"Helga, schnell, die Russen kommen!" 1945 ist Oma Helga in der Pubertät und kämpft mit ihrer schönen Schwester Inge um die Gunst der Besatzer. 1955 schickt man Helga dann aufs Land. Den Dorfwirt soll sie heiraten. Sowohl Helga als auch die Wirtin haben damit wenig Freude. 1989 organisiert die geschäftstüchtige Oma Busreisen nach Ungarn, um Tonnen von Fleisch über die Grenze schmuggeln. Bevor sie - inzwischen schon über achtzig - in See sticht und mit der Enkelin im handgreiflichen Wettbewerb um den Kreuzfahrtkapitän buhlt.
Kundinnen und Kunden meinen
3.5/5.0
Bewertung
aus Schöfflisdorf
5/5
14.01.2021
Hörbuch (CD)
sehr zu empfehlen
Sehr unterhalsam in einem gut gesprochenem Dialekt, lustig und geistreich vorgetragen.
Hägar
aus Vorderpfalz
5/5
14.01.2021
Hörbuch (CD)
großartig vorgelesen und geschrieben
Man mag sie oder man mag sie nicht.
Inzwischen mag ich sie. Es gibt so viele vergnügliche und pointierte Stellen, man sollte sie sich merken.
Bewertung
aus Wien
5/5
06.02.2021
eBook (ePUB)
Ich wurde bekehrt, danke
Lisa Eckhart zu hören ist eine Herausforderung an einem selbst, wie weit man in sich selbst hineinsehn kann, Omama ist eine konsequente Fortsetzung des Eckhartischen Stils, schafft es der Intellekt sich selbst auszutricksen und zu entblößen? Bis man sich in den Stil hineingearbeitet (ja, harte Lesearbeit) blättert man schon einige Seiten um, man ist versucht aufzugeben und das Buch bestenfalls als Lückenfüller im Regal abzustellen, doch wenn man hartnäckig, sich von Seite zu Seite blättert und reflektiert - dann wird man belohnt, ein Meisterwerk an Reflexion und Erkenntnis und wenn man dann auch noch das Rezept verinnerlicht, dann baumelt die Seele in Glückseligkeit und alles ist wieder gut, oder? Ich sag Danke!
Bewertung
5/5
16.11.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine sehr spezielle, tabulose Erinnerung an die Nachkriegszeit
In "Omama" erzählt die Kabarettistin Lisa Eckhart nun leicht biografisch, ganz schön überspitzt von ihrer Großmutter Helga und eben solchen Erinnerungen. Dieser Roman ist dabei so eine Aneinanderreihung verschiedener Anekdoten und Lebensabschnitte, die von ihrer Großmutter und deren Schwester erzählen. Teils moralisch hinterfragend, schmunzelnd, ungläubig oder einfach nur kopfschüttelnd begibt sich der Leser auf einen wahrlichen Ritt durch alle Bereiche, in denen Eckharts Protagonisten von Angst und Russen getrieben, aufreizend um Anerkennung buhlen oder eben auch skurrilen Ideen Folge leisten. In wie weit das nun alles der Wahrheit entspricht oder im Stile Eckharts bewusst polarisierend aufgearbeitet wurde, sei mal dahingestellt. Das was jedoch sicher ist, ihre Omama hatte ein sehr, sehr aufregendes Leben.
Wer mit Lisa Eckharts Art des Erzählens klar kommt und mal nach etwas anderem sucht wird mit diesem Roman sicherlich ganz gut bedient. Für mich selbst war das Lesen recht schnell sehr anstrengend. Ich habe ständig Frau Eckhart im Ohr gehabt und dachte immer häufiger daran, dass in diesem Fall ein Hörbuch vielleicht sogar die bessere Wahl gewesen wäre. Sie ist speziell und auch ihr Roman ist sehr eigen. Sie verwendet hier und da recht hochgestochene Worte oder haut bitterböse, sarkastische, platte Aussagen heraus. Sie spielt mit den Vorurteilen der Menschen, mit der Geschichte und eigentlich auch dem, was jahrelang im deutschen Raum gang und gebe war. Da brauchen wir jetzt auch Jahre später nicht so tun, als wäre es nicht so gewesen oder wirklich weit hergeholt. Es war so. Und ja, der Ton ist rau, sehr direkt und manchmal auch so ein bisschen drüber. In ihrem Kabarett spielt sie genau mit diesen Archetypen, den überzogenen, diffamierenden und zum Teil auch verachtenden Aussagen, die einen als Zuhörer verstören, im Halse stecken bleiben und eben auch zum Nachdenken bringen. Lisa Eckhart nähert sich auf ihre bekannte polarisierende, überzogene Art in ihrem Roman der Nachkriegsgeschichte an und entweder mag man es dann oder man will sich gerade über ihre gemeine Rotzigkeit, die eben nicht alles schön redet oder abschwächt, aufregen. Die aufgekochte Diskussion und die Reaktionen rund um das Hamburger Harbourfront, über ihr Bühnenprogramm und sie als Person, der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie ... unterstellt wird, kann ich daher auch nur zum Teil nachvollziehen. Aber irgendwie ist es auch ein Teil der deutschen Verdrängungskultur geworden, gerade gegen solche Überspitzungen vorzugehen. Als Kunst, so wie Satire, Kabarett, Film und Co auch eine Form der geduldeten Kunst ist, finde ich diesen Roman insgesamt recht klug, aufreibend und sehr, sehr böse, aber eben auch sehr direkt. Und gerade durch diese überspitzte Darstellung, von der sie sich im Prolog mit den Worten "Es bleibt dem Leser überlassen, ob er diese Biografie als Hommage oder als Rufmord erachtet. Ich vermag darüber nicht zu urteilen. Wenn ich von meiner Großmutter erzähle, so zeichne ich in jedem Falle keinen von Krieg und Besatzung geprägten, von Ehen enttäuschten, vom Alter gerächten, tätschelnden, verhätschelnden Archetyp des weisen Ahnen." begründet und distanziert, macht diesen Roman aus, lässt den Leser manchmal schlucken, erneut an die damalige Zeit denken oder auch, ich gebe es zu, über einige Äußerungen herzhaft lachen und das zeichnet (auch wenn man nicht immer mit allem einverstanden ist) für mich dann irgendwie auch gute Literatur aus.
Bewertung
aus Schöfflisdorf
5/5
17.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
sehr zu empfehlen
Sehr gut und unterhaltsam geschrieben, Satiere zum nachdenken. Systemkritische Texte in unterhaltungsform, supper.
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5/5
05.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist sehr speziell...
Dieses Buch ist sehr speziell und ganz anders als viele von uns gewohnt sind, aber gerade deswegen interessant, um mal was anderes zu wagen und vor allem, um die großartige Sprachakrobatik zu bewundern
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5/5
04.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hommage oder Rufmord?
Wer Lisa Eckhart als begnadete Kabarettistin aus dem Fernsehen kennt, oder sie gar schon live auf der Bühne erlebt hat, der ahnt sicherlich, dass es sich bei "Omama" nicht um eine klassisch humorige, autobiografisch gefärbte Erzählung über die Großmutter handelt. Vielmehr brilliert die Eckhart einmal mehr in ihrer Paraderolle als spitzzüngige Satirikerin. Jeder Satz ist geschliffen und intelligent formuliert, die Pointen zielen dabei nicht selten unter die Gürtellinie. Der Roman ist ein wilder Ritt durch die österreichische Nachkriegsgeschichte; ein Gemisch aus erzählerischen Passagen und satirischer Weltanschauung, gespickt mit Provokationen und Bösartigkeiten gegen alles und jeden. Das liest sich an manchen Stellen etwas holperig. Zu oft verliert sich Lisa Eckhart in abstrusen Exkursen und essayistischen Einschüben auf Kosten einer fortlaufenden Handlung. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch aus meiner Sicht ein großer Spaß.
Ein Härtetest für die einen - ein Lesegenuß für die anderen!
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4/5
08.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lassen Sie das Buch links liegen...
Lassen Sie das Buch links liegen und hören Sie sich unbedingt das Hörbuch an! Man kann von Lisa Eckhart halten was man will, aber für Liebhaber von Sprache und dem Umgang mit dieser, ist dieses Buch genial. Gelesen von der Autorin ein wirklich erfrischendes Hörerlebnis.
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3/5
15.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Trockene Satire auf das Leben...
Trockene Satire auf das Leben in der österreichischen Provinz der Nachkriegszeit. Streckenweise durchaus unterhalsam, seziert die Autorin das doch sehr starre Korsett des bürgerlichen Lebens.Sprachlich stets originell aber leider bleibt der Charakter der Figuren
auf der Strecke.
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2/5
21.08.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leider konnte mich der Titel nicht...
Leider konnte mich der Titel nicht überzeugen. Sehr speziell und gewöhnungsbedürftig. Habe das Hörbuch nach den ersten Tracks ausgemacht. Für Fans der Autorin und ihres Humors aber bestimmt eine gute Wahl.
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