Produktbild: Kaiserwasser

Kaiserwasser Vom Fressen und Gegessenwerden

12

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.06.2017

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/2 cm

Gewicht

383 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7448-3678-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.06.2017

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/2 cm

Gewicht

383 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7448-3678-4

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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  • Bewertung

    aus Eschede

    5/5

    06.08.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Rasanter Wien-Krimi

    Zuerst einmal sollte ich die Überschrift etwas relativieren: Ja, am ehesten gehört dieses Buch in die Krimi-Schublade, doch fehlt hier vieles, was manch Krimifreund wohl erwarten würde, nicht zuletzt klassische Ermittler, und auch das ‚Verbrechen’, um das es geht, ist eher unüblicher Natur: Es verschwinden nämlich Hunde, und zwar gleich in Serie, wie Inhaltsangabe und Prolog schon verraten. Was dahinter steckt, wird nach und nach aufgedeckt. Verdächtige gibt es schon, u.a. den koreanischen Koch eines Tagungs-Centers am Wiener Kaiserwasser. Haarsträubend? Nun ja; tatsächlich wird in Fernost noch Hund gegessen, und es gab schon haarsträubendere Vorwürfe gegen Zuwanderer ... Die meisten Hauptfiguren in „Kaiserwasser“ mögen daran freilich nicht glauben. Damit wären wir bei den Charakteren des Buches, und davon gibt es recht viele. Dies ist einer der Haupt-Kritikpunkte bei anderen Rezensionen und Kommentaren, die ich gelesen habe, und tatsächlich: Wo viele Geschichten ähnlichen Umfangs (280 Seiten) mit 2, 3 oder 4 Hauptfiguren auskommen, so sind es hier eher 5, 10 oder 15, je nachdem, was man als Haupt- oder Nebenrolle ansieht. Persönlich konnte ich eigentlich immer den Überblick behalten, da die Figuren nach und nach recht geschickt eingeführt werden; aber ein Personenverzeichnis wäre hier wohl hilfreich. Dass die Autorin die diversen Personen immer wieder anders umschreibt (z.Bsp. Tony/ Prinzessin/ Mädchen/ Teenager ...), ist zwar kreativ, erleichtert die Orientierung aber auch nicht. Hauptakteure sind jedenfalls sicher die Freundinnen Conny und Tony, die dadurch in die ‚Krimi’-Handlung verwickelt werden, dass ein von ihnen betreuter Hund ebenfalls spurlos am titelgebenden Kaiserwasser verschwindet. Der Hund gehört der Autorin Cassiana Herno. Sie ist die Hauptfigur in einem weiteren Handlungsstrang, denn sie und ihr Manager sind gerade dabei, für ihr neues Buch (ebenfalls benannt „Kaiserwasser“) die Werbetrommel zu rühren. Dass sich dieser Handlungsstrang zu Beginn des Buches bald (fürs erste) in den Vordergrund schiebt, hat, wie sich zeigte, wiederum einige Leser bzw. Leserinnen irritiert. Hier scheint der Krimi in eine Literatur-Satire überzugehen, aber die Betonung liegt auf ‚scheint’! Denn die Handlungsstränge sind miteinander verknüpft, und beteiligt (auf die eine oder andere Weise) an dieser Verknüpfung sind besagter koreanischer Koch und der Fürst Finsterfels, der im genannten Center eigentlich nur ein geschäftlich-kulturelles Event steigen lassen will. Ein weiterer Kritik- und Irritationspunkt war, dass in die Haupthandlung immer wieder Passagen aus dem Buch-im-Buch eingeblendet werden, und zwar zumeist in Form von Lesungen. Dadurch ist die Einbindung selber zwar gut motiviert, aber die Haupthandlung wird natürlich unterbrochen, und man muss sich erst einmal wieder umstellen. Es wäre wohl tatsächlich sinnvoll, wenn man diese Passagen irgendwie im Schriftbild hervorheben könnte. Womöglich noch mehr hat manche aber wohl irritiert, worum es in diesem Binnen-Buch geht, nämlich um eine tabuträchtige Liebesgeschichte – wie tabuträchtig, wird erst im Laufe der Handlung klar. Die Handlung selber scheint zu Anfang eher gemächlich in Gang zu kommen. Das ändert sich aber rasch – und das heißt, innerhalb einer Woche –, und das Finale „an, auf und in der Alten Donau“ ist derart rasant, dass offenbar alle bisherigen Rezensenten (mich eingeschlossen) es in einem runter gelesen haben, obwohl es immerhin gut 70 Seiten und damit ein Viertel des Buches umfasst. Es ist sozusagen in Echtzeit erzählt, sehr filmisch und sehr gekonnt. Und just zwischen zwei Höhepunkten dieses Finales wird wieder eine längere Passage aus dem Buch-im-Buch eingeblendet. Das wirkte auch auf mich zuerst wie eine Vollbremsung aus voller Fahrt, doch im Nachhinein betrachtet dürfte das Absicht sein: Die Einblendung fungiert nicht nur als retardierendes Moment; vielmehr wird hier auch klar, dass die vermeintlichen zwei Handlungsstränge eigentlich nur einer sind. Die Details der Verknüpfung werden nach dem Finale aufgedeckt. Ja, auch diesen Abschnitt hätte man etwas raffen können, da hier die Literatur-Satire sich wieder in den Vordergrund schiebt. Doch liegt der Autorin dies offenbar am Herzen, und es lässt sich unschwer denken, wer für die Figur der Cassiana Herno Pate (bzw. Patin) gestanden haben könnte. Mir kamen die Namen Charlotte Roche, Cecelia Ahern, Thomas Bernhard oder auch Karl Ove Knausgard in den Sinn. Die eigentliche Krimi-Haupthandlung findet einen überraschenden Abschluss, der aber wohl die meisten Leserinnen bzw. Leser zufrieden gestellt hat; man könnte den Schluss versöhnlich nennen. Hier zeigt sich wiederum, dass „Kaiserwasser“ einerseits Elemente des Krimis benutzt, speziell des Regionalkrimis, jedoch insofern darüber hinaus geht, als dass die Szenerie hier nicht nur Kulisse ist, sondern sozusagen selber zum Akteur wird. Es bleiben freilich noch ein paar lose Enden übrig, die eine Fortsetzung denkbar erscheinen lassen. Es würde sich lohnen!

  • Bewertung

    aus Hannover

    5/5

    02.07.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Sommer-Krimi-Komödie-Satire

    Schon die Überschrift dürfte verdeutlichen, dass ich mich schwer tat, dieses Buch einzuordnen. Wie die anderen Rezensionen zeigen, bin ich da wohl nicht der einzige. Aber gut unterhalten habe ich mich allemal; anders als bei vielem anderen, was heutzutage veröffentlicht wird, konnte ich mich hier wirklich überraschen lassen – im positiven Sinne. Offenbar verteilt die Autorin hier einige Seitenhiebe auf österreichische, speziell Wiener Eigenheiten; andererseits ist es ein stets liebevoller Blick, mit dem sie auf ihre Heimat und deren Bewohner schaut. „Kaiserwasser“ ist dennoch vielleicht nicht für jeden was, nicht für Leser, die Strand-Literatur suchen, die man nebenbei konsumieren kann, weil man die Muster und Typen kennt und eh weiß, wie’s ausgeht. Ja, stellenweise provoziert die Autorin auch, aber sie tut es stets mit einem Augenzwinkern, was durch die Konstruktion mit dem ‚Plot im Plot’ ermöglicht wird. Mehr davon bitte!

  • Oliver_L

    aus Wien

    5/5

    23.06.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Von Fischen, Hunden und Wienern

    Für alle Nicht-Wiener vielleicht erst einmal zur Erklärung: „Kaiserwasser“ ist der Name eines relativ schmalen Abschnittes der Alten Donau, bekannt und beliebt als sommerliches Freizeitareal vor allem für die Einheimischen. Hier – also an, auf und auch unter der Alten Donau, und zwar im Juli 2017 – spielt (fast) der komplette Roman. Worum genau es geht, lässt sich dagegen schon nicht mehr so leicht sagen, obwohl die Handlung tatsächlich mit ungewöhnlicher Sorgfalt und Stringenz konstruiert ist. Man kann sich die Sache auch nur bedingt dadurch erleichtern, dass man das Buch in eine Schublade steckt. Ja, es enthält Krimi-Elemente, doch auch zahlreiche humoristische Einlagen, oft von einem eher schwarzen Humor geprägt – passend zu Wien eben. Auch viele satirische Züge sind auszumachen, v.a. was den Handlungsstrang um jene Bestseller-Autorin betrifft. Diese ist allerdings nur eine von vielleicht fünf, eher aber zehn Hauptfiguren, die an der Alten Donau aufeinander treffen. Cover, Klappentext (und Rückseite!) deuten jedenfalls schon an, worum es geht: Hunde verschwinden, und zwar eben gleich „reihenweise“. Das ist mal was anderes als die üblichen Morde! Für die ‚Fahndung’ kommt hier auch nicht die Polizei ins Spiel, sondern v.a. die Freundinnen Conny und Tony, denen ebenfalls ein Hund ‚abhanden gekommen’ ist. Dabei kommen sie Machenschaften auf die Spur, in die nicht zuletzt ihr familiäres Umfeld verwickelt ist. Dass dabei die eine Freundin außerdem eine veritable Prinzessin ist (wenn auch aus einem Zwergstaat, wobei eindeutig Liechtenstein als Vorbild dient), ist dabei ein Plot-Element, über dessen Sinn ich mir nicht ganz im Klaren bin. Jedenfalls liefert es Stoff für satirische Auslassungen. Worauf sollte ich noch eingehen? Trotz der satirisch-komödiantischen Elemente fällt auf, dass die Autorin ihre Figuren nie klischeehaft zeichnet, sondern als durchaus komplexe, vielschichtige, glaubhafte Charaktere; so gibt es hier auch kein klassisches Gut-Böse-Schema, und selbst der ‚Schurke’ darf am Ende- Aber ich will hier nicht spoilern! Insgesamt also eine sehr unterhaltsame Lektüre, mit denen man sich ev. auch an einigen schwülen Sommerabenden einen wohligen Schauer verschaffen kann!

  • dru07

    aus feldkirchen

    4/5

    29.07.2017

    Buch (Taschenbuch)

    die verschwundenen wiener…

    die verschwundenen wiener hunde An der Alten Donau verschwinden immer mehr Hunde. Die Besitzer verdächtigen den koreanischen Koch des Sejong-Centers am Kaiserwasser, denn man isst ja in Korea auch Hunde. Die Freundinnen Conny und Tony glauben nicht, dass der Koch am verschwinden der Hunde schuld ist. Um dem verschwinden auf die Spur zu kommen geht Tony tauchen und entdeckt dabei gruseliges. Die Geschichte war gut. Der Schreibstil war gut zu lesen (auch mit den paar Österreichischen Begriffen). Da im Buch aber auch eine Autorin ein Buch vorgestellt hat und dabei immer wieder Passagen aus dem Buch aufgetaucht sind, habe mich immer etwas schwer getan, mich zwischen dem Buch im Buch und der Geschichte zurechtzufinden. Ab und zu wusste musste ich überlegen wer jetzt wo vorkommt, da doch beides sehr ähnlich war.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    07.08.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herrlich schräger Humor aus Wien

    Nach dem Prequel „Hotel Welt“ begegnen wir Margret Mondo, ihrer Tochter Conny und der Fürstlichen Familie von und zu Finsterfels zwei Jahre später wieder. Conny und ihre fürstliche Freundin Tony sind nunmehr fünfzehn und beinahe junge Damen, aber nur beinahe. Neu in der Geschichte ist Margrets Freundin und Bestseller-Autorin Cassie Herno, deren Buch ebenfalls „Kaiserwasser“ heißt und just an diesem der Öffentlichkeit vorgestellt wird: Also eine klassische „Buch-im-Buch-Geschichte“, die aufmerksam gelesen werden muss. Neu auch Connys (Halb)Brüderchen, dessen Vater ein (noch) streng gehütetes Geheimnis ist. Conny und Tony versuchen herauszufinden, was mit Cassie Hernos hässlichen Mops geschehen ist, der bei einem Bad in der Alten Donau auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist. Genauso spurlos wie jede Menge Hunde, deren Besitzer den koreanischen Koch in Verdacht haben, ihre Lieblinge zu koreanischen Eintopf verarbeiten. Tony, ausgestattet mit einer Tauchausrüstung und dem entsprechenden Können, erforscht das trübe Kaiserwasser und ... Nein, das verrate ich euch nicht. Bitte lest selbst! Wie wir es schon aus „Hotel Welt“ von der Autorin gewöhnt sind, spart sie nicht mit schrägem Humor und Lokalkolorit. Natürlich darf der eine oder andere Seitenhieb auf Wiens Stadtpolitiker auch nicht fehlen. Herrlich die Bemerkung des Fürsten von und zu Finsterfels, dass er mit dem Vizebürgermeister um mehr als sieben Ecken verwandt ist, und den man um eine kleine Gefälligkeit schicken kann. Fazit: Ein Krimi beinahe zum Totlachen, der ohne Leichen und Blutvergießen (wenn man von den Hunden absieht) auskommt. Vor allem, wenn die Gegend kennt und mögliche reale Vorbilder zu erkennen glaubt. Gerne gebe ich 5 Sterne und hoffe ganz stark auf eine Fortsetzung.

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