Die Unschärfe der Welt

Die Unschärfe der Welt

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Die Unschärfe der Welt

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 20,00 €
Taschenbuch

Taschenbuch

ab 11,00 €
eBook

eBook

ab 9,99 €

Beschreibung


Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2020, den Bayerischen Buchpreis in der Kategorie Belletristik 2020 sowie den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2020.

»Eine Autorin mit einem traumsicheren Sprachgefühl« Denis Scheck

»So schön hat noch niemand Geschichte zum Schweben gebracht.«

Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

Iris Wolff erzählt die bewegte Geschichte einer Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über Grenzen hinweg nicht zerreißen. Ein Roman über Menschen aus vier Generationen, der auf berückend poetische Weise Verlust und Neuanfang miteinander in Beziehung setzt. Hätten Florentine und Hannes den beiden jungen Reisenden auch dann ihre Tür geöffnet, wenn sie geahnt hätten, welche Rolle der Besuch aus der DDR im Leben der Banater Familie noch spielen wird? Hätte Samuel seinem besten Freund Oz auch dann rückhaltlos beigestanden, wenn er das Ausmaß seiner Entscheidung überblickt hätte? In »Die Unschärfe der Welt« verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein großer Roman über Freundschaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines anderen aufzugeben. Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus – und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen.

- Ernst-Habermann-Preis 2014

- Literaturpreis ALPHA 2018

- Otto-Stoessl-Preis 2018

- Thaddäus-Troll-Preis 2019

- Alfred-Döblin-Preis 2019 (Shortlist)

- Marieluise-Fleißer-Preis 2019

»Iris Wolff erzählt aus einer tiefen Ruhe heraus. Sie weitet dadurch die Zeit. Für ein Jahrhundert und etliche Menschenleben braucht sie nicht einmal zweihundert Seiten. Und nichts fehlt.«

Carsten Hueck, SWR2

»Leise, unaufdringlich und bildstark erzählt, mit einem Figurenensemble, dessen einzelne Mitglieder Wolff mit wenigen Worten mitfühlend zu porträtieren versteht. Ein Roman, der lange nachhallt.«
Gerrit Bartels, Tagesspiegel, 11. Dezember 2020 ("Tagesspiegel")
»Diesen Weg mit ihr zu gehen, auf diesen Roman und seine wunderbare Sprache also sich einzulassen, in ihm zu versinken, ist ein großes, sehr berührendes Erlebnis.«
Denis Scheck, Das Erste, 11. Oktober 2020 ("druckfrisch. Neue Bücher mit Denis Scheck")
»"Die Unschärfe der Welt" ist ein leiser, zurückhaltender und trotzdem sehr intensiver, reichhaltiger Roman […]. Fast alle Figuren prägen sich schnell ein, so nahe wie bei Iris Wolff bei ihnen und ihren Köpfen ist. Oft reichen ihr wenige Sätze, um sie auch in der Tiefe zu porträtieren, ihre psychogeografische Landschaft zu erkunden.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 11. September 2020 ("Tagesspiegel")
»[…] Eine eindringlich sanfte Erzählung, ihre Sprache schafft eine Atmosphäre der Leichtigkeit, immer unterlegt von einem Hauch Melancholie.«
Gabi Eisenack, Nürnberger Zeitung, 29. Dezember 2020 ("Nürnberger Zeitung")
»Und letztendlich fügt sich alles zu einem ganz und gar wunderbaren Buch, einem großartigen, bemerkenswert eigenwilligen Roman mit scharf gezeichneten Charakteren, angelegt vor dem Horizont der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und eingebettet in die sentimental schöne Kulisse des ländlichen Banats. […] Eine mächtige Erzählung, ein vielstimmiges Konzert gespielt auf zarten Seiten.«
Wolfgang Wiedenhöfer, Frisch vom Stapel, 28. Dezember 2020 ("Frisch vom Stapel")
»Ihr Roman strömt dahin wie ein breiter Fluss und bemüht sich nicht, es dem Leser leicht zu machen. Wer sich darauf einlässt, wird aber in eine geheimnisvolle Welt gezogen.«
Antje Scherer, Märkische Oderzeitung, 18. Dezember 2020 ("Märkische Oderzeitung (MOZ)")
»Die Unschärfe der Welt ist ein eminent poetischer Roman, der die ganze Klaviatur der sinnlichen und gedanklichen Erfahrungen ausspielt und gleichzeitig von politischer und historischer Wirklichkeit durchdrungen ist. Nimmt man noch die überaus originelle Erzählweise hinzu, kann man kaum glauben, wie leicht sich das trotzdem alles liest, wie vollkommen dieser kurze Roman gelungen ist.«
Pascal Mathéus, Literaturkritik.de, 02. November 2020 ("Literaturkritik.de")
»Iris Wolffs stiller Erzählfluss verzaubert. Aber führt nicht zur Benommenheit. Im Gegenteil. Man wird wacher, neugieriger. Die Welt wird in der Sprache dieser Autorin, ihre durch den ganzen Text fein verwebten Motivfäden und Anknüpfungspunkte, als Ganzes erfahrbar.«
Carsten Hueck, Ö1 Ex Libris, 01. November 2020 ("Ex Libris")
»Wunderschöne, klare Bilder, die Hartes und Weiches vereinen, fassen Schicksale, die geprägt sind von politischen Umwälzungen, persönlichen Tragödien, Verfehlungen, Zivilcourage, Eigenwille, Lebenshunger und Verbundenheit mit der Scholle. Sie erzählen, was es heisst, Wurzeln in der «letzte(n) Ecke der Welt» zu haben, eine eigene Sprache unter vielen Sprachen, eine eigene Geschichte unter vielen Geschichten.«
Franziska Hirsbrunner, SRF, 18. Oktober 2020 ("SRF")
»Ein Leben rührt an das andere. Man verliert sich aus den Augen und findet sich plötzlich wieder in den Seelenlandschaften der Kindheit. Als hielte eine Zauberin die lockeren Lebensfäden in der Hand...«
Günter Ott, Augsburger Allgemeine, 10. Oktober 2020 ("Augsburger Allgemeine")

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2020

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/2,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2020

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/2,2 cm

Gewicht

306 g

Auflage

14. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98326-5

Das meinen unsere Kund*innen

4.4

35 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

(0)

Sprachlicher Genuss

Bewertung aus Luzern am 16.06.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Erzählerin überzeugt mit ihre hohe Sprachkompetenz, geschliffen und kompakt.

Sprachlicher Genuss

Bewertung aus Luzern am 16.06.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Erzählerin überzeugt mit ihre hohe Sprachkompetenz, geschliffen und kompakt.

Faszinierende Charaktere!

Bewertung am 20.03.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Iris Wolff erzählt in diesem Roman die Geschichte einer Familie. Aber nicht nur das, denn sie erzählt viel mehr die Geschichten der einzelnen Protagonisten und deren Lebenswege. Über mehrere Jahre hinweg begleiten wir die Charaktere und ihre Entwicklungen, sowohl durch ihre als auch durch andere Augen. Jeder Protagonist bekommt sein eigenes Kapitel und erzählt persönlich, taucht aber auch in der Geschichte der anderen wieder auf, was in dem Buch eine sehr vertraute, nahezu heimelige Atmosphäre entstehen lässt. Teilweise musste ich einem Moment überlegen um herauszufinden, wie der neue Erzähler mit dem letzten in Verbindung steht, aber auch das ließ sich immer gut und schnell herausfinden. Schade ist es, dass einige Figuren mehr Aufmerksamkeit bekommen als andere, obwohl man sie vielleicht gerne noch ein bisschen näher kennengelernt hätte. Insgesamt ein sehr ruhiges, aber sehr schönes Buch. Schön zum Lesen für Zwischendurch, aber für mich nicht weltbewegend.

Faszinierende Charaktere!

Bewertung am 20.03.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Iris Wolff erzählt in diesem Roman die Geschichte einer Familie. Aber nicht nur das, denn sie erzählt viel mehr die Geschichten der einzelnen Protagonisten und deren Lebenswege. Über mehrere Jahre hinweg begleiten wir die Charaktere und ihre Entwicklungen, sowohl durch ihre als auch durch andere Augen. Jeder Protagonist bekommt sein eigenes Kapitel und erzählt persönlich, taucht aber auch in der Geschichte der anderen wieder auf, was in dem Buch eine sehr vertraute, nahezu heimelige Atmosphäre entstehen lässt. Teilweise musste ich einem Moment überlegen um herauszufinden, wie der neue Erzähler mit dem letzten in Verbindung steht, aber auch das ließ sich immer gut und schnell herausfinden. Schade ist es, dass einige Figuren mehr Aufmerksamkeit bekommen als andere, obwohl man sie vielleicht gerne noch ein bisschen näher kennengelernt hätte. Insgesamt ein sehr ruhiges, aber sehr schönes Buch. Schön zum Lesen für Zwischendurch, aber für mich nicht weltbewegend.

Unsere Kund*innen meinen

Die Unschärfe der Welt

von Iris Wolff

4.4

0 Bewertungen filtern

Unsere Buch­händler*innen meinen

Profilbild von Jilsann Oleschkowitz

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Jilsann Oleschkowitz

Thalia Dresden - Elbe Park

Zum Portrait

5/5

Ein Traum von einem Buch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Iris Wolff versteht die Kunst den Leser mit ihren Worten zu fesseln und erst mit dem letzten Satz wieder freizugeben. Ein wunderbar bewegender Roman zum Banat. Am Liebsten immer und immer wieder lesen!
5/5

Ein Traum von einem Buch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Iris Wolff versteht die Kunst den Leser mit ihren Worten zu fesseln und erst mit dem letzten Satz wieder freizugeben. Ein wunderbar bewegender Roman zum Banat. Am Liebsten immer und immer wieder lesen!

Jilsann Oleschkowitz
  • Jilsann Oleschkowitz
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von Claudia Engelmann

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Claudia Engelmann

Thalia Korbach

Zum Portrait

5/5

Ein verschwenderisches Hin und Her der Gedanken...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Es gab eine Zeit, die vorwärts eilte, und eine Zeit, die rückwärts lief. Eine Zeit, die im Kreis ging, und eine, die sich nicht bewegte, nie mehr war als ein einzelner Augenblick.“ Mit diesen Worten, die dieses wunderbare Buch als Ganzes einfangen, erschafft die aus Siebenbürgen stammende Autorin ein wirklich großartiges und dringlichst empfohlenes Buch, das genau in der Welt spielt, die die Autorin eben so gut kennt, nämlich im Banat. Dort leben Hannes und Florentine in den 70ern, er als Pfarrer in der evangelischen Gemeinde, sie als Gastgeberin, wenn junge Leute aus der damaligen DDR zu Besuch kommen wie auch Lothar und Bene, die wir im Laufe des Buches und zu einem späteren Zeitpunkt wieder treffen werden. Aber da sind auch Karline und Johann, die Eltern von Hannes und auch die nachfolgenden Generationen, Samuel, der Sohn von Hannes, und Sana mit der gemeinsamen Tochter Liv. Alle sind miteinander verbunden, verwoben und bilden das Gerüst dieses poetisch verdichteten Romans, der die Sprachenvielfalt und die Atmosphäre einer längst vergangenen Zeit im Banat aufleben lässt, alles vor dem Hintergrund des politischen Umbruchs zu Zeiten des Mauerfalls und dem Ende des Ceaucescu-Regimes. Die erzählte Geschichte ist großartig, bewegt und bewegend und all das in dieser leisen, verknappten, zurückhaltenden und doch so intensiven Sprache – das wäre meine Kandidatin für den Deutschen Buchpreis gewesen...
5/5

Ein verschwenderisches Hin und Her der Gedanken...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Es gab eine Zeit, die vorwärts eilte, und eine Zeit, die rückwärts lief. Eine Zeit, die im Kreis ging, und eine, die sich nicht bewegte, nie mehr war als ein einzelner Augenblick.“ Mit diesen Worten, die dieses wunderbare Buch als Ganzes einfangen, erschafft die aus Siebenbürgen stammende Autorin ein wirklich großartiges und dringlichst empfohlenes Buch, das genau in der Welt spielt, die die Autorin eben so gut kennt, nämlich im Banat. Dort leben Hannes und Florentine in den 70ern, er als Pfarrer in der evangelischen Gemeinde, sie als Gastgeberin, wenn junge Leute aus der damaligen DDR zu Besuch kommen wie auch Lothar und Bene, die wir im Laufe des Buches und zu einem späteren Zeitpunkt wieder treffen werden. Aber da sind auch Karline und Johann, die Eltern von Hannes und auch die nachfolgenden Generationen, Samuel, der Sohn von Hannes, und Sana mit der gemeinsamen Tochter Liv. Alle sind miteinander verbunden, verwoben und bilden das Gerüst dieses poetisch verdichteten Romans, der die Sprachenvielfalt und die Atmosphäre einer längst vergangenen Zeit im Banat aufleben lässt, alles vor dem Hintergrund des politischen Umbruchs zu Zeiten des Mauerfalls und dem Ende des Ceaucescu-Regimes. Die erzählte Geschichte ist großartig, bewegt und bewegend und all das in dieser leisen, verknappten, zurückhaltenden und doch so intensiven Sprache – das wäre meine Kandidatin für den Deutschen Buchpreis gewesen...

Claudia Engelmann
  • Claudia Engelmann
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Unsere Buchhändler*innen meinen

Die Unschärfe der Welt

von Iris Wolff

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Die Unschärfe der Welt