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Produktbild: Der Schnee war schmutzig
Band 63

Der Schnee war schmutzig

1

8,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

04.10.2018

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

665 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Kristian Wachinger

Sprache

Deutsch

EAN

9783311700074

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 A

Erscheinungsdatum

04.10.2018

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

665 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Kristian Wachinger

Sprache

Deutsch

EAN

9783311700074

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  • Recensio

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    05.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die zerstörerische Kraft einer gleichgültigen Welt

    Aus der eisigen Tristesse einer namenlosen, besetzten Stadt erhebt sich eine Geschichte, die sich festsetzt wie Kälte unter der Haut. Der Schnee war schmutzig ist kein Roman, den man einfach konsumiert – er verfolgt seine Leser. Was zunächst wie ein Kriminalroman beginnt, entpuppt sich rasch als schonungslose Studie eines Menschen in einer Welt, in der moralische Ordnung längst außer Kraft gesetzt ist. Die Geschichte ist zweigeteilt. Im ersten Part findet das vermeintliche Leben im Außen statt. Nicht in einer bestimmten Stadt, in einer bestimmten Gegend, sondern unter dem Diktat einer Besatzungsmacht. Einer Macht, die wohl jedem Menschen im Nacken sitzt: sei sie nun real, eben in Form der Willkür von Besatzern, oder als Gewissen eines jeden Menschen. Apropos real: So sind auch die Gegebenheiten. Ein junger Bengel, noch keine zwanzig, vaterlos aufgewachsen, lebt im Puff seiner Mutter und bedient sich dort mehr oder weniger willkürlich. Das Außen, also das Umfeld, ist Richtung Illegalität, Kriminalität gepolt, sodass eine entsprechende „Karriere“ des jungen Mannes vorgezeichnet scheint. Konsequent wird diese Laufbahn durchschritten, Mord und Verführung bilden eine unsichere Melange des Lebens. Der zweite Teil findet hinter den Mauern eines Gefängnisses statt. Was vorher eher einem Tanz des Lebens gleichkam, wenn auch mit verkorksten Vorzeichen, findet nun in der Isolation im Kopf des Mannes statt. Nicht unbedingt in Form von Aktionen, sondern eher in stillen Monologen, die bis an die Grenzen des Menschseins heranführen. Hier finden die eigentlichen Kämpfe statt, das Ringen um Erkenntnis und das Ping-Pong der Gedanken, verschärft durch die Ausnahmesituation einer unmenschlichen Kerkerhaft. Hier wird aus der Kriminalgeschichte eine Menschengeschichte. Mit jedem Verhör werden die Verstrickungen enger, aber die Lösung ultimativ. Und diese ist tatsächlich einzigartig. Liebe erscheint hier nicht als Rettung, sondern als schmerzhafter Moment von Klarheit – ein letzter Beweis dessen, was möglich gewesen wäre und nun unwiederbringlich verloren ist. Besonders gefallen hat mir die direkte Sprache an den Protagonisten, als würde ich selbst mit ihm reden. Beispiele: “Gerade ihre Fürsorge macht dich krank.” / “Du ertrinkst in deinem eigenen Geruch.” Das fand ich ziemlich ungewöhnlich und habe ich so vorher noch nicht gelesen. Auch die teilweise filigranen Illustrationen sind rundum gelungen und spiegeln all die Dramatik, Zerrissenheit und Tristesse wider, die man durchweg wahrnimmt. Fazit: Der Schnee war schmutzig ist ein zeitloser, verstörender Roman über Schuld, Verantwortung und die zerstörerische Kraft einer gleichgültigen Welt. Simenon stellt nicht die Frage nach dem Bösen, sondern nach den Bedingungen, unter denen Menschlichkeit scheitert. Die Geschichte lässt keine Entlastung zu und gerade darin liegt ihre große literarische Kraft. Wer dieses Buch liest, bleibt nicht unberührt zurück. So erging es mir zumindest.

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  • Zum Bewerterprofil von Rafael Ulbrich

    Rafael Ulbrich

    Thalia Augsburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Erschreckend!

    Ein Roman, der obwohl Morde und andere Verbrechen geschehen, auf keinen Fall als Krimi zu lesen ist. Er ist, wie Daniel Kehlmann im Nachwort schreibt, ein existentialistischer Roman, gleichwertig neben Sartres ‘Ekel‘ und Camus‘ ‘Fall‘. Der junge Frank begeht Verbrechen unterschiedlichster Art. Warum tut er das und was macht das mit ihm? Ganz unemotional beobachtet Simenon seine Protagonisten und behandelt große Themen, die sich durch sein gesamtes Werk ziehen. ‚Der Schnee war schmutzig‘ ist eine düstere und beeindruckende Lektüre!

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