Überall auf der Welt herrscht ein erbarmungsloser Krieg. Nur im Tal der Erweckten, das von der Außenwelt abgeschottet ist, können die Menschen noch in Sicherheit und Frieden leben. Das glaubt zumindest Sophia. Doch als ihr Freund Mirko verschwindet, beginnt Sophia ihre streng religiöse Gemeinde infrage zu stellen. Sie verlässt das Tal und findet anstelle eines Schlachtfeldes eine scheinbar perfekte, hoch technisierte Gesellschaft vor. Kann es sein, dass Sophias bisheriges Leben eine einzige Lüge war?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Melanie Schöllnhammer
aus Steiermark
5/5
26.01.2026
eBook (ePUB)
Das Buch ist ab 14
Was ich absolut am Schreibstil gemerkt habe. Ich kenne "Virtua" von Karl Olsberg und das ist definitiv anspruchsvoller, aber ich wusste, worauf ich mich einlasse, deshalb gibt es alle Sterne.
Das Buch hat mich direkt gepackt und ich fand es schwer aushaltbar, in welcher Welt Sophie aufwächst. Nicht nur, weil ich grundsätzlich sehr kirchenkritisch bin, auch, was sie da lernt über Gott und die Welt. Es war schnell klar, dass das alles eine manipulative Machtausübung war. In der "realen" Welt der Verlorenen, in der Sophie dann landet, war alles gruselig möglich. Also, das heisst, das, was die KI da fabriziert hat, kann tatsächlich auch in Zukunft wahr werden. Keine Ahnung, was da gruseliger ist - ein fanatischer Glaube, oder ein fremdbestimmtes Leben mit der Illusion, dass es selbstbestimmt wäre.
Vielleicht ein Lesestoff für die Schule, als Warnung für unsere Jugendlichen...
Grundsätzlich kann ich das Buch aber jedem ans Herz legen, auch Erwachsenen.
Bewertung
5/5
06.05.2021
eBook (ePUB)
schöner, spannender Roman
Die Geschichte ist sehr realitätsnah geschrieben. Ich war sofort davon gefesselt und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Entwicklung, welche der Autor in diesem Buch beschreibt, macht sich heute schon bemerkbar. Die Menschen schauen nur auf die Smartphones, können gar nicht mehr ohne! Wehe wenn der Akku leer ist!
An manchen Stellen fand ich das Buch etwas langweilig. Aber ansonsten top.
Bewertung
5/5
01.08.2019
eBook (ePUB)
Spannender Zukunftsthriller!
Schon lange hat Sophia das Gefühl, dass nicht alles so ist, wie die Erwachsenen es ihr in der Gemeinde erzählen. Doch solch Zweifel wird als Ketzerei bestraft. Sie wohnt in einer kleinen Gemeinschaft, welche sich von dem Rest der Welt abschottet. Ausserhalb soll alles zerstört sein und Sophia darf niemals das schützende Tal verlassen. Doch eines Tages läuft ihr Freund Mirko weg - ist das nicht ein Zeichen, dass es eventuell doch mehr gibt, als ihr gesagt wird? War ihr gesamtes Leben bisher eine Lüge?
Als sie nun auch aufbricht in diese geheimnisvolle Welt ausserhalb des Tals beginnt ihr Abenteuer. Auf dem ersten Blick wirkt alles wie ein Traum auf sie, doch bald stellt sie fest, dass auch dort nichts so ist wie es scheint. Die Welt ist hoch technisiert, jeder ist mit jedem vernetzt und das alles wird von künstlichen Intelligenzen bewacht. Diese bestimmen sogar, was jeder einzelne Mensch sieht, hört und fühlt. Sophia war ihr Leben lang abgeschottet von all dem, wie soll sie die Wahrheit herausfinden? Kann sie die reale Welt von der simulierten unterscheiden und ihren Freund Mirko befreien?
Mit diesem Buch liefert Karl Olsberg wieder einmal einen großartigen Zukunfts-Thriller ab. Unsere Technik könnte genau auf dem Weg in eine Zukunft sein, wie Olsberg sie in seinen Büchern beschreibt. Dieser Fortschritt wird die Welt verändern, in der wir leben. Aber ist dieser Fortschritt wirklich so gut für die Menschheit?
Andreas
aus Gladbeck
4/5
22.05.2019
eBook (ePUB)
Schattenseiten von Religion und Technik (eine Familienrezension)
Die Protagonisten in dem Buch sind die 15-jährige Sophia und der anscheinend gleichaltrige Freund Mirko. Sophia lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem abgelegenen Tal, dem Stilllachtal. Hier leben die Menschen fast ohne Technik und sind sehr religiös.
Nach dem ersten Band, den man dem Genre "Thriller" zuordnen kann, fanden unsere Jungs und auch ich dieses Buch anfangs "langweilig" bzw. "langatmig". Das Leben im Tal wirkt friedvoll und orientiert sich an den Jahreszeiten und den religiösen Hochfesten.
Schnell wurde aber unseren Söhnen klar, dass die Oberhäupter der religiösen Gemeinschaft viel Macht besitzen und diese auch für ihre Zwecke nutze. Es gibt strenge Regeln. Diese orientieren sich mehr an das Alte Testament, welches schon ein wenig "rauer" war. Andersdenkende werden diszipliniert und wieder in die Gemeinschaft zurückgeführt.
Außerhalb des Tals herrsche Krieg und Verwüstung. Die "Erweckten", wie sich die Bewohner des Tals selber nennen, sind die letzten Menschen, die ihre Meinung nach nicht vom Bösen bzw. vom Teufel befallen wurden. Die Oberhäupter lassen die Bewohner des Tals keine weiteren Informationen zukommen. Medien, Bücher, Technik und alle anderen Dinge der "Neuzeit" sucht man vergebens.
Sophia lernt einen Jungen aus einem Nachbardorf kennen und verliebt sich in ihn. Sie verbringen viel Zeit zusammen und lernen sich kennen. Mirko zeigt ihr eines Tages "verbotene Bücher". Bücher, in denen das Weltbild des Tals in Frage gestellt wird. In den Büchern geht es um die Evolution und die Entstehung der Erde. Der Besitz der Bücher ist im Tal strafbar und wird als Verstoß gegen die strengen Glaubensregeln gesehen.
Wir haben darüber nachgedacht, ob wir in dem Tal leben wollten. Das Leben im Tal wirkt sehr reglementiert. Fast so wie das Leben in einer Sekte. Im Namen der Religion und des Glaubens werden Regeln aufgestellt, Tiere geopfert und auch Strafen verhängt. Statt eines Richters und der Polizei gibt es einen Inquisitor und die Gotteswächter. Unsere Jungs würden nicht in diesem Rahmen leben wollen. Es ist eine vorgegaukelte friedvolle Welt.
Beiden wird auch schnell bewusst, das Sophia und Mirko nicht "frei denken" dürfen. Unterstrichen wird dies noch, als Mirko Sophia ein Geheimnis verrät. Er ist im Besitz von Büchern, die das Leben und die Regeln im Tal in Frage stellen. Sophia heißt dies im Namen des Glaubens nicht gut und trennt sich von Mirko, der daraufhin das Tal verlässt. Sophia ist danach so traurig, das Sie anfängt an das Leben im Tal zu zweifeln.
Eines Tages erscheint eine "Drohne" und spielt eine visuelle Nachricht von Mirko ab, die Sophia zutiefst verstört. Da sie diese Art von Technik nicht kennt, denkt sie sofort an das Werk des Teufels. Mirko lebe in einer großen Stadt. Dort wäre alles besser und Sophia möge ihm folgen.
Mit großen Gewissensbissen und Ängsten erwischt zu werden, beginnt Sophia in den Büchern zu lesen und ihr Weltbild wird auf den Kopf gestellt. Sie kann mit niemanden darüber reden und wünscht sich, dass Mirko nicht gegangen wäre. Als ihre Mutter sie beim Lesen der Bücher erwischt, ist sie sehr geschockt und verbrennt die Bücher. Das Verhältnis zwischen Sophia und ihrer Mutter verschlechtert sich zusehends. Sophia verlässt das Tal und macht sich auf die Suche nach Mirko.
Die Jungs sehen in den strengen Glaubensregeln eine Kritik an die Kirche und den Glaubensparadigmen aus dem Mittelalter. Auch die Infragestellung der Evolutionstheorie beschäftigt die beiden.
Außerhalb des Tals, in der für Sophia "neuen Welt", erlebt sie viele Dinge, die sie nicht auf Anhieb versteht. Hier ist nichts verwüstet, wie ihr die Glaubensführer weiß machen wollten. Stattdessen ist die Welt außerhalb des Tals hochtechnisiert. Schnell wird ihr klar, das nicht alles von Vorteil ist. In München trifft sie Mirko nicht an der genannten Adresse an. Dafür trifft sie auf die Ricky und Paula. Beide versuchen ihr bei der Suche nach Mirko zu helfen.
Der Leser erfährt nach und nach, wie die neue Welt aufgebaut ist. Alles wird von Intelligenten Maschinen kontrolliert, die sich selbstständig verbessern. Der Mensch hat keinen Einfluss mehr auf die Computer und Maschinen. Er ist beinahe überflüssig. Sieben große Computer, genannt Titanen, kontrollieren die Welt und kämpfen untereinander um die Herrschaft.
Viele Menschen leben in einer künstlichen virtuellen Realität. Dazu legen sie sich in einen Simpod und entfremden sich vom realen Leben. Hierhin hat es auch Mirko verschlagen. Sie werden zu "Träumern" und verlassen schlimmsten Falls ihre Simpods nicht mehr. Sophia begibt sich mit ihren neuen Freunden in diese virtuelle Realität um ihre große Liebe zu finden und zu retten.
Dabei stößt sie auf viele Gefahren, nicht nur spielerisch in der virtuellen Welt, sondern auch im realen Geschehen. Die Computer wollen Mirko und auch die anderen Menschen in der virtuellen Welt halten und arbeiten gegen Sophia.
Hier wird es dann hin und wieder verwirrend. Realität verschmilzt mit der virtuellen Welt. Unseren Jungs geht es so wie auch es auch Sophia ergeht. Es fällt ihnen schwer, der virtuellen Welt und der realen Welt zu unterscheiden. Immer wieder erscheint ihr ein Mann, der sich Descartes nennt. Dieser wirkt anfänglich bedrohend, entwickelt sich aber zu einem Helfer für Sophia.
Zum Ende hin wird klar, das Decartes Manuel aus "Boy In A White Room" ist. Er unterstützt Sophia, die dann Mirko retten kann. Trotzdem bleibt am Ende der Wunsch "Bitte, Gott, flehe ich in Gedanken, lass es real sein!"
Wo noch im ersten Buch die Frage im Raum stand, was den Menschen ausmacht und von einer künstlichen Intelligenz unterscheidet, zeigt das zweite Buch was passiert, wenn intelligente Computer die Welt regieren und steuern. Menschen werden überflüssig oder von den Maschinen nur noch als "Sklaven" gehalten. Karl Olsberg stellt aber auch religiöse Glaubensgemeinschaften in Frage, die mit ihren strengen Regeln das Leben in der Tal-Gemeinschaft bestimmen und den Menschen die Wahrheit über die restliche Welt vorenthalten.
Unseren Jungs hat das zweite Buch nicht ganz so toll gefallen. Klar gab es hier auch die ein oder andere Action-Szene, aber diese spielten sich wie auf einem Konsolen-Spiel ab. Der Leser wird im zweiten Buch noch weiter in eine virtuelle Realität hineingezogen. Grenzen sind nur noch schwer zu erkennen.
Bewertung
5/5
23.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Die hoch moderne Welt, in die Sophia gelangt, scheint realistisch nah an dem was uns bald erwarten könnte. Gruselig, spannend und voller Abenteuer. "Girl in a strange land" hat alles, was man von einer guten Dystopie erwarten kann und lässt einen nachdenklich zurück. Ab 14 Jahren
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3/5
10.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Sehr rasant erzählt!
Vor allem die Idee der technisierten Zukunft die Karl Olsberg hier zeichnet, fand ich sehr spannend. Auf den ersten Seiten dieser "neuen Welt" war ich anfangs abgeschreckt und überzeugt, mich in einem Science Fiction Roman zu befinden, relativ schnell wurde ich aber überzeugt, dass genau so unsere Zukunft aussehen könnte.
Interessante Vorstellung!
Die Geschichte von Sophia und Mirko hat mich jedoch nicht ganz überzeugt. Teilweise fand ich das Erzähltempo zu schnell, weshalb an vielen Stellen die Tiefe gefehlt hat.
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