Klara vergessen

Roman

Isabelle Autissier

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Beschreibung

Murmansk, nördlich des Polarkreises. Zum ersten Mal kehrt Juri, der längst als Ornithologe in Nordamerika lebt, in seine Heimat zurück. Sein Vater Rubin liegt im Sterben, lediglich das Rätsel um Juris Großmutter Klara – eine Wissenschaftlerin zur Zeit Stalins, die vor den Augen des damals vierjährigen Rubin verhaftet wurde – hält ihn am Leben. Klaras Verschwinden und eine Jugend voller Entbehrungen haben aus Rubin einen unerbittlichen Fischer und hartherzigen Vater gemacht, der seinen ungeliebten Sohn nun in einem letzten Aufeinandertreffen um Hilfe bittet: Er soll herausfinden, was mit Klara passiert ist. Und schließlich stößt Juri auf eine Wahrheit, die ihm vor Augen führt, wie eng alle drei Schicksale – sein eigenes, Klaras und Rubins – miteinander verknüpft sind …
Ein großes menschliches Abenteuer und eine familiäre Spurensuche, voll von spektakulären Beschreibungen einer wilden Natur, packend erzählt von Bestsellerautorin Isabelle Autissier.

Isabelle Autissier, 1956 in Paris geboren und dort aufgewachsen, lebt heute in La Rochelle. Mit sechs Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Segeln; 1991 machte sie Furore als erste Frau, die allein im Rahmen einer Regatta die Welt umsegelte. Seit den Neunzigerjahren widmet sie sich dem Schreiben. Ihr Roman »Herz auf Eis« (2017) war für den Prix Goncourt nominiert und wurde SPIEGEL-Bestseller.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 04.02.2020
Verlag Mareverlag
Seitenzahl 304
Maße (L/B/H) 21,1/13,2/3,8 cm
Gewicht 458 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Oublier Klara
Übersetzer Kirsten Gleinig
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86648-627-0

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Zu welchen Handlungen wir fähig sind

Kaffeeelse am 01.03.2020

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ich bin mit diesem Meisterwerk durch und ich kann nur rufen, lest dieses Buch. Wieder eine Autorin, die ein deutlicher Gewinn für mich ist, der ich folgen werde, deren Bücher ich lesen werde. Isabelle Autissier kann wirklich wunderbar schreiben, einen riesigen Sog erzeugen, betroffen machen, Gefühle erzeugen und mit ihrer Geschichte eine Zeit wiederaufleben lassen, die ein Glück vergangen ist. Sie gestattet dem Leser eine Reise in ein fernes Land, sie bietet Einblicke in eine Diktatur und zugleich auch Einblicke in das Dunkle in uns Menschen. Lehrreich und auch ehrlich rüberkommend. Um was geht es in "Klara vergessen"? Es ist eine Familiengeschichte. Hauptpersonen sind Juri, eion amerikanischer Ornithologe mit russischen Wurzeln, dessen im Sterben liegender Vater Rubin, der seinen Sohn Juri an sein Sterbebett nach Murmansk ruft und Rubins Mutter Klara, eine Wissenschaftlerin, die in der Stalinära verschwunden ist. Rubin möchte als letzten Wunsch von Juri erfahren, was mit seiner Mutter Klara damals passiert ist. Und damit beginnt Isabelle Autissier in einer erzählerischen Wucht die drei Lebensgeschichten der drei Hauptpersonen vor dem geistigen Auge des Lesers auszubreiten. Jeder der drei Charaktere wird komplett ausgeleuchtet und der Leser erfährt, es gibt keinen vollkommen schlechten oder guten Menschen. Jeder von uns trägt beides in sich. Gut, dies ist jetzt nicht die vom Hocker hauende Information. Aber die Art der Zeichnung der Charaktere und auch die Zeichnung der Geschichte von Isabelle Autissier tut genau das. Sie haut den Leser vom Hocker und lässt mich über die Sprachgewalt dieser Ausnahmeautorin staunen und lässt mich vollkommen begeistert zurück. Jeder der Charaktere wird greifbar und gewinnt einen Platz in mir beim Lesen, aber der mich begeisterndste Charakter ist der, der Klara. Einfach nur wunderbar! Dieser Blick auf die Stalinzeit zeigt wie menschenverachtend und menschenverschlingend dieses System war und wenn ich mir überlege, dass ich einmal in einem Land gelebt habe, dessen großer Bruder die Sowjetunion war, wird mir jetzt noch schlecht und ich bin sehr froh, dass die Geschichte ihren Lauf genommen hat und ein Kelch vorbei gegangen ist! Was mich ebenso begeistert hat, sind die Einblicke in die Welt der Nenzen und der Blick auf die umgebende Natur. Wunderschön und magisch! Ein 5 Sterne Kandidat! Love it!

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Zu welchen Handlungen wir fähig sind

Kaffeeelse am 01.03.2020
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ich bin mit diesem Meisterwerk durch und ich kann nur rufen, lest dieses Buch. Wieder eine Autorin, die ein deutlicher Gewinn für mich ist, der ich folgen werde, deren Bücher ich lesen werde. Isabelle Autissier kann wirklich wunderbar schreiben, einen riesigen Sog erzeugen, betroffen machen, Gefühle erzeugen und mit ihrer Geschichte eine Zeit wiederaufleben lassen, die ein Glück vergangen ist. Sie gestattet dem Leser eine Reise in ein fernes Land, sie bietet Einblicke in eine Diktatur und zugleich auch Einblicke in das Dunkle in uns Menschen. Lehrreich und auch ehrlich rüberkommend. Um was geht es in "Klara vergessen"? Es ist eine Familiengeschichte. Hauptpersonen sind Juri, eion amerikanischer Ornithologe mit russischen Wurzeln, dessen im Sterben liegender Vater Rubin, der seinen Sohn Juri an sein Sterbebett nach Murmansk ruft und Rubins Mutter Klara, eine Wissenschaftlerin, die in der Stalinära verschwunden ist. Rubin möchte als letzten Wunsch von Juri erfahren, was mit seiner Mutter Klara damals passiert ist. Und damit beginnt Isabelle Autissier in einer erzählerischen Wucht die drei Lebensgeschichten der drei Hauptpersonen vor dem geistigen Auge des Lesers auszubreiten. Jeder der drei Charaktere wird komplett ausgeleuchtet und der Leser erfährt, es gibt keinen vollkommen schlechten oder guten Menschen. Jeder von uns trägt beides in sich. Gut, dies ist jetzt nicht die vom Hocker hauende Information. Aber die Art der Zeichnung der Charaktere und auch die Zeichnung der Geschichte von Isabelle Autissier tut genau das. Sie haut den Leser vom Hocker und lässt mich über die Sprachgewalt dieser Ausnahmeautorin staunen und lässt mich vollkommen begeistert zurück. Jeder der Charaktere wird greifbar und gewinnt einen Platz in mir beim Lesen, aber der mich begeisterndste Charakter ist der, der Klara. Einfach nur wunderbar! Dieser Blick auf die Stalinzeit zeigt wie menschenverachtend und menschenverschlingend dieses System war und wenn ich mir überlege, dass ich einmal in einem Land gelebt habe, dessen großer Bruder die Sowjetunion war, wird mir jetzt noch schlecht und ich bin sehr froh, dass die Geschichte ihren Lauf genommen hat und ein Kelch vorbei gegangen ist! Was mich ebenso begeistert hat, sind die Einblicke in die Welt der Nenzen und der Blick auf die umgebende Natur. Wunderschön und magisch! Ein 5 Sterne Kandidat! Love it!

5/5

Berührender Roman

Eine Kundin/ein Kunde aus Calbe am 08.02.2020

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der Schreibstil gefiel mir sehr gut und hat sich angenehm lesen lassen. Die Protagonisten waren authentisch dargestellt. Zuerst habe ich Juri kennen lernen dürfen und seine Geschichte bzw. Kindheit war erschreckend. Ich konnte gut nachempfinden wie er sich gefühlt haben musste. Danach ging es mit Rubin, Juris Vater, weiter. Seine Geschichte war ebenfalls sehr emotional und hat mich berührt. Allerdings nicht so sehr wie Juris. Als letztes kam die Geschichte von Klara. Ihr Fehler bzw. ein an ihr begangener Verrat hat das ganze ins Rollen gebracht. Ihr Schicksal hat mich ebenfalls sehr berührt. Das Buch war für mich ein Lesehighlight und ich kann es nur weiterempfehlen.

5/5

Berührender Roman

Eine Kundin/ein Kunde aus Calbe am 08.02.2020
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der Schreibstil gefiel mir sehr gut und hat sich angenehm lesen lassen. Die Protagonisten waren authentisch dargestellt. Zuerst habe ich Juri kennen lernen dürfen und seine Geschichte bzw. Kindheit war erschreckend. Ich konnte gut nachempfinden wie er sich gefühlt haben musste. Danach ging es mit Rubin, Juris Vater, weiter. Seine Geschichte war ebenfalls sehr emotional und hat mich berührt. Allerdings nicht so sehr wie Juris. Als letztes kam die Geschichte von Klara. Ihr Fehler bzw. ein an ihr begangener Verrat hat das ganze ins Rollen gebracht. Ihr Schicksal hat mich ebenfalls sehr berührt. Das Buch war für mich ein Lesehighlight und ich kann es nur weiterempfehlen.

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Tobias Groß

Thalia Gotha

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5/5

Drei Generationen Familie. Drei dunkle Geheimnisse. Eine Verbindung.

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Schuld, Vergebung, Geheimnisse. Immer wieder stehen diese drei Themen im Mittelpunkt literarischen Schaffens. Auch wenn sich schon tausende Erzählungen mit diesen existenziellen Gebieten beschäftigt haben, so haben sie nichts von ihrer Strahlkraft verloren und faszinieren immer wieder aufs Neue. So auch in Isabelle Autissiers beeindruckender Familiengeschichte ‘Klara vergessen‘. Im Zentrum dieses Romans steht der erfolgreiche Wissenschaftler Juri, der in den 1990ern in die USA emigrierte. Als sein verhasster Vater im Sterben liegt, kehrt er in seine russische Heimatstadt Murmansk zurück. Auf dessen Bitten fängt er an die ihm bisher unbekannte Geschichte seiner eigenen Familie zu erforschen. Dabei erfährt er, dass ihn ziemlich viel mit seinem Vater und seiner verschwundenen Großmutter Klara verbindet – mehr, als ihm lieb ist. Der Autorin ist mit ‘Klara vergessen‘ ein spannender und fordernder Roman gelungen. Vor dem Hintergrund der bewegten russisch-sowjetischen Historie des 20. Jahrhunderts, verbindet sie gekonnt die Schicksale von drei Generationen Familie. Emotional, jedoch nicht kitschig, schreibt sie über den Verrat an der Großmutter, über das Erwachsenwerden von Vater und Sohn, über deren Entfremdung und schlussendlicher Annährung. Eine in wunderschöne Naturbeschreibungen eingebettete Geschichte, die auf ganzer Linie überzeugt und den Lesenden aufzeigt, dass Schweigen keine Lösung ist.
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Drei Generationen Familie. Drei dunkle Geheimnisse. Eine Verbindung.

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Schuld, Vergebung, Geheimnisse. Immer wieder stehen diese drei Themen im Mittelpunkt literarischen Schaffens. Auch wenn sich schon tausende Erzählungen mit diesen existenziellen Gebieten beschäftigt haben, so haben sie nichts von ihrer Strahlkraft verloren und faszinieren immer wieder aufs Neue. So auch in Isabelle Autissiers beeindruckender Familiengeschichte ‘Klara vergessen‘. Im Zentrum dieses Romans steht der erfolgreiche Wissenschaftler Juri, der in den 1990ern in die USA emigrierte. Als sein verhasster Vater im Sterben liegt, kehrt er in seine russische Heimatstadt Murmansk zurück. Auf dessen Bitten fängt er an die ihm bisher unbekannte Geschichte seiner eigenen Familie zu erforschen. Dabei erfährt er, dass ihn ziemlich viel mit seinem Vater und seiner verschwundenen Großmutter Klara verbindet – mehr, als ihm lieb ist. Der Autorin ist mit ‘Klara vergessen‘ ein spannender und fordernder Roman gelungen. Vor dem Hintergrund der bewegten russisch-sowjetischen Historie des 20. Jahrhunderts, verbindet sie gekonnt die Schicksale von drei Generationen Familie. Emotional, jedoch nicht kitschig, schreibt sie über den Verrat an der Großmutter, über das Erwachsenwerden von Vater und Sohn, über deren Entfremdung und schlussendlicher Annährung. Eine in wunderschöne Naturbeschreibungen eingebettete Geschichte, die auf ganzer Linie überzeugt und den Lesenden aufzeigt, dass Schweigen keine Lösung ist.

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5/5

Die Autorin beschreibt viel mehr als nur ein tragisches Familienschicksal der Stalinzeit.

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Murmansk, nördlich des Polarkreisese. Juri , der als Ornitologe inzwischen in den USA lebt und arbeitet , kommt nach Jahren zurück in die Hafenstadt, weil sein Vater im Sterben liegt. Der Alte, ein ehemaliger Kaptiän, unter dessen Kaltherzigkeit Juri als Kind litt, möchte , dass Juri etwas über das Schicksal seiner Großmutter Klara herausfindet, die in den frühen 50er-Jahren verschwand.Die Autorin beschreibt viel mehr als nur ein tragisches Familienschicksal der Stalinzeit, dessen Traumata sich über Generationen fortpflanzen. Interessant und gut geschrieben.
5/5

Die Autorin beschreibt viel mehr als nur ein tragisches Familienschicksal der Stalinzeit.

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Murmansk, nördlich des Polarkreisese. Juri , der als Ornitologe inzwischen in den USA lebt und arbeitet , kommt nach Jahren zurück in die Hafenstadt, weil sein Vater im Sterben liegt. Der Alte, ein ehemaliger Kaptiän, unter dessen Kaltherzigkeit Juri als Kind litt, möchte , dass Juri etwas über das Schicksal seiner Großmutter Klara herausfindet, die in den frühen 50er-Jahren verschwand.Die Autorin beschreibt viel mehr als nur ein tragisches Familienschicksal der Stalinzeit, dessen Traumata sich über Generationen fortpflanzen. Interessant und gut geschrieben.

Gabriele Förster
  • Gabriele Förster
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