Produktbild: Es geht uns gut

Es geht uns gut Roman

3

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.03.2018

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

19/12,1/2,7 cm

Gewicht

345 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14650-0

Beschreibung

Rezension

Arno Geiger erweckt ein trauriges und komisches Jahrhundert zum Leben. Buch-Magazin, 05/2018

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.03.2018

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

19/12,1/2,7 cm

Gewicht

345 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14650-0

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    12.12.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Funkelnde Diskurse Mit dem…

    Funkelnde Diskurse Mit dem Familienepos «Es geht uns gut» hat der österreichische Schriftsteller Arno Geiger 2005 den Deutschen Buchpreis gewonnen, «… ein Roman, der ebenso genau wie leicht vom Gewicht des Lebens spricht», wie die Jury ihre Wahl begründet hat. Aber auch die Rezensionen im Feuilleton waren überwiegend positiv. Der ironische Titel dieser drei Generationen umfassenden Geschichte deutet bereits darauf hin, dass hier mit einiger Distanz erzählt wird. Historischer Hintergrund ist die Geschichte Österreichs von 1938 bis 2001, überwiegender Handlungsort die stattliche Villa der Familie in Wien. In 21 tagebuchartigen Kapiteln wird aus jeweils einer Perspektive in klug gesetzten zeitlichen Voraus/Zurück-Sprüngen das wechselvolle Leben einer großbürgerlichen Familie gezeichnet, deren Patriarch es immerhin zum hochangesehenen Minister gebracht hat, während dessen schriftstellernder Enkel schlussendlich sich eher als lebensuntüchtiger Versager und lethargischer Träumer erweist, ein an die Buddenbrooks erinnernder, familiärer Abstieg. Als Rahmen der Erzählung dient die Entrümpelungsaktion des erfolglosen Dichters Philipp, der von seiner Großmutter Alma die schon etwas heruntergekommene Wiener Familienvilla geerbt hat. Er hat ein Verhältnis mit der verheirateten Meteorologin Johanna, gelegentlich aber kommt es auch schon mal zu einem Quickie mit der Postbotin. Sein Großvater Richard, Sohn aus einer reichen, erzkonservativen Familie, macht als Jurist Karriere, bleibt auf Distanz zu den Nazis und wird nach dem Krieg Minister, der maßgeblichen Anteil hat an den Verhandlungen zum Staatsvertrag mit der Sowjetunion. Seine Frau Alma, die ihm zuliebe das Medizinstudium aufgegeben hat, widmet sich fortan dem Haushalt und den zwei Kindern Otto und Ingrid, sie liest gern und betreibt die Imkerei als Steckenpferd, im Garten der Villa steht ihr eigenes kleines Bienenhaus. Zwischen dem Paar kommt es zu intellektuell geradezu funkelnden ehelichen Diskursen, die aber nie eskalieren, weil Alma sich als die Klügere vorher meist zurücknimmt. Sohn Otto kommt bei Kämpfen kurz vor Kriegsende ums Leben, die Tochter Ingrid studiert Medizin und ist gegen den erbitterten Willen der Eltern mit dem erfolglosen Kleinunternehmer Peter liiert, das Verhältnis zu ihren Eltern nimmt dadurch irreparable Schäden. Trotzig heiratet sie ihn, als sie schwanger wird, und er geht denn auch prompt in Konkurs, findet später Arbeit als Verkehrsplaner und zieht nach Ingrids tragischem Unfalltod die beiden Kinder Sissi und Philipp alleine groß. Während Sissi später als Journalistin in New York lebt und kaum noch von sich hören lässt, versucht sich Philipp erfolglos als Schriftsteller. Er ist mit der ererbten Villa heillos überfordert, am Ende sitzt er hoch oben auf dem Dach: «Gleich wird Philipp auf dem Giebel seines Großelternhauses in die Welt hinausreiten», heißt es träumerisch. Das Besondere an diesem Roman, dessen Thematik so neu ja nicht ist, sind die geistreichen und bissigen Diskussionen, die da schlagfertig ausgefochten werden. Besonders zwischen Ingrid und ihrem stockkonservativem Vater fliegen die Fetzen, sie ist trotz der finanziellen Abhängigkeit während des Studiums zu keinen Zugeständnissen bereit und kontert seine Vorhaltungen souverän. Gleiches gilt für Alma, die ihrem Mann auch keine Antwort schuldig bleibt, sich aber konzilianter verhält. Ihr grandioser innerer Monolog am Sterbebett ihres dementen Mannes ist eine geistreiche Aufarbeitung jahrzehntelanger Rücksichtnahme und Unterdrückung, - ein gelungenes Fazit des gesamten Romans. Eheschlamassel, Alltagssorgen, die mühsame Emanzipation der eigentlichen Heldinnen Alma und Ingrid, geschickt verzahnt mit dem historischen Hintergrund, ist das wirklich Tragende bei diesem Roman. Die sympathischen Figuren und ein polyperspektivisch in Montagetechnik geradezu beiläufig erzählter, stimmiger Plot mit einer Fülle von Motiven machen diese Chronik zu einem äußerst bereichernden Lesevergnügen.

  • Bewertung

    aus Gudensberg

    1/5

    27.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    habs angefangen und gleich weg gelegt

    Ein Buch das so langweilig beginnt dass ich es gleich wieder weg gelegt habe. Die ersten paar Seiten als der junge Mann die Villa erbt gehen ja noch, aber als dann die Geschichte von den 80ziger Jahren beginnt über einen offenbar Demenzkranken Mann aus Sicht seiner Frau, wird dies sehr emotionslos und in irgendwelchen komischen Begebenheiten erzählt auf weiterblättern und sporadischen lesen ob sich dass dann wieder bessert bin ich weiterhin auf eine merkwürdige Erzählweise gestoßen die wirklich nicht meins ist.

  • Bewertung

    4/5

    07.04.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geiger in Hochform - die etwas...

    Geiger in Hochform - die etwas andere Familiengeschichte handelt von Liebe, unerwarteten Wendungen und einem Band, das uns alle mit einander verbindet. Lesenswert!

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Bewertungen (3)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Carola Ludger

    Carola Ludger

    Thalia Lippstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfühlsam und detailreich wird...

    Einfühlsam und detailreich wird das Leben dreier Wiener Generationen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart beschrieben. Dies geschieht lebendig und mit einer Spur Komik.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bisschen wie "Buddenbrooks" im Poststrukturalismus

    In "Es geht uns gut" erzählt Arno Geiger die Geschichte einer Familie, allerdings nicht chronologisch. Gibt es in der deutschsprachigen Literatur eine prägendere Familienchronik als "Buddenbrooks"? Ich wüsste keine. Und "Es geht uns gut" entthront Thomas Manns Werk sicherlich nicht. Trotzdem ist es ziemlich mitreißend. Gerade der Aspekt des Nicht-Chronologischen verleiht dem Roman ein großes Überraschungspotenzial, denn es lässt sich nicht voraussagen, wem wir wann im Buch und in welcher Lebensphase wiederbegegnen werden. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Ich erwartete z.B. nicht, dass Peter zwischendurch in den Mittelpunkt gerückt würde. Gerade dieses leicht Experimentelle hebt "Es geht uns gut" ins Literarische - im Vergleich etwas zu Carmen Korns Jahrhundert-Trilogie, die gut recherchiert und eloquent geschrieben ist, aber selten wirklich zu überraschen vermag. "Es geht uns gut" war 2005 der erste Preisträger des Deutschen Buchpreises, und wenn mich auch "Du stirbst nicht" und "Die Hauptstadt" mehr mitrissen, wurde der Preis in gute Hände gelegt.
  • Zum Bewerterprofil von Buchhändlerin

    Buchhändlerin

    Thalia Berlin Köpenick – Forum Köpenick

    Buchhändler*in

    4/5

    23.09.2009

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Seiner Sterne würdig

    Dieses Buch hat es verdient gelobt zu werden. Es spannt den geschichtlichen Bogen zwischen Frühling 1938 und Sommer 2001. Zentrum ist das Haus der Familie, welches bewohnt und entrümpelt, wo geliebt und gehasst wird. Die Eltern, ihre Kinder und Enkel kommen zu Wort. Sie und das Haus spiegeln die Veränderungen der Zeit wider. Der Autor wechselt häufig Zeit und Perspektive. Mir hat besonders gefallen, dass ich in der einen Zeit leicht schon mal "voraus lesen" konnte, um dann zurückzublättern und in der anderen Zeit den nächsten Handlungsstrang aufzunehmen. Ein sprachlich sehr schönes Buch, voller Menschen, die die Irren und Wirren der Zeiten auf ihre Art meistern.

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