• Produktbild: Unterleuten
Band 71573

Unterleuten Roman

79

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2757

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2017

Abbildungen

SW-Abb.

Verlag

btb

Seitenzahl

656

Maße (L/B/H)

13,5/20/4,7 cm

Gewicht

569 g

Farbe

Wollweiß / Grau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71573-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2757

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2017

Abbildungen

SW-Abb.

Verlag

btb

Seitenzahl

656

Maße (L/B/H)

13,5/20/4,7 cm

Gewicht

569 g

Farbe

Wollweiß / Grau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71573-2

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Renate Vorwerk

    aus Bergisch Gladbach

    5/5

    20.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Dorfgemeinschaft mit vielen Egoismen

    Eigentlich sind viele der Hauptfiguren aus diesem Raum weniger sympathisch. Aber Juli Zeh schafft es, ihre Beweggründe nachvollziehbar zu machen. Es entsteht ein Bild eines Dorfes, in dem vieles völlig schief läuft und die Egoismen einzelner Personen die Gemeinschaft zerstören. Dadurch baut sich eine Spannung auf und man kann das Buch nicht aus der Hand legen.

  • Bewertung

    5/5

    23.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Unterhaltung mit Anspruch

    Nicht nur die zahlreichen, toll personifizierten Charaktere, die individuellen Geschichten und die alles verbindende Thematik ist fesselnd. Juli Zeh versteht es auch hervorragend, die Figuren durch die ganzen 600 Seiten mit viel Sinn behaftete Inhalte über Menschbund Welt von sich zu geben. Und obwohl es derart viele Individuen mit unterschiedlichen Interessen sind, schafft sie es trotzdem, dass - egal aus wessen Perspektive gerade erzählt wird - man immer viel Verständnis empfindet. Eine begnadete Erzählerin!

  • Irina B.

    5/5

    05.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Großartig!

    Die Geschichte habe ich in 2 Tagen fertig gelesen, trotz der vielen Charaktere und der immer zunehmenden Informationen über deren familiäre Hintergründe. Wer allerdings Erklärungen von Gefühlen, Absichten etc. überflüssig bzw. anstrengend findet und eher selbst darüber nachdenken und spekulieren möchte, ist bei dem Roman falsch.

  • Das_Leseding

    aus Berlin

    5/5

    04.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Zitate: S. 22 […] Ein Mensch…

    Zitate: S. 22 […] Ein Mensch konnte niemals genug Land besitzen – so viel hatte sie ihre neue Existenz im provinziellen Paralleluniversum bereits gelehrt. […] S. 58 […] Sie glauben gar nicht, wie viele Pferdebesitzer keine Ahnung haben, wie man mit diesen Tieren umgeht. Das ist so, als würde jemand, der Kupplung und Bremse nicht unterscheiden kann, einen Formel-1-Wagen kaufen. […] S. 84 […] Schon immer hatte [er] die Auffassung vertreten, dass er lieber zehn Männer zu Feinden hätte, als eine einzige Frau. […] S. 160 […] In Wahrheit war jeder froh, wenn er nichts entscheiden und folglich auch nichts verstehen musste. Auf diese Weise ersparte man sich das anstrengende Nachdenken über komplizierte Sachverhalte und behielt trotzdem das Recht, sich nach Herzenslust zu beschweren. […] S. 481 […] Bäume konnten weder weglaufen noch kämpfen. Sie waren dazu verurteilt, zu wachsen und zu sterben, wie es dem Menschen gefiel. […] Der Holzernte wohnte etwas Unfaires inne. Er tötete Wesen, die älter waren als er selbst [und] [n]ichts von dem, was er heute in seinen Wäldern pflanzte, würde er aufwachsen sehen. S. 568 […] Sie dachte immer nur bis zum nächsten Vorwurf. So überzeugt war sie von der Existenz eines Optimalzustands, dass sie überall nur Defizite sah, sogar dann, wenn sie gewann. […] S. 630 […] Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat.[…] Inhalt: Unterleuten ist ein kleines Dorf in Brandenburg. Hier wird noch alles unter den Leuten selbst geregelt. Blöd nur, dass sich nun auch zugezogene als Einheimisch fühlen und das Dorfleben damit ganz schön aufmischen … Meine Meinung: Juli Zeh hatte mich bereits mit der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Unterleuten ist ein typischen brandenburgisches Dorf (eine Kneipe, eine Kirche und viele kleine Häuser) mit seinen schrulligen Einwohnern. Die Charaktere im Buch sind so natürlich und scheinen vom Dorf direkt ins Buch gewandert zu sein. Auch wenn es hier viele Personen gibt, denen immer ein Kapitel gewidmet ist (um die Sicht desjenigen darzustellen) ist es sehr leicht den Überblick zu behalten. Die Ausdrucksweise ist gut, so wählt Juli Zeh immer die passenden Worte und hat dabei einen guten Stil. Besonders beeindruckt hat mich die Aktualität des Buches. 2016 geschrieben, mit der Handlung von 2010 und dennoch als wäre es gerade erst passiert. Der Mauerfall und die Probleme sind so weitreichend und lebendig geschildert, dass sie auch über 25 Jahre später noch eine Brisanz haben – auf eine Art sehr erschreckend. Die Geschichte in Unterleuten schildert eindrucksvoll, dass […] jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat.[…] Zitat S. 630. Fazit: Erschreckend, traurig, witzig, dörflich. So könnte „Unterleuten“ zusammengefasst werden. Mit einer Prise Arroganz und Gewalt abgerundet und nachdenklich im Abgang. Daher ist es nicht leicht eine Leseempfehlung auszusprechen. Ich empfehle dennoch allen Dörflern sowie allen potentiellen Dörflern (die Landflucht beginnt und es stehen immer mehr Häuser zum Verkauf), dieses Buch zu lesen. Schon allein um ggf. Fehler zu vermeiden. Man weiß ja nie mit wem der Nachbar und so weiter

  • das_lese_wesen

    5/5

    20.04.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Dieses Buch hat mich überwältigt. Es ist für mich der gesellschaftskritische Roman des Jahres 2018, wenn nicht sogar des Jahrzehnts.

    Ein Roman, der mich 2018 sehr bewegt hat. Warum? Weil er auf sehr beeindruckende Art und Weise, im Kleinen die großen Probleme unserer Gesellschaft beschreibt. Da sind zum einen die sich im Stich gelassen fühlenden Ostdeutschen, an denen Globalisierung und Digitalisierung viel zu schnell vorüber geht. Zum anderen sind da profitgierige Männer und Frauen, die bereit sind, für das eigene Fortkommen einen hohen Preis zu bezahlen - auch auf Kosten Anderer. Was bleibt ist der Bruch jahrelanger Freundschaften, Beziehungen und irgendwo auch ein tiefer Riss in der Gesellschaft. Im Buch, wie in der Realität. Das Buch ist für mich ein großer Gesellschaftsroman, der die Probleme und Konflikte unserer Zeit extrem gut darstellt. Und der irgendwie auch als Spiegel fungiert hat, für das eigene Verhalten und für das von Bekannten, Freunden und Familie. Wer ihn noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst nachholen. [Unbezahlte Werbung, da Verlagsnennung] Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog (das_lese_wesen) vorbei

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Denise Vossen

    Denise Vossen

    Mayersche Aachen

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Mammutwerk

    Für dieses Buch braucht man Zeit. Hier wird jeder Protagonist, jeder Dorfbewohner sehr genau unter die Lupe genommen, bis ein Netz aus vielen verschiedenen Strängen entsteht, die am Ende alle zusammenlaufen. Spannung erwartet den Leser hier nicht wirklich, sondern eher psychologisch und satirisch dargestellte Szenerien einer fast schon politisch anmutenden Dorfgemeinschaft. Am Ende ist es tatsächlich ein großes Gesamtkunstwerk, aber bis dahin muss man erst einmal durchhalten. Ich kann nur sagen: es hat sich gelohnt. Unbestritten ist, dass kaum eine so schreiben kann wie Juli Zeh. Der Autorin gebührt mein größter Respekt für ihr literarisches Werk.
  • Zum Bewerterprofil von Bettina Krauß

    Bettina Krauß

    Thalia Neuwied

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genial - dies ist eines meiner Lesefavoriten!

    Manche Bücher beanspruchen über Jahre hinweg Platz in den Gedanken der Leser. "Unterleuten" gehört für mich dazu. Wie sich dem Leser peu à peu geschichtliche und zwischenmenschliche Zusammenhänge erschließen und Abgründe öffnen, ist oberstes Niveau. Ich lese generell gerne Gesellschaftsromane und dieser hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinem Bann gehalten.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Wo Vögel geschützt werden, geht der Mensch drauf

    Ein Windenergiepark in einem Vogelschutzgebiet? Das ist die zentrale Frage, die die Figuren in "Unterleuten" zu beschäftigen scheint. Aber wie wer dazu steht, hat nur im Ansatz etwas damit zu tun, ob Tierschutz oder erneuerbare Energien das größere Gut sind. Zumeist geht es um Besitz, Status und andere Formen von eigenen Interessen. Juli Zeh entwickelt aus ihrem Figurenensemble ein Panorama unterschiedlicher Perspektiven, die ein überraschend schlüssiges Bild bieten. Dadurch lässt sie zwar ein bisschen die Chance verstreichen, die Leserschaft aktiver einzubinden, denn am Ende hat sich so ziemlich alles recht eindeutig aufgeklärt, aber dafür sind es die Motivationen der Figuren, die interessanter sind. Einige Charaktere werden durch soziale Aspekte wie Loyalität oder Feindschaft getrieben, aber Zeh stellt sich da nicht auf eine Seite, sondern erlaubt allen Figuren schlüssige Gründe für das, was sie tun. Das heißt nicht, dass man beim Lesen alle Figuren gleich sympathisch findet - überhaupt ist Sympathie nichts, das hier sehr im Vordergrund steht. Niemand ist ohne Verbissenheiten und andere Fehler - gleichermaßen ist auch niemand nur Bösewicht. Vergleichsweise fand ich "Neujahr" mitreißender - vermutlich weil es persönlicher war durch den viel kleineren Rahmen - aber Zeh gehört zu den spannendsten Stimmen unserer Zeit.
  • Zum Bewerterprofil von Ingrid Bergmann

    Ingrid Bergmann

    Thalia Ludwigsburg – Breuningerland

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kleines Dorf im Osten

    Juli Zeh ist in der Zwischenzeit zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. Auch diesmal überzeugt sie wieder mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Strehle

    Sarah Strehle

    Thalia Berlin – Eastgate

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Gesellschaftsroman, der auch noch in 10 Jahren aktuell sein wird.

    "Das Dorf verhielt sich wie ein Kind, das von Hautausschlag befallen war. Die Klatschsucht war ein Juckreiz, und das Dorf kratzte sich." (Arne Seidel, Bürgermeister von Unterleuten) Ein idyllisches Dorf in der Nähe Berlins mit Wald und Wiesen, die zum Wandern einladen, frische saubere Luft, so weit die Lunge reicht. Dazu ein Vogelschutzgebiet, wo begeisterte (Hobby-)Ornithologen den Kampfläufer beobachten können. Im Dorf kennt und (miss-)traut man sich. Und dann taucht so eine Firma auf und will einen Windpark bauen. Plötzlich bricht emotionsgeladenes Chaos zwischen den Dörflern aus, alte Fehden erwachen zu neuem Leben, neue Streitereien werden entfacht und dann verschwindet auch noch ein Kind... Fast wie ein Krimi liest sich Juli Zehs Gesellschaftsroman, dabei spielt er in einer solch schönen Idylle. Aber der Schein trügt ja bekanntlich. Die Autorin nimmt den Leser mit in das Seelenleben ihrer 11 Figuren, lässt ihn tief blicken auf die Oberflächlichkeit, den Egoismus, die Sturheit, den Wahnsinn, die Weltfremdheit, die Selbstüberschätzung. Innerhalb weniger Zeilen hat man genau ein Bild der jeweiligen Charaktere vor Augen. Das ist großartiges Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite. Großartig!

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