River Cartwright ist ein ausgemusterter MI5-Agent, und er ist es leid, nur noch Müllsäcke zu durchsuchen und abgehörte Telefonate zu transkribieren. Er wittert seine Chance, als ein pakistanischer Jugendlicher entführt wird und live im Netz enthauptet werden soll. Doch ist das Opfer der, der er zu sein vorgibt? Und wer steckt hinter den Entführern? Die Uhr tickt, und jeder der Beteiligten hat seine eigene Agenda. Auch Rivers Chef.
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4.1/5.0
kkarin
aus Oberösterreich & Wien
5/5
19.10.2018
eBook (ePUB 3)
Mission accomplished Inhalt:…
Mission accomplished Inhalt: River Cartwright, ein aufstrebender MI5-Agent, wird nach einem folgenschweren Fehler bei der Vereitelung eines Bombenangriffs im Londoner U-Bahn-Netz von der Zentrale des Secret Services zu den „Slow Horses“ in die Nebenstelle „Slough House“ unter der Führung von Jackson Lamb strafversetzt, ein Sammelbecken ausgemusterter Agents, die mit stumpfsinnigen Arbeiten zur Selbstkündigung getrieben werden sollen. Als ein pakistanischer Jugendlicher entführt und gedroht wird, ihn live zu köpfen, wittert River die Chance, sich aus „Slough House“ wieder hochzuarbeiten. Doch wer steckt hinter der Entführung? Wer zieht einen Nutzen daraus? Welche Ziele verfolgen Diana Taverner („Lady Di“), die Vizechefin des Secret Service, und sein Chef Jackson Lamb? Meine Meinung: Mick Herron gelingt es in seinem Serienstart um River Cartwright und Jackson Lamb hervorragend, die Stimmungslage aufgrund der Terrorangriffe in Großbritannien (und der restlichen Welt) und die damit einhergehenden (sicherheits-)politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen aufzugreifen und sie mit einer spannenden Geheimdienstgeschichte rivalisierender Secret Service-Teams zu vernetzen. Mit britisch-trockenem schwarzen Humor werden Sichtweisen zu situationselastischen Regelauslegungen, der Instrumentalisierung von Einzelpersonen und/oder Gruppen, internationale Konflikte und nationalistische Tendenzen sowie das Spannungsfeld zwischen fake news und Wahrheit sowie Freund und Feind behandelt. Dabei sind es - ähnlich dem „Sonderdezernat Q um Carl Mørck“ (von Jussi Adler-Olsen) - auch bei Mike Herron die vermeintlichen underdogs/lahmen Gaule/alten Klepper, die aus ihrem „Drecksloch“ heraus mit eingeschränkten Ressourcen agieren und auch vor „friendly fire“ nicht gefeit sind, um wahre Größe beweisen können. Die Spannung fällt zwischendurch zwar kurzfristig ein wenig ab, wird jedoch – im Sinne der Nachfolgebände – gut genützt, um die Hauptcharaktere zusehends detaillierter zu skizzieren. Fazit: Ein spannender Start dieser neuen britischen Spionage-Reihe! Vielversprechend dürfte sich die Rivalität zwischen Taverner und Lamb entwickeln, aber auch River und sein Großvater (eine bereits pensionierte MI5-Legende) sowie Rivers KollegInnen - allen voran Catherine Standish (die „Miss Moneypenny“ von Slough House) und hoffentlich auch wieder Sid Baker - sind es Wert, an dieser Reihe weiter dran zu bleiben!
kkarin
aus Oberösterreich & Wien
5/5
17.10.2018
eBook (ePUB 3)
Mission accomplished
Inhalt:
River Cartwright, ein aufstrebender MI5-Agent, wird nach einem folgenschweren Fehler bei der Vereitelung eines Bombenangriffs im Londoner U-Bahn-Netz von der Zentrale des Secret Services zu den „Slow Horses“ in die Nebenstelle „Slough House“ unter der Führung von Jackson Lamb strafversetzt, ein Sammelbecken ausgemusterter Agents, die mit stumpfsinnigen Arbeiten zur Selbstkündigung getrieben werden sollen.
Als ein pakistanischer Jugendlicher entführt und gedroht wird, ihn live zu köpfen, wittert River die Chance, sich aus „Slough House“ wieder hochzuarbeiten. Doch wer steckt hinter der Entführung? Wer zieht einen Nutzen daraus? Welche Ziele verfolgen Diana Taverner („Lady Di“), die Vizechefin des Secret Service, und sein Chef Jackson Lamb?
Meine Meinung:
Mick Herron gelingt es in seinem Serienstart um River Cartwright und Jackson Lamb hervorragend, die Stimmungslage aufgrund der Terrorangriffe in Großbritannien (und der restlichen Welt) und die damit einhergehenden (sicherheits-)politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen aufzugreifen und sie mit einer spannenden Geheimdienstgeschichte rivalisierender Secret Service-Teams zu vernetzen.
Mit britisch-trockenem schwarzen Humor werden Sichtweisen zu situationselastischen Regelauslegungen, der Instrumentalisierung von Einzelpersonen und/oder Gruppen, internationale Konflikte und nationalistische Tendenzen sowie das Spannungsfeld zwischen fake news und Wahrheit sowie Freund und Feind behandelt.
Dabei sind es - ähnlich dem „Sonderdezernat Q um Carl Mørck“ (von Jussi Adler-Olsen) - auch bei Mike Herron die vermeintlichen underdogs/lahmen Gaule/alten Klepper, die aus ihrem „Drecksloch“ heraus mit eingeschränkten Ressourcen agieren und auch vor „friendly fire“ nicht gefeit sind, um wahre Größe beweisen können.
Die Spannung fällt zwischendurch zwar kurzfristig ein wenig ab, wird jedoch – im Sinne der Nachfolgebände – gut genützt, um die Hauptcharaktere zusehends detaillierter zu skizzieren.
Fazit:
Ein spannender Start dieser neuen britischen Spionage-Reihe! Vielversprechend dürfte sich die Rivalität zwischen Taverner und Lamb entwickeln, aber auch River und sein Großvater (eine bereits pensionierte MI5-Legende) sowie Rivers KollegInnen - allen voran Catherine Standish (die „Miss Moneypenny“ von Slough House) und hoffentlich auch wieder Sid Baker - sind es Wert, an dieser Reihe weiter dran zu bleiben!
Bewertung
aus Wien
4/5
29.11.2022
eBook (ePUB 3)
freudig überrascht - und immer wieder erheitert
nach monatelanger selbst-betäubung mit J.D. Robbs "Eve Dallas"-geschichten fand ich Mick Herron und bin freudig überrascht - und immer wieder erheitert. zum einen der deutliche (und höchst angenehme) stilistische unterschied zur ami-schreibe (british humour), zum anderen merkt man schon, wer da literatur studiert hat und wer nicht. auf den plot eingehen muss ich hier nicht, steht eh in der beschreibung. die charaktere an sich, deren seltsames umfeld und ihre positionierung innerhalb (oder eher außerhalb) des MI5 sind gut fühlbar beschrieben - und wenn man der Serie folgt, wird's immer dichter. schade, dass band 6 noch nicht übersetzt vorliegt, bis nr. 5 hab ich's mit genuss durch.
mesu
4/5
26.10.2018
eBook (ePUB 3)
Diese Spezialeinheit hat es in sich!!
Die sogenannten "Slow Horses" sind ein unbeliebter Haufen ausgemusterter und abgeschobener Agenten die einen Einsatz vermasselt haben, und jetzt zusammen in dieser Spezialeinheit ihr Dasein fristen müssen. In einem alten heruntergekommenen Gebäude in London verrichten sie ihren ungeliebten Dienst, der aus Observieren, Telefonate abhören, oder sogar Müll durchsuchen besteht. Sie wurden abgeschoben und keiner rechnet mehr mit ihnen.... bis eines Tages ein junger Mann entführt und mit seinem Tod live im Netz gedroht wird.
Das ungleiche Team um ihren Vorgesetzten Jackson Lamb taucht tief in den Fall ein, wächst über sich hinaus und sorgt für Aufklärung... die nicht allen gefällt.
Dem Autor ist eine fabelhafte und spannend zu lesende Agentengeschichte gelungen.
Die Protagonisten sind so verschiedene Charaktäre und treffend beschrieben, die Handlung am Anfang zwar etwas verwirrend, da es sich um viele Personen handelt, aber wer dran bleibt, wird mit einer richtig guten Geschichte belohnt.
Das ist eine Leseempfehlung wert!!
Miss.mesmerized
4/5
08.09.2018
eBook (ePUB 3)
Slow Horses
Slough House, das Abschiebegleis der Geheimdienste. In diesem unscheinbaren Haus sammeln sich all diejenigen, die ihren Vorgesetzen auf die Füße getreten sind, wie der Abteilungsleiter Jackson Lamb, oder die eine Operation grandios vermasselt haben, wie River Cartwright. Wobei sich letzterer sicher ist, dass er von seinem Ex-Kollegen reingelegt wurde, damit dieser karrieretechnisch freie Fahrt hat. Als ein pakistanischer Junge entführt wird und die Geiselnehmer drohen, ihm innerhalb von 48 Stunden den Kopf abzuschneiden, um Rache an den Attentaten zu nehmen, die Islamisten im Königreich verübt haben, bleibt das Team zunächst unbeteiligt. Mit solchen Fällen haben sie nichts mehr zu tun. Jackson Lamb war immer ein unbequemer Agent, aber einer der besten und er kommt mit seinen Slow Horses, wie man seine Mitarbeiter scherzhaft wegen ihres Arbeitsplatzes und ihrer Vergangenheit getauft hat, schnell darauf, dass hinter dem inzwischen angelaufenen Medienspektakel eine unglaubliche Verschwörung steckt.
Mick Herrons Spionagethriller „Slow Horses“ ist der erste Band der Serie um Jackson Lamb, die inzwischen bereits aus sieben Bänden besteht. Sie gilt als die aktuell stärkste Agentenserie Großbritanniens und „Slow Horses“ war unter anderem für den Steel Dagger Award nominiert, den Herron dann mit dem zweiten Band „Dead Lions“ auch gewann.
Der Thriller beginnt rasant mitten in einem Einsatz, der jedoch sensationell scheitert und River Cartwright in das Slough Hosue befördert. Slough – das Sumpfloch – macht seinem Namen alle Ehre, betrachtet man die Vorgeschichten der dorthin versetzten MI5 Agenten; überhaupt sind die Namen von Herron hervorragend gewählt: Lamb, das unscheinbare Lamm, das zur Schlachtbank geführt und geopfert werden soll; James Webb, genannt Spider, der am Regent’s Park sein Netzt spinnt, um seine Karriere voranzutreiben; Standish, die keineswegs nur Garnitur ist und die zu unterschätzen ein böser Fehler wäre.
Herron gelingt es vor allem durch das Agieren seiner Figuren einen guten Eindruck nicht nur ihrer grenzwertigen psychischen Verfassung, sondern auch der Lage beim MI5 zu vermitteln. Er muss nicht langatmig beschreiben, sondern zeigt implizit, was schief läuft und wo sich der eigentliche Sumpf befindet. Seine Serie wurde schnell mit jener um George Smiley verglichen, die den Dienst auch so manches Mal eher zweifelhaft aussehen ließ. Der Fall wird sehr clever aufgebaut, man weiß schnell, was im Zentrum der Ermittlungen stehen wird, aber die Rolle, die die Slow Horses darin haben werden, bleibt zunächst unklar. Insgesamt lebt der Roman hauptsächlich von den eigenwilligen Figuren, die Herron interessant und überzeugend geschaffen hat und die mit viel Cleverness, aber ohne Zufälle, die Verschwörung aufdecken. Ein überzeugender Auftakt, der auch in den weitern Bänden viel Spannung verspricht.
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5/5
21.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Ich habe eine neue Lieblingsserie
Diese Buch habe ich bei der letzten Taschenbuch-Jagd zu einem Spottpreis aus der Kiste gezogen und weiß jetzt schon, dass ich die ganze Reihe um die Slow Horses lesen muss.
Ein herrlich entschleunigter aber nicht altbackener Agententhriller. Tolle Dialoge, schräge Typen. Für alle, denen Clancy zu technikbesoffen und Silva einfach zu kompliziert ist (sorry, ist so...).
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5/5
17.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Very british!
Lesevergnügen für alle, die George Smiley hinterhertrauern und Sinn für Humor haben. Auftakt einer Serie britischer Agentenkrimis, skurril und aktuell. Abgeschoben ins Slough House versuchen die Slow Horses, ausgemusterte Agenten des britischen Geheimdienstes, noch irgendeinen Sinn im Dasein zu finden. Nichts für Leute, die Action erwarten.
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4/5
16.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Wer "Apple TV" streamt, ist wohl...
Wer "Apple TV" streamt, ist wohl an dieser britischen Serie nicht vorbeigekommen, aber auch ihr literarisches Vorbild macht Laune!
Bd.1 lässt eine Truppe ganz spezieller Loser auflaufen,
deren Schicksal auf der abgewandten Seite des Mondes=MI5 mit etwas schwarzem Humor punktet..
Kurzweiliger Agententhriller um eine Schar Aussenseiter*innen. Britisch, ein bisschen zynisch, ungewöhnlich und spannend. Der erste Band macht Lust auf mehr!
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