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Produktbild: Der Schnee war schmutzig
Band 63
Artikelbild von Der Schnee war schmutzig
Georges Simenon

1. Der Schnee war schmutzig

Der Schnee war schmutzig Ungekürzte Lesung mit Sebastian Rudolph (6 CDs)

Aus der Reihe Georges Simenon
Gesprochen von
1

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Sebastian Rudolph

Spieldauer

7 Stunden und 46 Minuten

Erscheinungsdatum

26.10.2018

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

6

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Kristian Wachinger

Sprache

Deutsch

EAN

9783742407474

Beschreibung

Rezension

»Ein Meisterwerk. So noir, dass Chandler daneben beige wirkt.« The Independent

Produktdetails

Gesprochen von

Sebastian Rudolph

Spieldauer

7 Stunden und 46 Minuten

Erscheinungsdatum

26.10.2018

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

6

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Kristian Wachinger

Sprache

Deutsch

EAN

9783742407474

Herstelleradresse

Der Audio Verlag
Hardenbergstr. 9A
10623 Berlin
DE
info@der-audio-verlag.de

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  • Recensio

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    05.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die zerstörerische Kraft einer gleichgültigen Welt

    Aus der eisigen Tristesse einer namenlosen, besetzten Stadt erhebt sich eine Geschichte, die sich festsetzt wie Kälte unter der Haut. Der Schnee war schmutzig ist kein Roman, den man einfach konsumiert – er verfolgt seine Leser. Was zunächst wie ein Kriminalroman beginnt, entpuppt sich rasch als schonungslose Studie eines Menschen in einer Welt, in der moralische Ordnung längst außer Kraft gesetzt ist. Die Geschichte ist zweigeteilt. Im ersten Part findet das vermeintliche Leben im Außen statt. Nicht in einer bestimmten Stadt, in einer bestimmten Gegend, sondern unter dem Diktat einer Besatzungsmacht. Einer Macht, die wohl jedem Menschen im Nacken sitzt: sei sie nun real, eben in Form der Willkür von Besatzern, oder als Gewissen eines jeden Menschen. Apropos real: So sind auch die Gegebenheiten. Ein junger Bengel, noch keine zwanzig, vaterlos aufgewachsen, lebt im Puff seiner Mutter und bedient sich dort mehr oder weniger willkürlich. Das Außen, also das Umfeld, ist Richtung Illegalität, Kriminalität gepolt, sodass eine entsprechende „Karriere“ des jungen Mannes vorgezeichnet scheint. Konsequent wird diese Laufbahn durchschritten, Mord und Verführung bilden eine unsichere Melange des Lebens. Der zweite Teil findet hinter den Mauern eines Gefängnisses statt. Was vorher eher einem Tanz des Lebens gleichkam, wenn auch mit verkorksten Vorzeichen, findet nun in der Isolation im Kopf des Mannes statt. Nicht unbedingt in Form von Aktionen, sondern eher in stillen Monologen, die bis an die Grenzen des Menschseins heranführen. Hier finden die eigentlichen Kämpfe statt, das Ringen um Erkenntnis und das Ping-Pong der Gedanken, verschärft durch die Ausnahmesituation einer unmenschlichen Kerkerhaft. Hier wird aus der Kriminalgeschichte eine Menschengeschichte. Mit jedem Verhör werden die Verstrickungen enger, aber die Lösung ultimativ. Und diese ist tatsächlich einzigartig. Liebe erscheint hier nicht als Rettung, sondern als schmerzhafter Moment von Klarheit – ein letzter Beweis dessen, was möglich gewesen wäre und nun unwiederbringlich verloren ist. Besonders gefallen hat mir die direkte Sprache an den Protagonisten, als würde ich selbst mit ihm reden. Beispiele: “Gerade ihre Fürsorge macht dich krank.” / “Du ertrinkst in deinem eigenen Geruch.” Das fand ich ziemlich ungewöhnlich und habe ich so vorher noch nicht gelesen. Auch die teilweise filigranen Illustrationen sind rundum gelungen und spiegeln all die Dramatik, Zerrissenheit und Tristesse wider, die man durchweg wahrnimmt. Fazit: Der Schnee war schmutzig ist ein zeitloser, verstörender Roman über Schuld, Verantwortung und die zerstörerische Kraft einer gleichgültigen Welt. Simenon stellt nicht die Frage nach dem Bösen, sondern nach den Bedingungen, unter denen Menschlichkeit scheitert. Die Geschichte lässt keine Entlastung zu und gerade darin liegt ihre große literarische Kraft. Wer dieses Buch liest, bleibt nicht unberührt zurück. So erging es mir zumindest.

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Bewertungen (1)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Rafael Ulbrich

    Rafael Ulbrich

    Thalia Augsburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Erschreckend!

    Ein Roman, der obwohl Morde und andere Verbrechen geschehen, auf keinen Fall als Krimi zu lesen ist. Er ist, wie Daniel Kehlmann im Nachwort schreibt, ein existentialistischer Roman, gleichwertig neben Sartres ‘Ekel‘ und Camus‘ ‘Fall‘. Der junge Frank begeht Verbrechen unterschiedlichster Art. Warum tut er das und was macht das mit ihm? Ganz unemotional beobachtet Simenon seine Protagonisten und behandelt große Themen, die sich durch sein gesamtes Werk ziehen. ‚Der Schnee war schmutzig‘ ist eine düstere und beeindruckende Lektüre!

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Bewertungen (1)

  • Produktbild: Der Schnee war schmutzig
  • Der Schnee war schmutzig

    1. Der Schnee war schmutzig