Eine Ordensschwester wird mit einem Aschenkreuz auf der Stirn tot in der Solothurner Einsiedelei aufgefunden. Die Spur führt die Ermittler zu einer obskuren katholischen Gemeinschaft, die Beziehungen zu rechtsextremen Kreisen pflegt. Kantonspolizist Dominik Dornach und Staatsanwältin Angela Casagrande versuchen die Fäden zu entwirren – und kommen dabei einem mörderischen Komplott auf die Spur . . .
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Auch dieser Krimi - gegen Schluss mit ‘Thriller-Qualität’ - überzeugt vom Plot und von der Spannung. Ebenso wie die andern Titel ist auch diese Geschichte keineswegs ‘geradlinig’, sondern switcht zwischen Orten und Ereignissen, von denen man nicht genau weiss, ob sie nun zufälligerweise fast gleichzeitig passieren - oder doch irgendwie - und wenn ja wie?! - zusammen gehören… Und wieder nimmt sich Gasser eines ‘heissen Eisens’ an: Ausländerfeindlichkeit, populistische Partei/en, Missbrauchsskandal und Sekten in der (kath.) Kirche. Trotz der ‘Deckmäntelchen’ lässt sich erraten, wer/was da Pate gestanden haben muss…
Die kleineren Fehler in der Verwendung von Begriffen sind unbedeutend und die Fakten gut und solide recherchiert. Aufgeladen durch die ‘mörderischen Handlungen’ erfährt man somit zeitgleich einiges weiteres Unschönes - das leider nicht der Realität entbehrt!
Ein wenig verstörend auch diesmal die zwischengeschobenen Kursiv-Druck-Kapitel, die retrospektiv und verschlüsselt etwas erzählen, das man mehr erahnt und sich ausmalt, als wirklich versteht. - Erst ganz am Schluss bekommt dieses Puzzle Bedeutung und somit seinen Platz.
Bei jedem Krimi von Gasser spürt man, dass er nicht nur unterhalten, sondern auch für schwierige Themen sensiblisieren - und dadurch vielleicht auch ein wenig die Welt verbessern will…
Bewertung
aus Pratteln
5/5
03.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Solothurn streut asche
Spannend, aber nicht so wie der schwarzbuben-krimi. Für mich etwas zuviel zu verworrene politik. Sozialpolitik wird zu offensichtlich zur schau gestellt, obwohl ich die gesinnung 100%ig mit dem autor teile. Etwas zu einseitig. Zb hat gleichgeschlechtliche beziehung einen zu hohen stellenwert im buch. Für mich ist das so selbstverständlich normal, dass es gar nicht soo thematisiert werden müsste. Ansonsten spannend, aber nicht so sehr, dass ich das buch nicht weglegen könnte.
Bewertung
5/5
20.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Die Solothurn-Krimis von Christof Gasser
Diese Krimis sind alle sehr lesens- und empfehlenswert, auch wenn man selber keinen besonderen Bezug zu Solothurn hat. Bestimmt locken sie die eine oder andere Leserin, den einen oder anderen Leser zu einem Besuch in die schöne Stadt an der Aare. Mir gefällt auch die Idee des Autors, Figuren aus anderen Schweizer Krimis, zum Beispiel Regina Flint aus den Büchern von Petra Ivanov, ab und zu in seine Geschichten einzubauen. Ein Hauch Wiener Schmäh gibt den äusserst spannenden Fällen einen weltoffenen Touch. Unbedingt alle lesen! Unser ganzes Rudel scharrt schon mit den Hufen, bis uns ein weiterer Fall "zum Frass" vorgelegt wird ...
Bewertung
aus Bettlach
5/5
01.07.2018
Buch (Taschenbuch)
Solothurn streut Asche
Ein sehr spanendes Buch. Habe es in kurzer Zeit durchgelesen. Ich kann es nur weiterempfehlen.
peedee
5/5
20.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Grossartig!
Dominik Dornach, Band 2: In der Solothurner Einsiedelei wird eine Nonne tot aufgefunden – sie trägt ein Aschekreuz auf der Stirn, obwohl gar nicht Aschermittwoch war. Die ersten Spuren führen Dominik Dornach, Leiter Abteilung „Ermittlungen“ der Kantonspolizei Solothurn, und sein Team zu einer obskuren kirchlichen Gemeinschaft, die Beziehungen zu rechtsextremen Kreisen pflegt. Und schon wird ein weiterer Toter gemeldet: ein Priester – gleiche Todesursache…
Erster Eindruck: Ein gewohnt schönes Cover – ein neugierig machender Titel.
Dies ist Band 2 einer Reihe; er kann jedoch gut ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden (wer jedoch Band 1 auslässt, verpasst etwas!).
Dominik Dornach wurde zum Hauptmann befördert und leitet den Bereich „Ermittlungen“. Er weiss, dass er auf ein gut funktionierendes Team zählen kann – wie wichtig das im vorliegenden Fall werden wird, ist ihm natürlich noch nicht bewusst. Seine Tochter Pia, trainiert seit den Vorfällen aus Band 1 Selbstverteidigung und ist auch schon gezwungen, das neu erworbene Wissen am lebenden Objekt in der Praxis umzusetzen. Die Beschreibung des Vorfalls war echt heftig: mir als Frau tat nur schon beim Lesen alles weh – wie muss es für den betroffenen Mann gewesen sein?
Angela Casagrande, Staatsanwältin, ist selbstverständlich auch wieder mit von der Partie. Sie ist sehr unter Druck, einerseits von ihrem Vorgesetzten, andererseits aufgrund ihrer persönlichen Situation. Da erhält sie ominöse Anrufe und Briefe…
Es gibt ein Wiedersehen mit Oberstleutnant Jana Cranach aus Österreich, die neu für Europol arbeitet, um Ermittlungen gegen die Paneuropäische Front zu leiten. Rechtsextreme europäische und christlich-fundamentalistische Gruppierungen haben sich zusammengetan, um für die Verteidigung des Abendlandes zu kämpfen. Die Jagd nach dem „Wächter“ führt sie wieder in die Schweiz.
„Schlecht wäre schön gewesen. Es war die Hölle.“
Was am Ende alles ans Licht kommt, ist wirklich haarsträubend. Die Geschichte ist, wie der Autor betont, erfunden, aber ich kann mir leider nur zu gut vorstellen, dass solche Dinge genauso passiert sein könnten. Ich bin jede Woche in Solothurn, dem Hauptschauplatz des Krimis, und kenne etliche der beschriebenen Örtlichkeiten. Ich habe Teile des Buches direkt in Solothurn gelesen und das Gelesene wirkte so noch einmal ganz anders auf mich. Missbrauch, Migration, Politik, Kirche, viel Action, sehr viel Spannung – ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Dem Autor ist es meisterhaft gelungen, die Spannung hochzuhalten, bravo! 5 Sterne und meinen Dank für unterhaltsame Lesestunden.
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