1789.
Kurz vor der Französischen Revolution beginnt in Paris ein Märchen:
Etien Moris glaubt nicht an das Konzept der Liebe. Da spielt sie ihm einen Streich in Form der widerwilligen Valantine Velmont.
Er glaubt nur an Augenblicke und bemerkt nicht, wie dieser Augenblick verweilt.
Valantine lebt zwischen der Welt ihrer Träume vom Eheglück und der Befreiung von ihren gesellschaftlichen Ketten.
Die Liebe ist ein Rätsel.
"Und mag sie nicht unsterblich sein, so ist sie doch wenigstens sterblich."
Dieses Rätsel wird nicht das einzige bleiben, das die beiden zu ergründen haben.
"Mitgelitten, gelacht und geweint - und mich in die liebevoll gezeichneten Figuren verliebt."
Leserstimme
"Ich liebe alles an diesem Buch."
Leserstimme
" Herrlich erfrischend, zauberhaft, anders. Ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl mit einem Buch gefühlt."
Leserstimme
"Eine philosophische Liebesgeschichte auf höchstem Niveau."
Leserstimme
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Frankfurt
5/5
20.11.2020
eBook (ePUB)
Ein zauberhaft rational philosophisches Buch über die ewig währende Liebe
[Rezension]
„Liebe: das triebartige beim homo sapiens als Zwangsvorstellung auftretende Phänomen, trotz Milliardenvorkommens von Individuen des anderen Geschlechtes nur mit einem einzigen Exemplar dieser Gattung leben zu können“ Ron Kritzfeld
Ich habe mir für die Rezension dieses wunderschönen Buches ein Zitat von Ron Kritzfeld geborgt, welches unter anderem auch im Buch benutzt wird, denn ich finde es gibt keinen besseren Satz, der die Geschichte und die Charaktere so gut beschreibt wie diese Zeile.
Angefangen mit dem Hauptthema: die Liebe. Die ganze Geschichte dreht sich um Etien Moris und Sebastien Lefevre, die dem Konzept der Liebe genauso gegenüberstehen, wie es das Zitat in seiner ersten Zeile beschreibt, Valantine Velmont, die ihren Glauben an die wahre Liebe stets verteidigt und Charlotte Greenhall, die der Liebe nicht abgeneigt ist aber doch lieber ihre Zeit mit ihren Büchern und dem Wissen der Welt verbringt und damit den Gesellschaftlichen Normen des 18. Jahrhunderts entgegentritt. Diese verschiedenen Sichtweisen treffen aufeinander und es entsteht eine Geschichte, die den Leser zum schmunzeln, verfluchen, dahinschmelzen und nachdenken anregt. Dies geschieht unter anderem durch den durchgängig philosophischen Aspekt des Textes, sowie durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere, die den Leser sich selbst fragen lässt, mit welchen Ansichten über die Liebe, die dort vertreten werden, man übereinstimmt oder eben doch nicht ganz.
Die Erzählperspektive ist zu Beginn etwas ungewohnt, da es eine personale Erzählperspektive ist, diese jedoch mitten im Text zwischen den Sichtweisen mehrerer Charaktere hin und her springt. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran und der Inhalt bleibt verständlich, da man dadurch auch gleichzeitig mehr Einsichten in die Gedanken und Gefühle der agierenden Charaktere hat. Die Schreibweise ist der im Buch handelnden Zeit angepasst, nichtsdestotrotz bleibt es verständlich und für spezielle Begriffe oder Ereignisse aus der Zeit, die im Buch genannt werden, gibt am Ende des Buches ein Glossar, welches wichtige und interessante Hintergrundinformationen bietet.
Die einzelnen Kapitel sind sehr lang, aber keine Panik, es gibt innerhalb der Kapitel Abschnitte an denen man aufhören kann zu lesen, falls es doch schon sehr spät sein sollte. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat ist, dass vor jedem Kapitel ein Zitat einer berühmten historischen Persönlichkeit zu lesen gibt, welches zur Geschichte und zum kommenden Kapitel passt. An sich gibt es im ganzen Buch viele schöne Zitate, die zum Denken anregen. Normalerweise markiere ich mir nichts in Büchern aber hier musste ich einfach Notizzettel an die Seiten kleben.
Die Beziehungen der Hauptcharaktere zueinander bestimmt den Großteil des Inhalts. Es gibt fast keine Kapitel, in dem nicht mindestens zwei der Hauptfiguren miteinander agieren, und über das Konzept der Liebe diskutieren. Durch die ausschließliche Fokussierung auf einzelne Momente zwischen den Figuren, entstehen oftmals größere Sprünge zwischen verschiedenen Handlungsorten und Zeiten, ohne eine direkte Erklärung wie die Figuren dort gelandet sind und was zwischendurch geschehen ist. Dies ist zu Beginn etwas verwirrend, man gewöhnt sich jedoch schnell daran und trotz, dass man nur einzelne Momente der vier Charakteren miterlebt und diese sich meist um die selben Themen drehen, wird es nicht langweilig. Im Gegenteil, es führt eher noch dazu, dass man immer weiter lesen will.
Die Charaktere sind mir sympathisch, obwohl es auch den ein oder anderen Moment gab, wo mir das Handeln der Charaktere fragwürdig vorkam. Man merkt jedoch gleich, dass die Chemie zwischen den Pärchen passt, auch wenn sie es sich selbst nicht immer eingestehen wollen. Man begleitet die Figuren dabei, wie sie mit den Sichtweisen der anderen, zu verschiedensten Themen neben der Liebe konfrontiert werden, wie sie damit umgehen und wie sich ihre Sichtweisen daraufhin, im Laufe der Geschichte verändern. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen aber ich finde die folgenden Sätze fassen die Geschichte ganz gut zusammen.
Er glaubt nicht an die Liebe und verliebt sich in sie. Sie glaubt an die Liebe aber nicht an seine.
Und auch das Ende bringt noch mal eine große Wendung mit sich, mit der man wirklich niemals rechnen würde! Alles in allem ist es ein wirklich tolles Buch mit zwei sehr schönen Liebesgeschichten, die einen mit in ihren Bann ziehen. Perfekt für Leute, die Geschichte mögen und auch gern mal philosophischen Fragen auf den Grund gehen. Ich kann das Buch wirklich wärmstens empfehlen und bin schon sehr auf die nächsten Bände gespannt!
aboregeeny_reads
aus Basel
5/5
13.08.2020
eBook (ePUB)
bin sehr positiv überrascht
Also mich hat dieses Buch, ein historischer Roman in moderner Fassung, total positiv überrascht. Am Anfang hatte ich etwas Mühe reinzukommen: in diese Zeit 1789, die ganzen Namen, die Ausdrucksweise.. Aber als ich mich daran gewöhnt habe, war es sehr angenehm und spannend zu lesen.
Die Liebe kann vieles sein: spannend, ein Rätsel, traurig, spontan, verwirrend, nervig... dies alles und noch viel mehr macht die Liebe in diesem Buch. Die Charaktere sind alle speziel und eigen. Ich habe mit ihnen mitgefühlt, manchmal wollte ich den einen oder die eine schütteln und sagen: mach mal Ich hatte schöne Lesestunden mit dem Schwan.
Aber Leute, das Ende. Omg... ich sage nur, what?! Was soll denn das... brauche sofort Band 2!
Bewertung
5/5
03.11.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein wirklich tolles unvergängliches Märchen mit einem fabelhaften Cliffhanger
Ich habe zunächst etwas Zeit gebraucht um mich an den Sprachgebrauch dieses Romans zu gewöhnen, da die Worte und Ausdrucksweise der Geschichte angepasst wurden und somit natürlich auch der Zeit in der diese spielt. Aber sind wir mal ehrlich: Würden die Charaktere unsere heutige Ausdrucksweise nutzen würde dieses Buch auch wenig authentisch wirken!
Der Autorin sei Dank hat diese im hinteren Teil des Buchs ein Glossar angefügt, welches Begriffe, Orte, geschichtliche Hintergründe und bekannte Persönlichkeiten aufgegriffen und erläutert hat. Dadurch ist mir das Verständnis des Gelesenen zunehmend leichter gefallen, vor allem in Anbetracht jener Worte, welche erneut aufkamen und dessen Bedeutung ich durch das Glossar nun kannte.
Schön fand ich, dass jedes Kapitel mit durchaus bekannten Zitaten eingeleitet wurde, welches rückblickend zum jeweiligen Kapitel gepasst hat.
Besonders gut gefallen hat mir das dritte Kapitel, in dem Sebastian und Lotte, ein weiterer wichtiger Charakter, sehr philosophische Gespräche geführt haben!
Aber eine Sache war wirklich gemein... der Cliffhanger am Ende. „Der Schwan“ ist der erste Teil einer Trilogie und ich will an dieser Stelle nicht spoilern, aber nie im Leben würde jemand darauf kommen wie das Buch geendet hat! Die letzte Seite hat einfach alles komplett auf den Kopf geworfen und ich bin so gespannt, was mich im zweiten Teil erwarten wird!
Bewertung
5/5
15.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Wunderschöner historischer Roman mit sehr überraschendem Ende
Ich liebe historische Romane und dieser hier ist besonders schön und sehr außergewöhnlich. Es geht um die Frage "Was ist Liebe?", eingebettet in das Frankreich der Zeit kurz vor der französischen Revolution. Die Frage wird aus verschiedenen Perspektiven beantwortet und der Roman geht auch auf andere philosophische Fragen ein. Das Glossar am Ende des Buches lässt einen dann noch mehr in das Geschichtliche eintauchen. Der Schreibstil, die Figuren und das Setting haben mich einfach begeistert. Ich konnte mich total in die Figuren reinversetzen und mitfühlen, das war toll. Und das Ende - sowas liest man selten! Ich freue mich schon auf Teil 2 :-)
Jessica Gerecke
aus Osterode am Harz
5/5
05.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein neues Herzensbuch mit einem grandiosen Cliffhanger
"Der Schwan" begleiten wir vier wundervolle, unterschiedliche Menschen, von denen irgendwie alle die Hauptrolle spielen und durch die man vier ganz unterschiedliche Sichten, auf die Liebe bekommt.
'Etien', der die Liebe hinterfragt und ihr nicht traut.
'Valantine', die ihre Prinzipien pflegt, vom Eheglück träumt und lernt, ihren eigenen Wünschen zu folgen.
'Sebastian', der sehr liebenswert ist und schon so einige Erfahrungen gesammelt hat.
Und zu guter Letzt 'Charlotte', die sich nicht mit der Liebe sondern mit der Bildung befassen möchte.
Paris ist der Ort des Geschehens, zur Zeit der französischen Revolution, im Jahre 1789 und wir begleiten sie ein Stück ihres Lebens, lernen sie kennen und erfahren eine Menge über die LIEBE
Was soll ich euch schreiben, dieses Buch hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, ich liebe es sooooo sehr, obwohl ich am Anfang echt Respekt vor der Geschichte hatte, denn ich bin eigentlich die "Jugendbuchleserin" und hatte etwas Sorge, mich schwer zu tun.
Das soll nicht heißen, das es mir an Verständnis fehlt, aber Gewohnheiten durchbrechen, erfordert immer einen Schritt nach vorne.
Am Anfang habe ich mich mit dem doch sehr philosophischen Schreibstil etwas schwer getan, dass hat sich aber schnell gelegt. Ich finde ihn einfach nur grandios und könnte mir keinen Besseren vorstellen.
Die Charaktere waren mir allesamt sofort sympathisch und ich habe sie unglaublich gerne auf ihrem Weg begleitet.
Ich schätze es sehr, dass es keine Oberflächlichkeit in dieser Geschichte gibt. Weder die Protagonisten noch die Geschichte wirken einfach so "dahingeschrieben"
Obwohl es "nur" 364 Seiten hat, hat #derschwan eine unglaubliche Tiefe und ist so gehaltvoll.
Und das ENDE , das hätte ich niemals erwartet
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