Emilia zieht mit ihrer Familie in das blaue Haus auf dem gelben Berg. Vorher hat es ihrer Tante Treppchen gehört, aber diese ist aus dem Haus ausgezogen und macht mit ihrer besten Freundin Tante Klößchen eine Weltreise. Die beiden Tanten kennen sich bereits seit Kindertagen und sind unzertrennlich. Doch sie sind nicht schon immer beste Freundinnen, wie Emilia und ihre Schwester beim Renovieren ihrer Zimmer entdecken. Sie finden das alte Tagebuch von Tante Treppchen. Darin erfahren die Geschwister das bis dahin gut gehütetes Geheimnis um die Freundschaft der beiden Tanten. Während Tante Klößchen schon immer zu der Freundschaft stand, gab es eine Zeit, in der Tante Treppchen die freundschaftliche Beziehung vor den Klassenkammeraden verleugnet hat. Erst in großer Not steht Tante Treppchen wieder für ihre Freundschaft ein und rettet Tante Klößchen sogar das Leben. Diese lehrreiche Geschichte nimmt Emilia zum Anlass, sich für einen neuen Klassenkameraden, der von ihren Mitschülern gemobbt wird, einzusetzen. Am Ende schließen die beiden sogar Freundschaft und Emilia kümmert es nicht, was die anderen davon halten.
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Meine Meinung zum Kinderbuch:
Das Geheimnis der gelben Tapete
Aufmerksamkeit:
Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog zu entdecken.
Inhalt in meinen Worten:
Freundschaft was und wer ist das? Naja klar, jedes Kind hat entweder eine beste Freundin oder einen besten Freund, ihr sicherlich auch? Emilia z.B. hat zwei gute Freundinnen aus ihrer Klasse, doch ausgerechnet Julia will immer bestimmen und über sie entscheiden, vor allem als der Neue in die Klasse kommt, der leider sehr nach Zigarettenrauch riecht und deswegen ziemlich doof angemacht wird und anfangs mehr alleine ist.
Bis zu einem besonderen Moment wo Emilia merkt, was in ihm steckt.
Doch das ist nicht einmal alles.
Ihre Tante und deren beste Freundin machen sich auf zu einer Weltreise und vermachen den Eltern von Emilia das Haus. Dort wollen sie aber renovieren.
Ein Zimmer mit gelber Tapete lenkt besondere Aufmerksamkeit auf Emilia, denn dort sind Zeitungsberichte unter der gelben Tapete. Früher, so sagte ihre Mutter, hat man Zimmer mit Zeitung tapeziert weil einfach nicht mehr da war.
Ihre Tante hat jemanden das Leben gerettet, wem und warum?
Und dann findet sie auch noch ein Tagebuch.
Was da wohl drin stehen wird?
Das und wie echte Freundschaft funktioniert, erfahrt ihr in diesem kleinen aber feinen Kinderbuch.
Wie ich das gelesene empfand:
Das Buch ist wunderbar für Erstleser geeignet. Die Sprache ist einfach, das Thema relevant und das Gesamtpaket spricht Erstleser ganz bestimmt an.
Das Thema Freundschaft wird aus zwei Perspektiven beleuchtet, eigentlich sogar mehreren, einmal durch die Tante von Emilia, dann aber auch durch ihre eigene Freundschaft mit Julia und dann noch mit dem Neuen Mitschüler.
Emilia darf entdecken, sie hat einen eigenen Kopf und kann entscheiden mit wem sie befreundet sein möchte, auch wenn das vielleicht gar nicht so einfach ist, weil die Angst vor Ablehnung und Abgrenzung doch hoch ist. Doch Emilia weiß sich zu helfen und kann somit kleinen Lesern anhand ihrer Geschichte zeigen, wie es gehen kann.
Spannend finde ich, dass eine Geschichte, nämlich die von ihrer Tante nach dem 2. Weltkrieg spielt und somit eine Zeit beleuchtet, die vielen gar nicht so greifbar ist und Kindern wird die erste Geschichtsstunde geliefert, so das es aber nur angehaucht ist, weswegen kein Kind überfordert sein wird.
Wie war das damals als man alles neu aufbauen und neu gründen musste? Wie war es damals mit Wertgegenständen und Kleidung? Was bedeutete es, von einem Land das eigentlich Deutschland war und doch kein Deutschland war in das Deutschland wie wir es heute kennen zu kommen, mit nichts als dem eigenen Leben?
Dies und andere Themen aus der Zeit um 1955 wird sehr realistisch und kindgerecht wiedergegeben, was mir sehr gut gefällt.
Empfehlung:
Dieses Buch richtet sich definitiv an Vorleser oder Erstleser. Kinder ab fünf bis sechs Jahren werden die Freundschaft sicherlich verstehen, und das Buch lieben lernen.
Obwohl Geschichte angesprochen wird, wird das wohl eher nicht zu Nachfragen führen, weil es zwar beiläufig aus der Vergangenheit angesprochen wird, aber so, das es auch trotzdem Heute sein könnte.
Ich finde das Kinderbuch einerseits durch die Geschichte ansprechend, andererseits aber auch durch die Bilder die das Buch mit ausfüllen toll.
Jedoch ist es kein Kinderbuch für kleine, sondern schon eher für 7-8 Jahren oder jünger, je nachdem wie weit das Kind schon ist.
Bewertung:
Ich finde dieses Buch toll, gerade weil eine Zeit angesprochen worden ist, die so gar nicht mehr oft zu Wort kommt. Hier hätte das Buch für mich gerne ein paar mehr Seiten und mehr drumherum haben dürfen, so passt es dennoch gerade für Kinder.
Deswegen gibt es vier Sterne.
Meinung aus der Buchhandlung
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Emilia befindet sich in einer Zwickmühle. Zum einen möchte sie natürlich von ihren Mitschülerinnen und vor allem von ihrer Mädchenclique anerkannt werden, zum anderen merkt sie ganz genau, dass deren Verhalten dem neuen Jungen in der Klasse gegenüber so gar nicht fair ist. Doch warum muss sich Robert auch so abweisend gegenüber allen und jedem zeigen?
Da kommt es ganz passend, dass sie beim Renovieren hinter der gelben Tapete im Haus ihrer Großtante auf ein echtes Familiengeheimnis stößt. Am Ende ihrer Recherche wird Emilia nicht nur wissen, was wahre Freundschaft ausmacht, sondern auch einen neuen guten Freund gefunden haben.
Die Reihe „Kleiner Roman“ vom Tulipan Verlag eignet sich prima für erste spannende Leseerlebnisse ab der zweiten Klasse. Unterteilt in kurze Kapitel und mit seiner überschaubaren Gesamtlänge stellt sich bei den jungen Lesern schnell ein Erfolgserlebnis ein. Sie bilden einen guten Übergang von einfachen Erstlesebüchern zu „richtigen“ Kinderbüchern.
Nebenbei vermitteln sie kindgerecht und authentisch einfache moralische Grundgedanken ohne dabei pathetisch daherzukommen.
Eine wirklich gelungene Reihe.
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