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Sieben Heringe Meine Mutter, das Schweigen der Kriegskinder und das Sprechen vor dem Sterben

2

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.04.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,8 cm

Gewicht

339 g

Farbe

Grau / Weiß

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00012-2

Beschreibung

Rezension

»Ein kluges, trauriges und doch auch sehr tröstliches Buch.« ("Kölnische Rundschau")
»Ebenso lebensklug wie ergreifend.« ("General-Anzeiger")
»[›Sieben Heringe‹] beeindruckt durch Authentizität und das scheinbar mühelose Zusammendenken psychologischer, gesellschaftlich-politischer, theologischer und philosophischer Aspekte.« ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung")
»Ein spannendes Buch voller Emotionen.« ("Kölner Stadtanzeiger")
»›Sieben Heringe‹ ist ein hartes, aber auch sehr zärtliches Buch. [...] Lebensklug wie ergreifend.« ("Kölnische Rundschau")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.04.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,8 cm

Gewicht

339 g

Farbe

Grau / Weiß

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00012-2

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    27.05.2021

    eBook (ePUB 3)

    Ein berührendes Buch

    Erst als seine Mutter die Diagnose bekam, ein bösartiger Tumor in der Bauchspeicheldrüse würde ihr Leben beenden, begann der Autor mit dem Schreiben des Buches „Sieben Heringe“. Zunächst auf einer „Kladde“, die er bei Besuchen am Krankenbett seiner Mutter mit sich führte, notierte er deren Erlebnisse stichpunktartig. Das war ihm wichtig, weil auch sie eine der letzten Zeitzeuginnen war, die über die Zeit des Nationalsozialismus berichten konnte. Vor dem Tod seines Vaters war es anders. Auch der wollte reden aber Jürgen Wiebicke schrieb die Berichte nicht auf. Er schreibt in seinem Buch darüber aus dem Gedächtnis. „Sieben Heringe“ ist ein sehr privates Buch und trotzdem steht es exemplarisch für viele, die als Jugendliche den Zweiten Weltkrieg erlebten. Sie mussten mitansehen, wie ihre Elternhäuser verbrannt oder von „Feinden“ in Besitz genommen wurden. Dass sie nach dem Ende des Krieges nur noch schweigen konnten, ist logisch. Niemand überlebte dieses Inferno ohne gesundheitliche Beeinträchtigung. Und wir jammern, weil wir ein ganzes Jahr nicht in den Urlaub fahren konnten. (Corona) So ändern sich die Menschen und deren Bedürfnisse. Die Sprache des Autors gefiel mir sehr gut. Sie hebt sich wohltuend von vielen Büchern des sogenannten „Mainstreams“ ab. Obwohl es in „Sieben Heringe“ um Leid und Verlust geht verstand es der Autor, die niederdrückenden Erlebnisse durch leisen Humor erträglich darzustellen. Sehr beeindruckend und realistisch empfand ich die Darstellung von Hospizen. Diese Einrichtungen sind wahrlich eine der besten Alternativen zum Sterben im Seniorenheim. Seine persönliche Meinung zu Ansichten einiger Parteigrößen des Bundestages kann ich nur unterstreichen. „Holocaust ein Fliegenschiss“ ist nur ein Beispiel dafür.

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    15.05.2021

    eBook (ePUB 3)

    Erst als seine Mutter die…

    Erst als seine Mutter die Diagnose bekam, ein bösartiger Tumor in der Bauchspeicheldrüse würde ihr Leben beenden, begann der Autor mit dem Schreiben des Buches „Sieben Heringe“. Zunächst auf einer „Kladde“, die er bei Besuchen am Krankenbett seiner Mutter mit sich führte, notierte er deren Erlebnisse stichpunktartig. Das war ihm wichtig, weil auch sie eine der letzten Zeitzeuginnen war, die über die Zeit des Nationalsozialismus berichten konnte. Vor dem Tod seines Vaters war es anders. Auch der wollte reden aber Jürgen Wiebicke schrieb die Berichte nicht auf. Er schreibt in seinem Buch darüber aus dem Gedächtnis. „Sieben Heringe“ ist ein sehr privates Buch und trotzdem steht es exemplarisch für viele, die als Jugendliche den Zweiten Weltkrieg erlebten. Sie mussten mitansehen, wie ihre Elternhäuser verbrannt oder von „Feinden“ in Besitz genommen wurden. Dass sie nach dem Ende des Krieges nur noch schweigen konnten, ist logisch. Niemand überlebte dieses Inferno ohne gesundheitliche Beeinträchtigung. Und wir jammern, weil wir ein ganzes Jahr nicht in den Urlaub fahren konnten. (Corona) So ändern sich die Menschen und deren Bedürfnisse. Die Sprache des Autors gefiel mir sehr gut. Sie hebt sich wohltuend von vielen Büchern des sogenannten „Mainstreams“ ab. Obwohl es in „Sieben Heringe“ um Leid und Verlust geht verstand es der Autor, die niederdrückenden Erlebnisse durch leisen Humor erträglich darzustellen. Sehr beeindruckend und realistisch empfand ich die Darstellung von Hospizen. Diese Einrichtungen sind wahrlich eine der besten Alternativen zum Sterben im Seniorenheim. Seine persönliche Meinung zu Ansichten einiger Parteigrößen des Bundestages kann ich nur unterstreichen. „Holocaust ein Fliegenschiss“ ist nur ein Beispiel dafür.

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    Dagmar Küchler

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    5/5

    29.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...Freud und Leid!

    Welches Trauma haben viele Kriegskinder durchlitten, dass sie ein Leben lang nur die humorvollen Episoden aus dieser Zeit erzählen wollen oder können. Mit dem nahenden Tod seiner Eltern befasst sich Jürgen Wiebke etwas intensiver mit diesem Thema und hört zu, was seine Eltern im Angesicht des Todes noch berichten möchten. Ein Trauma das bei dieser Generation eigentlich nie verarbeitet wurde. Entstanden ist ein unglaublich emotionales Buch, das sich auch sehr stark mit dem Thema Tod auseinandersetzt. Egal wann er wo anklopft, möchten wir mit dem Thema nichts zu tun haben bzw. sind unfähig, damit umzugehen. Trotz des anspruchsvollen Themas ist der Text in einem sehr lockeren Tonfall geschrieben, der sich sehr gut lesen lässt.

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