Fred Schneider und auch sein alter stark dem Alkohol zugeneigter Freund Charley Hoge ist mit von der Partie. Währenddessen knüpft Andrews zarte Bande zu der Prostituierten Francine, die ihn in ihr Herz geschlossen hat und ihn auch nicht wirklich ziehen lassen will. Aber dann geht es doch los, in ein einsames Tal weit weg in den Bergen, in dem Miller einst eine riesige Büffelherde entdeckt hatte. Nur das dies schon zehn Jahre her ist...wird es dort immer noch Büffel geben und werden die Büffeljäger den Widrigkeiten wie Durst, Hunger und schlechtem Wetter trotzen können? John Williams hat ein leises und schlichtes Buch geschrieben, das fast beiläufig dem Menschen in seinem tiefsten Inneren nahekommt. Der Wilde Westen als Metapher, als Bild für das Leben in all seiner erbarmungslosen Wahrhaftigkeit. Nach seinem Überraschungserfolg mit „Stoner“ hat Williams endgültig bewiesen, dass er zu den Großen der Literatur zählt.

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