Produktbild: Der Block

Der Block Kriminalroman

1

19,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2017

Herausgeber

Cornelia Wend

Verlag

Edition Nautilus GmbH

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/12,4/3 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Le Bloc

Übersetzt von

Cornelia Wend

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96054-037-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2017

Herausgeber

Cornelia Wend

Verlag

Edition Nautilus GmbH

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/12,4/3 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Le Bloc

Übersetzt von

Cornelia Wend

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96054-037-3

Herstelleradresse

Edition Nautilus
Schützenstraße 49 a
22761 Hamburg
DE

Email: info@edition-nautilus.de

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  • Bewertung

    aus Mainz

    4/5

    16.04.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Nacht in Paris. Zwei…

    Eine Nacht in Paris. Zwei Männer lassen uns an ihren Gedanken teilhaben. Antoine Maynard, Schriftsteller, Intellektueller und Ehemann der bald wichtigsten Frau im Land wartet auf ihre Rückkehr. Im Fernsehen betrachtet er die aktuellen Meldungen zu den seit Wochen anhaltenden Aufständen. Schon 752 Tote. Das wird der Partei in den laufenden Verhandlungen helfen. Er erinnert sich zurück an seine Anfänge, einerseits intelligenter Schüler, der die meiste Zeit mit Bücher verbrachte, gleichzeitig aber auch Karriere als brutaler Einheizer der extremen Rechten, der Jagd auf Muslime, Schwarze und Juden gleichermaßen machte. Doch der rechte Pöbel ist salonfähig geworden und am Ende dieser Nacht werden sie gleich mehrere Ministerien besetzen. Begleitet bei seinem Aufstieg hat ihn Stéphane Stankowiak, Stanko, der neue Leute rekrutierte und für den Straßenkampf ausbildete. Aber Stanko ging einmal zu weit und heute Nacht ist die Order ausgegeben, ihn zu lynchen. Beide Männer warten auf ein Zeichen, das die Grübeleien beendet und doch können sie sich vor den Erinnerungen nicht schützen. Individuelle Erinnerungen, die den fatalen Aufstieg einer extremen Partei beschreiben. Man muss bei der Besprechung des Buchs eigentlich von hinten anfangen. Das Nachwort des Autors ist wichtig bei der Einordnung seines Romans, den er selbst als „Roman noir“ bezeichnet und somit die Grenze zwischen Gut und Böse verwischt und die gesellschaftskritische Relevanz verdeutlicht. Die Fiktion versucht möglichst nah an der Realität zu bleiben, da sie diese zum wesentlichen Inhalt hat – aber wie kann man über eine extreme politische Partei schreiben, ohne juristische Konsequenzen gleich mit einzukalkulieren? Ein schmaler Grat, der Jérôme Leroy zweifelsohne gelungen ist. Man erkennt den Front National, obwohl er entsprechende Modifikationen vorgenommen hat. Es sind aber auch nicht die ganz prominenten Gesichter der Partei, die ihm Roman handeln, sondern zwei fiktive Nebenerscheinungen, die in dieser Weise real sein könnten oder auch nicht. Die beiden Ich-Erzähler könnten verschiedener kaum sein, umso interessanter aber, wie sie den Weg zu dieser Partei und dort offenbar eine Ersatzfamilie gefunden haben. Antoine, als Autor wenig beachtet trotz der erzielten Erfolge. Sein Talent im Umgang mit der Sprache und seine Liaison mit der Lieblingstochter des „Alten“, in den 80ern und 90ern unangefochtene Nummer 1 der Partei, macht ihn wertvoll für die Bewegung, kann er doch sprachlich passend neue Zielgruppen erschließen. Interessiert an Geschichte und bedingt durch seine eigene Familie ist er bestens vertraut mit den Geschehnissen in der Welt und doch ist die Partei für ihn attraktiv – womöglich aber liegt hier der besondere Reiz in seiner Ehefrau, für die er seinen Beruf und sein Leben opfert und die heute die Nummer 1 ist und bald auch im Land die wichtigste Person sein wird. Das extreme Gegenteil davon ist Stanko. Spross einer geradezu typischen Arbeiterfamilie. Als Jugendlicher schon hat er die Untreue der Mutter beobachtet, zugesehen, wie sein Vater die Arbeitslosigkeit im Alkohol ertränke und war bald schon Opfer eines Pädophilenrings geworden. Entwurzelt mit wenig Bildung hat er schnell den Weg zu radikalen Schlägertrupps gefunden. Trotz aller Bemühungen Antoines seinen Intellekt ein wenig zu fördern, ist Stanko doch immer der primitive Arbeiter fürs Grobe geblieben. Und jetzt braucht und will man ihn nicht mehr. Verwundert schaut man aus Deutschland auf das Nachbarland und den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg des Front National. Wer, mit auch nur einem Funken verstand, kann diese Partei unterstützen? Jérôme Leroy gibt Antworten in seinem Roman: „On nous cache tout. On nous dit rien. Man verheimlicht uns alles. Man sagt uns gar nichts, singt Jacques Dutronc. Genau dieses primitive Ressentiment treibt, unausgesprochen, den Durchschnittsfaschisten an“

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Matthias Kesper

    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

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    5/5

    15.06.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Ein wirklich furchterregendes Buch!

    Eine Nacht in Frankreich, zwei Männer resümieren ihr Leben der letzten knapp dreißig Jahre. Der eine, Antoine, wird am nächsten Morgen wohl endgültig an der Spitze der politischen Macht angekommen sein, der andere, sein Freund und Wegbegleiter, Stanko, vermutlich tot sein.... Frankreich wird von den schlimmsten Unruhen seit Jahren erschüttert, die Regierung wird nicht mehr Herr der Lage, die einzige Lösung: Der "Nationale Block", ein Zusammenschluss der radikalen rechten Parteien, muss mit in die Verantwortung genommen werden. Sie sind die einzigen, denen größere Teile der Bevölkerung noch eine Lösung zutrauen. Antoine Frau Agnes, die Vorsitzende des Blocks, führt die Verhandlungen, die Rede ist von bis zu zehn Ministerien für die Rechts-Radikalen, nur eine Bedingung gibt es noch seitens der Regierungspartei: Stanko, der legendäre erste Mann des bewaffneten Arms des Blocks muss eliminiert werden - von den eigenen Leuten. Agnes und Antoine stimmen zu, zwar mit Bedauern, aber nur die Macht zählt. Und so macht sich ein Killer-Kommando auf den Weg.... Jerome Leroy hat einen nur sehr schwer auszuhaltenden Polit-Thriller geschrieben, ganz im Stil der klassischen Tragödie! Es ist für den Leser fast unerträglich, den beiden Männern zuzuhören, wie sie, jeder für sich, in dieser einen Nacht ihren gemeinsamen Weg durch die neue faschistische Politik noch einmal gehen. Immer das Ziel vor Augen, das Land dem "eigenen Volk", vorgeblich, zurückzugeben, geleitet von rechten intellektuellen Vordenkern ebenso wie von nazistischen gewaltbereiten Vorbildern wie der "SA". Und man weiß, das dieses Buch nicht nur Fiktion ist - man muss nur skrupellos genug sein, aggressiv und intelligent handeln und ein ganzes Land fällt einem in den Schoß....

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