A woman's world Auf dem Campus einer Südstaaten-Universität kreuzen sich die Lebenswege dreier Frauen. Die schüchterne Annie stammt aus einer Kleinstadt und blüht an der renommierten Carter University auf. Bea studiert Jura und hat als Tochter einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters früh gelernt, dass Recht nicht unbedingt Gerechtigkeit bedeutet. Stayja arbeitet als Kellnerin im Campus-Café. Seit ihre Mutter erkrankt ist, reicht das Geld kaum, um die Miete zu bezahlen. Ihre Schickale verbinden sich auf unerwartete Weise durch die Begegnung mit dem wohlhabenden Studenten Tyler Brand. Tyler, der bei Stayja täglich so charmant seinen Kaffee kauft; der Annie auf einer Party sexuell genötigt haben soll; und von Bea juristisch beraten wird... Ein kraftvolles Buch über Mut und #metoo und drei junge Frauen in einer Welt, die nicht für sie gemacht ist.
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Schwarz und weiß...oder doch 1000 Grauzonen?
Bewertung am 24.06.2021
Bewertungsnummer: 1518077
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mit absolut fassungslos und auch mit vielen Fragen zurückgelassen.
Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch treffen sich ihre Wege und verbinden sich. Ein furchtbarer Vorwurf, der so viele Fäden nach sich zieht und irgendwie hängt jeder da mit drin.
Jeder Handlungsstrang war wahnsinnig interessant und hat mich auf die ein oder andere Art bewegt und mitgenommen. Diese ganzen Emotionen und Verbindungen machen dieses Buch für mich so besonders.
Eine Geschichte über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Hoffnung, Freundschaft, Glaube und noch so vieles mehr...
Dieses Buch wird mich garantiert noch lange beschäftigen und genau das macht doch ein gutes Buch aus.
Ein großartiges Buch, das einen zum nachdenken anregt
bluetenzeilen am 02.03.2021
Bewertungsnummer: 1460302
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Cover des Buches finde ich persönlich sehr spannend. Für mich passt es gut zum Thema des Buches und vor allem verrät es einem noch nicht all zu viel. Für mich bringt es gut den Titel des Buches zur Geltung, der wie ich finde auch eine viel größer Rolle für den Inhalt spielt. "Das Privileg" ist ein eindrucksvoller Titel, der wie die Faust aufs Auge zu diesem Buch zu passen scheint.
Von Mary Adkins ist das bisher mein zweites Buch. Im letzten Jahr durfte ich ein ebook von ihr lesen und war dort vor allem von ihrem Schreibstil begeistert gewesen. Doch in diesem Buch hat die Autorin sich an ein noch viel ernsteres und vor allem wichtigeres Thema herangetraut.
In dem Buch verfolgen wir die Geschichte von 3 Frauen, Annie, Bea und Stayja. Jede von ihnen hat mit ihren eigenen Sorgen und Problemen zu kämpfen. So lernen wir am Anfang des Buches jede der drei Frauen kennen und vor allem ihre Lebensumstände. Nichts deutet darauf hin, dass sie irgendetwas miteinander zutun habe. Jede von ihnen lebt ihr Leben und sie scheinen sich nie wirklich begegnet zu sein.
Was sie allerdings verbindet ist Tyler Brand. Ein Mann, der mit allen drei Frauen auf eine bestimmte Weise zutun gehabt hat und der sie zusammenbringt.
Die Geschichte wird aus der Sicht von allen 3 Frauen erzählt, so dass man jede Begegnung mit Tyler auf eine andere Weise wahrnimmt, was ich sehr spannend fand. Jede von ihnen ist definitiv unterschiedlich und obwohl wir Einblicke in die Lebenswelt von Annie, Bea und Stayja bekommen, muss ich sagen, dass es mir doch schwer gefallen ist ein Beziehung zu ihnen aufzubauen.
Tyler bedient auch einige Klischees, denn er ist ein weißer, reicher Junge, der immer alles bekommt was er will. Ich muss sagen, dass Tyler mir nicht gerade sympathisch war, was er auch nicht sollte. Aber wenn man etwas über ihn sagen kann, dann das er weiß, wie er sich aus allem rausreden soll. Er ist niemand dem man in seinen Leben haben möchte und es tut mir leid für die Frauen in dem Buch, dass sie ihn kennengelernt haben.
Ich muss sagen, dass mich dieses Buch doch sehr berühren konnte. In der heutigen Gesellschaft läuft noch viel zu viel falsch und in Zeiten von #Metoo ist es wichtig nicht zu schweigen. Vor einigen Jahren hatte ich bereits einmal ein Buch gelesen in dem das Thema Vergewaltigung eine Rolle gespielt hat, in dem es um einen privilegierten Jungen ging, dem alles durchgehen gelassen wurde. Ich konnte nicht fassen, dass die verantwortlichen Personen nichts unternommen hatten, aber es war ein gutes Beispiel dafür wie unsere Welt funktioniert.
Ich mag Bücher, die die Wahrheit aussprechen und einem zum nachdenken anregen, die einen nicht so schnell los lassen und die einem zeigen, was in der Welt schief läuft und genau um dieses Buch handelt es sich auch bei "Das Privileg".
Für mich war es definitiv eine emotionale Achterbahnfahrt. Das Leben dieser 3 Frauen hat sich grundlegend verändert. Sie haben viel verloren und sind nicht mehr die selben. Ich glaube dieses Buch wird mich für eine lange Zeit nicht loslassen können und ehrlich gesagt bin ich froh darüber. Es gibt Bücher, die sollten man nie vergessen und dieses ist eins davon.
Was ich auch wirklich großartig fand, war der Schreibstil von Mary Adkins. Bereits bei dem ersten Buch das ich von ihr lesen durfte, bin ich zum echten Fan geworden. Ihre Worte waren bewegend, tiefgreifend und vor allem echt. Nachdem ich das Buch beendet hatte brauchte ich auch erst noch einen Moment um über das gelesene nachzudenken und das liebe ich an Bücher. Aber vor allem liebe ich Mary Adkins Art zu schreiben und freue mich deswegen schon auf weitere Bücher von ihr.
Meinung aus der Buchhandlung
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Bea ist neu an der Carter University in South Carolina und neu im Justice Scholars Program. Sie vertritt Studierende „rund um juristische Angelegenheiten“, soll ihnen emotionale Unterstützung, Information und Orientierung bieten. In ihrem ersten Fall geht es um sexuelle Übergriffe. Sie berät den Angeklagten Tyler Brand, Spross einer reichen Familie, die nicht nur regelmäßig das College mit hohen Geldsummen unterstützt, sondern auch seine Verfehlungen auf ihre Weise regelt.
Klägerin ist Studentin Annie. Zwei Verabredungen mit Tyler führten zu sexuellen Handlungen ohne ihr Einverständnis, Tyler widerspricht dieser Anschuldigung. Es findet ein Untersuchungsverfahren am Campus statt, Aussage steht gegen Aussage, Zeugen gibt es keine. Die Angelegenheit öffentlich gemacht, stellt Betroffene an den Pranger.
Autorin Mary Adkins studierte Jura, arbeitete als Anwältin. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert - Hoffnung und Gerechtigkeit. Adkins urteilt und bewertet nicht, lässt aus verschiedenen Perspektiven ein Gesamtbild entstehen. Die Geschehnisse neutral und unvoreingenommen zu betrachten, fällt schwer. Dieser Gesellschaftsroman ist aktuell, abgründig und spannend wie ein Thriller.
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