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Alles ringsum Sichtbare

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

PubliQation

Seitenzahl

390 (Printausgabe)

Dateigröße

832 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783750488830

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

PubliQation

Seitenzahl

390 (Printausgabe)

Dateigröße

832 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783750488830

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Alles ringsum Sichtbare

Bewertung aus Magdeburg am 12.03.2021

Bewertungsnummer: 1413754

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was bei diesem Buch sofort auffällt, ist das perfekt gestaltete Cover, das den Titel wunderbar umsetzt. Für die Rückseite ist der Ausschnitt des Auges ebenfalls gewählt, die kurze Inhaltsangabe folgt der Rundung, Eine, wie ich finde, sehr passende Idee. Die amerikanische Managerin Joni und der deutsche Journalist Nando lernen sich aufgrund einer Erbschaft kennen, die den deutschen und den amerikanischen Zweig der Familie wieder zusammen bringen sollen. Die beiden pendeln zwischen Sopot und Berlin. Joni wird schwanger und so müssen sie eine Entscheidung darüber treffen, ob und wo sie miteinander leben wollen. Über ihrer Geschichte steht auch die Frage, was genau sich an den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges abgespielt hat. Andreas van Hooven wechselt die Erzählperspektive zwischen Joni und Nando. Die beiden Protagonisten sind sehr ehrgeizig und gehen in ihren jeweiligen Berufen auf. Joni meint, sich ständig beweisen zu müssen, während Nando zunehmend Probleme bekommt, weil er bei einigen Themen nicht den journalistischen Abstand wahren kann. Die zweite Ebene dieses Romans betrifft die Ereignisse ab Januar 1945. Warum hatten die beiden Familien seit 70 Jahren keinen Kontakt mehr? Die beiden Männer und Cousins Hans und Karl sind mittlerweile verstorben. Beim Treffen in Sopot, unweit des ehemaligen Besitzes der Familie, erzählen die Frauen die Geschichte der Flucht, wobei Charlotte oder Charly, wie sie genannt wird, das Geheimnis enthüllt. Andreas van Hooven schreibt einen sehr gut lesbaren, jedoch eher ungewöhnlichen Schreibstil, der mich überzeugt. Durch die Beschreibungen des Alltags und der Gedanken entsteht ein gut vorstellbares Bild der Protagonisten, insbesondere von Joni und Nando, aber auch von den Mitgliedern der Familie. Auffällig ist, Joni und Nando nicht in der Lage sind, über ihre unterschiedlichen Vorstellungen des gemeinsamen Lebens zu sprechen und gemeinsam eine gute Lösung zu finden. Das Ende bleibt offen und lässt hoffen. Ein Stammbaum am Ende des Buches stellt die Familienverhältnisse anschaulich dar. Fazit: ein tiefgehender Roman über Beziehungen, die Frage, wie man leben will und was wirklich wichtig ist.

Alles ringsum Sichtbare

Bewertung aus Magdeburg am 12.03.2021
Bewertungsnummer: 1413754
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was bei diesem Buch sofort auffällt, ist das perfekt gestaltete Cover, das den Titel wunderbar umsetzt. Für die Rückseite ist der Ausschnitt des Auges ebenfalls gewählt, die kurze Inhaltsangabe folgt der Rundung, Eine, wie ich finde, sehr passende Idee. Die amerikanische Managerin Joni und der deutsche Journalist Nando lernen sich aufgrund einer Erbschaft kennen, die den deutschen und den amerikanischen Zweig der Familie wieder zusammen bringen sollen. Die beiden pendeln zwischen Sopot und Berlin. Joni wird schwanger und so müssen sie eine Entscheidung darüber treffen, ob und wo sie miteinander leben wollen. Über ihrer Geschichte steht auch die Frage, was genau sich an den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges abgespielt hat. Andreas van Hooven wechselt die Erzählperspektive zwischen Joni und Nando. Die beiden Protagonisten sind sehr ehrgeizig und gehen in ihren jeweiligen Berufen auf. Joni meint, sich ständig beweisen zu müssen, während Nando zunehmend Probleme bekommt, weil er bei einigen Themen nicht den journalistischen Abstand wahren kann. Die zweite Ebene dieses Romans betrifft die Ereignisse ab Januar 1945. Warum hatten die beiden Familien seit 70 Jahren keinen Kontakt mehr? Die beiden Männer und Cousins Hans und Karl sind mittlerweile verstorben. Beim Treffen in Sopot, unweit des ehemaligen Besitzes der Familie, erzählen die Frauen die Geschichte der Flucht, wobei Charlotte oder Charly, wie sie genannt wird, das Geheimnis enthüllt. Andreas van Hooven schreibt einen sehr gut lesbaren, jedoch eher ungewöhnlichen Schreibstil, der mich überzeugt. Durch die Beschreibungen des Alltags und der Gedanken entsteht ein gut vorstellbares Bild der Protagonisten, insbesondere von Joni und Nando, aber auch von den Mitgliedern der Familie. Auffällig ist, Joni und Nando nicht in der Lage sind, über ihre unterschiedlichen Vorstellungen des gemeinsamen Lebens zu sprechen und gemeinsam eine gute Lösung zu finden. Das Ende bleibt offen und lässt hoffen. Ein Stammbaum am Ende des Buches stellt die Familienverhältnisse anschaulich dar. Fazit: ein tiefgehender Roman über Beziehungen, die Frage, wie man leben will und was wirklich wichtig ist.

Vergangenheit und Gegenwart

Bewertung aus Glauchau am 12.05.2020

Bewertungsnummer: 1327505

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„… Wenn Joni ausgelassen ist, scheinen sich die kleinen Flecken sprunghaft zu vermehren. Sie übernehmen im Nu die Herrschaft unter ihren Augen, über den feinen Wangenknochen und der Stirn...“ In Tricity auf der polnischen Insel Hel treffen sich Joni Fraunburg und Nando Frauenburg. Ihre Urgroßväter waren Brüder. Joni, die in Amerika groß geworden ist und nun in Gdynia arbeitet, hat sich auf die Suche nach der deutschen Verwandtschaft gemacht. Das Testament ihrer Tante Rebekka hat dies eingefordert. Der Autor hat einen bewegenden Roman geschrieben. Zwei Generationen stehen im Mittelpunkt: die Generation der Großeltern, die den Krieg erlebt haben, und die Generation der Enkel, also Joni und Nando. Von den Großeltern leben nur noch die Frauen. Ihre Männer, die Cousins Hans und Karl, sind tot. Die Enkel werden gut durch ihr Verhalten charakterisiert. Es dauert, bis in der Geschichte klar wird, warum sie sich so verhalten, wie sie sich verhalten. Joni ist eine selbstbewusste und erfolgreiche junge Frau. Nandos Gedanken zu ihren Sommersprossen stehen im Eingangszitat. Sie hat aber auch eine dunkle Seite. Und die klingt so: „...Dein ganzes Leben ist ein Duell...“ Alles, was sie tut, fühlt sich nach Kampf an. Sie möchte die Beste und Erfolgreichste sein .Das äußert sich leider auch in mangelnder Rücksichtnahme gegenüber dem anderen und gegenüber dem eigenen Körper. Ein gestecktes Ziel muss unbedingt erreicht werden, koste es ,was es wolle. Nando ist Journalist. Auch er möchte erfolgreich sein, hat sich aber den Blick für die Schönheiten des Lebens bewahrt. Er kann auch einen Moment der Ruhe genießen, so beim Beobachten eines Rehkitzes. „...Sieh dir seinen aufmerksamen Blick an! So neugierig und ängstlich zugleich. Er weiß genau, wer wir sind und das wir Abstand halten sollen. Und das zeigt er uns auch...“ Der Schriftstil ist ausgereift. Durch den Wechsel der Erzähler sehe ich die Geschichte nicht nur aus verschiedenen Blicken, es wird auch die Steigerung zum Höhepunkt damit erreicht. Während der erste Teil von Nando und der zweite von Joni erzählt werden, wechselt danach der Erzähler schon nach jeden Kapitel und im vorletzten Teil nach jedem Abschnitt. Die hohe innere Spannung der Geschichte wird meiner Meinung nach aus zwei Quellen gespeist. Zum einen bleibt anfangs im Dunkeln, warum die Familien 70 Jahre lang keinerlei Kontakt hatten. Zum anderen plant Joni detailliert ein gemeinsames Leben mit Nando, ohne nach seinen Wünschen zu fragen. Hier sind seine Gedanken: „...Aber mit einem Sprachkurs ist es keineswegs getan. Nicht, wenn ich dauerhaft in Polen leben müsste. Als Mann der Sprache ließe ich praktisch alles in Deutschland zurück...“ Einen weiteren Einfluss haben die komplizierten Beziehungen zwischen den amerikanischen Mitgliedern der Familie. Rebekka, um deren Erbschaft es geht, war Jüdin. Erwähnenswert sind die verschiedenen Themen, die nebenbei gestreift werden, sei es das Vorgehen auf wirtschaftlichen Gebiet oder die unterschiedlichen Ansichten zu seriösen Journalismus. Ein Besuch bei Nandos Mutter bringt eine zusätzliche Farbe ins Geschehen. Ihre Einschätzung von Nandos Generation klingt so: „...Ihr seid eine merkwürdige Generation [...] Ihr wollt nie dort sein, wo ihr seid, nie das sein, was ihr seid. Nichts ist genug, nichts ist wirklich schön, nichts ergreift euch voll und ganz...“ Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen, weil es in die Tiefe geht und unterschwellig fragt, wie man leben will.

Vergangenheit und Gegenwart

Bewertung aus Glauchau am 12.05.2020
Bewertungsnummer: 1327505
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„… Wenn Joni ausgelassen ist, scheinen sich die kleinen Flecken sprunghaft zu vermehren. Sie übernehmen im Nu die Herrschaft unter ihren Augen, über den feinen Wangenknochen und der Stirn...“ In Tricity auf der polnischen Insel Hel treffen sich Joni Fraunburg und Nando Frauenburg. Ihre Urgroßväter waren Brüder. Joni, die in Amerika groß geworden ist und nun in Gdynia arbeitet, hat sich auf die Suche nach der deutschen Verwandtschaft gemacht. Das Testament ihrer Tante Rebekka hat dies eingefordert. Der Autor hat einen bewegenden Roman geschrieben. Zwei Generationen stehen im Mittelpunkt: die Generation der Großeltern, die den Krieg erlebt haben, und die Generation der Enkel, also Joni und Nando. Von den Großeltern leben nur noch die Frauen. Ihre Männer, die Cousins Hans und Karl, sind tot. Die Enkel werden gut durch ihr Verhalten charakterisiert. Es dauert, bis in der Geschichte klar wird, warum sie sich so verhalten, wie sie sich verhalten. Joni ist eine selbstbewusste und erfolgreiche junge Frau. Nandos Gedanken zu ihren Sommersprossen stehen im Eingangszitat. Sie hat aber auch eine dunkle Seite. Und die klingt so: „...Dein ganzes Leben ist ein Duell...“ Alles, was sie tut, fühlt sich nach Kampf an. Sie möchte die Beste und Erfolgreichste sein .Das äußert sich leider auch in mangelnder Rücksichtnahme gegenüber dem anderen und gegenüber dem eigenen Körper. Ein gestecktes Ziel muss unbedingt erreicht werden, koste es ,was es wolle. Nando ist Journalist. Auch er möchte erfolgreich sein, hat sich aber den Blick für die Schönheiten des Lebens bewahrt. Er kann auch einen Moment der Ruhe genießen, so beim Beobachten eines Rehkitzes. „...Sieh dir seinen aufmerksamen Blick an! So neugierig und ängstlich zugleich. Er weiß genau, wer wir sind und das wir Abstand halten sollen. Und das zeigt er uns auch...“ Der Schriftstil ist ausgereift. Durch den Wechsel der Erzähler sehe ich die Geschichte nicht nur aus verschiedenen Blicken, es wird auch die Steigerung zum Höhepunkt damit erreicht. Während der erste Teil von Nando und der zweite von Joni erzählt werden, wechselt danach der Erzähler schon nach jeden Kapitel und im vorletzten Teil nach jedem Abschnitt. Die hohe innere Spannung der Geschichte wird meiner Meinung nach aus zwei Quellen gespeist. Zum einen bleibt anfangs im Dunkeln, warum die Familien 70 Jahre lang keinerlei Kontakt hatten. Zum anderen plant Joni detailliert ein gemeinsames Leben mit Nando, ohne nach seinen Wünschen zu fragen. Hier sind seine Gedanken: „...Aber mit einem Sprachkurs ist es keineswegs getan. Nicht, wenn ich dauerhaft in Polen leben müsste. Als Mann der Sprache ließe ich praktisch alles in Deutschland zurück...“ Einen weiteren Einfluss haben die komplizierten Beziehungen zwischen den amerikanischen Mitgliedern der Familie. Rebekka, um deren Erbschaft es geht, war Jüdin. Erwähnenswert sind die verschiedenen Themen, die nebenbei gestreift werden, sei es das Vorgehen auf wirtschaftlichen Gebiet oder die unterschiedlichen Ansichten zu seriösen Journalismus. Ein Besuch bei Nandos Mutter bringt eine zusätzliche Farbe ins Geschehen. Ihre Einschätzung von Nandos Generation klingt so: „...Ihr seid eine merkwürdige Generation [...] Ihr wollt nie dort sein, wo ihr seid, nie das sein, was ihr seid. Nichts ist genug, nichts ist wirklich schön, nichts ergreift euch voll und ganz...“ Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen, weil es in die Tiefe geht und unterschwellig fragt, wie man leben will.

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Alles ringsum Sichtbare

von Andreas van Hooven

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