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Bot Gespräch ohne Autor

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2018

Abbildungen

mit schwarz-weißen Abbildungen

Herausgeber

Angelika Klammer

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

167

Maße (L/B/H)

21,3/12,8/2 cm

Gewicht

309 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42786-6

Beschreibung

Rezension

»Was bei Interviews dadurch entsteht, dass sich zwei Menschen bestimmter Sozialisation in einem klaren Setting begegnen, fehlt dem Text; stattdessen fühlt es sich so an, als schaue man Setz tatsächlich beim Denken zu. Absolut lesenswert.« ("der Freitag")
» ... der Autor [ist in Bot ], was er stets auch in ›echten‹ Interviews ist, sofern sie gedruckt vorliegen: erstens ganz Text und zweitens ganz abwesend. Wobei die erfundenen Interviews die poetologisch interessanteren sind, weil sie ihr eigenes Genre im besten Sinne fragwürdig werden lassen.« ("Der Tagesspiegel")
»So sehr zutrifft, dass nicht immer Setz drin ist, wo Setz draufsteht, so sehr trifft umgekehrt zu, dass er umso entschiedener ›da‹ ist, je mehr er fehlt.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Wann haben wir es mit Menschen, wann mit Maschinen zu tun? Das ist die große Frage unzähliger Science-Fiction-Fantasien. Sie ist expliziter Ausgangspunkt des neuen Buchs von Clemens J. Setz. … Es ist oft bizarr, … überraschend ist es immer, oft anrührend. … da können einem beim Lesen sogar die Tränen kommen.« ("DIE ZEIT")
»Setz' eigene Seele erzählt, so stellt man am Ende fest, neben zahllosen Geschichten vor allem auch von der Absurdität eines Genres: des Autorinterviews. Sie verweigert sich dem Anspruch der Allwissenheit und unterläuft so das Genieprinzip. Warum fragt ihr mich? Was glaubt ihr, was ich dazu zu sagen habe? Dieses wundersame, komisch-traurige und staunenswerte Buch gibt die Fragen an seine Leser zurück.« ("DER SPIEGEL")
»Ein ganz starker Autor ist hier am Werk, gerade weil Setz die üblichen Inszenierungsformen heutiger Autorenschaft meidet. Neues zieht am Horizont dieses Buches auf: Etwas ungeordnet und unsicher, aber als schwere Empfehlung für alle Abenteurer des Denkens.« ("literaturhaus-graz.at")
»Was für ein phänomenal irres Buch.« ("Augsburger Allgemeine")
»Wie so oft stellt Setz aber vor allem eine Bereicherung der deutschsprachigen Literaturlandschaft dar.« ("Fixpoetry")
» Bot ist insbesondere ein Buch für literarische Flaneure, für das ziellose Herumschweifen und beiläufige Aufsammeln. Belohnt wird der Leser durch exquisite Fundstücke, verblüffende Ein- und Aussichten und hochpoetische Miniaturen.« ("Neue Osnabrücker Zeitung")
» Bot – ist eine gemischte Antwortsammlung aus origineller Intelligenz und Zukunftsvisionen. Ein unheimliches Vergnügen.« ("Deutschlandfunk Kultur")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2018

Abbildungen

mit schwarz-weißen Abbildungen

Herausgeber

Angelika Klammer

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

167

Maße (L/B/H)

21,3/12,8/2 cm

Gewicht

309 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42786-6

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Sophie Weigand

Thalia Lübeck – Citti Park

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5/5

Kurator des Skurrilen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bot. Gespräch ohne Autor ist ein formales Experiment. Weil ein herkömmlicher Interviewband gescheitert ist, entscheiden sich Clemens Setz und Angelika Klammer für eine alternative Lösung. Setz überlässt der Interviewerin seine persönlichen Aufzeichnungen aus denen mittels Volltext- und Stichwortsuche zufällige Antworten extrahiert werden. Manchmal entsteht durch das Zusammenspiel aus Frage und Antwort ein ganz neues, unerwartetes Muster, gar Komik. "Bot" ist ein Potpourri aus funkelnden Kleinigkeiten, ein Satz, eine Szene, mehr braucht es oft gar nicht. Wenn von Schillers Skelett berichtet wird, das längst aus den Knochen rund 50 verschiedener Menschen besteht, weil Grabräuber die Knochen Schillers Stück für Stück entwendeten und durch andere ersetzten. Wenn “Ich” der Name eines schädlichen Pilzes ist, der in Aquarien vorzukommen pflegt. Dann genügt das oft schon. Dann ist die Welt in ihrer Absurdität für einen Moment so schön, dass man sich fast mit ihr versöhnen könnte.
  • Sophie Weigand
  • Buchhändler/-in

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5/5

Kurator des Skurrilen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bot. Gespräch ohne Autor ist ein formales Experiment. Weil ein herkömmlicher Interviewband gescheitert ist, entscheiden sich Clemens Setz und Angelika Klammer für eine alternative Lösung. Setz überlässt der Interviewerin seine persönlichen Aufzeichnungen aus denen mittels Volltext- und Stichwortsuche zufällige Antworten extrahiert werden. Manchmal entsteht durch das Zusammenspiel aus Frage und Antwort ein ganz neues, unerwartetes Muster, gar Komik. "Bot" ist ein Potpourri aus funkelnden Kleinigkeiten, ein Satz, eine Szene, mehr braucht es oft gar nicht. Wenn von Schillers Skelett berichtet wird, das längst aus den Knochen rund 50 verschiedener Menschen besteht, weil Grabräuber die Knochen Schillers Stück für Stück entwendeten und durch andere ersetzten. Wenn “Ich” der Name eines schädlichen Pilzes ist, der in Aquarien vorzukommen pflegt. Dann genügt das oft schon. Dann ist die Welt in ihrer Absurdität für einen Moment so schön, dass man sich fast mit ihr versöhnen könnte.

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Matthias Kesper

Thalia Kassel

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5/5

Nachrichten von der ausgelagerten Seele

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Clemens Setz hat ein neues Buch geschrieben, und doch nicht: Als der Suhrkamp Verlag 2016 an ihn herantrat und fragte, ob er zusammen mit seiner Lektorin einen Gesprächsband über das Leben, das Lesen, das Schreiben etc verfassen würde, stimmte er zu. Es folgten lange Gespräche, deren Transkribierung Setz davon überzeugte, daß das für keinen Leser von Interesse sein könne. Und nun? Er übergab das Projekt allein der Lektorin, Angelika Klammer, diese formulierte die Fragen neu - und Setz` Zettelkasten, eine riesige WORD-Datei, mit Eindrücken, Überlegungen, Bildern, Textsplittern, gab die Antworten nach einem Zufallsprinzip; ausgewähl durch Volltextsuche oder zB durch scrollen durch den Text und "Stop" sagen. Ob das jetzt wirklich schon künstliche Intelligenz ist, wie Setz meint, sei dahin gestellt, aber das Ergebnis ist einfach phantastisch - ein wirklich mehr als kurzweiliges Lesevergnügen! Beispiele? Bitte! Welche Autoren oder Geschichten regen Sie an? "Heute ein weiterer Versuch, Witold Gombrovicz zu lesen.Geht nicht. Zu laut, zu viele Rufzeichen. Er knödelt endlos an seinen Sätzen herum, man wird innerlich ganz violett davon!" Wagen Sie sich an die ganz Großen? "Wäre Garcia Marquez Steirer, er wäre vielleicht nicht so weltberühmt und geliebt von allen. Die Geschichten würden sich drehen um den Stauderer Franz, der den Teufel ("Deifö") gesehen hat, und jetzt ist seine jüngste Tochter leider plötzlich mit den Pflanzen im Garten eins geworden. Und in den Kochtöpfen am Herd würmeln sich die Salamander..." "Daniel Tammet hat einmal die ersten 22514 Stellen von PI auswendig aufgesagt, die schönste Stelle dabei sei der Feynman-Punkt gewesen, sechs Neuner hintereinander, ein dicker Saum von dunkelblauem Licht. Können Sie das nachvollziehen? "Wenn ich tot bin, werde ich nicht mehr an allen roten Ampeln stehen bleiben. Shoutout an alle Ampeln!" Weltuntergang, was verbinden Sie damit? "Ich habe ein sehr trauriges Gedicht geschrieben. Es handelt vom Ende der Welt: Traurige Meldung: Jeden Tag löst sich ein kleiner Polarbär von der Größe Alaskas oder Grönlands im nördlichen Eismeer auf!" Was für ein wunderbares Buch!!!
  • Matthias Kesper
  • Buchhändler/-in

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Nachrichten von der ausgelagerten Seele

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Clemens Setz hat ein neues Buch geschrieben, und doch nicht: Als der Suhrkamp Verlag 2016 an ihn herantrat und fragte, ob er zusammen mit seiner Lektorin einen Gesprächsband über das Leben, das Lesen, das Schreiben etc verfassen würde, stimmte er zu. Es folgten lange Gespräche, deren Transkribierung Setz davon überzeugte, daß das für keinen Leser von Interesse sein könne. Und nun? Er übergab das Projekt allein der Lektorin, Angelika Klammer, diese formulierte die Fragen neu - und Setz` Zettelkasten, eine riesige WORD-Datei, mit Eindrücken, Überlegungen, Bildern, Textsplittern, gab die Antworten nach einem Zufallsprinzip; ausgewähl durch Volltextsuche oder zB durch scrollen durch den Text und "Stop" sagen. Ob das jetzt wirklich schon künstliche Intelligenz ist, wie Setz meint, sei dahin gestellt, aber das Ergebnis ist einfach phantastisch - ein wirklich mehr als kurzweiliges Lesevergnügen! Beispiele? Bitte! Welche Autoren oder Geschichten regen Sie an? "Heute ein weiterer Versuch, Witold Gombrovicz zu lesen.Geht nicht. Zu laut, zu viele Rufzeichen. Er knödelt endlos an seinen Sätzen herum, man wird innerlich ganz violett davon!" Wagen Sie sich an die ganz Großen? "Wäre Garcia Marquez Steirer, er wäre vielleicht nicht so weltberühmt und geliebt von allen. Die Geschichten würden sich drehen um den Stauderer Franz, der den Teufel ("Deifö") gesehen hat, und jetzt ist seine jüngste Tochter leider plötzlich mit den Pflanzen im Garten eins geworden. Und in den Kochtöpfen am Herd würmeln sich die Salamander..." "Daniel Tammet hat einmal die ersten 22514 Stellen von PI auswendig aufgesagt, die schönste Stelle dabei sei der Feynman-Punkt gewesen, sechs Neuner hintereinander, ein dicker Saum von dunkelblauem Licht. Können Sie das nachvollziehen? "Wenn ich tot bin, werde ich nicht mehr an allen roten Ampeln stehen bleiben. Shoutout an alle Ampeln!" Weltuntergang, was verbinden Sie damit? "Ich habe ein sehr trauriges Gedicht geschrieben. Es handelt vom Ende der Welt: Traurige Meldung: Jeden Tag löst sich ein kleiner Polarbär von der Größe Alaskas oder Grönlands im nördlichen Eismeer auf!" Was für ein wunderbares Buch!!!

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