Butcher's Crossing

Butcher's Crossing

Roman

Buch (Taschenbuch)

10,90 € inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung


Ein überwältigender Roman über die Zerbrechlichkeit von Menschlichkeit und Würde.

Es ist um 1870, als Will Andrews der Aussicht  auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung  Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer »ursprünglichen Beziehung zur Natur«.

In Butcher’s Crossing, einem kleinen entlegenen Städtchen in Kansas, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten: Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von  paradiesischer Schönheit. Doch statt von Ehrfurcht  werden sie von Gier ergriffen – und entfesseln eine Tragödie.

Ein Roman darüber, wie man im Leben verliert und was man dadurch gewinnen kann.

John Williams 'Butcher's Crossing' ist ein grandioser Abgesang auf den Wilden Westen. Christian Ruf Dresdner Neueste Nachrichten 20160613

John Edward Williams (1922 -1994) wuchs im Nordosten von Texas auf. Er besuchte das örtliche College und arbeitete dann als Journalist. 1942 meldete er sich widerstrebend, jedoch als Freiwilliger zu den United States Army Air Forces und schrieb in der Zeit seines Einsatzes in Burma seinen ersten Roman. Nach dem Krieg ging er nach Denver, 1950 Masterabschluss des Studiums Englische Literatur. Er erhielt zunächst einen Lehrauftrag an der Universität Missouri. 1954 kehrte er zurück an die Universität Denver, wo er bis zu seiner Emeritierung Creative Writing und Englische Literatur lehrte.
Williams war vier Mal verheiratet und Vater von drei Kindern. Er verfasste fünf Romane (der letzte blieb unvollendet) und Poesie. John Williams wurde zu Lebzeiten zwar gelesen, erlangte aber keine Berühmtheit. Dank seiner Wiederentdeckung durch Edwin Frank, der 1999 die legendäre Reihe ›New York Book Review Classics‹ begründete, zählt er heute weltweit zu den Ikonen der klassischen amerikanischen Moderne.
 .
Bernhard Robben, geb. 1955, lebt in Brunne/Brandenburg und übersetzt aus dem Englischen, u. a. Salman Rushdie, Peter Carey, Ian McEwan, John Williams, Patricia Highsmith und Philip Roth. 2003 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet, 2013 mit dem Ledig-Rowohlt-Preis für sein Lebenswerk geehrt.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.12.2016

Verlag

dtv

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19/12/2,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.12.2016

Verlag

dtv

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19/12/2,2 cm

Gewicht

308 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzer

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14518-3

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Gewaltiger Roman

Bewertung aus Dietikon am 19.01.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Geschichte in gewaltiger, atmosphärischer Sprache. Ein Buch das man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert.

Gewaltiger Roman

Bewertung aus Dietikon am 19.01.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Geschichte in gewaltiger, atmosphärischer Sprache. Ein Buch das man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert.

Bewertung aus Berlin am 10.08.2017

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein spannender Abenteuerroman in der Tradition von Jack London oder Josef Conrad mit großartigen Naturbeschreibungen unbedingt lesenswert!

Bewertung aus Berlin am 10.08.2017
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein spannender Abenteuerroman in der Tradition von Jack London oder Josef Conrad mit großartigen Naturbeschreibungen unbedingt lesenswert!

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Butcher's Crossing

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Über Clint Eastwood und das Scheitern

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einem kleinen Nest irgendwo im Nirgendwo der Prärie versucht ein junger Student aus gutem Hause seine Erfüllung zu finden. Hierfür heuert er bei einem Trupp Büffeljäger an, deren engstirniger Anführer die Gruppe nach anfänglichen Erfolgen ins Verderben leitet. Die Stimmung des Buches scheint so wortarm wie ein Clint Eastwood Western, es wird nichts beschönigt oder glorifiziert. Es ist schmutzig, ärmlich und von einem stetigen Pessimismus geprägt. Von der Aufbruchsstimmung der frühen Siedler scheint nichts mehr übrig geblieben zu sein. Wer wilde Schießereien, Kneipenschlägereien und blutrünstige Ureinwohner erwartet ist hier fehl am Platz. Butchers Crossing ist eine Parabel über die Getriebenheit eines Menschen, über die Sehnsucht auszubrechen aber auch über das Scheitern. Der "wilde Westen" ist Geschichte und ebenso scheinen es der Drang nach Freiheit und Selbstverwirklichung zu sein. Man meint, beim Lesen stets Charles Bronsons Mundharmonikaspiel aus "Spiel mit das Lied vom Tod" zu hören, ahnt der Leser doch, das die Geschichte kein gutes Ende nimmt. Ein herausragender Spätwestern, für den man kein Fan von Winnetou sein muss!
5/5

Über Clint Eastwood und das Scheitern

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einem kleinen Nest irgendwo im Nirgendwo der Prärie versucht ein junger Student aus gutem Hause seine Erfüllung zu finden. Hierfür heuert er bei einem Trupp Büffeljäger an, deren engstirniger Anführer die Gruppe nach anfänglichen Erfolgen ins Verderben leitet. Die Stimmung des Buches scheint so wortarm wie ein Clint Eastwood Western, es wird nichts beschönigt oder glorifiziert. Es ist schmutzig, ärmlich und von einem stetigen Pessimismus geprägt. Von der Aufbruchsstimmung der frühen Siedler scheint nichts mehr übrig geblieben zu sein. Wer wilde Schießereien, Kneipenschlägereien und blutrünstige Ureinwohner erwartet ist hier fehl am Platz. Butchers Crossing ist eine Parabel über die Getriebenheit eines Menschen, über die Sehnsucht auszubrechen aber auch über das Scheitern. Der "wilde Westen" ist Geschichte und ebenso scheinen es der Drang nach Freiheit und Selbstverwirklichung zu sein. Man meint, beim Lesen stets Charles Bronsons Mundharmonikaspiel aus "Spiel mit das Lied vom Tod" zu hören, ahnt der Leser doch, das die Geschichte kein gutes Ende nimmt. Ein herausragender Spätwestern, für den man kein Fan von Winnetou sein muss!

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Der Wilde Westen als Metapher - großartig erzählt

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Will Andrews, Student in Harvard und begeisterter Anhänger von Emersons Naturphilosophie begibt sich 1870 auf einen Selbstfindungstrip in den Wilden Westen – und als Leser ahnt man schnell, das dies eigentlich nur schief gehen kann. Von diesem Scheitern schreibt John Williams auf brillante und großartige Weise, so eindringlich und berührend, das der Leser sich diesem Sog nicht entziehen kann. Wie gesagt, wir befinden uns im sogenannten Wilden Westen, und zwar in Kansas und es ist die Zeit der großen Büffeljagden. Will Andrews trifft in Butcher´s Crossing ein, einem verlassenen kleinen Nest, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Er hat ein bisschen Geld gespart, das er gerne investieren möchte, um das „wahre“ Leben kennenzulernen und wendet sich nun an Mr.McDonald, einen Büffelfellhändler, der ihm als Verbindungsmann genannt wurde. Dieser vermittelt ihn eher widerwillig, weil er schon eine dunkle Vorahnung hat, an den Büffeljäger Miller, der schnell Feuer und Flamme dafür ist, eine Expedition von Andrews finanziert, zu starten. Bald schon hat Miller alles Notwendige besorgt, einen Karren mit Ochsen, Proviant, Munition, einen Häuter namens Fred Schneider und auch sein alter stark dem Alkohol zugeneigter Freund Charley Hoge ist mit von der Partie. Währenddessen knüpft Andrews zarte Bande zu der Prostituierten Francine, die ihn in ihr Herz geschlossen hat und ihn auch nicht wirklich ziehen lassen will. Aber dann geht es doch los, in ein einsames Tal weit weg in den Bergen, in dem Miller einst eine riesige Büffelherde entdeckt hatte. Nur das dies schon zehn Jahre her ist...wird es dort immer noch Büffel geben und werden die Büffeljäger den Widrigkeiten wie Durst, Hunger und schlechtem Wetter trotzen können? John Williams hat ein leises und schlichtes Buch geschrieben, das fast beiläufig dem Menschen in seinem tiefsten Inneren nahekommt. Der Wilde Westen als Metapher, als Bild für das Leben in all seiner erbarmungslosen Wahrhaftigkeit. Nach seinem Überraschungserfolg mit „Stoner“ hat Williams endgültig bewiesen, dass er zu den Großen der Literatur zählt.
5/5

Der Wilde Westen als Metapher - großartig erzählt

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Will Andrews, Student in Harvard und begeisterter Anhänger von Emersons Naturphilosophie begibt sich 1870 auf einen Selbstfindungstrip in den Wilden Westen – und als Leser ahnt man schnell, das dies eigentlich nur schief gehen kann. Von diesem Scheitern schreibt John Williams auf brillante und großartige Weise, so eindringlich und berührend, das der Leser sich diesem Sog nicht entziehen kann. Wie gesagt, wir befinden uns im sogenannten Wilden Westen, und zwar in Kansas und es ist die Zeit der großen Büffeljagden. Will Andrews trifft in Butcher´s Crossing ein, einem verlassenen kleinen Nest, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Er hat ein bisschen Geld gespart, das er gerne investieren möchte, um das „wahre“ Leben kennenzulernen und wendet sich nun an Mr.McDonald, einen Büffelfellhändler, der ihm als Verbindungsmann genannt wurde. Dieser vermittelt ihn eher widerwillig, weil er schon eine dunkle Vorahnung hat, an den Büffeljäger Miller, der schnell Feuer und Flamme dafür ist, eine Expedition von Andrews finanziert, zu starten. Bald schon hat Miller alles Notwendige besorgt, einen Karren mit Ochsen, Proviant, Munition, einen Häuter namens Fred Schneider und auch sein alter stark dem Alkohol zugeneigter Freund Charley Hoge ist mit von der Partie. Währenddessen knüpft Andrews zarte Bande zu der Prostituierten Francine, die ihn in ihr Herz geschlossen hat und ihn auch nicht wirklich ziehen lassen will. Aber dann geht es doch los, in ein einsames Tal weit weg in den Bergen, in dem Miller einst eine riesige Büffelherde entdeckt hatte. Nur das dies schon zehn Jahre her ist...wird es dort immer noch Büffel geben und werden die Büffeljäger den Widrigkeiten wie Durst, Hunger und schlechtem Wetter trotzen können? John Williams hat ein leises und schlichtes Buch geschrieben, das fast beiläufig dem Menschen in seinem tiefsten Inneren nahekommt. Der Wilde Westen als Metapher, als Bild für das Leben in all seiner erbarmungslosen Wahrhaftigkeit. Nach seinem Überraschungserfolg mit „Stoner“ hat Williams endgültig bewiesen, dass er zu den Großen der Literatur zählt.

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