In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von "Ecosphere 2" verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität - auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn - und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
Bewertung
5/5
11.03.2019
Buch (Taschenbuch)
Unterschwelig bissig, ironisch und zynisch!
Für alle T.C. Boyle Fans ist dieses Buch natürlich ein Muss. Auf unterhaltsame aber auch ehrliche Weise beschreibt T.C. Boyle was passiert wenn 8 Menschen in einem künstlichem Ökosystem zusammenleben. Erstrecht unter dem Fokus der Medien ist Missgunst, Neid und Eifersucht vorprogrammiert. Trotz der vorhersehbaren Geschichte bleibt das Buch spannend bis zum Schluss.
Kerstin Irouschek
5/5
11.08.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Brilliant geschrieben!
"Die Terranauten" von T.C. Boyle beruht teilweise auf wahren Begebenheiten aus den 90er-Jahren:
Eine Crew von 4 Männern und vier Frauen soll 2 Jahre in einem in sich abgeschlossenen Ökosystem ("Ecosphere 2") autark überleben.
Besonders gut hat mir die abwechselnde Erzählweise der Protagonisten gefallen, so konnte die Geschichte aus vielen Blickwinkeln erzählt werden.
Außerdem werden die zwischenmenschlichen Beziehungen auf eine harte Probe gestellt, was zusätzliche Spannung (im wahrsten Sinne) erzeugt.
Bewertung
5/5
29.08.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Überleben in anderen Welten...
...scheint am allzu menschlichen zu scheitern. Lange bereiten Sie sich vor. Jeder der auserwählten Wissenschaftler hofft, beim nächsten Team-Wechsel dabei zu sein. Die Kriterien und Anforderungen an die Probanden sind hart. Sie alle wollen in die "Ökosphäre" einem autarken abgeschotteten, sich selbst erhaltenden Lebensraum, um, in Vorbereitung einer geplanten Marsmission, die Bedingungen für ein Überleben in extraterrestrischen Welten zu proben. Sie müssen Nahrung anbauen, gewisse Tierarten leben mit Ihnen in dieser Welt, die, von außen mit großem Medieninteresse verfolgt, einzig dem Zweck dient, irgendwann einmal eine solche Mission in Angriff nehmen zu können. Auf sich selbst gestellt lautet die Devise: nichts kommt von außen in diese abgeschlossene Welt, noch geht etwas von dort nach draußen! Doch die ideellen Ziele scheinen am allzu menschlichen zu scheitern. Typisch T.C. Boyle, er lotet wie kein anderer die Befindlichkeiten und eigenen Interessen der Beteiligten aus, Neid, Egoismus, mangelnde Teamfähigkeit bringen das Projekt in Gefahr. Als eine der Wissenschaftlerinnen schwanger wird, werden die Feindseligkeiten untereinander immer stärker. Haben Sie doch alles dafür gegeben dabei sein zu können. Und nun droht ein vorzeitiger Abbruch der Mission. Oder doch nicht??? Lesen Sie selbst. Der Autor hat es wieder einmal geschafft mich total zu begeistern. Seine lakonische und manchmal zynische Gesellschaftsbetrachtungen sind typisch und einfach nur ganz große Klasse.
Bewertung
aus Magdeburg
5/5
20.03.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Terranauten
"In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von Ecosphere 2 verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit."
T.C. Boyle wurde 1948 in Peekshill geboren. Seit seinem Erstling, einem Erzählband mit dem Titel "The Descent of Man", der 1979 erschien, verfasst er fast jedes Jahr ein Buch. Er lebt mit Frau, Kindern und Hund im sonnigen Kalifornien und steckt als Literaturprofessor an der University of Southern California die Studenten mit seiner Schreibbegeisterung an.
Das Cover zeigt einen Menschen in einem Raumanzug inmitten eines grünen Gartens. Es wirkt sehr stimmungsvoll und verweist auf den Titel. Ganz passend ist es nicht, denn die Terranauten leben unter einer Glaskugel, in der Sauerstoff vorhanden ist, so dass sie keine Anzüge benötigen.
Der gut 600 Seiten umfassende Roman ist in vier Teile aufgeteilt: Vor dem Einschluss, Einschluss. Jahr eins, Einschluss. Jahr zwei und Wiedereintritt, wobei die beiden Jahre des Einschlusses naturgemäß den meisten Raum einnehmen.
T.C. Boyle lässt drei der Protagonisten aus ihrer Sicht abwechselnd erzählen. Eine Frau (Dawn) und ein Mann (Ramsay) erzählen von ihren Jahren in "Ecosphere 2", während die dritte, mit Linda ebenfalls eine Frau, nicht zu den auserwählten Teilnehmern des Experimentes Nr. 2 zählt und nun auf ihre Chance beim dritten Experiment wartet.
Der Autor fokussiert sich auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und Abgründe. Was passiert, wenn 8 mehr oder weniger zufällig ausgesuchte Personen zwei Jahre nicht nur auf engstem Raum miteinander auskommen müssen, sondern gegenseitig auf sich angewiesen sind? Jeder der 8 Terranauten hat eine Aufgabe, die zum Überleben in diesem System notwendig ist, sei es Nahrung oder die Versorgung mit Wasser und Sauerstoff. Privatsphäre gibt es, aber nur wenig. Da nicht nur die eingeschlossenen, sondern auch viele weitere Mitarbeiter nötig sind, um das System zu überwachen und Konsequenzen aus dem Erlebten zu ziehen, erfolgt die Finanzierung über Touristen, die zur Glaskuppel pilgern, um diese eigene kleine Welt mit eigenen Augen zu sehen. Auch das eine zusätzliche Belastung.
Auch wenn klar ist, dass das Experiment jederzeit abgebrochen werden kann, wenn eine ernsthafte Gefahr entsteht, wollen alle den Erfolg.
T.C. Boyles Schreibstil lässt sich gut lesen, wesentliche Unterschiede zwischen den drei "Ich"-Erzählern habe ich nicht ausgemacht.
Die Berichte der drei Protagonisten sind gut aufgebaut. Handlungen, Schlussfolgerungen und Emotionen können nachvollzogen werden und sind realistisch.
Teilweise zieht sich der Roman etwas. Erst als Dawn schwanger wird, nimmt das Buch wieder Fahrt auf. Vieles kommt zum Vorschein, was vorher vorsichtig ausbalanciert wurde. Das Ende überrascht, aber nur etwas.
Im Klappentext wird der Roman als "irre komisch" beschrieben. Diese Meinung kann ich nun beim besten Willen nicht teilen. Ich fand ihn eher als bedrückend. So verlockend es auch sein mag, mit wenigen anderen eine "neue, bessere Welt" aufzubauen, so schwierig ist es auch und zwar nicht nur, was das Überleben betrifft, sondern vor allem im Umgang miteinander.
Fazit: Ein lesenswerter, ein guter Roman mit vielen Denkanstößen, der sich trotz einiger Längen mit großem Gewinn lesen lässt.
Plush
5/5
11.03.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein intensiver Roman, der packend die hässlichen Seiten der menschlichen Natur zeigt
Auszug aus dem Klappentext: In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von Ecosphere 2 verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. [ ]
Meine Meinung: Es ist ein bisschen wie Big Brother nur eben mit Wissenschaftlern. Vier Männer und vier Frauen leben für zwei Jahre unter einer wortwörtlichen Käseglocke. Nichts rein, nichts raus. Und dass sich unter solchen Umständen ganz eigene Dynamiken entwickeln, weiß man wohl.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Dawn und Ramsey, beide unter der Kuppel, und Linda, die zu den Finalisten gehörte, es aber leider nicht unter die letzten Acht geschafft hat. Diese Sichtweisen und der hautnahe Schreibstil ermöglichen es dem Leser, jederzeit direkt im Geschehen zu sein und die hochkochenden Emotionen in der Ausnahmesituation Kuppel miterleben und nachvollziehen zu können. Dabei schaut man tief in die menschlichen Abgründe und kann beobachten, wie sich starke Stresssituationen auf die Psyche auswirken. Hochinteressant und so manches Mal auch ziemlich komisch! Wer eine zackige Handlung mit großem Spannungsbogen erwartet, wird enttäuscht sein. Der Schwerpunkt liegt hier definitiv auf dem zwischenmenschlichen Aspekt.
Was macht das mit Menschen, sie zwei Jahre lang auf begrenztem Raum einzusperren, unter harten Lebensbedingungen? Was macht das aus den Menschen, die es nicht unter die Kuppel geschafft haben, nachdem sie sich für lange Zeit 24/7 auf diese Arbeit (und den damit verbundenen Ruhm) vorbereitet hatten? Was macht es mit Freundschaften, Beziehungen?
Ein intensiver Roman, der packend die hässlichen Seiten der menschlichen Natur zeigt. Mich hat er begeistert!
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5/5
10.04.2017
eBook (ePUB)
Schonungslos desillusionierend!
Hier kann man nicht auf positive, liebe Charaktere hoffen. Alle stehen sich in nichts nach, wenn es um den eigenen Vorteil geht. Hierzu passt auch der klare Schreibstil, der nichts beschönigt, sondern alles ausspricht, so dass nichts zwischen den Zeilen steht.
Lesenswert!
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4/5
21.05.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schöne neue Welt?
Drei Männer, drei Frauen, für zwei Jahre in einem geschlossenen Ökosystem gefangen. Da sind Konflikte und Rivalitäten, aber auch Freundschaft und Liebe vorprogrammiert. Boyles neuer Roman wirkt lange nach.
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4/5
28.03.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Projekt "Biosphäre 2"
Hochspannender, aus dem Leben gegriffener Stoff für einen Roman:
T.C. Boyle schreibt über die Entwicklung einzelner Persönlichkeiten und folglich über die Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen unter extremen Bedingungen während eines wissenschaftlichen Projekts, das in den 90ern großes Aufsehen erregt hat. Leider hat der Roman einige Längen, was das Lesevergnügen insgesamt aber nur minimal schmälert.
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4/5
06.03.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bissig, sezierend und großartig
Ja, dieses Experiment gab es wirklich: Über mehrere Jahre lebten Wissenschaftler unter einer Kuppel eingeschlossen, in der Biosphären der Erde auf kleinem Raum untergebracht waren. Können wir unter diesen Bedingungen überleben, wenn alles drumherum nicht mehr funktioniert?
Boyle widmet sich in seinem neuen, großartigen Roman vor allem folgenden Überlegungen: Was sind das für Menschen, die sich zu solch einem Experiment bereiterklären. Und wie können diese zwar willensstarken, aber auch dominanten Menschen die Enge, den fehlenden Kontakt zur Aussenwelt und die Konkurrenz ertragen?
Einmal mehr legt T. C. Boyle eine bissige Gesellschaftsatire in sprachlich exzellenter Form vor.
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4/5
17.02.2017
eBook (ePUB)
Leben unter Glas
Vier Frauen und vier Männer werden für 2 Jahre in ein geschlossenes Ökosystem unter einer Glaskuppel eingeschlossen. Keiner darf die Glaskuppel verlassen, egal was passiert. Acht Leute auf engstem Raum und ständig unter Beobachtung. Die Anforderungen an die Teilnehmer sind hoch. Knappe Nahrung, knapper Sauerstoff und die Stimmung im Team wird im schlechter. Die Konflikte spitzen sich zu. Das ist die Saat für Neid und Missgunst. Wird das auf Dauer gut gehen? Lesen Sie selbst.
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