• Produktbild: Das Spinnennetz
  • Produktbild: Das Spinnennetz

Das Spinnennetz Roman

3

4,30 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.08.2015

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

84

Maße (L/B/H)

22/15,5/0,7 cm

Gewicht

148 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8430-7684-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.08.2015

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

84

Maße (L/B/H)

22/15,5/0,7 cm

Gewicht

148 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8430-7684-5

Herstelleradresse


Email: info@bod.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    5/5

    02.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Der Weg zum Faschismus war erkennbar

    Joseph Roth beschreibt in seinem Roman "Das Spinnennetz" anhand der Figur des Theodor Lohse, einem desillusionierten Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg, den Nährboden des Faschismus. Aus seiner Analyse der Nachkriegssituation entwickelt er eine bestechende Vision auf den Nationalsozialismus in Deutschland. War die Entwicklung zur Diktatur vorhersehbar? Theodor Lohse fällt der Wiedereinstieg ins zivile Leben schwer. Seine Familie hätte ihn lieber als toten Kriegshelden gesehen, statt als abgehalfterten Leutnant. Er ist unzufrieden, weil er die strenge und gerechte Ordnung der Armee vermisst, in der Intelligenz und Vermögen keine Rolle spielen. Als nur mäßig Begabter aber von Ehrgeiz Getriebener, sucht er Orientierung. Er träumt von der Macht. Bei einem Spaziergang durch die Straßen blickt er bedächtig auf ein Plakat von General Ludendorf. Er schreibt einen ehrerbietigen Brief an Ludendorf und erhält auch eine Antwort. Sein Selbstwertgefühl steigt. Lohse wird Mitglied einer zweifelhaften nationalistischen Geheimorganisation, in der Befehl und Gehorsam zur ersten Pflicht gehören. Er nimmt die neue Rolle an und kündigt seinen Job. Allmählich entwickelt sich Lohse vom potenziellen zum realen Täter. So mischt er sich unter eine Gruppe von Sozialisten, die er für vaterlandslose Gesellen hält und verrät diese nach einem Anschlag. Lohse ist stolz auf sich. Für seine Karriere ist ihm jedes Mittel recht. Die Führerhörigkeit wird besonders deutlich, als er die Bemerkung des Chefs der Geheimorganisation "Vielleicht stirbt Klitsche", in die Tat umsetzt. Lohse wird zum Mörder und avanciert durch Tatsachenverdrehung zum Held. Als Folge seiner Taten leidet er unter Verfolgungswahn. Mit Aufsätzen für den "Nationalen Beobachter" und Schuldzuweisungen gegenüber den Juden und Kommunisten will er diesen kompensieren. Er wird Mitglied der nationalsozialistischen Partei, die ihn umgarnt. In einer konspirativen Aktion gegen kommunistische Arbeiter kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen. Die Nationalsozialisten siegen. Die Zeitungen berichten über Straßenkämpfe und den Sieg der Ordnung. Lohses Aktivitäten bei dieser nationalen Erhebung werden besonders herausgestellt und sein gesellschaftliches Ansehen wächst. Er wird "Chef des Sicherheitswesens" und verhaftet Andersdenkende. Wie verhalten sich die Mitläufer? Deren Psychogramm beschreibt Roth perfekt in einer kleinen Szene in einer Bar: "Eine paar Kameraden seine Gruppe umschmeichelten ihn, machten ihm Platz in der Mitte, sahen ihm auf den Mund und – erkannten sie an den ersten Sätzen, dass es eine lustige Geschichte würde, dann lachten sie und waren erschüttert von Theodors Humor." Der Schluss der Geschichte lässt eine düstere Zukunft erahnen. Nahm Roth die Wirklichkeit vorweg? Der Roman enthält eine profunde Charakterstudie der Täter und Mitläufer des Nationalsozialismus. Der Name Hitler taucht auf und Roth ahnt Anfang der 1920er Jahre, dass von ihm eine große Gefahr ausgeht. Seine Vision ist düster, wird aber vom realen Nationalsozialismus bei weitem übertroffen.

  • Polar

    aus Aachen

    5/5

    08.12.2007

    Buch (Taschenbuch)

    Deutschland, Deutschland

    Wie entwurzelt die Soldaten aus dem ersten Weltkrieg zurückkehrten, wie sie zur leichten Beute von Rechtsradikalen wurden, beschreibt Joseph Roth in seinem meisterhaften Roman Das Spinnennetz. Sein Erscheinungsdatum weist fast prophetisch in die düstere Zukunft, die Deutschland im Dritten Reich erwartete. Wer sich heute fragt, wie es in diesem Land soweit hat kommen können, sollte Das Spinnennetz lesen. Der Riss, der nach dem ersten Weltkrieg sich durch Deutschland zog, und führte zu Kämpfen, in denen sich Gruppierungen und politische Parteien voller Haß begegneten. Die Rollen waren fest verteilt und die jeweilig andere Seite die Ausgeburt des Bösen. Wer wollte da abseits stehen? Nach der Entwurzelung des Kriegs keine neue Heimat finden? In der Person des Soldaten Lohse warnt Roth vor dem heraufziehenden Faschismus, deren Bodensatz die Enttäuschung, die Erniedrigung ihn zu einem Mitläufer vorherbestimmt. Diese Gefahr besteht zu allen Zeiten. Auch wenn die Geschichte uns eines Besseren belehren sollte. Damit wir das nicht vergessen, sollten wir immer wieder zu Büchern wie Das Spinnennetz von Joseph Roth greifen.

  • buchwürmchen

    aus reutlingen

    3/5

    05.11.2014

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als ich mir das Buch besorgte,…

    Als ich mir das Buch besorgte, wurde ich belächelt, den Joseph Roth wird heute nicht mehr gelesen. Persönlich finde ich es schade, denn für mich war und bleibt er einer der ganz Großen der deutschen Literatur auch wenn „Das Spinnennetz“ nicht unbedingt zu seinen großen Werken zählt. Das Buch ähnelt einem Experiment, so wollte Roth die Reaktion der Leserschaft in Erfahrung bringen. Auch ist es nur sehr kurz gehalten, doch voller prophetischer Weisheiten. Der Roman beginnt mit der Darstellung des rechtsnationalen Leutnant Theodor Lohse und dessen Bestimmung in der heraufziehenden faschistischen Bewegung. Aufgrund der Niederlage nach dem ersten Weltkrieg, war das Land zerrissen, voller Hass und politische Machtkämpfe erschütterten das Volk. Die Rollen wurden neu verteilt und nach kurzer Zeit fest definiert, die „Anderen“ waren immer die Bösen. Alle zogen mit, denn nach dem ohnmächtigen Gefühl der Heimatlosigkeit, wollte jeder seinen Platz in der Gesellschaft festigen. Nach gut 2/3 der Erzählung, wendet Roth plötzlich sein ganzes Interesse dem polnischen Juden Benjamin Lenz zu, der überall mitmischt und als Gegenspieler Lohse Gestalt annimmt. Doch dann endet der Roman plötzlich, fast schmerzlich vermisst man noch jede menge Antworten, die natürlich im Nachhinein von den Geschichtsbüchern gegeben werden, dennoch, ich hätte sie gern von Herrn Roth bekommen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

0

3

1

2

0

1

0

Bewertungen (3)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    13.11.2023

    Hörbuch-Download

    Umwerfend.

    Umwerfend. Joseph Roth erzählt hier von einem Mann, der heimgekehrt aus dem 1. Weltkrieg, im Alltag keinen Halt findet und sich zweifelhaften Organisationen zuwendet. Um zu überleben. Er verstrickt sich in Verbrechen und Spionage und steht beispielhaft für das, was droht, wenn demokratische Kräfte versagen. Großartig vorgetragen von Ulrich Matthes, der diesem Roman eine Wucht verleiht, die unter die Haut geht.

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Das Spinnennetz
  • Produktbild: Das Spinnennetz