Gone Baby Gone

Ein Fall für Kenzie und Gennaro

Patrick Kenzie & Angela Gennaro-Krimi Band 4

Dennis Lehane

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Beschreibung

Als die vierjährige Amanda entführt wird, beginnen Patrick Kenzie und Angela Gennaro ihre Suche in den einschlägigen Kreisen, was selbst die hartgesottenen Ermittler an ihre Grenzen bringt. Bis sich herausstellt, dass sie von gänzlich unerwarteter Seite auf eine falsche Fährte gelockt wurden und jemand wissentlich mit ihrem Leben gespielt hat. Kenzie und Gennaro müssen sich entscheiden: für Recht und Gesetz oder für ihre Menschlichkeit.

Produktdetails

Verkaufsrang 23044
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 22.04.2020
Verlag Diogenes
Seitenzahl 576 (Printausgabe)
Dateigröße 1023 KB
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Gone, Baby, Gone
Übersetzer Peter Torberg
Sprache Deutsch
EAN 9783257610178

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Thriller mit überraschenden Wendungen, einer sehr gut durchdachten Story und äußerst sympathischen Protagonisten

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 28.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Indian Summer 1997 verschwindet in Boston die vierjährige Amanda spurlos. Auch nach drei Tagen hat die Polizei nicht eine einzige vielversprechende Spur. Für solch scheinbar aussichtslose Fälle gibt es in Boston nur ein einziges, das geniale Detektivduo: Patrick McKenzie & Angela „Angie“ Gennaro. „Alles an diesem Verschwinden ist faul, vierjährige Kinder verschwinden nicht einfach so, ohne dass jemand nachhilft,“ bringt es Gennaro auf den Punkt. Sie wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie wahr ihre Vermutung werden sollte. Die Dialoge zwischen Kenzie und Gennaro sind erfrischend und charmant, ironisch und überhaupt nicht verletzend. Das ist einer der wahren Schätze von Lehanes Thriller und deren Übersetzung, ohne die es nicht funktioniert. Auffällig gegenüber den ersten drei Bänden der Kenzie/Gennaro-Reihe ist, dass Lieutenant Doyle, der ausgerechnet die Einheit Crimes Against Children CAC der Bostoner Polizei leitet, seine Detectives Nick „Poole“ Raftopoulos und Remy Broussard dem Detektivduo McKenzie & Gennaro als Aufpasser zuteilt. Der Thriller hat natürlich eine kriminalistische Rahmenhandlung - Kindesentführung-Drogen-Kriminelle-korrupte Polizei – doch Lehanes bestimmende Thematik ist der Schutz des Kindeswohls, wer dafür verantwortlich ist und wie weit er gehen soll. Grundsätzlich ist der Kinderschutz in den USA ein sehr restriktiver, in jedem Bundesstaat besonders geregelt und nach unseren europäischen Maßstäben viel zu streng. Auf der einen Seite ist der Staat sehr streng, dennoch es ist in den USA fast unmöglich einer Mutter das Kind abzunehmen, wenn sie sich bezüglich des Kindes nicht strafbar macht. "Gone Baby Gone" ist ein spannender, nervenaufreibender und hoch emotionaler Thriller nicht nur für die Protagonisten, vor allem für Kenzie und noch mehr für Gennaro, sondern auch für den emotionalisierten Leser. Der verdächtige Personenkreis dieser Kindesentführung ist ebenso groß wie übersichtlich und wechselt vielfach. Mit einer Rachel beginnt Lehanes Thriller und mit dieser Rachel am Ende schließt sich der Kreis. Jedoch keine runde Sache, das gibt der Plot nicht her, dafür ist die darin innewohnenden Thematik hochexplosiv. Das Cover zeigt die Skyline von Boston mit Christian Science Church, im linken Bildteil, direkt daneben der Prudential Tower, im rechten Bildteil das State House. Im Vordergrund steht Patrick McKenzie, in der rechten Hand seine .45er Colt Commander. Filmposten der Miramax Film Corp. Filmtipp: Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel ist ein US-amerikanischer Kriminalfilm aus dem Jahr 2007. Regie führte Ben Affleck, der das Drehbuch gemeinsam mit Aaron Stockard anhand des Romans Gone Baby Gone, Kein Kinderspiel von Dennis Lehane aus dem Jahr 1998 schrieb. In den Hauptrollen Casey Affleck (Patrick McKenzie), Michelle Monaghan (Angela „Angie“ Gennaro) und Morgan Freeman (Police Chief Jack Doyle).

5/5

Thriller mit überraschenden Wendungen, einer sehr gut durchdachten Story und äußerst sympathischen Protagonisten

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 28.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Indian Summer 1997 verschwindet in Boston die vierjährige Amanda spurlos. Auch nach drei Tagen hat die Polizei nicht eine einzige vielversprechende Spur. Für solch scheinbar aussichtslose Fälle gibt es in Boston nur ein einziges, das geniale Detektivduo: Patrick McKenzie & Angela „Angie“ Gennaro. „Alles an diesem Verschwinden ist faul, vierjährige Kinder verschwinden nicht einfach so, ohne dass jemand nachhilft,“ bringt es Gennaro auf den Punkt. Sie wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie wahr ihre Vermutung werden sollte. Die Dialoge zwischen Kenzie und Gennaro sind erfrischend und charmant, ironisch und überhaupt nicht verletzend. Das ist einer der wahren Schätze von Lehanes Thriller und deren Übersetzung, ohne die es nicht funktioniert. Auffällig gegenüber den ersten drei Bänden der Kenzie/Gennaro-Reihe ist, dass Lieutenant Doyle, der ausgerechnet die Einheit Crimes Against Children CAC der Bostoner Polizei leitet, seine Detectives Nick „Poole“ Raftopoulos und Remy Broussard dem Detektivduo McKenzie & Gennaro als Aufpasser zuteilt. Der Thriller hat natürlich eine kriminalistische Rahmenhandlung - Kindesentführung-Drogen-Kriminelle-korrupte Polizei – doch Lehanes bestimmende Thematik ist der Schutz des Kindeswohls, wer dafür verantwortlich ist und wie weit er gehen soll. Grundsätzlich ist der Kinderschutz in den USA ein sehr restriktiver, in jedem Bundesstaat besonders geregelt und nach unseren europäischen Maßstäben viel zu streng. Auf der einen Seite ist der Staat sehr streng, dennoch es ist in den USA fast unmöglich einer Mutter das Kind abzunehmen, wenn sie sich bezüglich des Kindes nicht strafbar macht. "Gone Baby Gone" ist ein spannender, nervenaufreibender und hoch emotionaler Thriller nicht nur für die Protagonisten, vor allem für Kenzie und noch mehr für Gennaro, sondern auch für den emotionalisierten Leser. Der verdächtige Personenkreis dieser Kindesentführung ist ebenso groß wie übersichtlich und wechselt vielfach. Mit einer Rachel beginnt Lehanes Thriller und mit dieser Rachel am Ende schließt sich der Kreis. Jedoch keine runde Sache, das gibt der Plot nicht her, dafür ist die darin innewohnenden Thematik hochexplosiv. Das Cover zeigt die Skyline von Boston mit Christian Science Church, im linken Bildteil, direkt daneben der Prudential Tower, im rechten Bildteil das State House. Im Vordergrund steht Patrick McKenzie, in der rechten Hand seine .45er Colt Commander. Filmposten der Miramax Film Corp. Filmtipp: Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel ist ein US-amerikanischer Kriminalfilm aus dem Jahr 2007. Regie führte Ben Affleck, der das Drehbuch gemeinsam mit Aaron Stockard anhand des Romans Gone Baby Gone, Kein Kinderspiel von Dennis Lehane aus dem Jahr 1998 schrieb. In den Hauptrollen Casey Affleck (Patrick McKenzie), Michelle Monaghan (Angela „Angie“ Gennaro) und Morgan Freeman (Police Chief Jack Doyle).

5/5

Sie verschwinden. Einfach so.

petraellen aus Neuss am 03.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Tag für Tag werden in den USA zweitausenddreihundert Kinder vermisst gemeldet. Ein Großteil wird von einem Elternteil entführt, das mit dem anderen zerstritten ist, und in über fünfzig Prozent der Fälle ist der Aufenthaltsort des Kindes bekannt. Die Mehrheit dieser Kinder kehrt innerhalb einer Woche zurück. Dann gibt es die Ausreißer. Auch hier bleibt der Großteil von ihnen nicht lange fort; meist findet man sie in kürzester Zeit – für gewöhnlich im Haus von Freunden. Anders ist es bei denen, die zu Hause vor die Tür gesetzt werden oder weglaufen, ohne dass die Eltern die Suche nach ihnen aufnehmen. Dies sind zumeist die Kinder, die die Notunterkünfte und Busbahnhöfe bevölkern, in Rotlichtbezirken an den Straßenecken herumlungern und schließlich im Gefängnis landen.“ Die scheinbar lakonische Anfangsfeststellung, dass "von den täglich zweitausenddreihundert in diesem Land als vermisst gemeldeten Kindern ein Teil im Nichts verschwinden und vielleicht in Kellern von Pädophilen festgehalten werden", wird zum beklemmenden Thema dieses Lehane-Krimis. Inhalt Amanda McCready, vier Jahre alt, wird eines Nachts aus der Wohnung entführt, ohne dass ihre Mutter es bemerkt. Die Entführung erregt großes Aufsehen und der Bürgermeister verkündet auf einer Pressekonferenz, dass „alle Stadtangelegenheiten auf Eis liegen würden bis Amanda gefunden worden sei.“ Die Titelseiten der Zeitungen berichten jeden Morgen ausführlich und am Abend ist es Thema in den Hauptsendungen der Nachrichten. Verzweifelt suchen auch Tante und Onkel ihre Nichte zu finden. Schließlich sollen die Privatermittler Patrick Kenzie und Angela Gennaro ihnen helfen. Anfangs wollen beide diesen Fall nicht annehmen. Die Mutter Amandas ist drogensüchtig und dem White Trash zugehörig. „White Trash (englisch wörtlich „weißer Abfall“, sinngemäß etwa „weißer Abschaum“) ist eine pejorative Bezeichnung für Mitglieder der weißen Unterschicht vor allem in Appalachia, den Südstaaten und den ländlichen Teilen der Vereinigten Staaten. Dieser Begriff wurde in den Südstaaten geprägt, aber wird nun in den ganzen Vereinigten Staaten verwendet.“ Quelle: Wikipedia Doch Kenzie&Gennaro übernehmen den Fall aus moralischer Verantwortung heraus. Sie geraten in einen Sumpf wie Treibsand und drohen selbst darin unterzugehen. Bei Ihrer weiteren Suche geraten sie in einschlägige Kreise von Pädophilen und Kinderschändern. Die Einblicke in der Pädophilen Szene, beschreibt der Autor sehr detailliert, was Kindern angetan werden kann. Kinder werden pervers zu egoistischer Befriedigung animalischster sexueller Bedürfnisse ausgenutzt, um die "Objekte" dann irgendwann vor lauter Überdruss wie ein defektes Spielzeug auf den Müll zu schmeißen. Das ist das Abartigste auf dieser Welt überhaupt. Nicht nur die beiden Ermittler gelangen in dieser Szene an ihre innerste Belastbarkeit und unter seelischen Druck, sondern zwingt auch den Leser an seine psychischen Grenzen. Stil und Sprache Die Charaktere sind gelungen, der gesamte Verlauf der Story ist rund und sinnvoll. Die Handlung ist actionreich und verschachtelt. Die Suche nach dem Mädchen schildert Dennis Lehane als raue Polizeigeschichte mit Blut, Schweiß und Tränen. Lehane verwebt die Drehungen und Wendungen der Erzählung unterbrochen mit sporadischen Momenten trockenen Humors. Im Gegensatz dazu stehen Gewaltszenen von allseitiger Brutalität. Die Charaktere werden mitunter etwas unübersichtlich, dass durch ein Personenregister sehr gut ausgeglichen werden könnte. Dennis Lehane kann nicht nur harte Szenen beschreiben, sondern ganz ruhig und poetisch mit seinen Figuren über die Schlechtigkeit der Welt trauern. Souveräne Dialoge könnte man unverändert in einen Film übernehmen. Eine sehr bildhafte Sprache lockert das Geschehen auf und lässt gelungene Vergleiche zu. "In der Kneipe war es so still wie in einer Kirche vor dem Jawort." Die komplizierte Konstruktion des Falles auf 576 Seiten wirkt manchmal etwas verloren und dann lässt die Spannung schnell etwas nach. Fazit Amanda steht für viele Kinder. Egal in welchem Alter. Sie verschwinden. Einfach so. Über Nacht. Keiner hat etwas mitbekommen. Der Fall endet in einer bitteren Schlusspointe. Der Leser bleibt nachdenklich zurück mit der ethischen Fragestellung: Ist der Sieg der Gerechtigkeit immer für alle die beste Lösung? „Dieses Schweigen ist achtzig bis hundert Zentimeter groß, man spürt es an der Hüfte, hört es von den Dielen heraufsteigen, und es schreit einen aus Ecken und Spalten und dem ausdruckslosen Gesicht einer Puppe an, die auf dem Boden neben dem Bett liegt. Dieses Schweigen ist anders als die Stille bei Beerdigungen und Totenwachen. Die Stille der Toten verbreitet ein Gefühl von Endgültigkeit; eine Stille, von der man weiß, dass man sich damit abfinden muss. Das Schweigen eines vermissten Kindes ist nichts, womit man sich abfinden möchte; man weigert sich, es zu akzeptieren, deshalb schreit es einen ja so laut an.“

5/5

Sie verschwinden. Einfach so.

petraellen aus Neuss am 03.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Tag für Tag werden in den USA zweitausenddreihundert Kinder vermisst gemeldet. Ein Großteil wird von einem Elternteil entführt, das mit dem anderen zerstritten ist, und in über fünfzig Prozent der Fälle ist der Aufenthaltsort des Kindes bekannt. Die Mehrheit dieser Kinder kehrt innerhalb einer Woche zurück. Dann gibt es die Ausreißer. Auch hier bleibt der Großteil von ihnen nicht lange fort; meist findet man sie in kürzester Zeit – für gewöhnlich im Haus von Freunden. Anders ist es bei denen, die zu Hause vor die Tür gesetzt werden oder weglaufen, ohne dass die Eltern die Suche nach ihnen aufnehmen. Dies sind zumeist die Kinder, die die Notunterkünfte und Busbahnhöfe bevölkern, in Rotlichtbezirken an den Straßenecken herumlungern und schließlich im Gefängnis landen.“ Die scheinbar lakonische Anfangsfeststellung, dass "von den täglich zweitausenddreihundert in diesem Land als vermisst gemeldeten Kindern ein Teil im Nichts verschwinden und vielleicht in Kellern von Pädophilen festgehalten werden", wird zum beklemmenden Thema dieses Lehane-Krimis. Inhalt Amanda McCready, vier Jahre alt, wird eines Nachts aus der Wohnung entführt, ohne dass ihre Mutter es bemerkt. Die Entführung erregt großes Aufsehen und der Bürgermeister verkündet auf einer Pressekonferenz, dass „alle Stadtangelegenheiten auf Eis liegen würden bis Amanda gefunden worden sei.“ Die Titelseiten der Zeitungen berichten jeden Morgen ausführlich und am Abend ist es Thema in den Hauptsendungen der Nachrichten. Verzweifelt suchen auch Tante und Onkel ihre Nichte zu finden. Schließlich sollen die Privatermittler Patrick Kenzie und Angela Gennaro ihnen helfen. Anfangs wollen beide diesen Fall nicht annehmen. Die Mutter Amandas ist drogensüchtig und dem White Trash zugehörig. „White Trash (englisch wörtlich „weißer Abfall“, sinngemäß etwa „weißer Abschaum“) ist eine pejorative Bezeichnung für Mitglieder der weißen Unterschicht vor allem in Appalachia, den Südstaaten und den ländlichen Teilen der Vereinigten Staaten. Dieser Begriff wurde in den Südstaaten geprägt, aber wird nun in den ganzen Vereinigten Staaten verwendet.“ Quelle: Wikipedia Doch Kenzie&Gennaro übernehmen den Fall aus moralischer Verantwortung heraus. Sie geraten in einen Sumpf wie Treibsand und drohen selbst darin unterzugehen. Bei Ihrer weiteren Suche geraten sie in einschlägige Kreise von Pädophilen und Kinderschändern. Die Einblicke in der Pädophilen Szene, beschreibt der Autor sehr detailliert, was Kindern angetan werden kann. Kinder werden pervers zu egoistischer Befriedigung animalischster sexueller Bedürfnisse ausgenutzt, um die "Objekte" dann irgendwann vor lauter Überdruss wie ein defektes Spielzeug auf den Müll zu schmeißen. Das ist das Abartigste auf dieser Welt überhaupt. Nicht nur die beiden Ermittler gelangen in dieser Szene an ihre innerste Belastbarkeit und unter seelischen Druck, sondern zwingt auch den Leser an seine psychischen Grenzen. Stil und Sprache Die Charaktere sind gelungen, der gesamte Verlauf der Story ist rund und sinnvoll. Die Handlung ist actionreich und verschachtelt. Die Suche nach dem Mädchen schildert Dennis Lehane als raue Polizeigeschichte mit Blut, Schweiß und Tränen. Lehane verwebt die Drehungen und Wendungen der Erzählung unterbrochen mit sporadischen Momenten trockenen Humors. Im Gegensatz dazu stehen Gewaltszenen von allseitiger Brutalität. Die Charaktere werden mitunter etwas unübersichtlich, dass durch ein Personenregister sehr gut ausgeglichen werden könnte. Dennis Lehane kann nicht nur harte Szenen beschreiben, sondern ganz ruhig und poetisch mit seinen Figuren über die Schlechtigkeit der Welt trauern. Souveräne Dialoge könnte man unverändert in einen Film übernehmen. Eine sehr bildhafte Sprache lockert das Geschehen auf und lässt gelungene Vergleiche zu. "In der Kneipe war es so still wie in einer Kirche vor dem Jawort." Die komplizierte Konstruktion des Falles auf 576 Seiten wirkt manchmal etwas verloren und dann lässt die Spannung schnell etwas nach. Fazit Amanda steht für viele Kinder. Egal in welchem Alter. Sie verschwinden. Einfach so. Über Nacht. Keiner hat etwas mitbekommen. Der Fall endet in einer bitteren Schlusspointe. Der Leser bleibt nachdenklich zurück mit der ethischen Fragestellung: Ist der Sieg der Gerechtigkeit immer für alle die beste Lösung? „Dieses Schweigen ist achtzig bis hundert Zentimeter groß, man spürt es an der Hüfte, hört es von den Dielen heraufsteigen, und es schreit einen aus Ecken und Spalten und dem ausdruckslosen Gesicht einer Puppe an, die auf dem Boden neben dem Bett liegt. Dieses Schweigen ist anders als die Stille bei Beerdigungen und Totenwachen. Die Stille der Toten verbreitet ein Gefühl von Endgültigkeit; eine Stille, von der man weiß, dass man sich damit abfinden muss. Das Schweigen eines vermissten Kindes ist nichts, womit man sich abfinden möchte; man weigert sich, es zu akzeptieren, deshalb schreit es einen ja so laut an.“

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Boston in den Neunzigern: wir befinden uns im mittlerweile 4.Fall der beiden Ermittler Kenzie und Gennaro. Auch wenn man prinzipiell ohne Vorkenntnisse gut mit Lehane`s Schreibe klarkommt - es lohnt sich, diese neu übersetzte Serie vom Diogenes Verlag chronologisch zu lesen. Patrick Kenzie erzählt hier die Geschichte einer Kindesentführung, in die er und seine Partnerin verwickelt wurden und die sich komplett auf den Kopf stellte, je länger die Sache andauerte. Es ist der letztlich härteste Auftrag für das Paar, mit weitreichenderen Konsequenzen, als ihnen zu Beginn bewußt ist. Auch als Leser wird man irgendwann unwillkürlich Stellung beziehen. Denn "Tag für Tag werden in den USA 2300! Kinder als vermisst gemeldet...."300 von ihnen tauchen tatsächlich nie wieder auf. Flott zu lesen, kurz und knapp in den Beschreibungen, ironische Schlagabtäusche, interessante Charaktere und einige Wendungen - wieder ein Lehane, der zu fesseln versteht und dem man hier ein anderes Ende wünschen würde... Wann kommt Band 5 ?
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Fälle mit Kindern sind immer die schlimmsten....

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Boston in den Neunzigern: wir befinden uns im mittlerweile 4.Fall der beiden Ermittler Kenzie und Gennaro. Auch wenn man prinzipiell ohne Vorkenntnisse gut mit Lehane`s Schreibe klarkommt - es lohnt sich, diese neu übersetzte Serie vom Diogenes Verlag chronologisch zu lesen. Patrick Kenzie erzählt hier die Geschichte einer Kindesentführung, in die er und seine Partnerin verwickelt wurden und die sich komplett auf den Kopf stellte, je länger die Sache andauerte. Es ist der letztlich härteste Auftrag für das Paar, mit weitreichenderen Konsequenzen, als ihnen zu Beginn bewußt ist. Auch als Leser wird man irgendwann unwillkürlich Stellung beziehen. Denn "Tag für Tag werden in den USA 2300! Kinder als vermisst gemeldet...."300 von ihnen tauchen tatsächlich nie wieder auf. Flott zu lesen, kurz und knapp in den Beschreibungen, ironische Schlagabtäusche, interessante Charaktere und einige Wendungen - wieder ein Lehane, der zu fesseln versteht und dem man hier ein anderes Ende wünschen würde... Wann kommt Band 5 ?

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"Gone Baby Gone" ist ein richtig guter, spannender, solide geschriebener Thriller, flüssig geschrieben, coole Protagonisten, etwas schwarzer Humor, flotte Dialoge. Der Spannungsbogen bleibt konstant hoch.
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