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Erinnerung eines Mädchens Nobelpreis für Literatur 2022

8

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.10.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

163

Maße (L/B/H)

21,3/13,1/2,2 cm

Gewicht

313 g

Farbe

Cool Grey / Kaffee

Auflage

4

Originaltitel

Mémoire de fille

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42792-7

Beschreibung

Rezension

»
Erinnerung eines Mädchens
erschien ein Jahr vor #MeToo. Man kann sich kein treffenderes Buch zu diesem heiklen Gebiet zwischen Einwilligung und Missbrauch vorstellen.«
("NZZ am Sonntag")
»Annie Ernaux gelingt es ganz hervorragend, in ihrem Roman noch einmal zu der innerlich zerrissenen, verliebten, magersüchtigen, ehrgeizigen jungen Frau zu werden, die sie war als alles in ihr ins Wanken geriet ... « ("DIE ZEIT")
»Annie Ernaux ist die Königin der neuen autobiographischen Literatur.« ("DIE ZEIT")
»Ernaux ist eine Klasse für sich. « ("Der Tagesspiegel")
»Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig.« ("DER SPIEGEL")
» ... in diesem historisch changierenden Blick und in dem ständigen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Erinnerung liegen die großen Stärken ihres aufwühlenden Buches.« ("Deutschlandfunk")
»Mit schonungsloser Genauigkeit schreibt sie über Macht, Ohnmacht und eine Zeit, die ihr Verständnis von Moral und Sexualität ein Leben lang entscheidend geprägt hat.« ("ORF")
»Wie sie hin- und herspringt zwischen Erinnerungen heute und Notizen von damals, zwischen ihrem privaten Leben und der öffentlichen Welt, das ist so atemberaubend geschrieben, dass ihre Leserinnen und Leser froh sind. Weil sie es anders gemacht hat.« ("ZEITmagazin")
»Annie Ernaux bewirkt Betroffenheit nicht durch Pathos.
»Eines der maßgeblichen Werke der zeitgenössischen
französischen Literatur. « ("Le Point")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.10.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

163

Maße (L/B/H)

21,3/13,1/2,2 cm

Gewicht

313 g

Farbe

Cool Grey / Kaffee

Auflage

4

Originaltitel

Mémoire de fille

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42792-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Juti

    aus HD

    5/5

    03.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Veränderung der Sichtweise…

    Die Veränderung der Sichtweise der ersten sexuellen Beziehungen Obwohl dieses Buch kein Inhaltsverzeichnis hat, möchte ich das Buch doch in drei Teile gliedern: Im ersten Teil bis S.35 wird die Idee des Buches beschrieben: Ein Foto aus dem Sommer 1958 mit einer 18-jährigen: „Das Mädchen auf dem Foto bin nicht ich“ (S.19) schreibt Ernaux und hat damit Recht und Unrecht. Einerseits war sie auf dem Bild, aber bis 2014 -56 Jahre später schrieb sie diese Geschichte- ist sie eine andere geworden. Die Autorin nutzt dies, um ihr damaliges Leben in der dritten Person zu beschreiben. Gedanken beim Schreiben lesen wir in der Ich-Form. Bis zum Sommer 1958 lebte sie als einziges Kind einer Krämerfamilie in Nordfrankreich in sehr katholischen Verhältnissen, war sehr gut in der Schule und las viel. Im zweiten Teil besucht sie im Sommer 1958 eine Ferienfreizeit als Betreuerin, ohne Eltern, und macht ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Es ist eben immer die Frage, was im Sex freiwillig ist, ihre Jungfräulichkeit hat sie jedenfalls nicht verloren: „Ich erinnere nicht, wie viele Male er versucht hat, in sie einzudringen, und sie ihm stattdessen einen geblasen hat. Einmal erklärt er, wie um das zu entschuldigen: „Ich bin halt gut bestückt.““ (S.46). In diesem Abschnitt braucht man wahrhaft dicke Eier, denn von nun an verführt sie alle Betreuer bis sie nach drei Wochen noch einmal, diesmal ausdrücklich freiwillig ein Nacht mit Liebhaber H verbringt. Auf Seite 85 beginnt der diesmal auch im Druck getrennte dritte Teil. Das Leben nach dem Ferienlager verläuft in gesitteteren Bahnen. Sie vermisst H. Sie lebt während einer Ausbildung zur Grundschullehrerin in einem Nonnenkloster und darf keine anzüglichen Witze mehr machen. Selbst ihre Periode setzt aus. Blut spielt schon vorher eine wichtige Rolle. Als sie erkennt, dass sie keine geborene Lehrerin ist, geht sie mit ihrer Freundin als Aupair nach England. Ihre Freundin wird beim Ladendiebstahl erwischt, worauf die beiden noch seriöser werden. Das Buch endet mit unserer Protagonistin als fleißige und zufriedene, wieder mit Blutungen lebende Literaturstudentin. Ich habe nur Kritiken von Frauen über diese Erzählung gelesen. Ich kann nur wenige politische Bezüge erkennen, weiß nicht ob es der Frauenbewegung hilft und sehe erst recht nicht was das ganze Land damit anfangen soll. Für mich zeigt dieses Werk wie aus einem Mädchen eine Erwachsene wird und wie die Sicht auf diese Metamorphose sich im Wandel der Zeit ändert. Mit anderen Worten, den Schlussworten, formuliert dies auch die Autorin als ihr Ziel. 5 Sterne, da es auch ohne Politik unterhaltsam ist. Lieblingszitat: Einmal hat eine Klassenkameradin kichernd auf ein Zitat von Paul Claudel in dem katholischen Kalender gezeigt, den das Pensionat verteilte: „Für einen Mann gibt es kein größeres Glück, als seinen Samen in fruchtbaren Boden zu pflanzen.“ Sie verstand nicht, was daran obszön war. (S.29)

  • Bewertung

    5/5

    16.12.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "... nicht zu wissen, wie man sich in der Welt verhält."

    Annie Ernaux schildert die private Katastrophe, die ihr als junges Mädchen widerfährt. Ihre Fassungslosigkeit und Einsamkeit sind unmittelbar spürbar für den Leser. Wie sie mit analytischer Schärfe sich selbst nachspürt und ein schonungsloses Zeitbild zeichnet, ist absolut beeindruckend. Gerade in Zeiten von #MeToo aktueller denn je.

  • Bewertung

    aus Zürich

    1/5

    30.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Qual dieses Buch zu lesen

    Die Grundidee des Buches, bzw. der Hintergrund der Geschichte wäre durchaus lesenswert gewesen. Leider bedient sich die Autorin ständig irgendwelcher Referenzen und macht es sich so sehr einfach Themen anzusprechen, diese dann aber nicht ausschreiben zu müssen. Die Vermutung liegt nahe, dass in Tat un Wahrheit wahrscheinlich gar nicht so viel Substanz für diese "eigene" Geschichte vorhanden war, so wird der Leser im Dunkeln gelassen. Immer wieder werden Andeutungen gemacht, diese dann aber nicht ausformuliert. Ein Verdikt dass ich sehr selten geben muss, aber hier war Jede Leseminute verschwendete Zeit, leider

  • Bories vom Berg

    aus München

    1/5

    08.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Weder Fisch noch Fleisch Die…

    Weder Fisch noch Fleisch Die in Frankreich als literarische Legende geltende Annie Ernaux hat mit «Erinnerung eines Mädchens» ihrem überwiegend autobiografischen Œuvre jetzt auch noch die Geschichte ihrer sexuellen Initiation hinzugefügt. Mit der Verarbeitung ihres Lebens hat sie ihr ureigenes Sujet gefunden, in ihrer spezifischen Gedächtnisliteratur verschmelzen Individuelles und Kollektives symbiotisch miteinander. «Es gibt Menschen, die überwältigt werden von der Gegenwart anderer» lautet der erste Satz in einer Art Vorwort. Gebannt von der Präsenz eines dominanten Mannes wird die knapp 18jährige Annie Duchesne zum willenlosen Opfer ihres «Herrn», den die Autorin, wie auch andere ihrer Figuren, nur mit einem Buchstaben benennt. Das Mädchen, behütetes Einzelkind aus einfachen Verhältnissen, streng katholisch erzogen, steigt am 14. August 1958, von Rouen kommend, aus dem Zug, um als Betreuerin in einem Erholungsheim für Kinder zu arbeiten. Drei Tage später landet sie mit H, dem breitschultrigen Chefbetreuer, während einer wilden Party im Bett. Das erstmals aus der strengen Obhut ihrer Eltern befreite, völlig unerfahrene, naive Mädchen ist fasziniert von dem orgiastischen Treiben und lässt willenlos alles mit sich geschehen. Es gelingt H aber nicht, in sie einzudringen, sie ist total verkrampft, er wendet sich abrupt von ihr ab. Sie stürzt sich daraufhin in wahllose Abenteuer mit anderen Kollegen, ohne dass es dabei aber je zum Vollzug kommt. Diese Zäsur in ihrem Leben wird begleitet von Phasen der Bulimie und Kleptomanie, sie ist völlig aus der Bahn geworfen und wird von ihren Kollegen gnadenlos verhöhnt. Lebenslang begleitet sie nun diese traumatische Erfahrung und die tiefe Scham darüber. Ihre Jungfernschaft verliert sie erst sechs Jahre später bei dem Mann, den sie heiratet, fortan heißt sie Annie Ernaux. Dieses Buch einer problembeladenen Emanzipation ist eher aus einer soziologischen Perspektive heraus geschrieben als aus einer literarischen, Sentimentalitäten, Tränen womöglich kommen da gar nicht erst auf. Die Autorin hat für ihr absolut eigenständige Werk eine kühne Konstruktion gewählt, indem sie versucht, sich als Autobiografin, aus einem Abstand von mehr als sechzig Jahren schreibend, neben das junge Mädchen von damals zu stellen, quasi parallel aus deren damaliger Perspektive zu erzählen. Dementsprechend wechselt in den fraktionell aufgeteilten Abschnitten immer wieder der Erzähler, wird häufig von der ersten zur dritten Person umgeschaltet, vom «ich» zum «sie». In ihrer narrativen Symbiose von Autobiographie und Chronik will die Autorin keine Interpretationen akzeptieren, nichts glätten. «Ich konstruiere keine Romanfigur. Ich dekonstruiere das Mädchen, das ich gewesen bin». Bei ihrer Suche nach Wahrheit im Erinnerten nutzt Annie Ernaux zur Recherche alle Möglichkeiten der modernen Kommunikation, ohne dass sie der inneren Wahrheit damit auch wirklich nahe kommt. Ihr Leben ist, wie nicht anders zu erwarten, von früh an literarisch geprägt, das essayistische Buch weist mit seiner üppigen Intertextualität deutlich darauf hin, zitiert zudem auch Spielfilme und Musiktitel. Der Leser erlebt den Prozess des Schreibens unmittelbar mit, er wird zudem sehr direkt mit den Zweifeln am Erinnerten, an den scheinbaren Gewissheiten konfrontiert. Stilistisch nüchtern und präzise geschrieben, wirkt ihr lakonisch anmutender Text ohne jedes Pathos gleichwohl verstörend. Unbehaglich war mir als Leser, dass etliche Ungereimtheiten und andere Zweifel hier ja nicht einfach als Fiktion abgetan werden können, es ist erklärtermaßen alles autobiografisch, also real. Als Mann frage ich mich aber auch, ob geschildertes Gefühlschaos und daraus resultierendes Verhalten denn wirklich Realität gewesen sein können. Ich habe meine Zweifel an diesem Seelenstriptease, aber auch an dieser poststrukturalistischen Literatur. Sie ist weder Fisch noch Fleisch, sie überzeugt mich als psychologische Studie ebenso wenig wie als Belletristik.

  • Bewertung

    aus Zürich

    4/5

    02.12.2024

    eBook (ePUB)

    Literarisch toll

    Ich konnte mich zu 100% in die junge Annie versetzen. Es ist kein Roman, den man so nebenbei liest, deshalb wahrsch auch die negativen Bewertungen. Ich fand das Buch sehr berührend und schön geschrieben.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jolina Merkle

    Jolina Merkle

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    ,,Ich konstruiere keine Romanfigur. Ich dekonstruiere das Mädchen, das ich gewesen bin.”

    1958 bricht die junge Annie Ernaux auf, um in einem Jugendcamp als Betreuerin zu arbeiten. Es ist der Ausbruch aus dem Elternhaus und eine neue, ungekannte zügellose Freiheit, die sie im Jugendcamp erlebt. Im typischen Stil Ernauxs ist dies kein Roman, sondern eine Aneinanderreihung biografischer Anekdoten und retrospektiver Einordnung und Bewertung.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die junge Annie

    In ihrem autobiografischen Roman 'Erinnerung eines Mädchens' seziert die Autorin die seelischen Konflikte ihrer Jugend, des Weiteren stellt sie sich eigenen, schambehafteten Erinnerungen. Eine kluge und intensive Auseinandersetzung mit sich selbst, gleichzeitig Schicksalsbericht und Milieustudie. Ganz besonders eindrücklich, ungeschminkt und präzise erzählt, die Seele liest mit.
  • Zum Bewerterprofil von Rafael Ulbrich

    Rafael Ulbrich

    Thalia Augsburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    12.10.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    'Die Zeit und das Leben erfassen, verstehen und genießen'

    Im Alter von 74 Jahren versucht Annie Ernaux mit Hilfe ihrer Erinnerungen, Bilder, Briefe, Tagebücher und Internetrecherchen ihr Leben zum Zeitpunkt, als sie 18 Jahre wurde, zu verstehen und aufzuarbeiten. Sie ist sich durchaus bewusst, dass nach so langer Zeit nicht alles Realität sein kann, was ihr in den Sinn kommt. Dennoch ist diese Aufarbeitung noch persönlicher als 'Die Jahre' und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. 'Ich konstruiere keine Romanfigur. Ich dekonstruiere das Mädchen, das ich gewesen bin.' Dieser Satz gibt ganz gut wieder, was A. Ernaux in ihrem Text antreibt.
  • Zum Bewerterprofil von G. Knollmann-Wachsmuth

    G. Knollmann-Wachsmuth

    Thalia Bad Salzuflen

    Buchhändler*in

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    3/5

    06.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nobelpreis 2022!

    Schonungslos ehrlich und authentisch geschrieben. Begeistert bin ich nicht. Ich konnte das Verhalten der jungen Annie nicht nachvollziehen,

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Bewertungen (4)

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