Ein Kampf um die Seelen und eine Entscheidung zwischen Wissen, Glauben und Macht, die Europa für immer verändern wird. 1268: Die Kirche verbündet sich mit dem grausamen Charles d'Anjou. Diese Allianz ist gewillt, jedes Mittel gegen den sechzehnjährigen Konradin, den rechtmäßigen und im Volk beliebten Thronfolger aus dem Haus der Hohenstaufer, einzusetzen und überzieht das Heilige Römische Reich mit Krieg. Das bringt auch harsche Konsequenzen für Konradins Unterstützer - seinen Onkel, den mächtigen Herzog Ludwig von Bayern, für die Hofdame Cäcilia, die zwischen Macht und alten Traditionen zerrissen ist, und für Mathilde, eine junge Grafentochter, die noch nicht ahnt, welche Rolle sie zu spielen hat. Der Tag der entscheidenden Schlacht rückt näher, eine Schlacht, die das Abendlandes für immer wandeln wird. "[...] Präzise recherchiert, eine kraftvolle, unverwechselbare, mitunter poetische Sprache, und ein Plot, der dazu zwingt, solange weiter zu lesen, bis der Morgen graut und man sich im Büro krank meldet, weil man lieber weiter lesen will [...] eine der stärksten Stimmen der jungen Gegenwartsliteratur." Nina George, internationale Bestseller-Autorin und Vorstandsmitglied im VS - Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, im Namen der Fachjury DSPP2018 "Ein Teil unserer Geschichte. [...] Wir können aus ihr lernen, uns aber auch einfach grandios unterhalten lassen, und die Autorin hat hier die perfekte Mischung gefunden!" (Karla Paul/Literaturempfehlungen ARDBuffet/Das Erste)
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Campomarino
4/5
16.04.2018
eBook (ePUB)
Mittelalterepos
Löwenblut ist die Fortsetzung von Blutföhre. Ein sehr gut recherchierter Roman. Durch die Schilderungen der Handlungen und den verschiedenen Schauplätzen fühlt man sich beim Lesen mitten drin im Geschehen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil der aber perfekt zu dem historischen Roman passt. Da so im 13. Jahrhundert gesprochen wurde. Der Roman hat alles was ein Spannendes Buch braucht : es geht um Machtspiele, Intrigen, Liebe , Hass und Gier. Ich fühlte mich gut unterhalten.
Bewertung
aus Villingen-Schwenningen
4/5
05.04.2018
eBook (ePUB)
Blutiges Ende der Stauferära
Der Roman schildert die Ereignisse der letzten Lebensmonate von Konradin von Hohenstaufen, dem letzten Nachkommen aus dem Geschlecht der Staufer. Einen wunderbaren Überblick über die historischen Personen und eine verständliche kurze Zusammenfassung des geschichtlichen Rahmens findet sich als Anhang am Ende des Buches.
Parallel zu den tatsächlich existierenden Personen schildert die Autorin die Geschichte von Cäcilia, einer Adligen, die am Hof von Konradins Onkel Ludwig lebt. Sie ist mit dem Glauben an die Göttin Frigg aufgewachsen und steht der katholischen Kirche sehr kritisch gegenüber. Ihre Anschauungen sind sehr emanzipiert, was zur damaligen Zeit eigentlich undenkbar war, da die Frau in den Augen der Kirche kein vollwertiger Mensch war. Ihre große Liebe ist Georg von Hardenberg. Durch Geschehnisse in der Vergangenheit und dem Unvermögen beider darüber zu sprechen, scheint den beiden kein gemeinsames Glück beschieden.
nach anfänglichen leichten Schwierigkeiten, mich ein zu lesen - der Schreibstil mutet etwas altertümlich an, passt aber zur Geschichte - wurde ich von den damaligen Ereignissen mit gerissen. Schockiert von den kirchlichen Intrigen von Papst Clemens IV, dem sadistischen Handeln und Wesen von Charles dÁnjou hätte ich dem 16jährigen Konradin den Sieg gewünscht. Für mich entspricht er in der Darstellung dem Ideal des Ritters. Die Geschichte wollte es anders.
Cäcilia erlaubt es der Autorin die geschichtlichen Ereignisse gerade zu modern zu kommentieren und Einblicke in das Leben der Frauen zur damaligen Zeit zu geben. Das lockert die Erzählung zum einem auf, zu anderen werden erklärende Hinweise in die Geschichte eingebettet.
Für mich war das Buch ein spannender und lehrreicher Geschichtsunterricht, das ich jedem, der sich für Geschichte interessiert, nur empfehlen kann.
Leseigel
aus Villingen
4/5
05.04.2018
eBook (ePUB)
Blutiges Ende der Stauferära…
Blutiges Ende der Stauferära Der Roman schildert die Ereignisse der letzten Lebensmonate von Konradin von Hohenstaufen, dem letzten Nachkommen aus dem Geschlecht der Staufer. Einen wunderbaren Überblick über die historischen Personen und eine verständliche kurze Zusammenfassung des geschichtlichen Rahmens findet sich als Anhang am Ende des Buches. Parallel zu den tatsächlich existierenden Personen schildert die Autorin die Geschichte von Cäcilia, einer Adligen, die am Hof von Konradins Onkel Ludwig lebt. Sie ist mit dem Glauben an die Göttin Frigg aufgewachsen und steht der katholischen Kirche sehr kritisch gegenüber. Ihre Anschauungen sind sehr emanzipiert, was zur damaligen Zeit eigentlich undenkbar war, da die Frau in den Augen der Kirche kein vollwertiger Mensch war. Ihre große Liebe ist Georg von Hardenberg. Durch Geschehnisse in der Vergangenheit und dem Unvermögen beider darüber zu sprechen, scheint den beiden kein gemeinsames Glück beschieden. nach anfänglichen leichten Schwierigkeiten, mich ein zu lesen - der Schreibstil mutet etwas altertümlich an, passt aber zur Geschichte - wurde ich von den damaligen Ereignissen mit gerissen. Schockiert von den kirchlichen Intrigen von Papst Clemens IV, dem sadistischen Handeln und Wesen von Charles dÁnjou hätte ich dem 16jährigen Konradin den Sieg gewünscht. Für mich entspricht er in der Darstellung dem Ideal des Ritters. Die Geschichte wollte es anders. Cäcilia erlaubt es der Autorin die geschichtlichen Ereignisse gerade zu modern zu kommentieren und Einblicke in das Leben der Frauen zur damaligen Zeit zu geben. Das lockert die Erzählung zum einem auf, zu anderen werden erklärende Hinweise in die Geschichte eingebettet. Für mich war das Buch ein spannender und lehrreicher Geschichtsunterricht, das ich jedem, der sich für Geschichte interessiert, nur empfehlen kann.
rem member
aus munich
4/5
02.04.2018
eBook (ePUB)
Anspruchsvoller Ausflug ins…
Anspruchsvoller Ausflug ins 13.Jahrhundert mit viel historischem Hintergrundwissen Der junge Konradin von Hohenstaufen kämpft in Italien um sein rechtmäßiges Thronerbe, Sein Gegenspieler ist der intrigante und ehrgeizige Charles d’Anjou, der sich mit dem Papst verbündet und alles daransetzt den Knaben zu vernichten! Ludwig der Strenge von Bayern versucht zwar seinem Neffen Konradin zu unterstützen, doch seine Bemühungen sind dabei zaghaft und unentschlossen. In dieser schwierigen politischen Lage führen der Ritter Georg von Hardenberg und seine Verlobte Cäcilia einen Wettlauf gegen den Untergang und ringen gleichzeitig um ihre Liebe zueinander….. Die Autorin Monika Pfundmeier erzählt in ihrem historischen Roman „Löwenblut“, die unglückliche Geschichte um den letzten Staufer, Konradin von Hohenstaufen. Dieses Buch ist die Fortsetzung ihrer Sage der „Blutföhre“ und man begegnet im neuen Roman alten Bekannten daraus, wie der stolzen Cäcilia, der gebeutelten Familie Hardenberg, dem zaudernden Wittelsbacher Ludwig dem Strengen und seinem Berater Rudolf von Habsburg. Große politische Intrigen stehen hier aber im Mittelpunkt der Handlung, Papst Clemens IV. stellt sich auf die Seite des grausamen Franzosen und der berühmte Gelehrte Thomas von Aquin spielt eine tragende Rolle. Mit ihrem ungewöhnlichen, etwas altertümlich anmutenden Schreibstil, entführt uns die Autorin wieder in diese blutrünstige, impulsive und rachsüchtige Epoche. Jede ihrer Personen spricht zu uns und man fühlt und leidet mit jedem Einzelnen. Besonders hervorgehoben sind die damalige Unbarmherzigkeit, die Intrige und der Machtausbau der Kirche, als treibende Mittel, gegen die es kein Entkommen zu geben scheint. Ein genialer Ausflug ins Mittelalter des 13. Jahrhunderts, mit enorm viel historischer Realität, in die Autorin ihre fiktiven Figuren geschickt eingefügt hat. Das Buch war sehr unterhaltsam und trotz seines Anspruchs hat es mir richtig gut gefallen! Die perfekte Lektüre für geschichtsinteressierte Leser, mit viel Stoff zum Nachdenken und der Anregung noch ein wenig über die Protagonisten nachzuforschen.
Bewertung
5/5
06.07.2018
Buch (Taschenbuch)
Löwenblut von Monika Pfundmeier
Monika Pfundmeier, eine Autorin , die in München lebt und dort ihrer Berufung folgt Bücher zu schreiben, hat im Herbst 2017 ihren zweiten historischen Roman „Löwenblut“ im Selbstverlag veröffentlicht. Die Ereignisse in ihrem Roman stellen eine Fortsetzung ihres Debütromans „Blutföhre“ dar und beziehen sich auf wahre Ereignisse im 13. Jahrhundert (genauer das Jahr 1268) rund um das Heilige Römische Reich, den Streit um die Macht bzw. Thronfolge und den Niedergang einer ganzen Dynastie, den Staufern.
Auf 334 Seiten gelingt es Monika Pfundmeier einen historischen Roman zu schreiben, der sowohl Kriminal-, Thriller-, Abenteuer-, als auch Liebesgeschichtenelemente enthält, aber ein typischer Vertreter eines Romans mit historischem Bezug darstellt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen mächtige Herzöge und andere hochrangige Adlige, brutale Fieslinge, tapfere Ritter und Soldaten, Kirchenmänner (wie dem Papst), schöne Hofdamen aber auch einfache Menschen, die sich den Gegebenheiten der damaligen Zeit stellen müssen.
Als Ort der Handlung lässt sich grob das Heilige Römische Reich ausmachen, mit detaillierten Schilderungen der Gegenden rund um München, der Grafschaft Habsburg, Verona, Neapel, Rom und der Toskana. Beim Lesen fühlte man sich jeweils in diese Ortschaften versetzt, weil sich die Autorin darauf versteht, die Erscheinung, die Gerüche und die Geräusche, der jeweiligen Schauplätze zu den jeweiligen Jahreszeiten anschaulich zu beschreiben.
Eine weitere Stärke der Autorin ist es, Liebes- bzw. Sexszenen anschaulich zu beschreiben.
Typisch für Monika Pfundmeier ist ihre Sprache, der sogleich dialektgeprägt, zeitgemäß und präzise ist. Teilweise weist sie Andeutungen des Telegramstils auf, d.h. sie kommt ohne viele Ausschweifungen auf den Punkt und die Handlung kommt nicht ins Stocken oder wird gar langweilig. In die eigentliche Handlung und Reden der Charaktere fließen nun noch Zitate und Gedanken mit ein, die das Lesen zwar zuerst erschweren, aber für ein besseres Einfühlen in die Figuren ermöglichen, da man auch ihre Gedanken und nicht nur ihre Worte und Handlungen kennt. Allerdings musste ich mich beim Lesen auch erst an diese Erzählweise gewöhnen, man gewöhnt sich sehr schnell an dieses Stilmittel.
Den einzelnen Kapiteln widmet Monika Pfundmeier ihren Hauptcharakteren, und lässt sie in ihnen agieren, fühlen und leider auch leiden. Jedes einzelne Kapitel ist aus den Sichtweisen der in ihm handelnden Person geschrieben. Besonders wichtige Figuren in dem Roman sind Herzog Ludwig der Strenge (war auch schon zentrale Figur in ihrem Debütroman), der Thronräuber Charles d´Anjou, der Thronerbe und Ludwigs Neffe Konradin, die Hofdame Cäcilia (auch schon wichtige Figur im Debütroman), der stumme und leidende Diener Albrecht (auch aus Blutföhre), die älteste Tochter des Grafen Rudolf von Habsburg Mathilde, der Mönch und Kirchengelehrte Thomas von Aquin und der Ritter Georg (spielte ebenfalls eine Rolle in Blutföhre). Somit lässt sich keine wirkliche Hauptfigur ausmachen, obwohl sich Dreiviertel des Buches aus den unterschiedlichen Betrachtungsweisen um das Schicksal des sechzehnjährigen Stauferprinzen Konradin drehen. Dennoch handeln alle Figuren selbstständig an ihren jeweiligen Orten und hadern mit ihren eigenen jeweiligen Schicksalen und Problemen. Die Personen aus „Blutföhre“ sind zum einen wichtig für die aktuelle Handlung, und andererseits liefern sie zum Teil Rückblenden, sodass ein Zusammenhang zwischen Aktualität und Vergangenheit hergestellt wird. Somit könnte man „Löwenblut“ u.a. lesen, ohne unbedingt den Debütroman „Blutföhre“ gelesen zu haben. Gleichzeitig glaube ich aber auch, dass „Löwenblut“ dazu verleitet und die Neugier beflügelt, „Blutföhre“ zu lesen.
Eine strittige Person, auch schon in „Blutföhre“, ist der Herzog Ludwig der Strenge, der da keine Gnade gegenüber seinem Vertrauten hat walten lassen und nun in „Löwenblut“ seine bittere Entscheidung bereut und zur Einsicht zu kommen scheint.
Zu meiner Lieblingsfigur in „Löwenblut“ wurde die erfundene Figur der Cäcilia, eine ebenfalls eher fadenscheinige, zugleich gegensätzliche Persönlichkeit, die sich in „Blutföhre“ nicht so beliebt machte, aber im Folgeroman plötzlich ein Herz zu bekommen scheint. Cäcilia setzt sich durch ihre Privilegien und zahlreicher Verbindungen zu diversen Adelshäusern Europas über geltende Regeln gern hinweg und handelt zunächst zu ihrem eigenen Vorteil. Doch dann entdeckt man beim Lesen ihre Menschlichkeit und fängt an, ihre Vorgehensweise zu verstehen und mit ihr mitzufühlen. Schließlich hofft man am Ende sogar, dass für sie alles gut werden wird und ist gespannt, ob sich alles drehen und wenden wird.
Dieses Buch schafft es, die Fantasie des Lesers zu beflügeln. Die Figuren, die Orte, die Gerüche, die Gefühle, die Liebesszenen, das Leid, etc. all das wird so gut beschrieben, dass die Fantasie nur so wirken kann. Man sieht, riecht und fühlt, als wäre man selbst fester Bestandteil des Romans und dieser geschaffenen Welt, wie sie vor Jahrhunderten existierte.
Ich kann das Buch v.a. all jenen empfehlen, die sich für Geschichte, v.a. die deutsche Geschichte des Mittelalters interessieren, die sich nicht vor gewalttätigen und blutrünstigen Schilderungen scheuen und überhaupt gern historische Romane lesen. Vorkenntnisse muss man nicht haben, um dieses Buch zu verstehen, weil Monika Pfundmeier alle notwendigen Informationen während des Lesens kurz andeutet bzw. im Nachwort detailliert aufstellt.
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