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Identitti Roman

25

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

12,9/20,4/3,8 cm

Gewicht

510 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

14. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26921-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

12,9/20,4/3,8 cm

Gewicht

510 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

14. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26921-7

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

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  • Miss.mesmerized

    5/5

    02.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mithu Sanyal - Identitti

    Für Nivedita ist ihre Professorin Dr. Saraswati die Erleuchtung. Endlich jemand, der sie versteht, der ihr die Augen öffnet und zu der Identität verhilft, die sie schon so lange gesucht hat. Mit einem indischen Vater und einer polnischen Mutter war sie nie richtige Deutsche und nie die typische Ausländerin. In ihrem Studium der Postcolonial Studies nun werden Rassismus, Othering und auch Identität greifbar für sie. Doch dann der Schock: Professor Saraswati ist weiß. Sie hat sich ihre Rasse nur konstruiert, sie identifiziert sich selbst als Person of Colour, dabei ist sie nichts dergleichen. Der Internet Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, aber Nivedita ist noch nicht so schnell fertig mit ihr. Mithu M. Sanyals Roman greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen. Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde. Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber? Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis.

  • Bewertung

    aus Mainz

    5/5

    02.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für Nivedita ist ihre…

    Für Nivedita ist ihre Professorin Dr. Saraswati die Erleuchtung. Endlich jemand, der sie versteht, der ihr die Augen öffnet und zu der Identität verhilft, die sie schon so lange gesucht hat. Mit einem indischen Vater und einer polnischen Mutter war sie nie richtige Deutsche und nie die typische Ausländerin. In ihrem Studium der Postcolonial Studies nun werden Rassismus, Othering und auch Identität greifbar für sie. Doch dann der Schock: Professor Saraswati ist weiß. Sie hat sich ihre Rasse nur konstruiert, sie identifiziert sich selbst als Person of Colour, dabei ist sie nichts dergleichen. Der Internet Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, aber Nivedita ist noch nicht so schnell fertig mit ihr. Mithu M. Sanyals Roman greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen. Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde. Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber? Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis.

  • J. Kaiser

    5/5

    19.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sensationelles Buch

    Klapptext: Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour. Fazit: Das Cover fand ich sehr gelungen für den Titel dieses Buches. Als ursprünglich weisse Frau und als Deutsche geoutete wird die indische Starprofessorin Saraswati. Sie hat sich umgemodelt. Das Buch behandelt die race Identität und Gender Personen. Es werden hier viele Nuancen und aktuelle Diskussionen eingebettet. Es ist ein Thema in diesem Buch gut verarbeitet, welches aktueller denn je ist. Das Lesen und Gedankengänge regen den Leser sehr zum Nachdenken an. Was für dieses Buch spricht. Vielmehr Gedankenexperimente währen nicht gut gewesen. So wie es vorliegt, wird der Leser nicht überfordert. Ich finde, dass dieses Buch nicht trocken oder sogar staubig ist. Sondern eher humorvoll. Die Leseempfehlung von mir bleibt nicht aus.

  • Bewertung

    5/5

    15.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sensationell. Nicht nur, dass...

    Sensationell. Nicht nur, dass dieses Buch ehrlich witzig ist. Man sieht, dass die Themen PoC und pc gelebt werden und nicht nur aus wütenden Diskussionen bestehen muss, sondern modern keinen ausgrenzend wertevermittelt richtig fierce vorgelebt werden kann. Ja, es ist derbst cool.

  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    29.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein Superbuch

    Die indische Starprofessorin Saraswati, die in Düsseldorf den Lehrstuhl für Postkoloniale Studien innehat, wird als ursprünglich als weiße Frau geborene Deutsche geoutet, die sich umgemodelt hatte. Ihre ganze Credibility scheint in sich zusammenzubrechen. Tut sie das wirklich? Kann eine weiße Frau mit ihrer Identität und race spielen? Oder ist das kein Spiel sonder ein Art Wahn? Ihre Studentinnen, die größtenteils People of Colour sind, nehmen Sariswati zusammen mit den Medien auf dem 400-seitigen Roman auseinander. Ein die eigenen Gedanken äußerst anregendes Buch, das unter anderem die Konzepte von race, Identität und Gender dekonstruiert, neu zusammensetzt, wieder dekonstruiert, wieder neu zusammensetzt usw. Dabei werden viele Nuancen, Ideen und aktuelle Diskussionen geschickt in den Text eingeflochten, ohne dass der rote Faden, zum Beispiel die eigentliche Story, ganz aus dem Blickfeld verschwindet. Das ist vielleicht der einzige negative Kritikpunkt, den ich hier aufführen muss: Eventuell ist das Buch teilweise etwas überladen mit Konzepten, Gedankenexperimenten und akademischen Streitgesprächen. Viel mehr hätte es nach meiner Ansicht nicht ertragen, da sonst der Rahmen eines gut lesbaren Romans eindeutig gesprengt worden wäre. Was sehr schade gewesen wäre, da die Themen des Buches brandaktuell sind und unbedingt auch auf diese Weise öffentlich wahrgenommen werden müssen. Jedenfalls steckt in diesem Buch enorm viel Herzblut. Und das merkt man als Leser*in. Und das ist auch gut so. Ein sehr engagiertes Buch. Fazit: Sehr anregende Lektüre - dieses Buch ist eine Herzensangelegenheit und sollte möglichst viele Leser*innen erhalten.

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Bewertungen (25)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jonas Schindhelm

    Jonas Schindhelm

    Thalia Leipzig – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ziemlich abgedreht

    Mithu Sanyal hat mich sowohl thematisch als auch mit der Umsetzung abgeholt. Ein äußert spannender Ansatz sich mit Fragen zu Identität auseinanderzusetzen. Und Kali ist einfach badass.
  • Zum Bewerterprofil von Kristiane Müller

    Kristiane Müller

    Thalia Hamburg – EKZ Hamburger Meile

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Menschen unter 30 kommen mit dem...

    Menschen unter 30 kommen mit dem wilden Stilmix von Identitti wahrscheinlich etwas besser zurecht, mein Gehirn fühlte sich beim lesen wie im Schleudergang mit 1400 Umdrehungen. Ich finde es Interessant, wichtig und bei aller Ernsthaftigkeit irre witzig.
  • Zum Bewerterprofil von C. Fröhlich

    C. Fröhlich

    Thalia Köln – Rhein-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman über hochaktuelle Themen,...

    Ein Roman über hochaktuelle Themen, wie Identität und Rassismus, der richtig genial gemacht ist. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, habe aber gleichzeitig so viel gelernt, durch die vielen Perspektiven und Meinungen die aufeinanderprallen. Ein richtig gutes Buch!
  • Zum Bewerterprofil von Silja Sasse

    Silja Sasse

    Thalia Mayersche Hattingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Darf man über Themen wie Race,...

    Darf man über Themen wie Race, Gender und Identität lachen? Mit Mithu Sanyals genialem Romandebut auf jeden Fall! Hier prallen Theorien und Meinungen aufeinander, dass es nur so kracht, und das macht sehr viel Spaß und ist gleichzeitig sehr erhellend. Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von M. Burgner

    M. Burgner

    Thalia Düsseldorf – Düsseldorf Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Identitätspolitik, Rassismus, Kulturkampf und Gender

    Was ist richtig und was falsch? Ironisch, und doch bitterernst bietet "Identitti" eine konstruktive Auseinandersetzung mit wichtigen Themen, wie Identität, Rassismus, Feminismus, Gender oder auch die Frage, was darf man, was nicht und was ist überhaupt richtig? Ein Coming-of-Age Roman, der viel zu bieten hat und eine Handlung, die den Leser nachdenklich zurücklässt.

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