20 Jahre nach "Crazy": Benjamin Lebert ist zurück mit einem neuen Jugendbuch!
Acht Kämpfer. Ein Schicksal.
Einst sind Martha und Tristan Menschen gewesen, nun sind sie Boten einer längst
vergangenen Welt und tief verfeindet. Sie steht für das Bewahren, er für den Untergang.
Sie sind gekommen, um Verbündete zu finden für den alles entscheidenden Kampf der Acht.
Der unsere Zukunft besiegeln wird.
»Es ist wichtig, die Dunkelheiten, die Verzweiflungen, die zarten Hoffnungen der Teenager ernst zu nehmen. Es werden die Dunkelheiten und Hoffnungen der nahen Zukunft sein.«
Benjamin Lebert
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Die Geschichte dieses Buches ist düster und gleichzeitig ungewöhnlich, sowie fesselnd und schmerzhaft. Das Lesen war wie ein Sog, ich kam nicht weg. Wie mir das Buch gefiel, erfahrt ihr spoilerfrei unten im Text.
Meine Meinung zum Cover:
Das Cover zeigt einen Mix aus Düsternis und Hoffnung. Nach dem Beenden weiß ich, wer die Personen darauf sind. Mir gefallen die Farbgestaltung und das Konzept. Beim gedruckten Buch glänzt das Cover, was die besondere Wirkung des Motives verstärkt.
Meine Meinung zum Inhalt:
Als ich dieses Werk begann merkte ich sofort, dass ich hier ein ungewöhnliches Buch vor mir habe. Der Schreibstil des Autors ist anders, ruhig und tiefgründig. Gleichzeitig bringt er eine Düsternis in die Geschichte, die für einen Sog sorgte. Ich konnte das Lesen kaum unterbrechen und musste ständig an die beiden Hauptprotagonisten Martha und Tristan denken. Dieser innerliche Zwang ließ mich immer wieder das Buch in die Hand nehmen. So kam es, dass ich zwei Drittel an einem Tag las.
Der Autor hat einen uralten Kampf für sein Buch gewählt: Gut gegen Böse. Doch hat sich dieser nicht in gewohnter Manier manifestiert. Ungewöhnlich, düster und grausam schlich sich eine boshafte Gestalt in die Welt der Menschen und entwickelte seinen Plan zur Suche nach den Verbündeten, die den Sieg besiegeln werden. Zeitgleich kroch eine grazile und kämpferische Frau zurück in die Welt und musste ihrerseits zu Kräften kommen. Ihre Suche nach Verbündeten gestaltete sich jedoch schwieriger als die des Bösen. Allein schon dieses Konzept hat mich vollkommen gefesselt. Es zog seinen Bann um mich und ließ mich tief in die Geschichte versinken.
Der Autor hat wirklich das Talent dazu, Leser in seine Welten zu ziehen. Ich kann noch immer kaum fassen, was ich hier erlebte. Nach und nach wurde das Bild klarer und zeigte wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Trotz der grausamen Taten und der Aussicht auf den unausweichlichen Kampf, schuf der Autor Raum für seine Protagonisten. Jeder einzelne Verbündete hat seine traurige Geschichte, die in das Geschehen eingewoben wurde. Schmerz, Wut und Hass waren allgegenwärtig. Dagegen stemmte sich Hoffnung, Kraft, Mut und Überlebenswille.
Ich erfuhr bis zum Schluss nicht, wer Tristan und Martha für diesen Kampf erwählten. Gestört hat es mich nicht, weil es nicht von Bedeutung war. Denn wichtig war, wer siegen und wer Kraft und Mut aufbringen wird. Das Ende ist abgeschlossen, sodass ich vermute hier einen Einzelband gelesen zu haben. Nach Beenden des Buches wusste ich nicht, ob ich traurig oder glücklich sein sollte. Ich hoffe, dass der Autor noch weitere Bücher schreibt, denn ich bin von seinem Stil begeistert!
Erwähnen möchte ich unbedingt zum Schluss die schöne Buchblockgestaltung. Man sieht hier eine sich auflösende Acht. Die Acht ist etwas sehr Wichtiges in dieser Geschichte.
Mein Fazit
Die neue Geschichte von Benjamin Lebert hat mich in sich hineingezogen. Sie war so fesselnd, dass ich gezwungen war das Buch beinahe in einem Rutsch zu lesen. Der Kampf von Gut und Böse wurde hier mit einer unglaublichen Tiefe beschrieben. Gleichzeitig hat der Autor eine vollkommen neue Auseinandersetzung erzählt, die ein wahres Kaleidoskop an Gefühlen der Protagonisten bot. Düsternis und Tod gegen Liebe und Überlebenswille. Nach dem aufwühlenden Ende hoffe ich auf weitere Bücher des Autors.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Susi Aly
5/5
08.04.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein herausragender Schreibstil und eine Geschichte die mitreißt
Ich liebe ja Dystopien und als ich “Im Zeichen der Acht” gesehen hab, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen muss.
Das Äußere ist ziemlich genial gestaltet und das Innere muss sich absolut nicht davor verstecken. Denn was der Autor hier zelebriert hat, ist einfach ganz großes Kino.
Ganz besonders hab ich mich hier wirklich in den unfassbar genialen Schreibstil des Autors verliebt. Es ist kraftvoll und explosiv, bildgewaltig und unheimlich fesselnd. Er schafft eine düstere und zugleich enorm magische Atmosphäre.
Obwohl man das Ganze aus der Sicht eines Erzählers verfolgt, hatte ich das Gefühl, es direkt am eigenen Leib zu erfahren.
Die Charaktere wuchsen mir direkt ans Herz. Es gibt keine Nebencharaktere, denn sie sind einfach alle wichtig. Ganz besonders Isabell und Zoe haben mich über alle Maßen beeindruckt und emotional völlig ergriffen. Dabei geht der Autor auch auf das Leben der Charaktere ein und man erfährt mehr über sie, wodurch man sich auch emotional an sie bindet und sich wirklich gut in sie hineinversetzen kann.
Ganz besonders faszinierend empfand ich Tristan und Martha. Zwei Charaktere, die diese Handlung vorantreiben. Auch sie sind nicht einfach nur Gut oder Böse. Da hängt so viel mehr dran. Mehr als man erahnen, mehr als man begreifen kann.
Man erfährt mehr über alles und es hat mich einfach ungeheuer mitgerissen und absolut in Atem gehalten.
Benjamin Lebert zeigt, dass es nicht wichtig ist wer du bist, sondern was sich tief in deinem Inneren versteckt und wie du dies nach außen trägst.
Das Buch selbst ist in drei Teile gegliedert, was wirklich sehr gut passt.
Die Handlung selbst ist total rasant, aber dennoch auch ruhig und emotional.
Durch den Schreibstil empfand ich es als wunderschön und grausam zugleich. Denn was hier teilweise geboten wird, ist schon ziemlich brutal. Wobei es nicht so einfach zu unterscheiden ist, was tatsächlich am schlimmsten ist.
Die offensichtliche Gewalt oder der psychologische Aspekt dahinter. Denn man erlebt am eigenen Leib, wie sehr die Charaktere innerlich zerrissen sind. Wie sehr sie kämpfen.
Um sich selbst, die Welt und einfach um alles.
Und das überträgt sich letztendlich auch auf den Leser.
Ich hab permanent an den Zeilen festgeklebt. Einerseits hat es mich unglaublich schockiert und erschüttert, aber andererseits fand ich es unglaublich schön und absolut sprachgewaltig. Teilweise war sogar etwas Poesie enthalten.
Der mystische Aspekt hat einfach eine ganz eigene Dominanz und lässt so viele Fragen im Kopf entstehen. Es fesselt und bringt doch Beklemmung mit.
Das letzte Drittel ging Schlag auf Schlag. Richtig geniale Action, bei der ich mich fühlte, als würde ich in die Vergangenheit reisen. Jeder Verlust ging mir unheimlich nahe und doch hat mich der Autor immer wieder überrascht. Denn wie sich alles gestaltet und am Ende offenbart, ist keineswegs vorherzusehen.
Ich bin einfach nur unglaublich begeistert.
Von dem Facettenreichtum , dieser Sprachgewalt und der ganzen Ausarbeitung.
Es ist einfach etwas ,was ich so noch nie zuvor gelesen habe.
Eine absolute Leseempfehlung.
Fazit:
"Im Zeichen der Acht” ist in meinen Augen ein Werk, das auf jede Leseliste gehört.
Eine Geschichte die wunderschön und grausam zugleich ist. Eine Geschichte, die etwas mit dir macht und es lässt dich einfach nicht los.
Das besondere ist hier absolut der Schreibstil, in den hab ich mich wirklich Hals über Kopf verliebt.
Die Story selbst ist voller Höhen und Tiefen, voller Schmerz und Leid.
Aber auch voller Stärke und Anmut.
Ein Buch, das einfach völlig mitreißt und die Grenzen zwischen Gut und Böse ineinander verschwimmen lässt.
Ich liebe es. Unbedingt mehr von diesem talentierten Autor.
Bewertung
4/5
27.12.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Schicksal der Welt liegt in...
Das Schicksal der Welt liegt in der Hand von zwei übernatürlichen Gestalten und deren Auserwählten. Zuerst etwas unübersichtlich, aber nach und nach wird alles deutlicher und am Ende ist alles aufgeklärt. Überaus interessant, packend und ein bisschen abgedreht!
Bewertung
aus Zorneding
4/5
01.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Poetisch, düster, hoffnungsvoll
Dass Benjamin Lebert schreiben kann, weiß die deutschsprachige Leserschaft ja schon seit den 90er Jahren, als er seiner Generation mit dem wunderbaren Roman „Crazy“ ein Denkmal gesetzt hat. Und auch sein neuer Roman besticht durch seine poetische Sprache, die eine ganz besondere Stimmung transportiert. Es ist Herbst im Schwarzwald, es ist neblig, düster, mystisch – und die LeserInnen sind mittendrin, werden ab der ersten Seite regelrecht in die Geschichte hineingesogen.
Sie sind dabei, wenn sich in der Nacht zum ersten November die Pforte öffnet, die die Welt der Lebenden von der Welt der Toten trennt; wenn die Toten zurückgeschickt werden, die eine Aufgabe zu erfüllen haben. So wie die zwei Kämpfer, die vor 800 Jahren zusammen mit vielen anderen versucht haben, die Heilige Stadt zu erobern: Die Kreuzritter Tristan Nachtweih und Martha von Falkenstein. Einst waren sie ein Paar, doch diese Zeit ist lange vorbei. Jetzt ist die Vernichtung der Welt Tristans Ziel, Martha kämpft für die Rettung der Menschheit. Er steht für den Hass und den Tod, sie für die Liebe und das Leben. Die Aufgabe der beiden besteht darin, sechs junge Menschen auszuwählen und mit ihnen zusammen den endgültigen Kampf der Acht auszutragen, der über den Untergang oder den Fortbestand der Welt entscheiden wird.
„Im Zeichen der Acht“ ist eine Fantasy-Geschichte für Jugendliche über den Kampf zwischen Gut und Böse und über die Frage, zu welcher Seite man gehören möchte. Es ist aber auch ein Buch über die Jugend selbst: Über Liebe und Einsamkeit, über Verletzungen, Schmerz und Verzweiflung. Besonders überzeugend ist das Ende der Geschichte, das deutlich macht: Du kannst selbst entscheiden, wie du auf das reagierst, was dir im Leben passiert. Wichtiger als das, was dir zustößt ist das, was du draus machst. Und: „Lasst euch nicht vorher schon von euren Gedanken besiegen. Es sind manchmal nicht die Ereignisse selbst, die schrecklich sind. Schrecklich sind unsere Vorstellungen darüber.“
Books have a soul
aus Kelheim
4/5
06.04.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Außergewöhnliche Geschichte!
Dieses Buch klang wirklich unheimlich gut und ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Auch optisch wurde hier alles richtig gemacht, die Aufmachung, vor allem auch mit diesem tollen Buchschnitt passt perfekt zur Story.
Was mir sehr schnell klar war, ist, dass wir hier eine besondere Geschichte haben, mit einem ganz besonderen, poetischen Schreibstil. Das hat mir sofort gefallen, weil es einfach mal etwas anderes war, ich war aber auch überrascht, weil das im Jugendbuch-Bereich eher selten der Fall ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es nichts für die breite Masse ist. Auch wegen dem teils brutalen Inhalt hätte ich jetzt mehr auf ein Erwachsenenbuch getippt. Aber das ist immer ein schwieriges Thema und fließt in meine Bewertung nicht mit ein.
Es gab von Anfang an eine sehr düstere Grundstimmung, was mir richtig gut gefallen hat. Allerdings war vieles auch sehr verwirrend und gleichzeitig hatte die Story eine Art Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Die Grundidee gefällt mir auch total gut, das Setting war toll, es gab so einige Überraschungen. Lange wusste ich aber nichts über die Hintergründe und wie alles zusammenhängt. Hier muss ich gestehen, dass mir das auch am Ende nur bedingt klar war. Ich hätte gerne mehr Informationen gehabt. Der Aufbau war im Grunde sehr gelungen, nach und nach erfährt man mehr über die Zusammenhänge, ich habe das Lesen sehr genossen, aber ich hatte auch immer wieder das Gefühl, dass alles nur oberflächlich angeschnitten wird.
Und damit kommen wir zu meinem größten Problem mit diesem Buch. Die Geschichte ist sehr umfassend, es kommen viele Personen vor und auch die Vergangenheit spielt eine große Rolle. Bei knapp 300 Seiten eines Einzelbandes, ist es leider nicht möglich, hier in die Tiefe zu gehen. So blieb mir vieles zu knapp, zu schnell abgehandelt und auch die Figuren sind mir fremd geblieben. Die Beschreibungen und das Einfließen alltäglicher Probleme dieser Jugendlichen hat der Autor meisterhaft beherrscht. Es lässt sich toll herauslesen, dass nicht alles schwarz oder weiß ist, dass Gut und Böse nicht so einfach zu bestimmen sind. Aber mir war eben alles zu kurz gehalten! Auch der eigentliche Kampf war viel zu schnell vorüber und größere Überraschungen blieben dabei aus. Weil die Geschichte an sich aber so außergewöhnlich und speziell einzigartig ist, hat mir das Buch trotz der Kritik gut gefallen.
Fazit
Im Zeichen der Acht hat eigentlich eine geniale Grundstory, Figuren mit viel Potenzial, und der poetische Schreibstil des Autors hat mich wirklich durch die Geschichte getragen. Das alles hat aber am Ende leider nicht komplett überzeugt, weil die Story in meinen Augen viel mehr Raum verdient und auch gebraucht hätte. Bei knapp 300 Seiten kann einfach nicht so in die Tiefe gegangen werden, damit alles beleuchtet wird. Und mir war es hier zu wenig. Vieles wurde nur angeschnitten, dazu gab es sehr viele Figuren, die man kennengelernt hat. Aber eine emotionale Verbindung blieb aus, weil schnell von einer Person zur nächsten gesprungen wurde. Dadurch konnte ich keinen Bezug herstellen. Das war sehr schade, denn die Story an sich war schön düster, teils ziemlich brutal, sie hatte das gewisse Etwas, allein wegen dem tollen Schreibstil, es war skurril und mit nichts vergleichbar. Doch wie gesagt, konnte leider alles nur oberflächlich und zu schnell abgehandelt werden. Trotzdem kann ich das Buch für zwischendurch empfehlen, und auch der Autor ist grundsätzlich einen zweiten Blick wert. Von mir gibt es 3,5 Sterne, 4 auf den gängigen Portalen.
Eine Geschichte, die zu überraschen weiß. Dieses Buch ist nicht die übliche Dystopie... und sie ist nichts für schwache Nerven. Handlung und Atmosphäre sind dunkel, düster und brutal. Sicher nicht für jeden Leser geeignet, aber eine wirklich einzigartige Geschichte.
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