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Letzte Ehre Roman

94

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.05.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

270

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/3,2 cm

Gewicht

434 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42990-7

Beschreibung

Rezension

»Es gab mal eine Initiative, Gewalt gegen Frauen in Krimis zu verbieten. Dann hätte es Friedrich Anis neuen Roman nie gegeben. Was literarisch bedauerlich und gesellschaftlich bedenklich gewesen wäre.« ("WELT AM SONNTAG")
»In Friedrich Anis meisterhaftem Kriminalroman Letzte Ehre geht es um das, was Männer Frauen mit größter Selbstverständlichkeit antun.« ("NZZ am Sonntag")
»In Letzte Ehre ... trifft ein Hard boiled-Plot auf empathische Figurenzeichnungen, auf psychologisch feinsinnig konstruierte Dialoge und auf eine literarisch gehobene Sprache, die Friedrich Ani an keiner Stelle entgleitet, obschon er als männlicher Autor das Wagnis einer weiblichen Erzählstimme eingegangen ist.« ("Deutschlandfunk")
»Zwei Wörter braucht Friedrich Ani, so dass man meint, nicht nur ein bestimmtes Wetter, sondern die Atmosphäre des Buches auf der Haut zu fühlen.« ("Frankfurter Rundschau")
»Nur selten gibt es Hoffnungsschimmer. Aber dennoch gelingt es Ani, das Buch mit einem positiven Moment zu beenden. Ein intensiver Text findet so seine Abrundung.« ("Allgemeine Zeitung")
»Friedrich Ani hat mehr als einen spannenden Krimi geschrieben. Es ist ein Roman, der die Geschichten mehrerer Frauen ineinander verwebt.« ("Bayerischer Rundfunk")
»Düster und traurig und unglaublich packend.« ("Die Presse")
»Wieder meisterhaft, wie Ani die dunklen Seiten unserer Gesellschaft aufs Papier bringt. Ein fesselnder Lesestoff.« ("Köllefornia")
»Auch mit Letzte Ehre gelingt es Friedrich Ani, einem vermeintlich einfachen Fall mit jeder Buchseite weitere Facetten zu geben.« ("kulturnews.de")
»Ani inszeniert [Dialoge] brillant, weil er nicht auf dramatische Effekte setzt, sondern auf ein ruhiges, unaufhaltsames Sich-selbst-Entlarven.« ("Münchner Merkur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.05.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

270

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/3,2 cm

Gewicht

434 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42990-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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  • Manfred Fürst

    aus Kirchbichl

    5/5

    26.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiger Roman, der allerdings den Titel Krimi verdient.

    Die Suche nach einer vermissten siebzehnjährigen Schülerin durch die Münchner KOK Fariza Nasri ist der Katalysator eines Horrortrips durch menschliche Abgründe: Kindesmissbrauch, männliche Gewalt und sexuelle Ausbeutung. Fariza Nasri, mit fast unfehlbarer Fähigkeit, Lügen ihrer Befragten zu erkennen, hat ein beinahe sadistisches Vergnügen diese in die Enge zu treiben; ein Geständnis reicht ihr nicht, sie will, dass ihre Opfer sich vor ihr entblößen. Jeden Morgen blickt sie in den Spiegel und spricht mit ihrem Spiegelbild und dieses spricht mit ihr. Mehrere Fälle sind in einander verwoben, wobei es nicht verwunderlich ist, dass der Täter eines bestialischen Frauenmordes, der … ist. Wieder ist es Nasri, der Ani DIE dominante Rolle in seinem Krimi zuschreibt, die zur Aufklärung essentiell beiträgt. Der Cliffhanger am Ende lässt auf einen nächsten Krimi mit KOK Fariza Nasri von Ani hoffen. Ani hat in seinem Krimi neben der Charakterzeichnung von Fariza Nasri und der sie betreffenden Geschichte wenig Platz für anderes gelassen. Dem Leser bleibt dadurch kaum Luft zum Durchatmen. Verstärkt durch den dichten und präzisen Erzählstil, der vollkommen auf Banalitäten und Plattitüden verzichtet. NB. Dass die türkische Spirituose nicht Raki geschrieben wird, geschweige so ausgesprochen wird, ist den Lektoren anzurechnen. Richtig geschrieben wird dieser Anisschnaps wie Rakı, dem ı ohne Punkt, ausgesprochen als ungerundeter geschlossener Hinterzungenvokal.

  • bookloving

    5/5

    09.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufwühlender Roman

    Mit seinem neuen Werk „Letzte Ehre “ legt der deutsche Erfolgsautor Friedrich Ani einen fesselnden und äußerst tiefgründigen Roman vor, der mich mit den angeschnittenen Themen und intensiven Einblicken in die Abgründe der menschlichen Seele sehr bestürzt, aufgewühlt und nachdenklich zurückgelassen hat. Die sehr subtil angeschnittenen Themen wie Gewalt, männliche Machtfantasien, Kindesmissbrauch und Vergewaltigung gehen sehr unter die Haut. Anis anspruchsvolle und genial verschachtelte Erzählweise fordert dem Leser zwar einiges an Aufmerksamkeit und Mitdenken ab, doch ist es sehr spannend mitzuerleben, wie die Hintergründe und Verbindungen allmählich immer deutlicher zu Tage treten und sich schließlich zu einem erschütternden Gesamtbild zusammenfügen. Dem versierten Autor ist es in seinem in drei Teile untergliederten Roman sehr überzeugend gelungen, verschiedene, zunächst vermeintlich nicht zusammenhängende Kriminalfälle ineinander fließen zu lassen und genial miteinander zu verknüpfen. Im Mittelpunkt des Krimis steht die faszinierende Protagonistin Oberkommissarin Fariza Nasri, die im Münchner Referat 101 für Tötungsdelikte arbeitet und anfangs mit Ermittlungen zu einer verschwundenen Schülerin befasst ist. Nach und nach wird klar, dass ihr aktueller Fall mit einem alten, noch nicht aufgeklärten Fall verknüpft ist. Sehr fesselnd ist es mit zu verfolgen, wie geschickt die 58-jährige Verhörspezialistin Fariza Nasri ihre Vernehmungen führt, beharrlich ihre Nachforschungen trotz vieler Widerstände vorantreibt und allmählich ungeahnte Verbindungen und Abgründe aufdeckt. Sehr vielschichtig und beeindruckend zeichnet Ani seine verschiedenen Charaktere. In den mit verschiedenen Zeugen, Opfern und Tätern geführten Gesprächen beleuchtet Ani geschickt die interessanten und äußerst nachdenklich stimmenden Hintergrundgeschichten der verschiedenen Frauenfiguren und gewährt uns eindringliche und mitunter verstörende Einblicke in die persönlichen Schicksale der Opfer. Schrittweise führt er uns zugleich beklemmende, düstere Abgründe der menschlichen Psyche der Täter vor Augen. Sehr faszinierend hat Ani auch seine bemerkenswerte Protagonistin Fariza Nasri angelegt, die wir bereits in seinem Roman „All die unbewohnten Zimmer“ kennengelernt haben. Nach und nach wird deutlich, dass auch die Ermittlerin mit ihrer belastenden Vergangenheit zu kämpfen hat und bisweilen von ihren traumatischen Erinnerungen eingeholt wird. Die schrittweise Beleuchtung ihres facettenreichen, sehr empathischen sowie unerschrockenen Charakters, der dennoch eine höchst beschädigte Persönlichkeit erkennen lässt, hat einen sehr nachhaltigen Eindruck auf mich hinterlassen, so dass ich einer Fortsetzung mit dieser interessanten Hauptfigur mit enormem Potential sehr gespannt entgegensehe. Ani ist wieder ein faszinierendes, glaubhaft ausgearbeitetes Kaleidoskop aus verschrobenen Einzelgängern, Extremisten, Gescheiterten, (Über-)Lebenskünstlern und den vielen traurigen Verlierern in dieser Gesellschaft gelungen. Er versteht es hervorragend, Stimmungen und Bilder mit viel Feingefühl und Eindringlichkeit einzufangen und anschaulich zu beschreiben. FAZIT Ein fesselnder, sehr tiefgründiger und aufwühlender Roman mit einer sehr faszinierenden Ermittlerin!

  • Bewertung

    aus Burghausen

    5/5

    09.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein beührendes, großartiges Buch

    Ich habe schon viele Bücher von Friedrich Ani gelesen, besonders die Süden Reihe und war um so gespannter auf das Buch „Letzte Ehre“. Toll finde ich auch, dass es diesmal eine weibliche Hauptkommissarin gibt. Kurz zum Inhalt: Ein siebzehnjähriges Mädchen ist nach einer Party nicht nach Hause gekommen. Keiner hat etwas bemerkt und keiner was passiert ist. Oberkommissarin Fariza Nasri ist mit den Ermittlungen vertraut und vernimmt auch Stephan Barig, den Freund der Mutter. In seinem Haus hat die Party stattgefunden, während Barig nicht zuhause war. Barig gibt brav Auskunft, doch die Kommissarin glaubt das er lügt und etwas zu verbergen hat. Immer weiter gerät sie in einen Strudel voller Gewalt... Ich wusste schon, dass dieses Buch keine leichte Kost werden würde und so habe ich mich schon beim Lesen darauf eingestellt. Im Mittelpunkt des Romans steht männliche Gewalttätigkeit, Frauenhass und Übergriffe auf Kinder. Der Roman ist sehr düster, beunruhigend und viele dieser Szenen spielen sich im Kopf des Lesers ab. Dies gelingt durch die exakte Sprache und genau beschriebenen Personen, die man sich so sehr gut vorstellen kann. Auch der Spagat, dass ein männlicher Autor eine weibliche Erzählstimme in den Mittelpunkt rückt ist perfekt gelungen. Am Schluss bleibt man erschüttert, aber auch ein bisschen versöhnt mit der Situation, zurück. Fazit: Dieser Roman ist keine leichte Kost, aber auch jeden Fall lesenswert.

  • Bewertung

    aus Urspringen

    5/5

    07.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnlich - wie immer

    Hier hat Friedrich Ani wieder einmal einen außergewöhnlichen Krimi abgeliefert: Der Fall der siebzehnjährigen Finja ist relativ schnell gelöst. Doch damit ist die Kriminalbeamtin Fariza Nasri noch lange nicht am Ende. Hängt eine kleine Wirtshausschlägerei damit zusammen? Oder ist es nur Zufall dass sie hier eine Frau vernehmen muss, die damals in den ominösen Tod des Vater eines Zeugens verwickelt war? Noch dazu wird ihre beste Freundin überfallen und übelst missbraucht und zusammen geschlagen. Die Dialoge sind oft sehr lange und gefühlvoll. Nasri gerät immer mehr in den Strudel von Gewalt und Machtgehabe der verschiedensten Männer. Sie hat extreme Schwierigkeiten sich unter Kollegen durchzusetzen und somit spiegelt Nasri oft ihre Seele in ihrem Spiegelbild und zweifelt an sich selbst und der Welt. Ich fühlte stets mit ihr. Dieser Krimi ist nicht einfach zu lesen, am Besten bleibt man dran. Er fasziniert auf eine besondere Weise, die ich nur schlecht erklären kann. Das Cover spiegelt die Beklemmung wieder.

  • Island

    aus Nürnberg

    5/5

    03.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abgründe

    "Letzte Ehre", der neueste Roman des renommierten und vielfach ausgezeichneten Schriftstellers Friedrich Ani ist keine leichte Kost, da sich verschiedene Fälle von schwerer Misshandlung wie ein roter Faden durch die Handlung ziehen. Zunächst ermittelt Oberkommissarin Fariza Nasri, eine Münchenerin Ende 50 mit syrischem Vater, im Fall einer verschwundenen Schülerin. Im Rahmen der Ermittlungen stößt sie auf einen lange zurückliegenden Fall von Kindesmissbrauch und dann wird auch noch ihre beste Freundin schwer misshandelt in ihrer Wohnung aufgefunden. Der (Kriminal-)roman punktet auf jeden Fall durch große Authentizität, auch wenn diese teilweise schwer zu ertragen ist. Friedrich Ani ist es sehr überzeugend gelungen, die Beteiligten "echt" wirken zu lassen, so wie er sie sprechen und auftreten lässt. Alle, auch die Kommissarin sind spezielle Charaktere, geprägt durch ihre Vorgeschichte. Was die Details der Verbrechen an den Missbrauchsopfern angeht, schafft Friedrich Ani es, genau so viel preiszugeben, dass man als Leser betroffen oder teilweise auch erschüttert ist, ohne aber zu detailliert auf die Misshandlungen einzugehen. Sprachlich ist der Roman sehr ausgefeilt, mit vielen sprachlichen Bildern, die unter anderem die Gefühle der Beteiligten etwas besser nachvollziehbar machen. Die Spannung steht dabei weniger im Mittelpunkt als das Aufzeigen der Abgründe und das schonungslose Offenbaren der Folgen für ein ganzes menschliches Leben. Nur das Ende des Romans hätte es für meinen Geschmack so nicht gebraucht.

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    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend mit literarischer Seele

    Bislang gibt es vier Buchreihen von Friedrich Ani, die bekannteste Figur ist wohl der Privatdetektiv Tabor Süden. Meine Lieblingsfigur, Ex-Kommissar Jakob Franck aus 'Der namenlose Tag' bekommt jetzt Konkurrenz von Oberkommissarin Fariza-Marie Nasri, strafversetzt in die bayerische Provinz. Fariza - sensibel, mit nebulösem Privatleben - ist neu und unerwünscht im Kommissariat für Gewaltdelikte und ungeklärte Todesfälle, doch Vorgesetzte schätzen ihre Einfühlungsgabe bei Vernehmungen. Diese sind zahlreich zu führen - gleich drei grausame Verbrechen werfen dringliche Fragen auf, fordern Fariza und versetzen sie in innere Aufruhr. Neben der Aufklärung, die in unfassbar menschliche Abgründe treibt, bangt man und hofft, das Fariza der hohen Belastung standhält. Primär fasziniert von der Hauptfigur, empfand ich die Krimihandlung beklemmend, aber wie immer bei Ani - geschickt gebaut, die Erzählweise bis in alle Winkel literarisch ausgefeilt, mit expliziten Wortschöpfungen. Das ist ganz wunderbar zu lesen!

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