• Produktbild: Kein Teil der Welt
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Kein Teil der Welt Roman

15

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.09.2020

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/12,4/2,7 cm

Gewicht

320 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00125-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Ein faszinierender Roman.« ("Aachener Zeitung")
»Empathisch und hochspannend.« ("Lift Stuttgart")
»Ein Buch, das einen auf andere Gedanken bringt über Gott und die Welt.« ("SWR Lesenswert")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.09.2020

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/12,4/2,7 cm

Gewicht

320 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00125-9

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    aus Köln

    5/5

    15.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Eine unfassbare Geschichte

    Immer wieder habe ich mir Gedanken gemacht, dass das, was ich gerade lese, für viele Menschen Realität ist. Ein Gedanke den ich nur schwer ertragen kann. Die Glaubenssätze und Regeln sind für mich absolut nicht nachvollziehbar. Trotz der ernsten Lage ist das Buch schön erzählt und ich habe es gerne gelesen. Emotional hat es mich gepackt und durch alle Höhen und Tiefen mitgerissen. Am Ende hätte ich mir eine Aufklärung über den "Unfall" von Sulamtih gewünscht um besser abschließen zu können. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt.

  • Hanna von Buchsichten

    aus Düsseldorf

    5/5

    21.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einblicke in eine fremd erscheinende Welt

    Esther und Sulamith waren von klein auf beste Freundinnen, die alle Geheimnisse miteinander geteilt haben. Für sie als Teil der Zeugen Jehovas war da immer eine Distanz zu den Weltmenschen in der Schule. Doch dann verliebt Sulamith sich und beginnt, den Glauben mit seinen Regeln und Pflichten zu hinterfragen. Ein Jahr später ist Esther mit ihren Eltern aus dem Ruhrgebiet in das Heimatdorf ihres Vaters im Osten gezogen. Es ist kurz nach der Wende und die Zeugen Jehovas sind nicht mehr verboten. Nun bauen ihre Eltern hier einen neuen Königreichssaal auf und versuchen, neue Menschen für ihren Glauben zu gewinnen. Was mit Sulamith passiert ist, darüber redet niemand. Und Esther muss feststellen, dass ihre Eltern ihr schon lange einige Dinge verheimlichen. Ich habe mich mit den Zeugen Jehovas bislang nur oberflächlich auseinandergesetzt und fand es interessant, Einblicke von einer Autorin zu erhalten, die im Alter von 15 Jahren die Gemeinschaft verlassen hat. Die Geschichte ist fiktiv, doch bei den Schilderungen von Esthers und Sulamiths Teenager-Alltag bei den Zeugen, wo sie unter anderem am Predigtdienst, Bibelstudium und Versammlungen teilnehmen und Dinge wie Geburtstag und Weihnachten nicht feiern dürfen, hat sie ihre Erfahrung einfließen lassen. Auf einer zweiten Zeitebene wird von Esthers Ankommen in Ostdeutschland berichtet, sodass man als Leser in der Zeit vor und zurück springt und allmählich erfährt, was vor dem Umzug passiert ist. Das Buch ist keine Abrechnung und beschönigt auch nichts, sondern erlaubt eine kritische Auseinandersetzung. Gleichzeitig erzählt es vom Erwachsenwerden - es geht um Freundschaft, die erste Liebe, dem Loslösen vom Elternhaus und dem Streben nach Normalität. Hier kommen jedoch die Regeln der Zeugen Jehovas ins Spiel - unter anderem darf man nicht einfach so eine Beziehung anfangen, erst recht nicht mit einem Weltmenschen - durch die bald Konflikte mit weitreichenden Folgen entstehen. Eine tiefgründige Geschichte mit vielen Einblicken in eine fremd erscheinende Welt, die an vielen Stellen bedrückt und schleichend an Dramatik gewinnt bis hin zu einem offenen Ende, das ich als stimmig erlebte.

  • Bewertung

    5/5

    20.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Authentischer Einblick in Parallelwelten

    Stefanie de Velasco , die selbst bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen ist, lässt uns mit diesem Roman tief in die Welt dieser Glaubensgemeinschaft blicken. Aber nicht nur das, sie führt uns auch andere, teils nicht minder verstörende Parallelwelten, in einem ostdeutschen Ort kurz nach der Wende vor Augen. Ein sehr feinfühliger Roman, der seine Figuren vielschichtig, nie eindimensional darstellt. Manche Szenen sind, passend zur kruden Weltsicht dieser Sekte, bizarr bis surreal geschildert, was immer wieder für Überraschungsmomente sorgt. Ein außergewöhnlicher, poetischer Roman, der viel Stoff zum Nachdenken und Mitfühlen bietet.

  • Anne Kaffeekanne

    5/5

    16.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leben in der Wahrheit?!

    Ehrlich gesagt hatte ich am Anfang wenig Lust auf dieses Buch. Aber von Seite zu Seite hat mich die Autorin mehr gefangen genommen und begeistert. Esther wächst gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sulamith „in der Wahrheit“ bei den Zeugen Jehovas auf. Durch den Druck der Gemeinschaft und die Abschottung entwickelt sich eine besondere Bindung. Doch Sulamith kommen immer mehr Zweifel am Glaubenssystem, sie fühlt sich eingeengt und möchte raus in „die Welt“ der "Normalen". Esther ist hin und hergerissen zwischen der Gemeinschaft und der Freundschaft. Man weiß von Anfang an, dass etwas Schreckliches geschehen ist. Gleichzeitig wird die Jetzt-Zeit und die Vergangenheit erzählt und langsam wird mehr und mehr klar, was passiert ist. Die Freundschaft der beiden Mädchen finde ich großartig beschrieben. Einfühlsam und sehr realistisch. Es gelingt der Autorin hervorragend die Atmosphäre einzufangen. Viele kleine Szenen bleiben stark im Gedächtnis. Am Anfang war ich von der Schreibweise der Autorin irritiert, aber schon bald konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Das Umfeld bei den Zeugen Jehovas ist ein Rahmen für die Beschreibung der Freundschaft. Ich hatte tatsächlich mehr Informationen über die Zeugen erwartet. Aber so ergeben sich viel universellere Fragen, die auch für den Leser aufgeworfen werden. Ist es schlecht, wenn sich eine Sekte eines verwahrlosten Kindes annimmt? Wie wichtig ist die Gemeinschaft, wie wichtig das Individuum? ... Es gibt keine Bösen, da die Personen vielschichtig sind und so handeln, wie sie es für ihre Kinder/Freunde/sich selbst als richtig erachten. Und trotzdem erwächst aus diesen Mühen Leid und schließlich eine Katastrophe. Eine ergreifende Geschichte mit wunderbaren, berührenden Szenen. Für mich ein unerwartetes Lesehighlight.

  • Bewertung

    5/5

    07.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben neben dem Leben

    Das Leben bei den Zeugen Jehovas ist ein Thema, mit dem ich mich eigentlich nicht beschäftigt hätte, auch wenn ich eine Familie dieses Glaubens kenne. Vielleicht kamen sie mir zu normal vor, um ihr Leben näher zu beleuchten oder gar zu hinterfragen. Zum Glück konnte ich dieses Buch lesen, was meinen Blickwinkel deutlich erweitert hat. Esther wächst in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas auf. Von ihren Eltern bekommt sie schon mit der Muttermilch mit, dass die normalen Menschen vom Satan zerfressen sind und an Hamaggedon alle sterben werden, während sie selbst auf ewig weiterleben. Etsher hinterfragt diese "Wahrheit" nicht, zumindest so lange, bis sich ihre beste Freundin zu einem Weltmeschen hingezogen fühlt und sich dem Leben außerhalb der Zeugen Jehovas zuwendet. Charaktere: Das Buch ist aus Esthers Sicht geschrieben. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass sie Autorin viel ihrer eigenen Geschichte in Etshers Leben mit eingewoben hat, daher wirkt jedes kleine Detail sehr authentisch. Ihre Entwicklung hat mir sehr inponiert, auch weil sie noch so jung ist und trotzdem schon sehr entschiedene, weitreichende Schritte setzt. Sulamith ist ihre beste Freundin und wächst bei einer Mutter auf, die den Glauben mit jeder Faser ihres Körpers lebt. Doch sie hinterfragt schon sehr früh die Geschichten, die ihnen erzählt werden. Sie ist unglaublich klug, eckt mit ihren Fragen aber immer wieder an. Ihr Charakter hat mir fast noch besser als Esthers gefallen, da sie von Anfang an eine bemerkenswerte Stärke in sich trägt. Schreibstil: Stefanie de Velasco kann definitiv schreiben und zwar auf eine Art, die Wiedererkennungswert hat. Ein so emotionales Buch hatte ich schon lange nicht mehr in der Hand und ihre Geschichte wird noch eine ganze Weile in mir nachhallen. Fazit: Ein schwieriges Thema jemandem schmackhaft zu machen, der eigentlich keinerlei Bezug dazu hat und ihn dann auch noch zu begeistern, ist eine Kunst. Frau Velasco hat dies geschafft, daher gibt es von mir 5 Sterne. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Bewertungen (14)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Michael Schenkl

    Michael Schenkl

    Thalia Regensburg – Donau-Einkaufszentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufgewachsen in der Glaubensgemeinschaft...

    Aufgewachsen in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas: An der Seite der Hauptfigur Esther gewährt Stefanie de Velasco in diesem lesenswerten Roman mitreißende wie ebenso oft schockierende Einblicke in eine Parallelwelt. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020!
  • Zum Bewerterprofil von Verena Flor

    Verena Flor

    Thalia Hagen

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Wie funktionieren Systeme ?

    Wie sieht das geschlossene System hinter den Zeugen Jehovas aus? De Velasco entharmlost die Gruppierung und zeigt uns als Leser in Rückblicken, wie die Protagonistin vom naiven Teenager zum denkenden Menschen wird. Es geht um Totalität, Verzerrung und Polarisierung. Dabei rechnet die Autorin nicht mit den Zeugen Jehovas als solche ab, sondern zeigt vielmehr die Strukturen in derartigen Systemen und wie sich Individuen entwickeln können. Sprachlich feinsinnig und bedacht. Lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Teil der Welt werden

    Esther’s Schicksal ist schon bei Geburt vorherbestimmt. Sie wird in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas aufwachsen und von religiösem Eifer ihrer Eltern begleitet sein. Als Heranwachsende verliert Esther ihre beste Freundin, die an dem gelebten Glaubenssystem zu zweifeln begann. Kurz darauf zieht sie mit ihren Eltern in den Osten Deutschlands, wo diese missionieren wollen. Das Buch ist beklemmend, hochinformativ und sehr lebendig geschrieben. Der Leser erhält Einblick in die Deutung der Bibel, belegt mit vielen Zitaten, aus denen für die Mitglieder religiöse Gesetze wurden. Allgemein wird das Thema von Interesse für viele sein, da diese Glaubensgemeinschaft zahlreich an Mitgliedern ist. Die Autorin selbst berichtet aus eigenem Erleben, es ist also auch ein Bericht aus erster Hand. So vereint der Roman gelungen Insiderwissen und Autobiographisches.
  • Zum Bewerterprofil von Sophie Weigand

    Sophie Weigand

    Thalia Lübeck – Citti Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufwachsen bei den Zeugen Jehovas

    Für Esther besteht die Welt, seit sie denken kann, einerseits aus denen, die die Wahrheit gesehen haben und solche, die blind geblieben sind. Mit ihren Eltern wächst sie bei den Zeugen Jehovas auf und wird von kleinauf nicht nur zum Bibelstudium und Predigtdienst verpflichtet, sondern auch von “Weltmenschen” isoliert. Freunde hat sie ausschließlich innerhalb der Glaubensgemeinschaft, in der strenge Regeln für die Lebensführung gelten: begonnen bei der Musik, die man hören und den Sendungen, die man im Fernsehen anschauen darf, bishin zu den Vorbereitungen für Harmagedon – der Apokalypse, die die Zeugen Jehovas, im Gegensatz zu den “Weltmenschen”, aufgrund ihres gottgefälligen Lebens unbeschadet überstehen. Stefanie de Velasco erzählt in Kein Teil der Welt auf zwei Zeitebenen nicht nur von Esther, sondern auch von deren bester Freundin Sulamith, deren Widerständigkeit und Rebellion zur Katastrophe und schließlich auch zu einem überhasteten Umzug in eine andere Stadt führen. de Velasco wuchs selbst bei den Zeugen Jehovas auf; mit 15 verließ sie die Sekte. Nun wäre es leicht, den Roman einfach autobiographisch zu lesen. Und sicher wird er mit eigenen Erfahrungen angereichert sein. Aber auch ohne einen autobiographischen Hintergrund ist de Velascos Roman eine starke Geschichte über persönliche Freiheit und Emanzipation innerhalb eines strengstens reglementierten Umfelds. Esther entwickelt sich. Und während sie zunächst noch Sulamith gegenüber in der Rolle der Verteidigerin ihrer religiösen Überzeugungen auftritt, gelangt sie im Zuge der Ereignisse im Roman zu ganz ähnlichen Schlüssen. Kein Teil der Welt ist beklemmend, befremdlich und eindrücklich erzählt. Während die Zeugen Jehovas stetig damit argumentieren, wie verkommen die “Weltmenschen” seien (heidnische Feste, Scheidungen, diverses Teufelszeug), sind die Protagonist*innen selbst nicht frei von Abgründen und Geheimnissen. Stück für Stück muss bröckeln, was nur für die Propaganda-Broschüren so paradiesisch gezeichnet worden ist.
  • Zum Bewerterprofil von R. Braun

    R. Braun

    Thalia Ludwigshafen – Rhein-Galerie

    Buchhändler*in

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    4/5

    15.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ganz starkes Buch über ein...

    Ein ganz starkes Buch über ein schwieriges Thema. Aber dieses Buch ist so viel mehr. Es ist die Geschichte einer Freundschaft, von Liebe und von Familie. Und auch ein Buch über den Glauben. Grandios!

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