Marianengraben

Marianengraben

. Ungekürzt.

Hörbuch-Download (MP3)

Variante: Hörbuch-Download (ungekürzt, 2020)

Marianengraben

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Hörbuch

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Beschreibung

Details

Sprecher

Maximiliane Häcke

Spieldauer

6 Stunden und 35 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Family Sharing

Ja

Beschreibung

Details

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Sprecher

Maximiliane Häcke

Spieldauer

6 Stunden und 35 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

30.03.2020

Verlag

Lübbe Audio

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783838793955

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Bei diesem Buch musste ich lachen und weinen

Bewertung aus Bargteheide am 15.01.2021

Bewertet: Hörbuch-Download

Ist dieses Buch schön! Es ist erstaunlich, bei wie vielen Büchern sich der Charme erst auftut, wenn man schon einige Zeit darin gelesen hat. „Marianengraben“ von Jasmin Schreiber ist so ein Buch. Kollegen haben es mir empfohlen. „Moni, dieses Buch musst Du lesen. Es ist genau Deins!“ Ich habe angefangen es zu lesen, bin aber über die ersten Seiten nicht hinausgekommen Allein, wie es schon anfängt! „Wie tief muss man tauchen, um einen leuchtenden und noch nicht entdeckten Tim-Fisch zu finden?“ fragtest du mich kurz vor deinem Tod. „Ich weiß nicht, aber in der Tiefsee ist noch vieles unentdeckt. Da schwimmen sicher eine Menge potenzieller Tim-Fische herum.“ Das hatte mich irgendwie verschreckt. Der Tod an sich ist schon ein schwieriges Thema, mit Depressionen habe ich selbst immer wieder zu kämpfen und dann auch noch Fische??? Nein, das Buch habe ich erst einmal zur Seite gelegt. Vielleicht irgendwann einmal. So ca. ein halbes Jahr später war dann dieses irgendwann einmal. Inzwischen hatte ich schon sehr gute Erfahrungen mit dem Hörbuch-Abo bei Thalia.de gemacht. Dort lade ich mir immer die Hörbücher von Büchern herunter, die mich zwar schon verlocken, aber bei denen ich oftmals nicht über den Anfang hinausgekommen bin. Beim Hörbuch war es dann merkwürdigerweise kein Problem. Da bin ich ohne Probleme über den Anfang hinweggekommen und habe dadurch schon wirklich tolle Bücher entdeckt. Und so ist es mir auch dieses Mal ergangen. Die Hauptpersonen dieses Buches sind Paula, Tim, Helmut und Judith. Paula, eine junge introvertierte Frau, die gerade ihre Doktorarbeit in Biologie angefangen hat, als sie die Nachricht ihrer Eltern erreichte, dass ihr kleiner Bruder Tim ertrunken ist, erzählt die Geschichte in der Ich-Form, bzw. sie erzählt die Geschichte so, als ob sie sie Tim erzählen würde. Die beiden sehr unterschiedlichen Geschwister waren sich sehr nah. Und Tim hat immer wieder seine große Schwester gefragt, wenn er etwas wissen wollte oder etwas nicht verstanden hat. Und wissen wollte er irre viel! Sein Spezialgebiet war das Meer. Darüber wollte er einfach alles wissen. Nach dem Unfall und Tod ihres Bruders fällt Paula in eine tiefe Depression. Sie kommt mit der Situation nicht zurecht, vernachlässigt alles und gibt sich die Schuld am Tod von Tim. Dabei war sie bei diesem Urlaub das erste Mal nicht mit dabei. Per Zufall – eine sehr skurrile Geschichte – lernt sie eines Nachts Helmut, einen sehr merkwürdigen alten Mann, kennen. Sie folgt ihm nach Hause und lernt dort auch seine angsteinflößende Schäferhündin Judith kennen. Helmut und Judith wollen mit einem alten Wohnmobil von Frankfurt ins Allgäu fahren. Helmut hat dort etwas zu tun. Und da Paula im Moment nichts Besseres zu tun hat, fährt sie mit. Anfangs gegen den Willen Helmuts. Doch während des Roadmovies freunden sich die beiden immer mehr an. Auch Helmut hat bereits einige sehr traurige Geschichten erlebt. Ganz langsam öffnen sich die beiden einander und teilen ihre Geschichten. In diese Handlung fließen zwischendrin immer wieder Episoden ein, in denen sich Paula an ihren Bruder erinnert. Doch ganz langsam nimmt der Schmerz ab. Herausgekommen ist eine ganz wundervolle Geschichte über den Tod und das Überleben. Über Schmerz, Schuldgefühle und Traurigkeit. Und obwohl dieses alles eigentlich sehr traurige Themen sind, ist dieses Buch nicht wirklich traurig. Es macht sogar Mut. Und es erklärt in einem kleinen Diskurs Helmuts sogar den Unterschied zwischen lebensmüde und wirklich sterben zu wollen. Dieses Buch ist aber auch durchaus sehr witzig, denn die Autorin hat schon verrückte Einfälle, die sie in ihre Handlung mit einbindet. Ich sag nur Nudisten und Friedhöfe ohne Tote. Ein wirklich schönes, warmherziges Buch, was sich auf eine sehr tröstende Art mit dem Tod, der Trauer und dem Leben auseinandersetzt. Beim Lesen musste ich an die Bücher von Vea Kaiser „Blasmusikpop“, Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“, Einzlkind „Harold“, Colin Higgins „Harold und Maud“, Truman Capote „Die Grasharfe“, aber auch Nina George „Das Lavendelzimmer“ und „Das Traumbuch“ denken. Bei Hörbüchern ist es immer wieder wichtig, dass man mit der Stimme des Sprechers/der Sprecherin zurechtkommt. Mir sagte Maximiliane Häcke nichts. Und ich musste mich erst an sie gewöhnen. Aber ihre Stimme passt sehr gut zu der Geschichte. Sie hört sich sehr jung an. Und Paula, in deren Rolle sie geschlüpft ist, ist trotz all ihrer Traurigkeit immer noch sehr jung geblieben, was wahrscheinlich durch die Neugier und ungewohnte Sichtweise ihres Bruders kam. Ihre Interpretation hat das Buch so richtig zum Leben erweckt.

Bei diesem Buch musste ich lachen und weinen

Bewertung aus Bargteheide am 15.01.2021
Bewertet: Hörbuch-Download

Ist dieses Buch schön! Es ist erstaunlich, bei wie vielen Büchern sich der Charme erst auftut, wenn man schon einige Zeit darin gelesen hat. „Marianengraben“ von Jasmin Schreiber ist so ein Buch. Kollegen haben es mir empfohlen. „Moni, dieses Buch musst Du lesen. Es ist genau Deins!“ Ich habe angefangen es zu lesen, bin aber über die ersten Seiten nicht hinausgekommen Allein, wie es schon anfängt! „Wie tief muss man tauchen, um einen leuchtenden und noch nicht entdeckten Tim-Fisch zu finden?“ fragtest du mich kurz vor deinem Tod. „Ich weiß nicht, aber in der Tiefsee ist noch vieles unentdeckt. Da schwimmen sicher eine Menge potenzieller Tim-Fische herum.“ Das hatte mich irgendwie verschreckt. Der Tod an sich ist schon ein schwieriges Thema, mit Depressionen habe ich selbst immer wieder zu kämpfen und dann auch noch Fische??? Nein, das Buch habe ich erst einmal zur Seite gelegt. Vielleicht irgendwann einmal. So ca. ein halbes Jahr später war dann dieses irgendwann einmal. Inzwischen hatte ich schon sehr gute Erfahrungen mit dem Hörbuch-Abo bei Thalia.de gemacht. Dort lade ich mir immer die Hörbücher von Büchern herunter, die mich zwar schon verlocken, aber bei denen ich oftmals nicht über den Anfang hinausgekommen bin. Beim Hörbuch war es dann merkwürdigerweise kein Problem. Da bin ich ohne Probleme über den Anfang hinweggekommen und habe dadurch schon wirklich tolle Bücher entdeckt. Und so ist es mir auch dieses Mal ergangen. Die Hauptpersonen dieses Buches sind Paula, Tim, Helmut und Judith. Paula, eine junge introvertierte Frau, die gerade ihre Doktorarbeit in Biologie angefangen hat, als sie die Nachricht ihrer Eltern erreichte, dass ihr kleiner Bruder Tim ertrunken ist, erzählt die Geschichte in der Ich-Form, bzw. sie erzählt die Geschichte so, als ob sie sie Tim erzählen würde. Die beiden sehr unterschiedlichen Geschwister waren sich sehr nah. Und Tim hat immer wieder seine große Schwester gefragt, wenn er etwas wissen wollte oder etwas nicht verstanden hat. Und wissen wollte er irre viel! Sein Spezialgebiet war das Meer. Darüber wollte er einfach alles wissen. Nach dem Unfall und Tod ihres Bruders fällt Paula in eine tiefe Depression. Sie kommt mit der Situation nicht zurecht, vernachlässigt alles und gibt sich die Schuld am Tod von Tim. Dabei war sie bei diesem Urlaub das erste Mal nicht mit dabei. Per Zufall – eine sehr skurrile Geschichte – lernt sie eines Nachts Helmut, einen sehr merkwürdigen alten Mann, kennen. Sie folgt ihm nach Hause und lernt dort auch seine angsteinflößende Schäferhündin Judith kennen. Helmut und Judith wollen mit einem alten Wohnmobil von Frankfurt ins Allgäu fahren. Helmut hat dort etwas zu tun. Und da Paula im Moment nichts Besseres zu tun hat, fährt sie mit. Anfangs gegen den Willen Helmuts. Doch während des Roadmovies freunden sich die beiden immer mehr an. Auch Helmut hat bereits einige sehr traurige Geschichten erlebt. Ganz langsam öffnen sich die beiden einander und teilen ihre Geschichten. In diese Handlung fließen zwischendrin immer wieder Episoden ein, in denen sich Paula an ihren Bruder erinnert. Doch ganz langsam nimmt der Schmerz ab. Herausgekommen ist eine ganz wundervolle Geschichte über den Tod und das Überleben. Über Schmerz, Schuldgefühle und Traurigkeit. Und obwohl dieses alles eigentlich sehr traurige Themen sind, ist dieses Buch nicht wirklich traurig. Es macht sogar Mut. Und es erklärt in einem kleinen Diskurs Helmuts sogar den Unterschied zwischen lebensmüde und wirklich sterben zu wollen. Dieses Buch ist aber auch durchaus sehr witzig, denn die Autorin hat schon verrückte Einfälle, die sie in ihre Handlung mit einbindet. Ich sag nur Nudisten und Friedhöfe ohne Tote. Ein wirklich schönes, warmherziges Buch, was sich auf eine sehr tröstende Art mit dem Tod, der Trauer und dem Leben auseinandersetzt. Beim Lesen musste ich an die Bücher von Vea Kaiser „Blasmusikpop“, Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“, Einzlkind „Harold“, Colin Higgins „Harold und Maud“, Truman Capote „Die Grasharfe“, aber auch Nina George „Das Lavendelzimmer“ und „Das Traumbuch“ denken. Bei Hörbüchern ist es immer wieder wichtig, dass man mit der Stimme des Sprechers/der Sprecherin zurechtkommt. Mir sagte Maximiliane Häcke nichts. Und ich musste mich erst an sie gewöhnen. Aber ihre Stimme passt sehr gut zu der Geschichte. Sie hört sich sehr jung an. Und Paula, in deren Rolle sie geschlüpft ist, ist trotz all ihrer Traurigkeit immer noch sehr jung geblieben, was wahrscheinlich durch die Neugier und ungewohnte Sichtweise ihres Bruders kam. Ihre Interpretation hat das Buch so richtig zum Leben erweckt.

Auftauchen

Bewertung aus Luckenwalde am 19.05.2020

Bewertet: Hörbuch-Download

Die Autorin Jasmin Schreiber hat mit “Marianengraben” ein sehr emotionales Buch geschrieben. Paula hat ihren kleinen Bruder Tim verloren und trägt eine Schuld mit sich, die sie gar nicht hat. Dadurch kommt sie mit ihrer Trauer und ihrem Leben nicht zurecht. Den Friedhof besucht sie nachts und lernt dabei Helmut kennen. Helmut hat auch jemanden verloren, auch einen ganz besonderen Menschen, so wie Paula. Helmut geht mit seinem Verlust ganz anders um, er ist gerade dabei die Urne vom Friedhof zu stehlen. Der mürrische und sture Helmut und die traurige Paula lernen sich besser kennen und begeben sich auf eine gemeinsame, ganz besondere Reise. Helmut ist wortkarg und grummelig und doch kann er Paula auf seine Art helfen zurück ins Leben zu finden und auch Paula kann ihrerseits sehr viel für Helmut tun. Obwohl es um ein sehr trauriges und berührendes Thema geht, macht es sehr viel Freude, die beiden auf ihrer eigentümlichen Reise zu begleiten. Die Kapitelüberschriften beziehen sich auf Tauchtiefen beim auftauchen und obwohl es hier viel um den Tod geht ist es ein sehr lebensbejahendes Buch.

Auftauchen

Bewertung aus Luckenwalde am 19.05.2020
Bewertet: Hörbuch-Download

Die Autorin Jasmin Schreiber hat mit “Marianengraben” ein sehr emotionales Buch geschrieben. Paula hat ihren kleinen Bruder Tim verloren und trägt eine Schuld mit sich, die sie gar nicht hat. Dadurch kommt sie mit ihrer Trauer und ihrem Leben nicht zurecht. Den Friedhof besucht sie nachts und lernt dabei Helmut kennen. Helmut hat auch jemanden verloren, auch einen ganz besonderen Menschen, so wie Paula. Helmut geht mit seinem Verlust ganz anders um, er ist gerade dabei die Urne vom Friedhof zu stehlen. Der mürrische und sture Helmut und die traurige Paula lernen sich besser kennen und begeben sich auf eine gemeinsame, ganz besondere Reise. Helmut ist wortkarg und grummelig und doch kann er Paula auf seine Art helfen zurück ins Leben zu finden und auch Paula kann ihrerseits sehr viel für Helmut tun. Obwohl es um ein sehr trauriges und berührendes Thema geht, macht es sehr viel Freude, die beiden auf ihrer eigentümlichen Reise zu begleiten. Die Kapitelüberschriften beziehen sich auf Tauchtiefen beim auftauchen und obwohl es hier viel um den Tod geht ist es ein sehr lebensbejahendes Buch.

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Ist dieses Buch schön! Es ist erstaunlich, bei wie vielen Büchern sich der Charme erst auftut, wenn man schon einige Zeit darin gelesen hat. „Marianengraben“ von Jasmin Schreiber ist so ein Buch. Kollegen haben es mir empfohlen. „Moni, dieses Buch musst Du lesen. Es ist genau Deins!“ Ich habe angefangen es zu lesen, bin aber über die ersten Seiten nicht hinausgekommen Allein, wie es schon anfängt! „Wie tief muss man tauchen, um einen leuchtenden und noch nicht entdeckten Tim-Fisch zu finden?“ fragtest du mich kurz vor deinem Tod. „Ich weiß nicht, aber in der Tiefsee ist noch vieles unentdeckt. Da schwimmen sicher eine Menge potenzieller Tim-Fische herum.“ Das hatte mich irgendwie verschreckt. Der Tod an sich ist schon ein schwieriges Thema, mit Depressionen habe ich selbst immer wieder zu kämpfen und dann auch noch Fische??? Nein, das Buch habe ich erst einmal zur Seite gelegt. Vielleicht irgendwann einmal. So ca. ein halbes Jahr später war dann dieses irgendwann einmal. Inzwischen hatte ich schon sehr gute Erfahrungen mit dem Hörbuch-Abo bei Thalia.de gemacht. Dort lade ich mir immer die Hörbücher von Büchern herunter, die mich zwar schon verlocken, aber bei denen ich oftmals nicht über den Anfang hinausgekommen bin. Beim Hörbuch war es dann merkwürdigerweise kein Problem. Da bin ich ohne Probleme über den Anfang hinweggekommen und habe dadurch schon wirklich tolle Bücher entdeckt. Und so ist es mir auch dieses Mal ergangen. Die Hauptpersonen dieses Buches sind Paula, Tim, Helmut und Judith. Paula, eine junge introvertierte Frau, die gerade ihre Doktorarbeit in Biologie angefangen hat, als sie die Nachricht ihrer Eltern erreichte, dass ihr kleiner Bruder Tim ertrunken ist, erzählt die Geschichte in der Ich-Form, bzw. sie erzählt die Geschichte so, als ob sie sie Tim erzählen würde. Die beiden sehr unterschiedlichen Geschwister waren sich sehr nah. Und Tim hat immer wieder seine große Schwester gefragt, wenn er etwas wissen wollte oder etwas nicht verstanden hat. Und wissen wollte er irre viel! Sein Spezialgebiet war das Meer. Darüber wollte er einfach alles wissen. Nach dem Unfall und Tod ihres Bruders fällt Paula in eine tiefe Depression. Sie kommt mit der Situation nicht zurecht, vernachlässigt alles und gibt sich die Schuld am Tod von Tim. Dabei war sie bei diesem Urlaub das erste Mal nicht mit dabei. Per Zufall – eine sehr skurrile Geschichte – lernt sie eines Nachts Helmut, einen sehr merkwürdigen alten Mann, kennen. Sie folgt ihm nach Hause und lernt dort auch seine angsteinflößende Schäferhündin Judith kennen. Helmut und Judith wollen mit einem alten Wohnmobil von Frankfurt ins Allgäu fahren. Helmut hat dort etwas zu erledigen. Und da Paula im Moment nichts Besseres zu tun hat, fährt sie mit. Anfangs gegen den Willen Helmuts. Doch während des Roadmovies freunden sich die beiden immer mehr an. Auch Helmut hat bereits einige sehr traurige Geschichten erlebt. Ganz langsam öffnen sich die beiden einander und teilen ihre Geschichten. In diese Handlung fließen zwischendrin immer wieder Episoden ein, in denen sich Paula an ihren Bruder erinnert. Doch ganz langsam nimmt der Schmerz ab. Herausgekommen ist eine ganz wundervolle Geschichte über den Tod und das Überleben. Über Schmerz, Schuldgefühle und Traurigkeit. Und obwohl dieses alles eigentlich sehr traurige Themen sind, ist dieses Buch nicht wirklich traurig. Es macht sogar Mut. Und es erklärt in einem kleinen Diskurs Helmuts sogar den Unterschied zwischen lebensmüde und wirklich sterben zu wollen. Dieses Buch ist aber auch durchaus sehr witzig, denn die Autorin hat schon verrückte Einfälle, die sie in ihre Handlung mit einbindet. Ich sag nur Nudisten und Friedhöfe ohne Tote. Ein wirklich schönes, warmherziges Buch, was sich auf eine sehr tröstende Art mit dem Tod, der Trauer und dem Leben auseinandersetzt. Beim Lesen musste ich an die Bücher von Vea Kaiser „Blasmusikpop“, Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“, Einzlkind „Harold“, Colin Higgins „Harold und Maud“, Truman Capote „Die Grasharfe“, aber auch Nina George „Das Lavendelzimmer“ und „Das Traumbuch“ denken. Bei Hörbüchern ist es immer wieder wichtig, dass man mit der Stimme des Sprechers/der Sprecherin zurechtkommt. Mir sagte Maximiliane Häcke nichts. Und ich musste mich erst an sie gewöhnen. Aber ihre Stimme passt sehr gut zu der Geschichte. Sie hört sich sehr jung an. Und Paula, in deren Rolle sie geschlüpft ist, ist trotz all ihrer Traurigkeit immer noch sehr jung geblieben, was wahrscheinlich durch die Neugier und ungewohnte Sichtweise ihres Bruders kam. Ihre Interpretation hat das Buch so richtig zum Leben erweckt.
5/5

Bei diesem Buch musste ich lachen und weinen

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Ist dieses Buch schön! Es ist erstaunlich, bei wie vielen Büchern sich der Charme erst auftut, wenn man schon einige Zeit darin gelesen hat. „Marianengraben“ von Jasmin Schreiber ist so ein Buch. Kollegen haben es mir empfohlen. „Moni, dieses Buch musst Du lesen. Es ist genau Deins!“ Ich habe angefangen es zu lesen, bin aber über die ersten Seiten nicht hinausgekommen Allein, wie es schon anfängt! „Wie tief muss man tauchen, um einen leuchtenden und noch nicht entdeckten Tim-Fisch zu finden?“ fragtest du mich kurz vor deinem Tod. „Ich weiß nicht, aber in der Tiefsee ist noch vieles unentdeckt. Da schwimmen sicher eine Menge potenzieller Tim-Fische herum.“ Das hatte mich irgendwie verschreckt. Der Tod an sich ist schon ein schwieriges Thema, mit Depressionen habe ich selbst immer wieder zu kämpfen und dann auch noch Fische??? Nein, das Buch habe ich erst einmal zur Seite gelegt. Vielleicht irgendwann einmal. So ca. ein halbes Jahr später war dann dieses irgendwann einmal. Inzwischen hatte ich schon sehr gute Erfahrungen mit dem Hörbuch-Abo bei Thalia.de gemacht. Dort lade ich mir immer die Hörbücher von Büchern herunter, die mich zwar schon verlocken, aber bei denen ich oftmals nicht über den Anfang hinausgekommen bin. Beim Hörbuch war es dann merkwürdigerweise kein Problem. Da bin ich ohne Probleme über den Anfang hinweggekommen und habe dadurch schon wirklich tolle Bücher entdeckt. Und so ist es mir auch dieses Mal ergangen. Die Hauptpersonen dieses Buches sind Paula, Tim, Helmut und Judith. Paula, eine junge introvertierte Frau, die gerade ihre Doktorarbeit in Biologie angefangen hat, als sie die Nachricht ihrer Eltern erreichte, dass ihr kleiner Bruder Tim ertrunken ist, erzählt die Geschichte in der Ich-Form, bzw. sie erzählt die Geschichte so, als ob sie sie Tim erzählen würde. Die beiden sehr unterschiedlichen Geschwister waren sich sehr nah. Und Tim hat immer wieder seine große Schwester gefragt, wenn er etwas wissen wollte oder etwas nicht verstanden hat. Und wissen wollte er irre viel! Sein Spezialgebiet war das Meer. Darüber wollte er einfach alles wissen. Nach dem Unfall und Tod ihres Bruders fällt Paula in eine tiefe Depression. Sie kommt mit der Situation nicht zurecht, vernachlässigt alles und gibt sich die Schuld am Tod von Tim. Dabei war sie bei diesem Urlaub das erste Mal nicht mit dabei. Per Zufall – eine sehr skurrile Geschichte – lernt sie eines Nachts Helmut, einen sehr merkwürdigen alten Mann, kennen. Sie folgt ihm nach Hause und lernt dort auch seine angsteinflößende Schäferhündin Judith kennen. Helmut und Judith wollen mit einem alten Wohnmobil von Frankfurt ins Allgäu fahren. Helmut hat dort etwas zu erledigen. Und da Paula im Moment nichts Besseres zu tun hat, fährt sie mit. Anfangs gegen den Willen Helmuts. Doch während des Roadmovies freunden sich die beiden immer mehr an. Auch Helmut hat bereits einige sehr traurige Geschichten erlebt. Ganz langsam öffnen sich die beiden einander und teilen ihre Geschichten. In diese Handlung fließen zwischendrin immer wieder Episoden ein, in denen sich Paula an ihren Bruder erinnert. Doch ganz langsam nimmt der Schmerz ab. Herausgekommen ist eine ganz wundervolle Geschichte über den Tod und das Überleben. Über Schmerz, Schuldgefühle und Traurigkeit. Und obwohl dieses alles eigentlich sehr traurige Themen sind, ist dieses Buch nicht wirklich traurig. Es macht sogar Mut. Und es erklärt in einem kleinen Diskurs Helmuts sogar den Unterschied zwischen lebensmüde und wirklich sterben zu wollen. Dieses Buch ist aber auch durchaus sehr witzig, denn die Autorin hat schon verrückte Einfälle, die sie in ihre Handlung mit einbindet. Ich sag nur Nudisten und Friedhöfe ohne Tote. Ein wirklich schönes, warmherziges Buch, was sich auf eine sehr tröstende Art mit dem Tod, der Trauer und dem Leben auseinandersetzt. Beim Lesen musste ich an die Bücher von Vea Kaiser „Blasmusikpop“, Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“, Einzlkind „Harold“, Colin Higgins „Harold und Maud“, Truman Capote „Die Grasharfe“, aber auch Nina George „Das Lavendelzimmer“ und „Das Traumbuch“ denken. Bei Hörbüchern ist es immer wieder wichtig, dass man mit der Stimme des Sprechers/der Sprecherin zurechtkommt. Mir sagte Maximiliane Häcke nichts. Und ich musste mich erst an sie gewöhnen. Aber ihre Stimme passt sehr gut zu der Geschichte. Sie hört sich sehr jung an. Und Paula, in deren Rolle sie geschlüpft ist, ist trotz all ihrer Traurigkeit immer noch sehr jung geblieben, was wahrscheinlich durch die Neugier und ungewohnte Sichtweise ihres Bruders kam. Ihre Interpretation hat das Buch so richtig zum Leben erweckt.

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Mir fehlen die Worte für dieses Buch..

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Dieses Buch ist einfach anders. Ich habe wahnsinnig viel nachgedacht und geweint während dem hören, aber letztendlich tut dieses Buch der Seele einfach gut und hilft einem ohne Vorwurf den Tod und die Schuld zu verarbeiten. Dieses Buch klingt in einem nach!
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