Michelle Halbheer wuchs bei einer schwer drogenabhängigen Mutter auf, die Ende der Achtzigerjahre auf dem Zürcher Platzspitz verkehrte, der als »Needle Park« traurige internationale Berühmtheit erlangte. Ihre Kindheit überlebte sie nur knapp. Mit ihrem Buch möchte Michelle Halbheer auf das Schicksal der vergessenen Kinder aufmerksam machen, denn das Problem ist aktueller denn je: In Deutschland leben gegenwärtig vierzig- bis sechzigtausend Mädchen und Jungen in Familien, in denen zumindest ein Elternteil harte Drogen konsumiert. In der Schweiz spricht man von rund viertausend Kindern. Hilfe bekommen die wenigsten. Michelle Halbheer sagt: »Christiane F. wurde ihr Sohn weggenommen. Ein Glück, das viele andere Kinder nicht haben.«
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Kreuzlingen
5/5
08.03.2020
eBook (ePUB)
Traurig und doch spannend.
Michelle erzählt ihre Geschichte sehr autentisch und glaubwürdig. So traurig die Geschichte auch ist, weckt sie doch auch Hoffnung für alle, die in einer problematischen Familie leben. Mögen alle Betroffenen Hilfe und Kraft finden, den vorgezeichneten Weg der Hoffnungslosigkeit zu verlassen und ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Michelle hat es versucht und ich wünsche ihr, dass sie es auch weiterhin schafft und ein gutes Leben hat.
Bewertung
aus Eschlikon TG
5/5
12.02.2020
eBook (ePUB)
Sehr spannendes Buch
Habe zuerst den Film gesehen und dann das Buch gelesen.
Viele Informationen fehlten mir nach dem Film, diese habe ich mir vom Buch erhofft und auch gefunden.
Bewertung
aus Zürich
5/5
10.02.2020
eBook (ePUB)
Platzspitzbaby
Ein interessantes und sehr berührendes Buch das ans Herz geht. Kann ich sehr empfehlen.
Bewertung
aus Bäretswil
4/5
13.02.2020
eBook (ePUB)
Tragische Geschichte
Das Buch geht im Vergleich zum Film mehr in die Tiefe. Ich fand die Geschichte spannend, aber auch sehr erdrückend. Wirklich erstaunlich, was im Zürich der 80er- und 90er-Jahre passiert ist. Ein weiteres Buch, dass ich beim Recherchieren zum Thema gefunden habe und empfehlen kann, ist "Zurück in die Zukunft - Monikas Weg aus der Drogensucht". Fand beide Bücher absolut lesenswert!
Renate Isabella
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
04.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine Geschichte die einen betroffen und sprachlos macht
Dieses Buch habe ich in kürzester Zeit durchgelesen. Nicht, weil es leicht ist. Im Gegenteil. Es ist hart, traurig und stellenweise kaum auszuhalten. Aber es lässt einen nicht mehr los.
Michelle Halbheer erzählt in ihrer Autobiografie von einer Kindheit, die durch die Drogensucht ihrer Mutter geprägt war. Nach der Scheidung der Eltern kommt sie mit knapp zehn Jahren zur Mutter, die heroin- und kokainabhängig ist und zur sogenannten Platzspitz-Generation gehört. Der Zürcher Platzspitz, damals international als „Needle Park“ bekannt, war Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre ein trauriges Symbol der offenen Drogenszene in Zürich.
Was Michelle erlebt, ist schwer zu fassen. Sie ist als Kind auf Gedeih und Verderb von ihrer drogenabhängigen Mutter abhängig. Vernachlässigung, Angst, Unsicherheit, Überforderung. Und dazu Behörden, Ärzte, Polizei und Erwachsene, die wegschauten oder zumindest mit der damaligen Situation völlig überfordert waren. Dass Michelle diese Kindheit überlebt hat, grenzt für mich fast an ein Wunder.
Besonders stark fand ich, dass hier nicht wieder nur über Drogenabhängige geschrieben wird, sondern über ein Kind, das mitten in dieser Misere aufwächst. Über die offene Drogenszene in Zürich wurde viel berichtet. Über die Süchtigen, über den Platzspitz, über die Politik. Aber über die Kinder wurde viel zu wenig gesprochen. Genau das macht dieses Buch so wichtig.
Mich hat das persönlich sehr getroffen. Ich war in dieser Zeit indirekt betroffen, durch ein drogenabhängiges Familienmitglied. Dass aber auch kleine Kinder in solchen Verhältnissen lebten, war mir in dieser Form nicht bewusst. Es hat mich schockiert. Und es hat mir nochmals gezeigt, wie viele Kinder damals einfach mitgelitten haben, ohne gesehen zu werden.
Michelle schreibt direkt, ungefiltert und ohne sich zu schonen. Man spürt, dass sie nicht Mitleid will, sondern sichtbar machen möchte, was Kindern aus Suchtfamilien passieren kann, wenn niemand hinschaut. Sie gibt diesen vergessenen Kindern eine Stimme.
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