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Tyll

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38,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28165

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2017

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/4 cm

Gewicht

558 g

Farbe

Camel / Anthrazit

Auflage

14. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-03567-9

Beschreibung

Rezension

Und jetzt darf ich einen echten Triumph der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur anzeigen. Sprachtrunken, bildersatt und verzaubert habe ich den neuen Roman von Daniel Kehlmann zugeklappt: So ein Wunderbuch begegnet einem nicht jedes Jahr! Eindrücklich wie nie gelingt es Kehlmann, rund um den aus dem Spätmittelalter in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges verpflanzten Tyll Ulenspiegel einen Mummenschanz um Macht, Machtmissbrauch und den Hochseiltanz unserer Existenz zu inszenieren, der es in sich hat. Hinreißend! ("ARD "Druckfrisch"")
'Tyll ist das beste Buch, das Daniel Kehlmann bislang geschrieben hat (...). Ja, es ist wieder ein Geschichtsbuch, wie 2005 Die Vermessung der Welt, der meistverkaufte deutsche Roman seit Patrick Süskinds Parfum, das Buch, mit dem Kehlmann zum Weltstar der deutschen Literatur wurde. Aber anders als die hyperionisch erzählte Geschichte der deutschen Weltvermesser (…) ist das neue Werk ein – ja – zu Herzen gehendes, lebensvolles, wundervoll undistanziert geschriebenes, brutales, modernes, romantisches deutsches Epos. (…) Tyll ist Daniel Kehlmanns Sieg über die Geschichte, sein historischer Triumph. ("Der Spiegel")
Ein Meisterstück (…). Was ist das nur für ein unerschöpfliches Buch und was für ein grossartiger Stoff. (…) Es ist überdies der aussergewöhnlichste Europa-Roman seit vielen Jahren (…). Nicht zuletzt aber handelt es sich um ein phantastisches Geschichtenbuch, es ist grosses Theater, es ist Kino und Dichtung in einem. (…) wir sehen Daniel Kehlmann auf der Höhe der Kunst. ("Neue Zürcher Zeitung")
Tyll ist ein ausgewachsenes Menschheitsbuch, weil es ums große Ganze geht – um Leben und Tod, Liebe, Lust und Leid. ("Mannheimer Morgen")
In Tyll beschwört Daniel Kehlmann die nicht enden wollende Kriegszeit auf macht- und kunstvolle Art herauf. (…) ein Seiltänzer der Schrift, ein Jongleur der Worte, ein Gaukler der Historie. ("Tages-Anzeiger")
Beeindruckend ist, wie sicher Kehlmann auf dem historischen Terrain unterwegs ist (…). Es steckt viel drin in Tyll, diesem nicht nur trickreichen, sondern auch enorm unterhaltsamen Roman. ("Der Tagesspiegel")
Kehlmann zieht hier das Panorama einer krass mitleidlosen Epoche auf, in der ein Menschenleben nichts gilt und Menschen zuschanden gehen, einfach so. Doch gegen die Härte dieser Welt setzt Kehlmann einen neuen Ton der Achtsamkeit für menschliches Elend. (…) Daniel Kehlmanns bester Roman bisher. ("SWR 2")
War dieser 42-jährige Schriftsteller je besser? Nein. (…) So triumphiert Tyll an allen Fronten: als Blick in die Mahlwerke der Macht, als magische Amalgamierung von Mythos, Erfindung und historischem Schrecken, vor allem aber als Meisterstück eines Menschenschilderers. ("Kölnische Rundschau")
Ein brillantes Gemisch aus Fantasie, profundem Wissen und schrägem Humor - urkomisch und todtraurig zugleich. ("dpa")
In Kehlmanns großer Geschichte über die Schrecken der Gewalt und über den unbesiegbaren Lebenswillen der Menschen spiegeln sich Weltgeschichte und die Geschichte der Individuen in vielfältigen Brechungen und Facetten. (…) Daniel Kehlmanns Tyll-Buch ist kunstvoll komponiert, sein Einfalls- und Anspielungsreichtum, seine Sprach- und Stilsicherheit beeindrucken: eine grandiose Jonglage zwischen historischem Roman und Schelmenroman. ("RBB Kulturradio")

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Verkaufsrang

28165

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2017

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/4 cm

Gewicht

558 g

Farbe

Camel / Anthrazit

Auflage

14. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-03567-9

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein grandioser Roman! Ein sprachliches Meisterwerk! Die Figur des Tyll in die Zeit des 30-jährigen Krieges zu versetzen, was für eine wunderbare literarische Idee! Mich begeisterte auch, wie Kehlmann es schafft, die Sprache der einzelnen Akteure, der verschiedenen Stände und sozialen Gruppen so schön und prunkvoll zu adaptieren. Mit des Erzählen einzelner Geschichten und Begebenheiten um den Gaukler Tyll Eulenspiegel herum gelingt es ihm fast unscheinbar, uns die fremde, mystische und unwirtliche Zeit des 30-jährigen Krieges mit dem Herzen und dem Verstand ganz nahe zu bringen.

  • Libertine Literatur

    5/5

    16.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Menschen und Narren

    Geschichten über Till Eulenspiegel kennt man bereits seit dem 14. und 15. Jahrhundert. Mal Dil oder Dyl genannt, mal Ulenspegel oder Ulenspiegel, war nicht nur sein Name über die Zeit allerlei Veränderungen unterworfen. Was um 1510 literarisch unter dem Titel ›Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel‹ begann, greift Daniel Kehlmann über ein halbes Jahrtausend später in seinem Roman ›Tyll‹ wieder auf. Doch während das erste Kapitel ›Schuhe‹ thematisch noch an sein historisches Vorbild erinnert, zeugen die weiteren Kapitel weniger von den Streichen und Scherzen des Gauklers, als von den Geschehnissen um den Dreißigjährigen Krieg und seine Zeit. Denn der Narr Tyll Ulenspiegel, wie er bei Kehlmann heißt, kann Einblicke in jede Gesellschaftsschicht bieten. Tyll wächst als Sohn eines Müllers auf, der seiner Zeit entrückt scheint. Statt sich mit seiner Arbeit als Müller zu beschäftigen, studiert er lieber die Rätsel der Sonne und des Mondes. »Neulich hat der Junge ihn gefragt, wie viele Sterne es eigentlich gibt, und da er erst vor kurzem nachgezählt hat, hat er ihm nicht ohne Stolz eine Antwort geben können.« Doch Claus Ulenspiegels Wissensdrang geht weit über solche Fragen hinaus und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Inquisition in Gestalt von Tesimond und Kircher auf ihn aufmerksam wird. Jahre später macht der Narr Tyll Ulenspiegel Bekanntschaft mit dem Winterkönig, seiner Frau Liz und Gustav Adolf. Es ist nicht die Inquisition, die diese Heimsucht, sondern die Pest und die Schattenseiten des Krieges. Doch so vielseitig die Einblicke auch sind, die der Narr dem Leser gewährt, so unzuverlässig ist Kehlmanns Erzählstil, die Wirklichkeit zeigt sich selten eindeutig. Zum einen ist die Welt Claus Ulenspiegels im Wissen und Glauben ihrer Zeit verhaftet, fortschrittliche Meinungen kommen bei seiner Anklage zwar zu Wort, finden jedoch kein wohlwollendes Gehör. Auch die Zauber, die Claus Ulenspiegel kennt, bleiben ambivalent, denn wenn diese versagen, findet sich zumeist eine Alternativerklärung dafür, sodass nicht abschließend geklärt werden kann, ob in der Welt Tyll Ulenspiegls Zauber und Magie einen Platz haben; im Aberglauben der Zeit hatten sie ihn jedenfalls. Auch die letzten Worte und Gedanken des Winterkönigs bleiben in der Schwebe. Denn während der letzten Nachricht, die er seiner Frau Liz zukommen lassen will, fällt ihm das klare Denken nicht mehr leicht. »Er konnte nur hoffen, dass er alles, was wichtig war, schon aufgeschrieben hatte.« Daniel Kehlmann gelingt es in seinem Roman ›Tyll‹ ein geschicktes Netz aus den Gegensätzen der Zeit, zwischen Fortschritt und Aberglaube, Humor und Tod, sowie Wirklichkeit und Schein-Wirklichkeit, zu knüpfen. Doch alle Maschen sind stark und so behält ›Tyll‹, obwohl die Geschichten einiger Figuren zu Ende erzählt sind, Abschluss finden und Fragen geklärt werden, doch seine Offenheit. Selten hat ein Buch so stark dazu eingeladen, sich auf Perspektivwechsel und Ambivalenzen einzulassen. Während die Sprache klar und strukturiert ist und so ein stimmiges Gerüst bildet, sind es die Gedankenwelten der Figuren selten. Und somit lässt Kehlmann dem Leser genug Luft, seine eigenen Gedanken in diese seit Jahrhunderten vergangene Zeit einzubringen. Nur, ob sie auf die richtige Fährte führen, bleibt abzuwarten. Auch die Romane ›F‹ und ›Ruhm‹ des Autors kann ich empfehlen, obwohl sie keine historische Komponente haben.

  • Bewertung

    5/5

    30.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Till Eulenspiegel, klar, kennt...

    Till Eulenspiegel, klar, kennt jeder. Aber dann las ich dieses Buch. Und ich wurde berührt von einer Persönlichkeit die ihres Gleiches sucht. Soviel Stärke, Mut, Kraft, erst dann kommt der Schalk, mit dem er die schreckliche Zeit in der er lebte gemeistert hat. Tyll, bewege uns!

  • Bewertung

    5/5

    09.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein lebendiges Panorama des Dreißigjähriges...

    Ein lebendiges Panorama des Dreißigjähriges Krieges, welches durch die einmalige Perspektive des legendären Narren Tyll Ulenspiegel besticht. Überragende Erzählkunst und herrlich hintergründiger Humor sorgen für pures Lesevergnügen inmitten von Wahnsinn und Schrecken - genial!

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    20.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tyll Eulenspiegels nicht so lustige Geschichten

    «Tyll» ist ein sprachgewaltiger, mit vielen Ideen und historischen Figuren gespickter Roman. Empfehlenswert für die Lektüre ist es, vorgängig einen Abriss über den dreissigjährigen Krieg zu lesen. Dies bringt einem die überaus chaotische Zeit und die historischen Figuren, die im Roman vorkommen, näher. Eine der Herausforderungen der Lektüre ist, dass mehrere Erzählstränge verschiedener Personen bestehen und die Geschichte nicht allein aus der Sicht von Tyll (mit seinen Streichen) erzählt wird. Wie andere Leser/innen auch hätte ich mir etwas die Perspektive von Tyll gewünscht. Das erste Kapitel des Buchs legt die Messlatte hoch, was aber leider nicht für alle Kapitel gilt. Insgesamt aber eine sehr gut erzählte und anregende Lektüre.

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    Katja Kobold

    Thalia Hamburg – Europapassage

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    5/5

    13.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein Geniestreich Till...

    Was für ein Geniestreich Till Eulenspiegel in die Zeit des 30jährigen Krieges zu versetzen! Denn wer könnte uns besser durch diese grausame Zeit geleiten und den Spiegel vorhalten als der "König der Narren" selbst.
  • Zum Bewerterprofil von Andreas Koch

    Andreas Koch

    Thalia Bergisch Gladbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tyll Ulenspiegel ist der Protagonist...

    Tyll Ulenspiegel ist der Protagonist in Kehlmanns neuem, sprachlich vielfältigen Historienroman. Der Dreißigjährige Krieg hat das Land verwüstet, und Tyll ist auf der Flucht.
  • Zum Bewerterprofil von L. Ringelstein

    L. Ringelstein

    Thalia Gießen

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Daniel Kehlmanns "Tyll" bringt...

    Daniel Kehlmanns "Tyll" bringt uns zum Lachen, zum Philosophieren und berührt uns, wenn wir es am wenigsten erwarten. Mit wortgewandtem Witz führt er den Leser durch die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges - immer auf den Spuren von Tyll Ulenspiegel.
  • Zum Bewerterprofil von Matthias Preuschoff

    Matthias Preuschoff

    Thalia Mettmann – Königshof Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.08.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Krieg frisst seine Kinder

    Ausgerechnet ein Narr ist das Gewissen einer Gesellschafft, welche die Kontrolle verloren hat und im Chaos des 30 jährigen Krieges untergeht. Was für eine Sprache, was für eine Intensität, was für ein Roman!
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.11.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kehlmanns reifstes Werk

    Viele Leute werden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, aber ich habe Daniel Kehlmann erst dieses Jahr als Autor kennengelernt. Das hat immerhin den großen Vorteil, dass mir "Die Vermessung der Welt" noch sehr bewusst war, als ich "Tyll" las. Es ist beeindruckend, mit welcher Bandbreite Kehlmann zu schreiben weiß, denn wo "Die Vermessung der Welt" bei aller Wahrhaftigkeit einen starken Hang zum Absurden hat, demontiert "Tyll" alles Überlebensgroße und führt jedem vor, dass "auf dem hohen Ross" nur eine Ortsbestimmung ist. Das heißt nicht, dass die Figuren nicht ernst genommen würden - doch je bescheidener die Figur, desto mehr fühlt Kehlmann für sie - Nele etwa, Tylls Artisten-Freundin, wird auf Augenhöhe behandelt, der Adel von Europa muss sich weit mehr anstrengen, das zu erreichen. Ich bin immer prinzipiell interessiert an Adaptionen, die es sich erlauben, einen Stoff mit einer wirklich eigenen Note zu versehen. Das schafft Kehlmann nicht allein dadurch, dass er die Geschichte aus dem 14. Jahrhundert in den 30-jährigen Krieg verlegt. Nein, er gibt einen Kontext, der die Vorlage weit überragt - so sehr, dass Tyll weniger zentral ist, als der Titel vermuten lassen sollte. Zwar sind so Teile des Romans sehr düster - teils im wahrsten Sinne des Wortes - doch trotzdem strahlen die Figuren heraus und versöhnen mit allem Schrecken.

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