Produktbild: Die Kakerlake

Die Kakerlake

Aus der Reihe detebe
19

8,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

79691

Erscheinungsdatum

27.11.2019

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

674 KB

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Cockroach

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

9783257610345

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

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79691

Erscheinungsdatum

27.11.2019

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

674 KB

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Cockroach

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

9783257610345

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  • Bewertung

    5/5

    27.12.2019

    eBook (ePUB 3)

    Politroman mit Niveau und Humor

    Wortgewandt und mit herrlich unterschwelligem Sarkasmus nimmt Ian McEwan in seinem neuesten Buch den Brexit unter die Lupe (und auf die Schippe). Jim lebte ein normales, ruhiges Leben als Kakerlake in den Räumlichkeiten der englischen Royals, bis er eines Morgens in der Downing Street im Körper des Premierministers aufwacht und nur noch ein Ziel hat: Den Willen des Volkes durchsetzen. Ein hochaktueller und gut durchdachter Roman, der die politischen Wirren rund um den Brexit aufgreift und mitunter das Gefühl vermittelt, dass es wirklich so gelaufen sein könnte. Vielleicht hat sich ja eines Morgens tatsächlich der Geist des englischen Premiers in den einer Kakerlake verwandelt... Eine große Empfehlung; spannend, genial und mit einem besonderen Twist am Ende!

  • wanderer.of.words

    4/5

    10.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Kurzweilige Unterhaltung, aber kein Werk das ewig im Gedächtnis bleibt

    "Die Kakerlake" ist skurril, satirisch und böse - also ein Buch genau nach meinen Geschmack. Komplett überzeugen konnte es mich trotzdem nicht so recht. Mit „Die Kakerlake“ hat Ian McEwan kurzerhand Kafkas „Verwandlung“ umgedreht. Hat sich bei Kafka unfreiwillig ein Mensch in eine Kakerlake verwandelt, so ist es bei McEwan genau anders herum. Das war es dann aber auch schon mit den Parallelen. McEwans Geschichte versteht sich als Satire auf den Brexit, den er in seinem Buch durch den herrlich absurden Reversalismus ersetzt. Seine skurrilen Ideen und die sarkastischen Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Leider flacht die sehr unterhaltsam beginnende Erzählung aber recht schnell ab. Die Verwandlung an sich gerät immer mehr in Hintergrund, was ich sehr schade finde, denn hier wäre noch mehr Potential vorhanden gewesen. Vielleicht ist das auch der Kürze des Buches geschuldet, das gerade mal 120 Seiten hat. Der schwarze Humor blitzt zwar immer wieder auf, doch auf der anderen Seite fehlten mir die Überraschungen und eine deutlichere Kritik.

  • Connie Ruoff

    5/5

    16.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ob Kafka das gefallen hätte?

    „Die Kakerlake“ von Ian McEwan (Rezension) Der britische Schriftsteller Ian McEwan hat sich nun, ein halbes Jahr nach „Maschinen wie ich“, mit „Die Kakerlake“ eine Antwort auf den Brexit-Ausstieg einfallen lassen. In Form einer dystopischen Novelle bediente er sich bei Franz Kafka und schrieb die „Verwandlung“, diese Metamorphose neu. Während Kafka die Geschichte in drei Kapiteln geschehen lässt, nimmt sich McEwan vier Kapitel lang Zeit. Schon die ersten Worte zeigen die Richtung an. „Diese Novelle ist ein Werk der Fiktion; Namen und Figuren entspringen der Phantasie des Autors, und jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Kakerlaken wäre rein zufällig.“ Die Kakerlake, Seite 7. Aber erinnern wir uns zuerst nochmal an die „Metamorphose“ von Kafka. Gregor Samsa wacht eines morgens auf und stellt fest, dass er sich in einen Käfer verwandelt hat. Seine Familie zieht sich immer weiter von ihm zurück. Nur seine Schwester Grete kümmert sich noch um ihn. Aber auch Grete wendet sich von ihm ab und Gregor stirbt einsam und wird wie Müll entsorgt. Zurück zu „Die Kakerlake“ „Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.“ (Franz Kafka) Genau wie Gregor Samsa setzt sich Jim Sams im ersten Kapitel damit auseinander, dass er in anderer Gestalt erwacht. Während Gregor ein Mensch war und zum Käfer wurde, ist Jim eine Kakerlake, die als Mensch aufwacht. „Und er fand heraus, dass es bequemer war, die Zunge im trieffeuchten Mundkerker zu verwahren, statt sie einfach über die Lippen hängen zu lassen, so dass es hin und wieder auf seine Brust tropfte. Grässlich. Allmählich bekam er ein Gefühl dafür, wie sich seine neue Gestalt steuern ließ.“ (Ian McEwan S. 14) Der geneigte Leser hat natürlich sofort die Namensähnlichkeit zwischen Gregor Samsa und Jim Sams entdeckt. Der britische Premier wird sozusagen von einer Kakerlake unterwandert. Aber schnell erfährt der Leser, dass ganz Groß-Britannien von Kakerlaken regiert wird. Es könnte sogar sein, dass Amerikas Präsident der gleichen Spezies angehört. Ian McEwan ändert das Wirtschaftssystem in den „Reversalismus“. Ein Gedankenspiel, das „Schrödingers Katze“ vor Neid erblassen lässt. Wie sehe mein Alltag im System des Reversalismus aus? Ich gehe zuerst in den Bioladen und „kaufe“ mir Lebensmittel und was ich noch so benötige ein. An der Kasse bezahlt mich die Verkäuferin für meine Waren. Dann gehe ich zur Arbeit und gebe meinem Chef erst einmal Geld dafür, dass ich arbeiten darf. Und wenn ich kein Geld für Arbeit ausgeben möchte? Ja, dann fangen die Probleme an, weil ich kein Geld sparen oder sammeln darf. Das ist bei Strafe verboten. Jeden Monat bezahlt mir mein Vermieter die „Miete“. Damit der Vermieter genügend Geld verdient, um meine Miete zu bezahlen, kann er z. B. die Wohnung hochwertig einrichten und renovieren, denn dafür erhält er von den Handwerkern Geld, wenn er sie beauftragt. Den Rest dürft ihr euch zusammenreimen und den Wirtschaftskreislauf darstellen, ich habe jetzt Kopfweh! „Die Kakerlake“, eine böse Satire, Blödsinn oder Beleidigung? Das muss der Leser selbst entscheiden, wie viel künstlerische Freiheit und moralisches Fingerspitzengefühl er dem Autor zugesteht. Ich finde es sprachlich gut gelungen. Jim Sams der fiktive britische Premier bricht Verträge. Ein Politiker bricht Verträge oder Vereinbarungen? Fiktion oder trauriges Zeitgeschehen? McEwan zeigt uns ein fiktives Groß-Britannien, das in zwei Lager gespalten ist. Die Brexit-Gegner und -Anhänger. Bei McEwan haben die Brexit Gegner, die Vor-Dreher, keine Stimmen mehr. Und wir, das Volk, lassen uns von den Reversalisten einlullen. Auch hier frage ich, „Ein Land, das in zwei Lager gespalten ist?“, ist das Phantasie oder ein Abbild der Wirklichkeit? Letztendlich gibt es nur einen Gewinner: die Kakerlaken. Ohne Moral, Skrupel oder Rechtsempfinden haben sie erkannt: „In schwierigen Zeiten wie diesen brauchte das Volk einen verlässlichen Feind.“ „Die Kakerlake“ ist ein McEwan, den der Leser noch nicht kennt. Aber ich finde das Buch lesenswert, amüsant und böse. Man muss nicht lange darüber nachdenken, ob McEwan ein Brexit-Gegner ist. Ich finde es sehr mutig, Kafkas „Verwandlung“ als Bühne zu benutzen. Der Autor hat Kafkas Stil faszinierend umgesetzt. Respekt! Der Text ist wirklich kafkaesk. Die Novelle ist hoch aktuell und es macht ein wenig betroffen, dass manche „Kakerlake“ uns bekannt vorkommt, bzw. dass es Menschen gibt, deren Verhalten unmoralisch, böse, hetzerisch und kriminell ist. Erinnern wir uns daran, dass wir in einer Demokratie die Wahl haben! @Diogenes Verlag Herzlichen Dank für die Bereitstellung dieses erbaulichen Rezensionsexemplars. Die Kakerlake Ian McEwan Aus dem Englischen von Bernhard Robben „Die Kakerlake“ als Hörbuch gelesen von Burghart Klaußner Burghart Klaußner hat in Berlin Germanistik und Theaterwissenschaft studiert und eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhard-Schule absolviert. Ende März 2019 war er in der ARD im zweiteiligen Dokudrama „Brecht“ von Heinrich Breloer zu sehen. Viele kennen ihn vielleicht aus Filmen wie „Rossini“, „Good Bye Lenin“ und „Das weiße Band“, oder aus Serien wie „Solo für Schwarz“ und „Adelheid und ihre Mörder“. Und er spielte die Titelrolle in „Der Staat gegen Fritz Bauer“, wofür er mehrfach ausgezeichnet wurde. Burghard Klaußner spielt Theater. „Kaufmann von Venedig“. Auch mit folgenden Stücken „Der Gott des Gemetzels“, „Das weite Land“, „Iphigenie“ und „Don Carlos“ stand er schon auf der Bühne. Am 8.8.2019 liest er auf den Salzburger Festspielen „Ulyssys“. Burghart Klaußner singt. Im Repertoire hat er Lieder von Charles Trenet, Cole Porter, Tom Waits, den Stones, Karl Valentin und Johnny Cash. Burghard Klaußner hat einige Hörbücher gesprochen: „Warte nicht auf bessere Zeiten“ von Wolf Biermann, „Solar“ von Ian McEwan, „F“ von Daniel Kehlmann, „Stoner“ von John Williams, mehrere Bücher von Ferdinand von Schirach und natürlich von Paul Auster. Also du siehst, Burghart Klaußner ist ein sehr begabter und vielseitiger Künstler. Ich empfehle einen Besuch seiner Website. Besonders das Video „Ein Koffer für Berlin“ lohnt sich nicht nur musikalisch, sondern auch der Text ist eine Bereicherung. Ein Besuch auf seiner offziellen Seite lohnt sich. Die Kakerlake Hörbuch Ian McEwan, gelesen von Burghart Klaußner

  • Bewertung

    5/5

    19.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die literarische Antwort auf die Brexit Frage

    Der wohl wichtigste literarische Beitrag zum Brexit (und sicher einer der komischsten): eine Kakerlake als britischer Premierminister, die mit allen Mitteln die Macht an sich reißen will. Kafka lässt grüßen. Sprachlich brillant wie immer- Ian McEwan ist ohne Zweifel grandios.

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    10.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In der Kürze liegt die Würze

    John Lanchester, Ali Smith, John LeCarré und jetzt noch Ian McEwan haben sich nicht nur gegen den Brexit ausgesprochen sondern schreiben auch dagegen an. Letzterer mit seinem vor kurzem erschienenen schmalen Büchlein „Die Kakerlake“, einer kafkaesken, bitterbösen Polit-Satire, die unverhohlen die politische Situation auf der britischen Insel kommentiert. Gestern noch ein verabscheuungswürdiges Ungeziefer, heute Premier, und Jim Sams verliert keine Zeit, hat er doch ein Gefühl dafür, wie es in Downing Street No 10 läuft. Als erstes springt der Privatsekretär über die Klinge, unverzeihlich sein despektierlicher Kommentar über die „Privatschultypen“, die „sich zu allem berechtigt fühlen“. Danach widmet er sich sogleich den Parteigenossen, mittlerweile fast ausschließlich ehemaliges Ungeziefer, die es von seinen Plänen für den „Reversalismus“ zu überzeugen gilt. Dieses bahnbrechende Wirtschaftssystem soll die Geldströme umlenken und so für ungebremsten Aufschwung sorgen, die Reichen noch reicher machen. Nicht nur die Politiker (mit Ausnahme des Außenministers), auch das Volk klatscht begeistert Beifall, fällt auf seine Lügen, seine Verleumdungen, seine gezielten Falschinformationen herein, stört sich nicht an dem Brechen von Vereinbarungen, läuft dem skrupellosen Rattenfänger kritiklos hinterher und stimmt in einem Referendum dafür. Natürlich gibt es auch außerhalb Großbritanniens große Anhänger dieses Systems, wie den amerikanischen Präsidenten, der diese Idee als seine ureigene auszugeben versucht. Ein absurdes Szenario, bei dem die Anlehnung an die Realität offensichtlich ist, die Manipulatoren und Trickser Johnson und Trump leicht auszumachen. Offensichtliche Lügengespinste, die dem Volk Souveränität und Wiederauferstehung vorgaukeln. Die das Sehnen nach Einfluss befeuern, den Traum der Kolonialmacht hochhalten. Entlarvend! In der Kürze liegt die Würze dieser auf das Wesentliche reduzierten Satire. Eine höchst amüsante Lektüre, bei der einem bisweilen das Lachen im Hals steckenbleibt. Nicht nur für politisch Interessierte.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dorothea Bereswill

    Dorothea Bereswill

    Thalia Sindelfingen – Breuningerland

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    5/5

    19.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kafka lässt grüssen... Und der...

    Kafka lässt grüssen... Und der Brexit hat Mc Ewan umgetrieben... Kleines literarisches Meisterstück! Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Moritz Eschbach

    Moritz Eschbach

    Thalia Köln-Kalk – Köln Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ian McEwan satiriert ein Thema,...

    Ian McEwan satiriert ein Thema, das per se schon kaum noch glaubhaft ist und surreale Züge annimmt. Was passt dazu also besser als ein bisschen Kafka? Eine ambitionierte Idee, die McEwan jedoch umsetzt, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Clever, lustig, bitterböse.
  • Zum Bewerterprofil von Philipp Roth

    Philipp Roth

    Thalia Norderstedt – Herold-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brexit-Gegner Ian McEwan kann...

    Brexit-Gegner Ian McEwan kann zum bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens nicht schweigen: In dieser sarkastisch-bösen Novelle übernimmt eine Kakerlake in kafkaesker Manier den Körper des Premierministers und verfolgt anschließend eine eindeutige Agenda. Satire auf den Punkt!
  • Zum Bewerterprofil von Kristina Urban

    Kristina Urban

    Thalia Hennigsdorf – EKZ Das Ziel

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    5/5

    27.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gut, sehr interessant, kurzweilig...

    Sehr gut, sehr interessant, kurzweilig und sehr nachdenklich stimmend ist dieses kleine, feine Büchlein von Ian McEwan. Und am Ende bleibt die Frage: Würden Sie die Umkehrung des Geldflusses befürworten oder nicht? Unbedingt lesenswert!
  • Zum Bewerterprofil von Verena Flor

    Verena Flor

    Thalia Hagen

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Kafka mal umgekehrt

    Ein derber, kafkaester Roman, in dem eine Kakerlake eines Morgens als englischer Premierminister aufwacht. McEwan in der Rolle des bizarren Autors gefällt mir immer gut. Literarisch bis an die Grenzen überhöht, obwohl Sie sich als Leser permanentem Ekel ausgesetzt fühlen. Großartig! Im Chaos leben Kakerlaken eben am glücklichsten.

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